Patienten mit psychischen Beschwerden oder Problemen oder Verhaltensstörungen stellen sich in verschiedenen medizinischen Einrichtungen vor, auch in der Hausarztpraxis oder in Notfallambulanzen. Die Beschwerden oder Sorgen können neu aufgetreten oder durch eine bereits bestehende psychische Problematik bedingt sein. Ärzte müssen sich darüber im Klaren sein, dass viele körperliche Erkrankungen und Medikamente (darunter auch viele verschreibungspflichtige Arzneimittel) Symptome verursachen können, die eine spezifische psychische Störung nachahmen. Sie sollten daher nicht annehmen, dass psychiatrische Symptome auch von psychiatrischen Erkrankungen hervorgerufen werden.
Psychische Gesundheitsstörungen
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Psychische Gesundheit – eine Übersicht
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Angststörungen und stressbezogene Erkrankungen
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Dissoziative Störungen
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Substanzmissbrauch und Abhängigkeit
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Essstörungen
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Affektive Störungen
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Zwangsstörung und ähnliche Erkrankungen
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Persönlichkeitsstörungen
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Schizophrenie und wahnhafte Störungen
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Sexualität
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Somatische Belastungsstörung (Somatic Symptom Disorder, SSD) und verwandte Störungen
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Selbstmordverhalten und Selbstverletzung
Psychische Gesundheitsstörungen Abschnitte (A-Z)
Affektive Störungen
Angststörungen und stressbezogene Erkrankungen
Dissoziative Störungen
Gelegentlich hat jeder leichte Probleme, seine Erinnerungen, Wahrnehmungen, Identität und Bewusstsein in Einklang zu bringen. Zum Beispiel kann es passieren, dass Menschen eine Fahrt unternehmen und dann feststellen, dass sie sich nicht mehr daran erinnern können. Es ist möglich, dass sie sich nicht erinnern, weil sie in persönliche Gedanken, eine Radiosendung oder in ein Gespräch mit einem Beifahrer vertieft sind oder einfach nur tagträumen. Solche Probleme, die man als normale Dissoziation bezeichnet, stören den Alltag typischerweise nicht.
Essstörungen
Persönlichkeitsstörungen
Persönlichkeitsstörungen sind relativ stabile Denk-, Wahrnehmungs-, Reaktions- und Verhaltensmuster, die sich wesentlich von den erwarteten Normen unterscheiden und die früh im Leben auftreten können. Diese Muster führen bei Betroffenen zu erheblichem Leidensdruck und/oder sie beeinträchtigen ihre Fähigkeit, in einem sozialen Umfeld zu funktionieren.
Psychische Gesundheit – eine Übersicht
Psychische (psychiatrische oder psychologische) Störungen beziehen sich auf Abweichungen im Denken, Fühlen und/oder Handeln von der Norm. Kleinere Abweichungen in diesen Lebensaspekten sind üblich, aber wenn solche Abweichungen die Person stark belasten und/oder ihr tägliches Leben beeinträchtigen, werden sie als psychische Krankheit oder psychische Störung angesehen. Die Auswirkungen einer psychischen Störung können langfristig oder temporär sein. Diese Störungen entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen körperlichen, seelischen, sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und erblichen Einflüssen.
Schizophrenie und wahnhafte Störungen
Schizophrenie ist eine psychische Störung, die durch einen Verlust des Realitätsbezugs (Psychose), durch Halluzinationen (gewöhnlich Hören von Stimmen), Wahnvorstellungen, Denkstörungen und abnormes Verhalten, einen verminderten Ausdruck von Gefühlen, Antriebsmangel, eine Abnahme geistiger Funktionen (Kognition) und Beeinträchtigungen im gesellschaftlichen und beruflichen Leben und bei der Selbstversorgung gekennzeichnet ist.
Selbstmordverhalten und Selbstverletzung
Sexualität
Sexuelles Verlangen ist ein normaler Bestandteil des Lebens. Jedoch können die Formen sexuellen Verhaltens, die als normal angesehen werden, in verschieden Kulturen sehr unterschiedlich sein. Was „normale“ Sexualität ist, lässt sich wahrscheinlich gar nicht definieren. Nicht nur die Sexualpraktiken, auch die Häufigkeit und der Wunsch nach sexueller Erfüllung, unterliegen großen Schwankungen. Manche Menschen haben mehrmals täglich Verlangen nach sexueller Aktivität, wohingegen bei anderen der Sexualtrieb sehr viel schwächer ausgeprägt ist (z. B. ein paar Mal im Jahr).
Somatische Belastungsstörung (Somatic Symptom Disorder, SSD) und verwandte Störungen
Substanzmissbrauch und Abhängigkeit
Pharmazeutika sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens von vielen Menschen, egal ob diese legal zu medizinischen Zwecken oder als Freizeitdrogen verwendet werden (siehe Tabelle: Substanzen, die zu medizinischen und Freizeitzwecken konsumiert werden).
Zwangsstörung und ähnliche Erkrankungen
Die Zwangsstörung ist gekennzeichnet durch rezidivierende, dauerhafte, unerwünschte, beängstigende, aufdringliche Ideen, Vorstellungen oder Triebimpulse (Zwangsgedanken). Manche Personen fühlen sich auch dazu angetrieben, ständig bestimmte Rituale zu wiederholen (Zwangshandlungen) – insbesondere Handlungen oder Gedankengänge – um die durch den Zwang verursachte Angst zu mindern oder zu verhindern.
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