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Zyklothymia

Von

William Coryell

, MD, Carver College of Medicine at University of Iowa

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2018| Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Bei Zyklothymia wechseln sich leichte und kurze Phasen von Hochgefühl (Hypomanie) mit leichten und kurzen Phasen von Trauer (Depression) ab.

Die Störung „Zyklothymia“ ähnelt einer bipolaren Störung, ist jedoch weniger stark ausgeprägt. Die Phasen von Hochgefühl und Trauer sind weniger intensiv, dauern typischerweise nur einige Tage an und wiederholen sich relativ oft in unregelmäßigen Abständen. Diese Störung kann sich zu einer bipolaren Störung entwickeln oder als heftige Launenhaftigkeit fortbestehen.

Menschen mit zyklothymischer Störung können sehr erfolgreiche Geschäftsleute und Vorgesetzte und sehr leistungsfähig und kreativ sein. Jedoch kann die Erkrankung auch ungleichmäßige Leistungen bei der Arbeit und in der Schule, einen häufigen Wohnortwechsel, wiederholte Trennungen von Partnern oder Scheidungen sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch zur Folge haben.

Die Diagnose der Zyklothymia basiert auf dem charakteristischen Symptommuster.

Behandlung

  • Aufklärung und Unterstützung

  • Gelegentlich stimmungsstabilisierende Medikamente

Menschen mit zyklothymischer Störung müssen lernen, mit den Extremen ihres Temperaments und ihrer Charakterneigung zu leben. Es ist jedoch nicht einfach mit Zyklothymia zu leben, da zwischenmenschliche Beziehungen oft sehr stürmisch sind. Eine Arbeit mit flexiblen Arbeitszeiten oder eine Laufbahn im künstlerischen Bereich (bei Menschen mit künstlerischen Neigungen) kann den Umgang mit der Störung erleichtern.

Es kann ein stimmungsstabilisierendes Medikament (wie Lithium oder ein Antikonvulsivum) verabreicht werden, wenn die Funktionsfähigkeit durch die Zyklothymia beeinträchtigt ist. Das Antikonvulsivum Divalproex wird von den meisten Patienten besser vertragen als Lithium. Antidepressiva werden nicht verabreicht, es sei denn, die Depression ist schwer und dauert schon längere Zeit an, da sie einen raschen Wechsel von einer Stimmungslage in die andere (Rapid Cycling) bewirken können.

Selbsthilfegruppen (zum Beispiel die Depression and Bipolar Support Alliance – siehe DBSA) helfen durch die Bereitstellung eines Forums, in dem gemeinsame Erfahrungen und Gefühle ausgetauscht werden können.

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