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Überblick über Immunisierung

Von

Margot L. Savoy

, MD, MPH, Lewis Katz School of Medicine at Temple University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Quellen zum Thema

Immunisierung ermöglicht es dem Körper, sich besser gegen Krankheiten, die von bestimmten Bakterien und Viren verursacht werden, zu wehren. Immunität (die Fähigkeit des Körpers, sich gegen Krankheiten zu verteidigen, die durch bestimmte Bakterien oder Viren verursacht werden) kann natürlich auftreten (wenn Menschen Bakterien oder Viren ausgesetzt werden) oder vom Arzt durch eine Impfung erreicht werden. Wenn jemand gegen eine Krankheit immunisiert ist, ist er meist vor einer Ansteckung geschützt oder erkrankt nur leicht an der jeweiligen Krankheit. Da jedoch kein Impfstoff zu 100 Prozent wirksam ist, kann man auch trotz einer Impfung krank werden.

In Gegenden und Ländern, in denen Impfstoffe regelmäßig angewendet werden, sind viele Krankheiten, die einst weit verbreitet waren bzw. tödlich verliefen (wie z. B. Kinderlähmung und Diphtherie), heute selten oder gut unter Kontrolle gebracht worden. Eine Krankheit, die Pocken, konnte durch Impfungen vollständig eliminiert werden. Dank Impfstoffen ist es gelungen, schwere Krankheiten zu verhindern und die Gesundheit von Personen weltweit zu verbessern. Für viele bedeutende Infektionen stehen jedoch noch keine wirksamen Impfstoffe zur Verfügung. Dazu zählen die Ebola-Virusinfektion, die meisten sexuell übertragbaren Krankheiten (wie z. B. die HIV-Infektion, Syphilis, Gonorrhö und Chlamydieninfektionen) sowie viele Tropenkrankheiten (wie z. B. Malaria).

Die Einhaltung von Impfempfehlungen ist für die eigene Gesundheit und für die Gesundheit der eigenen Familie und der Personen innerhalb der Gemeinschaft von großer Bedeutung. Viele der durch Impfung vermeidbaren Krankheiten werden leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Und viele von ihnen kommen in den Vereinigten Staaten noch vor und sind in anderen Gegenden der Welt sogar weit verbreitet. Diese Erkrankungen können sich unter ungeimpften Kindern rasant ausbreiten. Dank der modernen Reisemöglichkeiten können Kinder damit in Kontakt kommen, selbst wenn sie in Gebieten leben, in denen diese Krankheiten normalerweise nicht vorkommen.

Die derzeit eingesetzten Impfstoffe sind sehr zuverlässig und die meisten Personen vertragen sie gut. Nebenwirkungen sind selten.

Immunisierungsformen

Es gibt zwei Immunisierungsformen:

  • Aktive Immunisierung

  • Passive Immunisierung

Aktive Immunisierung

Bei der aktiven Immunisierung werden Impfstoffe eingesetzt, die die natürliche Abwehrkraft des Körpers (das Immunsystem) anregen. Impfstoffe sind Arzneimittel mit einem der folgenden Bestandteile:

  • Nicht infektiöse Fragmente von Bakterien oder Viren

  • Eine normalerweise schädliche Substanz (Toxin), die von einem Bakterium produziert, aber entgiftet wurde – Toxoid genannt

  • Abgeschwächte (attenuierte) vollständige Lebendorganismen, die keine Krankheit verursachen

Das Immunsystem des Körpers reagiert auf einen Impfstoff, indem es Substanzen produziert (wie Antikörper und weiße Blutkörperchen), die spezifische Bakterien oder Viren, die in dem Impfstoff enthalten sind, erkennen und angreifen. Immer, wenn eine Person dem jeweiligen Bakterium oder Virus ausgesetzt ist, produziert der Körper automatisch diese Antikörper und andere Substanzen, um eine Erkrankung zu verhindern oder ihren Schweregrad zu verringern. Der Vorgang, einen Impfstoff zu geben, wird Impfung genannt, wobei auch häufig der allgemeinere Ausdruck Immunisierung gebraucht wird.

Folgendes sind Impfstoffe, die abgeschwächte Lebendorganismen enthalten:

Wussten Sie ...

  • Manche Impfstoffe enthalten eine abgeschwächte, aber lebende Form des Mikroorganismus, gegen den sie schützen.

Passive Immunisierung

Bei der passiven Immunisierung werden Antikörper gegen einen bestimmten infektiösen Organismus direkt verabreicht. Diese Antikörper werden aus verschiedenen Quellen gewonnen:

  • Aus dem Blut (Serum) von Tieren (normalerweise Pferden), die Kontakt zu einem bestimmten Organismus oder Toxin hatten und Immunität entwickelt haben

  • Aus dem Blut, das von einer großen Anzahl von Personen gesammelt wurde – sogenanntes Human- Immunglobulin

  • Von Personen, die bekannterweise Antikörper gegen eine bestimmte Krankheit haben (das heißt Personen, die geimpft wurden oder sich von der Krankheit erholen) – sogenanntes Hyperimmunglobulin –, weil sie eine höhere Konzentration von Antikörpern im Blut haben

  • Aus Antikörper produzierenden Zellen (normalerweise von Mäusen), die in einem Labor gezüchtet wurden

Passive Immunisierung wird angewendet bei Personen, deren Immunabwehr nicht adäquat auf eine Infektion reagiert, oder bei Personen, die an einer Infektion erkranken, bevor sie geimpft werden konnten (zum Beispiel nach Kontakt mit dem Tollwut-Virus).

Eine passive Immunisierung kann auch dazu dienen, einer Erkrankung vorzubeugen, wenn ein Kontakt mit dem Erreger wahrscheinlich ist und der Betroffene nicht genug Zeit hat, eine Impfreihe zu bekommen oder abzuschließen. Zum Beispiel kann einer Schwangeren, die keine Immunität gegen das Windpockenvirus hat, ihm aber ausgesetzt war, eine Lösung verabreicht werden, die ein Gammaglobulin gegen das Windpockenvirus enthält. Das Windpockenvirus kann das ungeborene Kind schädigen und gravierende Komplikationen (z. B. Lungenentzündung) bei der Mutter verursachen.

Die passive Immunisierung hält nur einige Wochen an, bis der Körper die injizierten Antikörper wieder ausscheidet.

Impfstoffverabreichung

Impfstoffe und Antikörper werden normalerweise durch die Injektion in einen Muskel (intramuskulär) oder unter die Haut (subkutan) verabreicht. Antikörper werden manchmal auch in eine Vene injiziert (intravenös). Ein bestimmter Grippeimpfstoff wird in die Nase gesprüht.

Es können auch mehrere Impfstoffe auf einmal verabreicht werden – als Kombinationsimpfstoff oder als individuelle Injektionen an unterschiedlichen Injektionsstellen (siehe Gleichzeitige Anwendung verschiedener Impfstoffe).

Manche Impfungen werden routinemäßig durchgeführt, zum Beispiel sollten Erwachsene möglichst alle 10 Jahre mit dem Tetanus-Toxoid geimpft werden. Manche Impfungen werden Kindern routinemäßig verabreicht (siehe Abbildung zum Impfschema bei Säuglingen und Kindern).

Andere Impfungen werden normalerweise hauptsächlich bei bestimmten Personengruppen durchgeführt. Zum Beispiel wird der Gelbfieberimpfstoff nur solchen Personen verabreicht, die in bestimmte Teile Afrikas und Südamerikas reisen. Wieder andere Impfstoffe werden nach möglichem Kontakt mit einer spezifischen Krankheit verabreicht. Der Tollwutimpfstoff wird beispielsweise jemandem verabreicht, der von einem Hund gebissen worden ist.

Einschränkungen und Sicherheitsvorkehrungen für Impfungen

Bei vielen Impfstoffen ist der einzige Grund, nicht geimpft zu werden, Folgendes:

  • Eine schwere oder lebensbedrohliche allergische Reaktion (wie eine anaphylaktische Reaktion) gegenüber dem Impfstoff oder einem seiner Bestandteile

Eine Eiallergie ist in den USA weit verbreitet. Manche Impfstoffe, beispielsweise die meisten Grippeimpfstoffe, enthalten sehr kleine Mengen an Hühnereiweiß. Daher gibt es Bedenken, solche Impfstoffe bei Personen anzuwenden, die allergisch auf Eier sind. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) geben jedoch an, dass leichte Reaktionen durchaus auftreten können, schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) aber unwahrscheinlich sind. Die Empfehlungen für den Grippeimpfstoff hängen von der Schwere der allergischen Reaktion auf Eier und auf die Impfung ab. Wenn Patienten nach der Verabreichung der Grippeimpfung oder dem Konsum von Eiern eine schwere, lebensbedrohliche allergische Reaktion hatten, sollte ihnen der Grippeimpfstoff nicht mehr verabreicht werden. Wenn Menschen nach dem Kontakt mit Eiern oder dem Impfstoff nur einen Ausschlag hatten, kann ihnen der Impfstoff verabreicht werden. Bei einer schwerwiegenderen Reaktion, wie z. B. Schwellungen des Gesichts, Atembeschwerden oder Benommenheit, oder bei Reaktionen, die eine Injektion des Medikaments Epinephrin oder eine andere Notfallbehandlung erforderlich machten, sollten sie die Impfung nur noch in einem medizinischen Umfeld unter Beobachtung eines Krankenhausarztes, der Erfahrung bei der Erkennung und Behandlung schwerer allergischer Reaktionen hat, vornehmen lassen.

Bei Vorliegen von bestimmten Krankheiten sollten möglichst keine Lebendimpfstoffe verwendet werden, oder die Impfung mit solchen Präparaten sollte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden:

Die Gabe von Lebendvirusimpfstoffen ist unter Umständen weniger risikobehaftet, nachdem die Immunsuppressiva wieder abgesetzt worden sind oder sich das geschwächte Immunsystem wieder ausreichend erholt hat.

Gängige Impfungen bei Kindern

Kinder erhalten gewöhnlich eine Reihe von Impfungen nach einem standardisierten Impfplan (siehe Abbildung mit Impfschema bei Säuglingen und Kindern und Immunisierungspläne der Centers for Disease Control and Prevention). Wenn Impfungen versäumt werden, können die meisten zu einem späteren Zeitpunkt nach einem alternativen Zeitplan nachgeholt werden.

Tabelle
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Kinderschutzimpfungen

Erkrankung

Wann wird normalerweise mit Impfungen begonnen

Windpocken (Varizella)

Alter: 12–15 Monate

Alter: 2 Monate

Alter: 2 Monate

Alter: 12–23 Monate

Geburt

Alter: 11–12 Jahre (kann ab einem Alter von 9 Jahren verabreicht werden)

Alter: 6 Monate

Alter: 12–15 Monate

Alter: 11–12 Jahre

Alter: 2 Monate bei Kindern mit hohem Risiko

Alter: 12–15 Monate

Alter: 2 Monate

Alter: 2 Monate

Alter: 2 Monate

Alter: 2 Monate

Röteln (Rubella)

Alter: 12–15 Monate

Alter: 2 Monate

Gängige Impfungen bei Erwachsenen

Es kann auch für Erwachsene ratsam sein, bestimmte Impfungen vornehmen zu lassen (siehe auch Centers for Disease Control and Prevention: Immunisierungsplan für Erwachsene). Wenn ein Arzt einen Erwachsenen über Impfungen berät, berücksichtigt er das Alter der Person, ihre Krankengeschichte, ihre Impfungen in der Kindheit, ihren Beruf, ihre geographische Lage, ihre Reisepläne und andere Faktoren.

Tabelle
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Schutzimpfungen für Erwachsene

Erkrankung*

Wer sollte geimpft werden

Personen, die mit Anthraxerregern in Kontakt kommen können, wie z. B.:

  • Ein Teil des Militärpersonals

  • Personen, die in einem Labor arbeiten

Windpocken (Varizella)

Alle Erwachsenen, die bisher weder geimpft wurden noch die Krankheit hatten

Alle Erwachsenen

  • Als Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus und Keuchhusten (Tdap), falls ein solches Kombinationspräparat zuvor noch nicht gegeben worden ist

  • Als Auffrischung zusammen mit einer Tetanusimpfung alle 10 Jahre

Erwachsene, die nicht geimpft wurden und ein erhöhtes Risiko haben, wie z. B.:

  • Personen mit Milzschaden

  • Personen mit einem geschwächten Immunsystem (wie z. B. AIDS-Kranke)

  • Personen, die eine Chemotherapie gegen Krebs erhalten haben

  • Personen, die eine Stammzellentransplantation hinter sich haben

Erwachsene, die nicht geimpft wurden und ein erhöhtes Risiko haben, wie z. B.:

  • Reisende in Regionen, in denen diese Krankheit verbreitet ist

  • Personen, die sich Drogen spritzen

  • Männer, die gleichgeschlechtlichen Sexualverkehr praktizieren

  • Personen mit einer chronischen Lebererkrankung oder Blutgerinnungsstörung

  • Gesunde Erwachsene, die kürzlich mit dem Hepatitis-A-Virus in Kontakt gekommen sind

  • Personen, die engen Kontakt mit einem adoptierten Kind in den ersten 60 Tagen nach der Ankunft des Kindes in den Vereinigten Staaten aus einem Gebiet, in dem Hepatitis A häufig vorkommt, planen

  • Obdachlose

Erwachsene, die nicht geimpft wurden und ein erhöhtes Risiko haben, wie z. B.:

  • Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten

  • Reisende in Regionen, in denen diese Krankheit verbreitet ist

  • Personen mit einer chronischen Lebererkrankung oder Blutgerinnungsstörung

  • Personen mit Niereninsuffizienz, einschließlich dialysepflichtiger Personen

  • Personen, die sich Drogen spritzen

  • Personen mit mehreren Sexualpartnern

  • Personen, die auf eine sexuell übertragbare Krankheit untersucht oder dagegen behandelt werden müssen

  • Männer, die gleichgeschlechtlichen Sexualverkehr praktizieren

  • Sexualpartner und privater Kontakt mit Personen, die bekannterweise Träger von Hepatitis B sind

  • Personen mit einer HIV-Infektion

  • Personen mit Diabetes, die unter 60 Jahre alt sind

  • Personen, die sich (als Patienten, Insassen oder Mitarbeiter) in Justizvollzugsanstalten oder in Einrichtungen aufgehalten haben, in denen Dienstleistungen für Menschen mit einem hohen Risiko für Hepatitis B erbracht werden (z. B. zur Behandlung von Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten oder einer HIV-Infektion)

Alle männlichen und weiblichen Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren (kann bereits ab einem Alter von 9 Jahren verabreicht werden) sowie Personen bis 26 Jahre, die bisher nicht geimpft worden sind

Alle Erwachsenen im Alter von 27 bis 45 Jahren sollten mit ihrem Arzt darüber sprechen, ob sie geimpft werden sollten

Alle Männer im Alter von 22–26 Jahren, die bisher nicht geimpft worden sind und auf die einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Praktizieren von gleichgeschlechtlichem Sexualverkehr

  • HIV-Infektion

  • Eine weitere Erkrankung, die das Immunsystem schwächt

Alle ab einem Alter von 6 Monaten

Alle Erwachsenen, die im Jahr 1957 oder später geboren wurden, sofern sie nicht eine Impfung mit einer oder mehreren Dosen des Masern-, Mumps- und Röteln-Impfstoffs (MMR) nachweisen können oder Labortests Hinweise auf eine Immunität gegen Masern geben

Beschäftigte im Gesundheitswesen, wenn Labortests keine Immunität gegen Masern nachweisen

Wird immer als Kombinationsimpfstoff zusammen mit Impfstoffen gegen Mumps und Röteln verabreicht (nicht als Einzelimpfstoff erhältlich)

Erwachsene mit erhöhtem Risiko, wie:

  • Personen mit Milzschaden

  • Personen mit einer HIV-Infektion

  • Personen mit bestimmten Immunmangelkrankheiten

  • Patienten unter Eculizumab (Medikament zur Hemmung des Komplementsystems)

  • Mikrobiologen, die regelmäßig mit den Bakterien in Kontakt kommen

  • Jugendliche, die bisher noch nicht geimpft wurden

  • Hochschulstudenten im ersten Studienjahr, die in einem Studentenwohnheim leben

  • Militärrekruten

  • Reisende in oder Bewohner von Regionen, in denen die Krankheit verbreitet ist

Alle Erwachsenen, die im Jahr 1957 oder später geboren wurden, sofern sie nicht eine Impfung mit einer oder mehreren Dosen des MMR-Impfstoffs nachweisen können oder Labortests Hinweise auf eine Immunität gegen Mumps geben

Beschäftigte im Gesundheitswesen, wenn Labortests keine Immunität gegen Mumps aufzeigen

Wird immer als Kombinationsimpfstoff zusammen mit Impfstoffen gegen Masern und Röteln verabreicht (nicht als Einzelimpfstoff erhältlich)

Keuchhusten (Pertussis)

Alle Erwachsenen (normalerweise als Kombinationsimpfstoff Tdap auch gegen Tetanus und Diphtherie), wenn sie nicht schon geimpft wurden

Schwangere Frauen während jeder Schwangerschaft

Pneumokokken-Infektionen (wie Meningitis oder Lungenentzündung)

Erwachsene mit erhöhtem Risiko wie z. B.:

  • Personen ab dem 65. Lebensjahr

  • Menschen mit einer chronischen Herz-, Lungen- oder Lebererkrankung (einschließlich Asthma und Emphysem)

  • Personen mit Diabetes

  • Personen mit Austritt der Gehirnrückenmarkflüssigkeit

  • Personen mit geschwächtem Immunsystem

  • Personen mit Milzschaden

  • Menschen mit einem Cochlea-Implantat

  • Alkoholiker

  • Erwachsene Raucher

Erwachsene mit erhöhtem Risiko, wie Reisende in Regionen mit Polio oder Laborpersonal, das mit dem Polio-Virus arbeitet

Menschen, die von bestimmten Tieren gebissen wurden

Menschen, die mit infizierten Tieren in Kontakt gekommen sein könnten (z. B. Tierärzte)

Röteln (Rubella)

Alle Erwachsenen, die im Jahr 1957 oder später geboren wurden, sofern sie nicht eine Impfung mit einer oder mehreren Dosen des MMR-Impfstoffs nachweisen können oder Labortests Hinweise auf eine Immunität gegen Röteln geben

Beschäftigte im Gesundheitswesen, wenn Labortests keine Immunität gegen Röteln nachweisen

Frauen, die eine Schwangerschaft planen und keine Immunität gegen Rubella aufweisen

Wird immer als Kombinationsimpfstoff zusammen mit Impfstoffen gegen Masern und Mumps verabreicht (nicht als Einzelimpfstoff erhältlich)

Gürtelrose (Herpes zoster)

Personen ab dem 50. Lebensjahr

Wird derzeit nur für Menschen empfohlen, die einem hohen Risiko ausgesetzt sind, mit dem Pockenvirus in Kontakt zu kommen, wie z. B. Laborpersonal, das direkt mit dem Virus und verwandten Materialien arbeitet

Alle Erwachsenen (Auffrischung alle 10 Jahre nach der ersten Impfserie, die normalerweise im Kindesalter als Kombinationsimpfstoff zusammen mit einem Diphtherie- und Tetanusimpfstoff verabreicht wird)

Reisende in Gebiete, in denen die Krankheit verbreitet ist

Personen mit engem Kontakt zu einem Typhus-Träger

Laboranten, die mit dem Bakterium arbeiten, das Typhus verursacht

Personen, die in bestimmte Gebiete von Afrika und Südamerika reisen, in denen die Krankheit verbreitet ist

* In den Vereinigten Staaten sind Impfungen für diese Krankheiten verfügbar.

HIV = humanes Immundefizienz-Virus.

Sicherheit von Impfstoffen

In den USA wird die Sicherheit von Impfstoffen von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) überwacht. Wenn nach einer Routineimpfung bestimmte Komplikationen auftreten, müssen Ärzte dies im Rahmen des Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) den CDC unter dem Vaccine Safety Datalink (VSD) melden. Wenn nach der Impfung ein gesundheitliches Problem auftritt, können alle Beteiligten – Ärzte, Pflegekräfte oder einfache Bürger – Meldung über das VAERS einreichen. In VAERS-Berichten konnte nicht festgestellt werden, ob ein gesundheitliches Problem durch den Impfstoff verursacht wurde.

Impfstoffe verursachen normalerweise keine Probleme, obwohl leichte Nebenwirkungen wie Schmerzen und Rötung an der Injektionsstelle auftreten können. Trotzdem haben viele Eltern Bedenken bezüglich der Sicherheit von Impfstoffen für Kinder und möglicher Nebenwirkungen.

Eines der Hauptbedenken von Eltern ist Folgendes:

Viele verschiedene Forschergruppen sind diesen Bedenken nachgegangen und haben den angeblichen Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Autismus zur Gänze entkräftet (siehe Bedenken bezüglich Impfungen für Kinder im Manual sowie Häufig gestellte Fragen zur Sicherheit von Impfstoffen auf der Website der CDC).

Trotzdem haben die meisten Hersteller thiomersalfreie Impfstoffe für die Impfung von Kleinkindern und Erwachsenen entwickelt. Informationen über Impfstoffe, die momentan kleine Konzentrationen von Quecksilber oder Thiomersal enthalten, sind auf der Webseite des Institute for Vaccine Safety [in deutscher Sprache auf der Website impfen-info.de] erhältlich.

Impfung vor Auslandsreisen

Für Bewohner der Vereinigten Staaten kann es notwendig sein, bestimmte Impfungen vorzunehmen, bevor sie in Gebiete mit Infektionskrankheiten reisen, die normalerweise in den Vereinigten Staaten nicht auftreten (siehe Tabelle zu Impfungen für internationale Reisen). Als Reaktion auf Krankheitsausbrüche wechseln die Empfehlungen ständig.

Die CDC stellen in ihrer Rubrik Travelers’ Health (Gesundheit des Reisenden) die jeweils aktuellsten Informationen über Impfungen zur Verfügung. Die CDC bieten außerdem einen telefonischen 24-Stunden-Auskunftsdienst in den USA (1-800-232-4636 [CDC-INFO]) an.

Weitere Informationen

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