Übertragen werden kann Typhus durch den Verzehr von Lebensmitteln oder Wasser, die mit dem Stuhl oder Urin einer infizierten Person verunreinigt sind.
Die Betroffenen haben grippeähnliche Symptome, auf die manchmal Delir, Husten, Erschöpfung, gelegentlich Ausschlag und Durchfall folgen.
Blutproben, Proben von Stuhl und anderen Flüssigkeiten oder Gewebe werden ins Labor geschickt, um Bakterienkulturen anzulegen.
Um der Infektion vorzubeugen, sollten Menschen, die in betroffene Gebiete reisen, geimpft werden und vor Ort den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel sowie das Trinken von Leitungswasser vermeiden.
Infizierte, ob mit oder ohne Symptome, erhalten Antibiotika.
(Siehe auch Übersicht über Bakterien Übersicht über Bakterien und Salmonelleninfektionen Infektionen .)
Typhus ist eine Infektion, die von Salmonella-Bakterien hervorgerufen wird. Es gibt viele Arten von Salmonellen, doch meistens wird Typhus durch das Bakterium Salmonella Typhi ausgelöst.
Typhusfieber kommt häufig in Gebieten mit schlechten hygienischen Bedingungen vor. Die meisten in den USA registrierten Fälle betreffen Personen, die sich in Ländern aufgehalten haben, wo die Infektion weit verbreitet ist.
Übertragung
Salmonella Typhi kommt nur bei Menschen vor.
Bei Infizierten wird das Bakterium über den Stuhl und, in seltenen Fällen, über den Urin ausgeschieden. Bei einigen Infizierten entsteht eine chronische Infektion der Gallenblase oder der Harnwege. Die Bakterien werden von ihnen weiterhin über den Stuhl oder Urin ausgeschieden, selbst nach Abklingen der Symptome. Diese Menschen gelten als Träger der Bakterien. Aus diesem Grund ist es vielen nicht bewusst, dass sie die Infektion weiterverbreiten können. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es einen Fall, bei dem eine Frau, eine Köchin namens Mary Mallon, viele Menschen mit Typhus infizierte und daher als Typhus-Mary bekannt wurde.
Salmonella-Typhi-Bakterien können Nahrungsmittel oder Getränke verunreinigen, wenn die Hände nach dem Toilettengang nicht ordnungsgemäß gewaschen werden. Die Wasserversorgung kann verunreinigt werden, wenn keine ordnungsgemäße Abwasserbehandlung durchgeführt wird. Fliegen können die Bakterien direkt von Fäkalien auf Nahrungsmittel übertragen.
Mitunter wird Typhus durch direkten Kontakt zwischen Kindern beim Spielen oder zwischen Erwachsenen bei analem/oralem Geschlechtsverkehr übertragen.
Wie bei allen Arten von Salmonella-Bakterien müssen diese Bakterien zahlreich aufgenommen werden, damit sich die Infektion entwickelt, es sei denn, das Immunsystem ist beeinträchtigt und es besteht ein Mangel an Magensäure. Magensäure tötet Salmonella-Bakterien in der Regel ab.
Ausbreitung über die Blutbahn
Die Bakterien gelangen aus dem Verdauungstrakt in die Blutbahn (wo sie eine Bakteriämie Bakteriämie verursachen) und können u. a. die folgenden entfernt liegenden Organe befallen:
Leber, Milz und Gallenblase
Die Lunge (in Form einer Lungenentzündung Übersicht über Lungenentzündungen
)
Gelenke (wo sie infektiöse Arthritis Infektiöse Arthritis hervorruft)
Nieren (wo sie eine Glomerulonephritis Glomerulonephritis hervorrufen)
Die Herzklappen (wo sie eine Endokarditis Infektiöse Endokarditis
hervorruft)
Genitaltrakt
Gehirn- und Rückenmarkshäute (wo sie Hirnhautentzündung bzw. Meningitis Akute bakterielle Meningitis hervorruft)
Knochen (wo sie eine Osteomyelitis Osteomyelitis hervorrufen)
Diese Infektionen entwickeln sich hauptsächlich, wenn die Betroffenen nicht behandelt werden oder sich die Behandlung verzögert.
Symptome von Typhus
Üblicherweise beginnt die Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen etwa 8 bis 14 Tage nach der Ansteckung. Die Symptome von Typhus entwickeln sich allmählich. Die Betroffenen können Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen und trockenen Husten bekommen. Möglicherweise kommt es zu Appetitlosigkeit.
Nach einigen Tagen klettert das Fieber auf 39 bis 40 °C, bleibt weitere 10 bis 14 Tage lang hoch, bis sich die Temperatur in der vierten Woche nach Einsetzen der Symptome schließlich wieder normalisiert. Der Herzschlag ist oft niedrig und die Betroffenen fühlen sich erschöpft. Bei einer schweren Infektion kann es zu einem Delir kommen.
In der zweiten Woche tritt bei etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen ein Ausschlag auf Brust und Bauch mit flachen rosafarbenen Flecken auf.
Zuerst kann es zu Verstopfung kommen, nach 2 Wochen kann jedoch Durchfall auftreten. Bei etwa 1 bis 2 Prozent der Betroffenen kommt es zu einer Darmperforation oder Darmblutungen. Einige Patienten entwickeln eine starke, mitunter lebensbedrohliche Blutung.
Wenn die Infektion andere Organe befällt, können auch Symptome solcher Erkrankungen auftreten.
Bei etwa 8 bis 10 Prozent der unbehandelten Patienten treten die Symptome etwa 2 Wochen nach Abklingen des Fiebers erneut auf.
Diagnose von Typhus
Untersuchung und Kultur von Blut- oder Stuhlproben oder von Proben anderer Körperflüssigkeiten oder Geweben
Zur Bestätigung der Typhusdiagnose werden Blut-, Stuhl oder Urinproben oder Proben anderer Körperflüssigkeiten oder von Gewebe entnommen und in ein Labor geschickt, wo Bakterienkulturen angesetzt werden. Die Proben werden untersucht, um zu bestimmen, ob Salmonella-Bakterien vorhanden sind.
Es werden auch Untersuchungen durchgeführt, um herauszufinden, welche Antibiotika am wirkungsvollsten sind (Resistenzprüfung Prüfung eines Mikroorganismus auf Anfälligkeit und Empfindlichkeit gegenüber antimikrobiellen Medikamenten Infektionskrankheiten werden von Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten verursacht. Ärzte vermuten eine Infektion aufgrund der Symptome einer Person, der Ergebnisse einer... Erfahren Sie mehr ).
Prognose bei Typhus
Ohne Behandlung sterben etwa 12 Prozent der Betroffenen. Bei einer Behandlung verläuft die Krankheit nur bei etwa 1 Prozent der Patienten tödlich. Die meisten Patienten, bei denen die Krankheit zum Tod führt, sind unterernährt, sehr jung oder sehr alt.
Benommenheit (Teilnahmslosigkeit, die zum Erwecken energische Stimulation benötigt), Koma und Schock sind Anzeichen einer schweren Infektion und schlechter Prognose.
Vorbeugung gegen Typhus
Personen, die in Gebiete reisen, wo Typhus häufig vorkommt, sollten kein rohes Gemüse oder andere rohe Nahrungsmittel verzehren, die bei Zimmertemperatur serviert oder gelagert werden.
Im Allgemeinen kann Folgendes ohne Bedenken konsumiert werden:
Speisen, die unmittelbar nach der Zubereitung heiß serviert werden
Getränke in ungeöffneten Flaschen oder Dosen
Heißer Tee oder Kaffee
Früchte, die eigenhändig geschält werden
Generell sollte davon ausgegangen werden, dass Eis und Wasser verunreinigt sind (solange sie nicht erhitzt oder gechlort wurden). Zum Zähneputzen sollte in Flaschen abgefülltes Trinkwasser verwendet werden.
Impfungen
Ein über den Mund (d. h. oral) verabreichter Impfstoff und ein in Injektionsform in einen Muskel verabreichter Polysaccharid-Impfstoff können Typhus vorbeugen. Beide Impfstoffe sind zu rund 70 Prozent wirksam und haben wenige Nebenwirkungen.
Empfohlen wird die Impfung für folgende Personen:
Reisende in Gebiete, wo Typhus häufig vorkommt
Menschen, die mit Trägern im gleichen Haushalt leben oder engen Kontakt haben
Laboranten, die mit dem Bakterium arbeiten
Personen, die ein Risiko tragen, sollten 2 Jahre nach Erhalt des Injektionsimpfstoffes und 5 Jahre nach Erhalt des oralen Impfstoffes eine Auffrischungsimpfung durchführen.
In den USA treten die meisten Typhusfälle bei Reisenden auf, die in Gegenden waren, wo Typhus häufig vorkommt. Die meisten dieser Fälle hätten sich durch eine Schutzimpfung verhindern lassen können.
Behandlung von Typhus
Antibiotika
Bei schweren Infektionen Kortikosteroide
Wenn Antibiotika verabreicht werden, sinkt das Sterberisiko auf weniger als 1 Prozent. Eine vollständige Genesung kann Wochen oder Monate dauern.
Bevorzugte Antibiotika:
Ceftriaxon, als Injektion verabreicht
Fluorchinolone (z. B. Ciprofloxacin, Levofloxacin oder Moxifloxacin), oral oder als Injektion verabreicht
Azithromycin, oral verabreicht
Resistenzen gegenüber Antibiotika sind weit verbreitet, zunehmend auch in Gegenden, wo Typhus häufig vorkommt. Die Resistenz nimmt auch in den USA aufgrund von Rückkehrern zu, die sich in jenen Gegenden infiziert haben.
Das Antibiotikum Chloramphenicol findet weltweit Anwendung. Davon können jedoch Knochenmarkzellen, die Blutzellen produzieren, geschädigt werden. Salmonella-Typhi-Bakterien entwickeln auch immer mehr eine Resistenz dagegen.
Wenn die Infektion schwer ist, werden auch Kortikosteroide gegeben, vor allem an Patienten, die sich im Delir, im Koma oder Schock befinden.
Bei Fieber wird Bettruhe angeraten. Eine flüssige Ernährung kann dem Durchfall entgegenwirken. Die Patienten sollten kein Aspirin und keine Abführmittel einnehmen und keine Einläufe durchführen.
Rückfälle können nach Absetzen der Behandlung auftreten. Diese Infektion ist leichter als die anfängliche Erkrankung und wird auf die gleiche Weise behandelt.
Behandlung von Trägern
Träger müssen den lokalen Gesundheitsbehörden gemeldet werden und dürfen nicht mit Nahrungsmitteln arbeiten, bis eine Ausrottung der Bakterien nachgewiesen wird. Eine 4- bis 6-wöchige Einnahme von Antibiotika kann die Bakterien bei den meisten Trägern auslöschen.
Wenn die Träger eine Infektion der Gallenblase haben, kann eine operative Entfernung der Gallenblase helfen. Eine solche Operation gewährleistet jedoch nicht, dass alle Bakterien entfernt sind.
Weitere Informationen
Die folgenden Quellen in englischer Sprache können nützlich sein. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quelle verantwortlich ist.
Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Typhoid Fever: Eine Quelle, die Informationen über Typhus, unter anderem Informationen für Reisende, bereitstellt