Rotavirusimpfstoff

VonMargot L. Savoy, MD, MPH, Lewis Katz School of Medicine at Temple University
Überprüft vonEva M. Vivian, PharmD, MS, PhD, University of Wisconsin School of Pharmacy
Überprüft/überarbeitet Geändert Jan. 2026
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Die Rotavirus-Impfung schützt die Säuglinge vor Gastroenteritis, einer Entzündung des Verdauungstrakts, die zu Erbrechen, Durchfall und bei anhaltenden Symptomen zu Dehydratation und Organschäden führt.

Impfstofftyp

In den USA sind zwei Rotavirus-Impfstoffe verfügbar: RV5 und RV1.

Beide Impfstoffe sind attenuierte Lebendimpfstoffe. Das heißt, dass sie eine abgeschwächte (attenuierte), aber dennoch lebende Version des Rotavirus enthalten. Da das Virus geschwächt ist, kann es zwar keine Gastroenteritis verursachen, dafür aber eine starke Reaktion des Immunsystems bei der geimpften Person auslösen (siehe Aktive Immunisierung).

Dosis und Empfehlungen für die Rotavirus-Impfung

Rotavirusimpfungen werden oral als Tropfen in den Mund von Säuglingen verabreicht.

Personen, die diese Impfung erhalten könnten

Die Leitlinien zur Impfung gegen das Rotavirus entwickeln sich nach und nach. Verschiedene Expertenorganisationen veröffentlichen Empfehlungen dazu, wer Rotavirus-Impfstoffe erhalten sollte, und diese Empfehlungen können voneinander abweichen. Weitere Informationen finden Sie bei den Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Vaccines for Your Children, in All About the American Academy of Pediatrics (AAP) Recommended Immunization Schedule und die American Academy of Family Physicians (AAFP).

Die Rotavirus-Impfung wird von einigen Expertenorganisationen als Routineimpfung für Kinder empfohlen. Je nachdem, welcher Impfstoff verwendet wird, werden zwei oder drei Dosen verabreicht: 1 Dosis im Alter 2 Monaten und 1 Dosis im Alter 4 Monaten oder 1 Dosis im Alter von 2 Monaten, 1 Dosis im Alter von 4 Monaten und 1 Dosis im Alter von 6 Monaten.

Personen, die diesen Impfstoff nicht erhalten sollten

Säuglinge, die eine schwere allergische Reaktion auf eine frühere Dosis des Impfstoffs oder eines seiner Bestandteile hatten, sollten den Rotavirus-Impfstoff nicht erneut erhalten.

Bestimmte Erkrankungen können einen Einfluss darauf haben, ob und wann Säuglinge geimpft werden (siehe auch CDC: Wer sollte NICHT mit diesen Impfstoffen geimpft werden?). Eine Rotavirus-Impfung sollte beispielsweise nicht an Säuglinge mit einem geschwächten Immunsystem, schwerer kombinierter Immunschwäche oder einer Darminvagination verabreicht werden (ein Leiden, bei dem ein Darmabschnitt in einen anderen rutscht).

Wenn Säuglinge eine vorübergehende Erkrankung haben, warten Ärzte normalerweise mit der Impfung, bis die Erkrankung abgeklungen ist.

Nebenwirkungen der Rotavirus-Impfung

Es kann es zu leichtem, vorübergehendem Durchfall oder Erbrechen kommen. Säuglinge können reizbar werden.

Bei einem älteren Rotavirusimpfstoff war das Risiko einer Darminvagination erhöht. Bei einer Darminvagination ist der Darm blockiert, weil ein Darmabschnitt in einen anderen gleitet, ähnlich wie bei den Teilen eines Teleskops. Dieser ältere Impfstoff wurde in den USA vom Markt genommen. Die neueren Impfstoffe können bei empfohlener Anwendung das Risiko einer Darminvagination erhöhen, jedoch nur geringfügig.

Für weitere Informationen über Nebenwirkungen siehe Packungsbeilagen.

Weitere Informationen

Die folgenden Quellen in englischer Sprache können nützlich sein. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quellen verantwortlich ist.

  1. Centers for Disease Control and Prevention (CDC): Rotavirus-Impfstoff-Informationsblatt

  2. European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC): Rotavirus Infection: Recommended vaccinations

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