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Erkrankung

Impfungen für Kinder

Von

Michael J. Smith

, MD, MSCE, Duke University School of Medicine

Medizinisch überprüft Nov 2021
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Kurzinformationen

Impfungen schützen Kinder vor vielen Infektionskrankheiten. Impfstoffe enthalten entweder nicht infektiöse Bestandteile von Bakterien und Viren oder abgeschwächte Erreger, die keine Krankheit mehr auslösen können. Durch eine Impfung (normalerweise eine Injektion) wird das Immunsystem des Körpers dazu angeregt, sich gegen die Erkrankung zu verteidigen. Eine Impfung wird auch als Immunisierung bezeichnet, denn sie sorgt dafür, dass man einer Krankheit gegenüber immun ist (siehe auch Überblick über Immunisierung Überblick über Immunisierung Immunisierung ermöglicht es dem Körper, sich besser gegen Krankheiten, die von bestimmten Bakterien und Viren verursacht werden, zu wehren. Immunität (die Fähigkeit des Körpers, sich gegen Krankheiten... Erfahren Sie mehr ).

Wirksamkeit von Impfstoffen

Weltweit sind dank Impfungen heutzutage Pocken Pocken Pocken bezeichnet eine hoch ansteckende, tödliche Krankheit, die vom Pockenvirus verursacht wird. Die Krankheit gilt heute als eliminiert. Seit 1977 sind keine neuen Fälle der Pocken aufgetreten... Erfahren Sie mehr Pocken vollständig und viele andere Infektionskrankheiten wie Kinderlähmung Kinderlähmung Kinderlähmung ist eine hoch ansteckende, mitunter tödlich verlaufende Enterovirusinfektion, welche die Nerven befällt und dauerhafte Muskelschwäche, Lähmung und andere Symptome verursachen kann... Erfahren Sie mehr fast vollständig ausgerottet, die früher häufig für chronische Gesundheitsprobleme oder den Tod von Kindern verantwortlich waren. Doch trotz dieses Erfolgs dürfen die Impfbemühungen durch die medizinischen Fachkräfte nicht nachlassen. Denn viele dieser durch Impfung vermeidbaren Erkrankungen kommen in den Vereinigten Staaten noch vor und sind in manchen Ländern der Welt nach wie vor weit verbreitet. Im Jahr 2019 gab es zum Beispiel 1249 Fälle von Masern in den USA, hauptsächlich bei ungeimpften Menschen. Dies ist die größte Zahl an Masernfällen seit dem Jahr 1992. Diese Infektionen können sich unter ungeimpften Kindern rasant ausbreiten, und dank der modernen Reisemöglichkeiten können Kinder damit in Kontakt kommen, selbst wenn sie in Gebieten leben, in denen diese Krankheiten normalerweise nicht vorkommen.

Sicherheit von Impfstoffen

Impfstoffe, die für die klinische Anwendung zugelassen sind, sind generell sicher und wirksam. Kein Impfstoff (und auch kein Medikament) ist 100-prozentig wirksam oder 100-prozentig sicher. Einige wenige geimpfte Kinder werden nicht immun, bei einigen wenigen treten unerwünschte Impfreaktionen auf. Diese Nebenwirkungen sind meist leicht, wie etwa Schmerzen und Rötungen an der Injektionsstelle, ein Ausschlag oder leichtes Fieber. In ganz seltenen Fällen sind jedoch auch schwerwiegendere Komplikationen möglich.

Impfstoffe werden ständig optimiert, um die Sicherheit und Wirksamkeit sicherzustellen. Zu den Verbesserungen zählt Folgendes:

Ein oraler Polioimpfstoff (OPV), der aus einem abgeschwächten Lebendvirus besteht, kann Polio verursachen, wenn das geschwächte Virus mutiert. Das ist selten und tritt nur bei einem von 2,4 Millionen Kindern auf. In den Vereinigten Staaten wird IPV verwendet, aber einige Länder verwenden OPV, weil das Risiko extrem gering ist und der orale Impfstoff kostengünstiger und einfacher zu verabreichen ist.

Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS)

Vor der Zulassung wird ein neuer Impfstoff (wie alle anderen medizinischen Produkte) in kontrollierten klinischen Studien Wie Ärzte versuchen, die Wirksamkeit zu erkennen Seit vielen Tausend Jahren werden Patienten von Ärzten behandelt. Früheste dokumentierte Beschreibungen medizinischer Behandlungen stammen aus dem alten Ägypten und sind über 3.500 Jahre alt... Erfahren Sie mehr untersucht. In diesen Studien wird der Impfstoff mit einem Placebo oder einem bereits vorhandenen Impfstoff für dieselbe Erkrankung verglichen, damit beurteilt werden kann, ob der Impfstoff wirksam ist und welche Nebenwirkungen häufig auftreten. Manche Nebenwirkungen treten allerdings so selten auf, dass sie in klinischen Studien mit einer angemessenen Größe nicht festgestellt werden können, sondern erst bemerkt werden, nachdem ein Impfstoff (wie andere Medikamente auch) in der klinischen Praxis bei vielen Personen eingesetzt wird. Daher wurde das Überwachungssystem „Vaccine Adverse Event Reporting System” (siehe VAERS) entworfen, um die Sicherheit von Impfstoffen in der allgemeinen Bevölkerung zu überwachen.

VAERS ist ein Sicherheitsprogramm, das von der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) und den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) finanziert wird. Es dient der Erfassung von Berichten von Personen zu möglichen Nebenwirkungen nach einer kurz zuvor erfolgten Impfung sowie von medizinischen Fachkräften, die nach Verabreichung eines Impfstoffs bestimmte mögliche Nebenwirkungen bemerken, auch wenn nicht feststeht, ob diese mit dem Impfstoff in Zusammenhang stehen. Daher ist die Existenz eines VAERS-Berichts kein Beweis dafür, dass ein Impfstoff eine bestimmte Nebenwirkung verursacht. VAERS ist einfach ein System zur Erfassung von Daten über Aspekte, die Nebenwirkungen sein könnten. Dann kann die FDA die Bedenken weiter beurteilen, indem sie vergleicht, wie oft die mögliche Nebenwirkung, die in geimpften Personen auftrat, auch bei ungeimpften Personen auftrat.

Nationales Entschädigungsprogramm für Impfstoffverletzungen

Um den Eltern dabei zu helfen, die Risiken und Nutzen einer Impfung besser einschätzen zu können, sind Ärzte behördlich dazu verpflichtet, den Eltern jedes Mal, wenn ihr Kind geimpft wird, Impfstoff-Informationen zu geben. Zudem wurde ein bundesstaatliches Entschädigungsprogramm für Impfstoffverletzungen ins Leben gerufen, um Personen mit nachgewiesenen impfbezogenen Verletzungen zu entschädigen. Dieses Programm wurde eingerichtet, weil Ärzte und Gesundheitsbehörden so viele Kinder wie möglich vor lebensbedrohenden Krankheiten schützen möchten.

Bei der Abwägung der Impfrisiken und -nutzen sollten Eltern jedoch immer bedenken, dass die durch die betreffende Impfung vermeidbare Erkrankung für die meisten Kinder eine weitaus größere Gesundheitsgefährdung darstellt als das Impfrisiko.

Weitere Informationen

Im Folgenden handelt es sich um einige englischsprachige Hilfsmittel, die nützlich sein könnten. Bitte beachten Sie, dass das MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quellen verantwortlich ist.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN
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