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Präventionsmaßnahmen

Von

Magda Lenartowicz

, MD,

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2020| Inhalt zuletzt geändert Okt 2020
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Quellen zum Thema

Es steht eine Vielzahl von Instrumenten der Vorbeugung zur Verfügung, unter anderem die folgenden Maßnahmen:

  • Eine gesunde Lebensweise, zu der Gewohnheiten wie das Anlegen eines Sicherheitsgurtes, eine gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung, Sonnenschutz und der Verzicht auf Zigaretten gehört

  • Impfungen gegen infektiöse Krankheiten wie Grippe, Pneumokokkenpneumonie und Kinderkrankheiten

  • Einhalten von Screening-Empfehlungen, damit Erkrankungen wie Bluthochdruck und Krebs frühzeitig erkannt werden können

  • Die Einnahme von Arzneimitteln gemäß den Empfehlungen, um bei einem hohen Risiko für bestimmte Erkrankungen (z. B. Atherosklerose) ein Auftreten bzw. beim Vorliegen einer solchen Erkrankung eine Verschlechterung zu vermeiden (präventive medikamentöse Behandlung, auch Chemoprävention genannt)

Die Chemoprävention umfasst cholesterinsenkende Arzneimittel zur Vorbeugung von Atherosklerose, Aspirin zur Vorbeugung von Herzinfarkten oder Schlaganfällen, Tamoxifen zur Vorbeugung von Brustkrebs bei Frauen mit erhöhtem Krankheitsrisiko sowie blutdrucksenkende Mittel zur Vorbeugung von Schlaganfällen.

Wussten Sie ...

  • Durch eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Raucherentwöhnung kann den drei häufigsten Todesursachen in den Vereinigten Staaten vorgebeugt werden (Herzinfarkt, Krebs und Schlaganfall).

Gesunde Lebensweise

Lebensweise und Krankheit hängen eng zusammen. Zum Beispiel können eine ungesunde Ernährung (hoher Kaloriengehalt, viel gesättigtes Fett und Transfettsäuren), keine regelmäßige Bewegung und Rauchen das Risiko von Herzinfarkt, Krebs und Schlaganfall, den drei häufigsten Todesursachen in den Vereinigten Staaten, erhöhen. Das Aufgeben ungesunder Lebensgewohnheiten kann zur Prävention bestimmter Erkrankungen beitragen und/oder die Fitness und Lebensqualität verbessern. Durch Gespräche mit Ärzten und anderen medizinischen Fachkräften können Menschen richtige Entscheidungen treffen und gesunde Gewohnheiten annehmen. Die Entscheidung für eine gesunde Lebensweise kann jedoch nur von der Person selbst getroffen werden. Für viele Menschen ist es schwer, sich konsistent gesund zu ernähren und sich ausreichend zu bewegen. Diejenigen, die es jedoch schaffen, reduzieren damit das Risiko schwerer Erkrankungen. Sie fühlen sich oft besser und haben mehr Energie.

Gesunde Essgewohnheiten können helfen, Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzleiden, Diabetes, Osteoporose sowie bestimmten Krebsarten vorzubeugen bzw. sie besser zu kontrollieren. Zu den Empfehlungen gehören:

  • Eine Ernährung, die reich an Gemüse, Obst und Vollkornprodukten ist, da diese einen hohen Anteil an Ballaststoffen haben

  • Begrenzung der Fettaufnahme, zum Beispiel durch den Verzehr von fettarmen Milchprodukten, Geflügel ohne Haut und sehr magerem Fleisch

  • Reduzierung von gesättigten Fettsäuren und Transfettsäuren und stattdessen Verzehr von Nahrungsmitteln mit gesünderen Fetten, z. B. Omega-3-Fettsäuren, die in bestimmten Fischarten enthalten sind

  • Eine Kalorienreduktion, um das empfohlene Körpergewicht aufrechtzuerhalten (siehe Tabelle: Body Mass Index (BMI))

  • Eine Beschränkung der Salzzufuhr

  • Für ausreichend Kalzium und Vitamin D sorgen (über die Nahrung oder mit Ergänzungsmitteln)

Körperliche Bewegung und Sport können Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Herzleiden, Schlaganfall, Diabetes, einigen Krebsarten, Verstopfung, Stürzen und anderen Gesundheitsproblemen vorbeugen. Am besten sind mäßig anstrengende körperliche Aktivitäten während insgesamt 150 Minuten pro Woche oder anstrengendes Ausdauertraining während 75 Minuten pro Woche (oder eine Kombination davon). Die sportliche Betätigung sollte jeweils mindestens 10 Minuten dauern und gleichmäßig über die Woche verteilt werden. Auf jeden Fall gilt: Auch wenig Bewegung ist viel besser als gar keine. Personen, die beispielsweise nur ein paar Mal pro Woche jeweils 10 Minuten für körperliche Bewegung aufwenden, können dennoch davon profitieren, insbesondere wenn es sich um anstrengende Übungen handelt. Gehen ist eine einfache, wirksame Übung, die viele Leute genießen. Bestimmte Übungsarten können bestimmten Problemen entgegenwirken. Dehnübungen können beispielsweise die Gelenkigkeit erhöhen und Stürzen vorbeugen. Ausdauerübungen können das Risiko für Herzinfarkt oder Angina pectoris senken.

Mit dem Rauchen aufzuhören, ist für eine gesunde Lebensweise wichtig. Ein Arzt kann die Raucherentwöhnung unterstützen und beratend begleiten, indem er unter anderem Informationen und Empfehlungen über Nikotinersatzprodukte, Bupropion und Vareniclin (Arzneimittel, die das Verlangen nach Nikotin senken) und andere Hilfsmittel bereitstellt.

Sichere Sexualpraktiken sind weiterhin wichtig. Zu sicherem Sex gehört vor allem der Verzicht auf riskante Sexualpartner und eine monogame Lebensweise in einer Paarbeziehung. Menschen, die mehr als einen Sexualpartner haben, können durch korrekte Benutzung eines Latexkondoms das Risiko sexuell übertragbarer Krankheiten deutlich senken ({blank} Überblick über Geschlechtskrankheiten : Vorbeugung). Personen, die gegen Latex allergisch sind, können Kondome aus anderen Materialien benutzen.

Die Einschränkung des Alkoholkonsums ist wichtig. Obwohl kleine Mengen Alkohol, insbesondere Rotwein, eventuell gewisse gesundheitliche Vorteile mit sich bringen, ist übermäßiger Alkoholkonsum (z. B. mehr als 1 bis 2 Gläser pro Tag, bei Frauen eher weniger) hingegen gefährlich. Als ein Glas gelten ca. 350 ml Bier, 150 ml Wein oder 50 ml Spirituosen, wie etwa Whisky.

Die Vorbeugung von Verletzungen spielt beim Erhalt einer gesunden Lebensweise eine wichtige Rolle. Menschen können ihr Verletzungsrisiko senken, indem sie bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wie z. B. das Tragen von geeigneter Schutzausrüstung.

Ausreichender Schlaf ist ebenfalls Teil einer gesunden Lebensweise, der sich vor allem auf die Stimmung und die psychische Verfassung auswirkt. Schlafmangel ist ein Risikofaktor für Verletzungen.

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1x1 der Sicherheit

Mit einfachen Sicherheitsmaßnahmen kann Verletzungen vorgebeugt werden. Einige Beispiele:

Allgemeine Sicherheit

  • Erste-Hilfe-Kenntnisse

  • Vorbereitung oder Kauf einer Erste-Hilfe-Ausrüstung

  • Kenntnisse über Herz-Lungen-Reanimation (kardiopulmonale Reanimation, CPR) und andere Methoden zur Befreiung blockierter Atemwege, etwa das Heimlich-Manöver

  • Tragen eines Helms beim Fahrrad- oder Motorradfahren und der für Sportler empfohlenen zusätzlichen Schutzausrüstung, etwa Handgelenkschoner für Inliner und Skateboarder

  • Schusswaffen sicher aufbewahren

  • Niemals allein schwimmen

  • Bei wiederholten Handgelenkbewegungen (etwa beim Tippen) eine Position einnehmen, die kein Risiko für das Karpaltunnelsyndrom darstellt

  • Regelmäßig und sicher Sport treiben

  • Kein oder begrenzter Alkoholkonsum

Sicherheit zu Hause

Zur Vorbeugung von Stürzen und sturzbedingten Verletzungen von Kindern:

  • Sicherheitsschlösser an Kellertüren anbringen

  • Fenster schließen und verriegeln, wenn Kinder anwesend sind

  • Scharfkantige Möbel austauschen oder deren Ecken abdecken

  • Keine Laufstühle benutzen.

  • Fensterschutzvorrichtungen anbringen, insbesondere über dem Erdgeschoss

  • Treppengitter an der obersten und untersten Treppenstufe anbringen

Zur Vermeidung einer Vergiftung:

  • Niemals Reinigungsmittel vermengen

  • WC-Reiniger, Schädlingsbekämpfungsmittel, Alkohol und Frostschutzmittel fest verschlossen und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren

  • Arzneimittel immer in der Originalpackung aufbewahren und Tablettenbehälter mit Sicherheitsverschluss verwenden, wenn Kinder im Haushalt leben oder zu Besuch kommen

  • Anweisungen zur sicheren Entsorgung abgelaufener Arzneimittel und nicht länger notwendiger Arzneimittel folgen (siehe Entsorgung nicht verbrauchter Arzneimittel auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit).

Zur Brandverhütung:

  • Funktionierende Rauchmelder auf allen Etagen einschließlich Keller sowie in allen Schlafzimmern anbringen

  • Batterien monatlich testen und alle 6 Monate auswechseln

  • Fluchtweg planen und sich damit vertraut machen

  • Feuerlöscher in oder in der Nähe der Küche aufbewahren

  • Elektrisches System vom Fachmann inspizieren lassen

  • Kerzen nicht unbeaufsichtigt brennen lassen

  • Nicht im Bett rauchen

Zur Vermeidung einer Kohlenmonoxidvergiftung:

  • Angemessene Belüftung für Verbrennungsquellen in geschlossenen Räumen sicherstellen (z. B. Ofen, Heißwasserheizung, Holz- oder Kohleofen und Kerosinheizung)

  • Ofenrohre und Kamine regelmäßig reinigen und auf Lecks untersuchen

  • Kohlenmonoxidmelder im Haus anbringen

Zur Vermeidung einer Radonexposition:

  • Radonwerte im Haus überprüfen

  • Angemessene Belüftung, vor allem im Keller, sicherstellen

Zur Vermeidung einer Bleivergiftung:

  • Sich an die örtliche Gesundheitsbehörde wenden und erkundigen, wie im Trinkwasser toxische Bleiwerte ermittelt werden können

  • Herausfinden, ob die im Haus verwendeten Farben und Lacke bleihaltig sind (trifft auf ältere Häuser zu) und ggf. Farbsplitter testen

  • Keramikgeschirr von nichtamerikanischen Herstellern auf Blei untersuchen.

  • Kinder auf Bleiwerte untersuchen lassen, falls der Kinderarzt dies empfiehlt

Zur Vermeidung von Verbrennungen:

  • Warmwassertemperatur auf max. 54,44 °C einstellen

Lebensmittelsicherheit

  • Mindesthaltbarkeit auf der Packung beachten

  • Verderbliche Lebensmittel unverzüglich in den Kühlschrank stellen

  • Keine Waren in verbeulten Konserven, ohne Deckel oder mit gewölbtem Deckel kaufen

  • Kühlschranktemperatur auf 4 °C und Tiefkühlfach auf –18 °C einstellen.

  • Frisches Fleisch (einschließlich Geflügel und Fisch) einfrieren, wenn es nicht innerhalb von 2 Tagen verzehrt wird

  • Fleischsäfte nicht auf andere Lebensmittel tropfen lassen

  • Vor und nach der Zubereitung von Speisen Hände waschen

  • Lebensmittel sorgfältig garen

  • Für rohes und gegartes Fleisch nicht dieselben Utensilien oder Servierplatten verwenden

  • Arbeitsplatten, Küchenbretter und Utensilien nach der Benutzung in heißem Seifenwasser spülen

Sicherheit im Auto

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten und defensiv fahren

  • Sicherstellen, dass alle Insassen den Sicherheitsgurt angelegt haben

  • Kinder in Autokindersitze oder andere, für ihre Größe und Gewicht geeignete Sitzvorrichtungen setzen

  • Nicht zulassen, dass Babys oder Kinder im fahrenden Fahrzeug auf den Schoss genommen werden

  • Vor dem Autofahren keinen Alkohol trinken und keine Freizeitdrogen oder Präparate einnehmen, die schläfrig machen

Impfungen

Impfstoffe haben sich in der Vergangenheit als enorm erfolgreich erwiesen. Gefährliche und manchmal tödlich verlaufende Infektionskrankheiten wie Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Mumps, Masern, Röteln und Kinderlähmung treten im Vergleich früher dank wirksamer und sicherer Impfstoffe um mehr als 99 % seltener auf. Darüber hinaus werden durch jeden für Impfungen ausgegebenen US-Dollar Gesundheitskosten in Höhe von ca. 16 US-Dollar gespart.

Impfstoffen werden viele Nebenwirkungen zugeschrieben (siehe Bedenken bezüglich Impfungen). Die tatsächlich auftretenden Nebenwirkungen hängen vom Impfstoff ab, doch die häufigsten Nebenwirkungen sind in der Regel geringfügig und umfassen Schwellungen, Druckschmerz und allergische Reaktionen an der Injektionsstelle sowie gelegentlich Fieber oder Schüttelfrost. Schwerere Nebenwirkungen können auftreten. Diese umfassen Autoimmunreaktionen (z. B. das Guillain-Barré-Syndrom, das vorübergehende Schwäche oder Lähmung verursacht). Schwerwiegende Nebenwirkungen treten jedoch sehr selten auf, wenn der Impfstoff vorschriftsmäßig angewendet wird.

Systematische und breit angelegte Untersuchungen haben keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen Impfstoffen und anderen schweren Erkrankungen wie Autismus geliefert. Berichten, dass Impfstoffe Krankheiten wie AIDS auslösen oder Unfruchtbarkeit hervorrufen können, fehlt jegliche faktische Grundlage. Eine Impfung abzulehnen, um Nebenwirkungen zu vermeiden, kann das Infektionsrisiko erhöhen, was eine größere gesundheitliche Gefahr als die möglichen Nebenwirkungen einer Impfung darstellt.

Wussten Sie ...

  • Impfungen kommen auch nicht geimpften Personen zugute.

Kinder und Jugendliche, ältere Erwachsene und Personen mit beeinträchtigtem Immunsystem sind am ehesten für Infektionen anfällig, denen durch Impfung vorgebeugt werden kann. Sie gehören zudem oft zur anfälligsten Gruppe für schwere Symptome, die durch diese Infektionen verursacht werden. Beispielsweise ruft ein Krampfhusten (Keuchhusten) bei Kleinkindern oftmals schwere Symptome hervor, während er bei älteren, sonst gesunden Menschen so mild wie eine Erkältung sein kann. Obwohl die Impfung vor allem für anfällige Personen wichtig ist, ist es ebenso wichtig, auch alle anderen Personen zu impfen. Dadurch wird die geimpfte Person vor der Krankheit geschützt. Zudem sinkt die Anzahl der Menschen der betreffenden Gemeinde, die an der Infektion erkranken und diese folglich auf anfälligere Personen übertragen könnten. Indem so viele Menschen wie möglich geimpft werden, sinkt somit in der Gemeinde die Anzahl von Todesfällen und ernsten Komplikationen. Dieses Phänomen wird Herdenimmunität genannt.

Screening

Unter Früherkennung bzw. Screening versteht man die Untersuchung von Personen, die gefährdet sind, eine Krankheit zu bekommen, jedoch noch keine Symptome aufweisen (siehe auch Entscheidungen über medizinische Tests, Screening-Tests). Mit einem Screening kann eine Früherkennung ermöglicht werden, was wiederum eine rechtzeitige Behandlung ermöglicht und manchmal verhindert, dass eine Krankheit tödlich verläuft. Krankheiten im Gebärmutterhals und im Darm können beispielsweise diagnostiziert und geheilt werden, bevor sie sich zu einer Krebserkrankung entwickeln.

Screening-Programme haben die Anzahl der aus bestimmten Krankheiten resultierenden Todesfälle stark reduziert. Die Anzahl der an Gebärmutterhalskrebs gestorbenen Amerikanerinnen – der häufigsten Todesursache unter US-Amerikanerinnen – ist beispielsweise seit 1955 um 75 % gesunken. Mit Früherkennungsmaßnahmen können außerdem Krankheiten diagnostiziert werden, die nicht heilbar sind, aber behandelt werden können, bevor sie allzu großen Schaden anrichten (z. B. Bluthochdruck).

Screening-Empfehlungen werden normalerweise von Behörden oder Berufsverbänden herausgegeben und beruhen auf dem aktuellen Stand der Forschung. Unterschiedliche Organisationen können jedoch unterschiedliche Empfehlungen herausgeben. Dafür gibt es mehrere Gründe. Auch die besten Forschungsergebnisse sind nicht immer absolut schlüssig. Screening-Empfehlungen müssen zudem berücksichtigen, welches Risiko und welcher Aufwand akzeptabel sind – Faktoren, die nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden können. Die Versorgung muss daher personalisiert und an die Situation einzelner Patienten angepasst werden, die Screening-Maßnahmen mit ihren Hausarzt besprechen sollten.

Wussten Sie ...

  • Einige Untersuchungen zur Diagnose von Erkrankungen, bevor Symptome auftreten (Screening-Tests) können unter Umständen mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.

Man würde annehmen, dass jede Untersuchung, die eine schwere Erkrankung diagnostizieren kann, durchgeführt werden sollte. Dies ist jedoch nicht der Fall. Obwohl Früherkennungsmaßnahmen vielerlei Nutzen bieten, können sie auch Probleme verursachen. Da die Ergebnisse der Screening-Tests mitunter auch bei Personen positiv ausfallen, die nicht krank sind, muss sich eine bestimmte Anzahl dieser Personen weiteren unnötigen, oftmals kostspieligen und ggf. schmerzhaften oder gefährlichen Untersuchungen und/oder Behandlungen unterziehen.

Manchmal zeigen Früherkennungsmaßnahmen Auffälligkeiten, die nicht behandelt werden können oder müssen. Prostatakrebs wächst beispielsweise oft so langsam, dass es bei einem älteren Mann unwahrscheinlich ist, dass sich der Krebs auf seine Gesundheit auswirkt, bevor er an einer anderen Todesursache stirbt. In solchen Fällen kann die Behandlung schlimmer als die Krankheit sein. Ein anderes Beispiel betrifft computertomografische Ganzkörperuntersuchungen zur Krebsvorsorge. Solche Untersuchungen werden nicht empfohlen, da ihr Nutzen (z. B. Leben retten) gegenüber den Risiken (z. B. Erkrankungen durch die Strahlenexposition, einschließlich Krebs) nicht überwiegt. Hinzu kommt, dass viele Menschen ängstlich werden, sobald sie erfahren, dass sie eine ernste Krankheit haben könnten, was sich wiederum auf die Gesundheit auswirkt.

Aus diesen Gründen sind Früherkennungsmaßnahmen nur in den folgenden Fällen empfehlenswert:

  • Wenn bei der Person ein reales Krankheitsrisiko besteht

  • Wenn sich der Screening-Test durch eine hohe Genauigkeit auszeichnet

  • Wenn die Krankheit bei einer Diagnose vor dem Auftreten von Symptomen wirksamer behandelt werden kann

  • Wenn der Nutzen angemessener Früherkennungsmaßnahmen relativ kostengünstig für die medizinische Versorgung ist

Einige Früherkennungsmaßnahmen (z. B. zur Diagnose von Gebärmutterhals- und Darmkrebs) werden bei Personen eines bestimmten Alters und Geschlechts empfohlen. Bei Personen mit erhöhtem Risiko aufgrund anderer Faktoren können die Tests bereits in jüngeren Jahren, in kürzeren Intervallen oder zusammen mit weiteren Tests empfohlen werden. Einer Person mit Dickdarmkrebs in der Familie oder mit einer Krankheit wie Colitis ulcerosa, die das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, erhöht, wird also empfohlen, sich häufiger einer Koloskopie zu unterziehen als Personen mit durchschnittlichem Risiko. Ebenso wird einer Frau mit Brustkrebs in der Familie empfohlen, neben einer Mammographie auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) machen zu lassen.

Einige Früherkennungsmaßnahmen werden Personen mit bestimmten Störungen empfohlen. Personen mit Diabetes sollten beispielsweise mindestens einmal täglich ihre Füße auf Rötungen und Geschwüre untersuchen, die bei Nichtbehandlung zu schweren Infektionen und letztlich zur Amputation führen können.

Tabelle
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Einige empfohlene Screening-Tests*,†

Erkrankung

Test

Für

Wie häufig

Ultraschall des Bauchraums

Männer im Alter von 65 bis 75 Jahren, die Raucher sind oder waren

Einmal

Fragen zu Trinkgewohnheiten

Erwachsene

Einmal und in regelmäßigen Abständen, etwa wenn sich die Umstände ändern (z. B. neue Stressfaktoren oder eine veränderte Lebensweise)

Genetische Beratung und ggf. genetischer Test auf eine BRCA-Mutation, die ein erhöhtes Brust- und Eierstockkrebsrisiko darstellt

Frauen mit mehreren Fällen von Brust- oder Eierstockkrebs in der Familie, in der Regel Familienangehörige ersten Grades

Einmal

Mammographie

Frauen zwischen 50 und 74 Jahren

Ärztliche Beratung von Frauen unter 50 Jahren zu personalisierten Screenings

Alle 2 Jahre

MRT (Magnetresonanztomographie)

Frauen mit einem hohen Risiko (z. B. Frauen mit Fällen von Brustkrebs in der Familie)

Wenn eine Mammographie durchgeführt wird

Abstrich nach Papanicolaou (Pap-Test) oder eine ähnliche Untersuchung, manchmal eine Untersuchung auf humane Papillomaviren (HPV)

Alle Frauen, die jemals sexuell aktiv waren und deren Gebärmutter nicht entfernt wurde

Alle 3 bis 5 Jahre bei Frauen im Alter von 21 bis 65 Jahren

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (einschließlich Herzinfarkt und Schlaganfall)

Fragen zu Risikofaktoren, Messung von Blutdruck und Gewicht, Bluttests auf Cholesterin (Lipidprofil) und Blutzucker

Alle

Jährliche Befragung zu Risikofaktoren und Blutdruck- sowie Gewichtsmessung

Blutzucker alle 3 Jahre

Lipidprofil alle 5 Jahre

Eine DNS-Analyse von Urinproben oder mit einem Abstrich aus der Scheide

Sexuell aktive Frauen bis 24 Jahre oder Frauen über 24 Jahre mit Risikofaktoren (z. B. wechselnde Sexualpartner, sexuell übertragbare Krankheit)

Alle schwangeren Frauen bei der ersten Schwangerenvorsorgeuntersuchung

Männer, die im vergangenen Jahr Sex mit Männern hatten

Jährlich

Koloskopie, Sigmoidoskopie, Untersuchungen auf Blut im Stuhl (Fäkaler okkulter Bluttest [FOBT] oder fäkaler immunchemischer Test [FIT]) oder auf Krebs-DNS (FIT-DNA)

Erwachsene im Alter von 50 bis 75 Jahren (bei Schwarzen ab 45 Jahren)

Ärztliche Beratung von Erwachsenen unter 50 zu personalisierten Screenings je nach Risikoprofil (z. B. Familiengeschichte oder bestimmte Darmerkrankungen)

Für Patienten mit durchschnittlichem Risiko: FOBT oder FIT jährlich, FIT-DNA alle 1–3 Jahre, Koloskopie alle 10 Jahre, CT-Kolonographie alle 5 Jahre oder flexible Sigmoidoskopie alle 5 oder 10 Jahre bei jährlichem FIT

Zahnärztliche Routineuntersuchung

Alle (Routineuntersuchungen sollten ab dem ersten Zahn bzw. vor dem ersten Geburtstag regelmäßig stattfinden)

Alle 3–12 Monate bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Alle 12–24 Monate im Alter von über 18 Jahren

Fragen, einschließlich standardisierter Fragebogen

Erwachsene und Kinder ab 11 Jahren

Einmal und in regelmäßigen Abständen, etwa unter stressintensiven Umständen (z. B. Scheidung, Jobwechsel, andere Lebensveränderung, Todesfall in der Familie)

Blutuntersuchungen zur Messung des Hämoglobin-A1C-Wertes oder des Blutzuckerspiegels

Erwachsene, die über 45 Jahre alt oder übergewichtig sind, Bluthochdruck oder hohe Cholesterin- und/oder Blutfettwerte (Lipide) aufweisen oder in der Vergangenheit unter einem hohen Blutzuckerspiegel litten

Kinder unter 18 Jahren, die übergewichtig sind und mind. 2 spezifische Risikofaktoren aufweisen (Familiengeschichte, Angehörige bestimmter Ethnizitäten, Schwangerschaftsdiabetes)

Alle 3 Jahre, je nach Risikofaktoren und Ergebnissen früherer Untersuchungen

Eine DNS-Analyse von Urinproben oder mit einem Abstrich aus der Scheide

Sexuell aktive Frauen bis 24 Jahre sowie Frauen über 24 Jahre mit Risikofaktoren (z. B. wechselnde Sexualpartner oder eine sexuell übertragbare Krankheit)

Alle schwangeren Frauen bei der ersten Schwangerenvorsorgeuntersuchung

Männer, die im vergangenen Jahr Sex mit Männern hatten

Einmal und in regelmäßigen Abständen, etwa bei veränderten Lebensumständen (z. B. neuer Sexualpartner oder nach Eintritt einer Schwangerschaft)

Gehörtest

Erwachsene ab 65 Jahren

Jährlich

Je nach Testergebnissen manchmal auch andere Untersuchungen

Schwangere

Bei der ersten Schwangerenvorsorgeuntersuchung

Bluttest auf eine Hepatitis-B-Virusinfektion

Schwangere, im gleichen Haushalt lebende Personen, Konsumenten intravenös verabreichter Drogen, Männer, die Sex mit Männern haben, sowie zahlreiche weitere Risikogruppen

Bei der ersten Schwangerenvorsorgeuntersuchung

Bluttest auf eine Hepatitis-C-Virusinfektion

Patienten, die im Zeitraum von 1945 bis 1965 geboren wurden, und Patienten mit Risikofaktoren (z. B. Personen, die intravenös Medikamente oder Drogen einnehmen)

Einmal

Bluthochdruck (Hypertonie)

Blutdruckmessen

Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren

Bei jedem Arztbesuch oder jährlich

Blut- oder Speicheltest auf eine Virusinfektion

Alle Personen im Alter von 15 bis 65 Jahren, Personen, die über 65 Jahre alt sind und Risikofaktoren für eine HIV-Infektion haben, sowie alle schwangeren Frauen

Mindestens einmal bzw. bei neuen Risikoaktivitäten (z. B. wechselnde Sexualpartner, Konsum injizierbarer Drogen und gleichgeschlechtlicher Sexualkontakt bei Männern)

Niedrig dosierter CT-Scan

Personen im Alter von 55 bis 80 Jahren mit einer Rauchdosis von 30 Packungsjahren, die immer noch rauchen oder erst in den vergangenen 15 Jahren aufgehört haben

Jedes Jahr

Dual-Röntgenabsorptionsmessung (DXA) zur Ermittlung der Knochendichte

Alle Frauen ab 65 Jahren sowie Frauen unter 65 Jahren mit Knochenbruchrisiko aufgrund von Osteoporose

Mindestens einmal

Übergewicht bei Erwachsenen und Kindern

Messung von Größe und Gewicht

Berechnung des Körpermasseindex (Body Mass Index, BMI)

Alle Erwachsenen und Kinder ab 6 Jahren

Bei jedem planmäßigen Arztbesuch oder jährlich

Reduziertes Sehvermögen

Altersgerechte Augenuntersuchung und Sehtests auf Amblyopie/Schielen, Refraktionsfehler und alle anderen Probleme, die das Sehvermögen beeinträchtigen können

Alle

Kinder: Bei der Geburt (auf Infektionen, Fehlbildungen, Katarakte oder Glaukom), noch einmal im Alter von 6 Monaten (auf Augengesundheit, Sehentwicklung und Ausrichtung der Augen), im Alter von 3 bis 4 Jahren (auf Auffälligkeiten, die später Probleme mit der Entwicklung verursachen könnten) und danach jährlich (jedes Auge sollte jeweils separat untersucht werden)

Erwachsene: Alle 2–4 Jahre bei Personen im Alter von 18–64 Jahren

Alle 1–2 Jahre ab 65 Jahren

Bluttest zum Nachweis der Infektion

Erwachsene mit Risikofaktoren (z. B. wechselnde Sexualpartner, eine frühere sexuell übertragene Krankheit, gleichgeschlechtliche Kontakte unter Männern) und alle schwangeren Frauen

Einmal und in regelmäßigen Abständen, etwa bei veränderten Lebensumständen (z. B. neuer Sexualpartner oder bei einer Schwangerschaft)

Fragen

Alle Jugendlichen und Erwachsenen

Bei jedem Praxisbesuch

* Basierend auf den Empfehlungen verschiedener Behörden der Vereinigten Staaten. Empfehlungen weichen gelegentlich voneinander ab. Menschen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko werden in der Regel häufiger vorsorglich untersucht. In dieser Tabelle sind nicht alle Empfehlungen aufgeführt.

† Zu den Früherkennungsmaßnahmen, die zu Hause durchgeführt werden können, gehören das regelmäßige Messen des Körpergewichts und das jährliche Überprüfen der Haut auf jegliche Veränderungen und blutende Wunden. Eine andere Person (z. B. der Ehepartner) kann darum gebeten werden, schwer zugängliche Hautareale zu untersuchen, wie z. B. am Rücken oder hinter den Ohren. Einige Ärzte schlagen vor, dass Männer ihre Hoden auf Knoten abtasten sollten, doch die Wirksamkeit dieser Maßnahme ist nicht schlüssig nachgewiesen.

Präventive Arzneimitteltherapie

Präventive medikamentöse Behandlung (auch Chemoprävention genannt) ist die Verabreichung von Arzneimitteln zur Vorbeugung gegen eine Erkrankung. Damit diese Behandlung empfohlen wird, muss die Person einerseits die Risikofaktoren der vorzubeugenden Erkrankung aufweisen und andererseits die Wahrscheinlichkeit gering sein, dass die Person die durch das Arzneimittel ausgelösten Nebenwirkungen entwickelt.

Die präventive medikamentöse Behandlung ist in der Tat sinnvoll, wenn es beispielsweise um die Vorbeugung einer Infektion bei Personen mit einer bestimmten Erkrankung (etwa AIDS) oder um die Vorbeugung von Kopfschmerzen bei Migränepatienten geht, sowie in vielen anderen spezifischen Situationen. Obwohl die präventive medikamentöse Behandlung nur in bestimmten Situationen wirksam ist, sind einige dieser Situationen weit verbreitet, so dass die Behandlung für viele Menschen sinnvoll ist. Erwachsenen mit Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung oder einen Schlaganfall wird beispielsweise häufig Aspirin empfohlen. Neugeborene bekommen üblicherweise Augentropfen, um einer Gonokokkeninfektion der Augen vorzubeugen. Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko können von einer präventiven medikamentösen Behandlung profitieren (z. B. mit dem Arzneimittel Tamoxifen).

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Drei Ebenen der Prävention

Die drei Ebenen der Prävention sind die primäre, sekundäre und tertiäre Prävention.

Bei der primären Prävention wird der Entstehung einer Erkrankung tatsächlich vorgebeugt. Impfungen, Beratung zur Änderung von Hochrisikoverhaltensweisen und manchmal Chemoprävention sind Beispiele für primäre Vorsorgemaßnahmen.

Bei der sekundären Prävention wird die Krankheit frühzeitig entdeckt und behandelt, oft bevor sich Symptome zeigen, wodurch schwerwiegende Folgen minimiert werden.

Zur Sekundärprävention gehören Screening-Programme, z. B. die Mammographie zur Diagnose von Brustkrebs und Dual-Röntgenabsorptionsmessung (DEXA) zur Erkennung von Osteoporose. Bei Personen mit sexuell übertragbaren Krankheiten umfasst sie mitunter auch die Ermittlung der Sexualpartner (Kontaktverfolgung), um diese ebenfalls zu behandeln und eine weitere Übertragung einzudämmen.

Bei der tertiären Prävention wird eine bereits vorliegende, meist chronische Krankheit behandelt, um weitere Komplikationen oder Schäden zu verhindern. Die Tertiärprävention konzentriert sich beispielsweise bei Diabetespatienten auf die Überwachung des Blutzuckerspiegels, ausgezeichnete Hautpflege, regelmäßige Untersuchung der Füße sowie regelmäßige Bewegung zur Vorbeugung von Herz- und Blutgefäßerkrankungen. Eine Tertiärprävention kann für einen Patienten, der einen Schlaganfall hatte, darin bestehen, dass er Aspirin zur Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls einnimmt.

Die Tertiärprävention kann auch unterstützende und wiederherstellende Maßnahmen umfassen, die einer Verschlechterung vorbeugen und die Lebensqualität maximieren sollen, z. B. Rehabilitation nach einer Verletzung, einem Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Zur Tertiärprävention gehört auch die Vorbeugung von Komplikationen bei Personen mit Behinderungen wie etwa Druckgeschwüre bei bettlägerigen Personen.

Tabelle
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Einige Strategien zur Vorbeugung schwerer gesundheitlicher Probleme*

Gesundheitliches Problem

Präventive Maßnahmen

Nicht rauchen (um Lungenkrebs und vielen anderen Krebsarten vorzubeugen)

Sich ausgewogen, balaststoffreich, fettarm (insbesondere arm an gesättigten Fetten und Transfettsäuren) und kalorienarm (um Brustkrebs und kolorektalen Karzinomen vorzubeugen) ernähren, mit reichlich Obst und Gemüse

Den Verzehr von gepökelten oder geräucherten Lebensmitteln reduzieren (um Magenkrebs vorzubeugen)

Sich nicht übermäßig der Sonne aussetzen und Sonnenschutz mit hohem Schutzfaktor benutzen (um Hautkrebs vorzubeugen)

Kinder sollten gegen HPV (humane Papillomaviren) geimpft werden (um Gebärmutterhals- und Kehlkopfkrebs vorzubeugen).

Die Einnahme von Medikamenten, die zur Krebsprävention empfohlen werden, in Erwägung ziehen (z. B. Tamoxifen für Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko)

Empfohlene Früherkennungsmaßnahmen durchführen lassen

Nicht rauchen

Kontakt mit toxischen Substanzen (insbesondere in Industrieumgebungen) vermeiden

Hände häufig waschen

In öffentlichen Räumen, in denen eine physische Distanzierung nicht gesichert ist, eine Maske tragen

Physische Distanzierung in der Öffentlichkeit (typischerweise 2 Meter)

Zu Hause bleiben, wenn Symptome festgestellt werden

Diabetes (Typ 2)

Sich regelmäßig bewegen

Sich ausgewogen ernähren

Empfohlenes Körpergewicht halten

Blutfettwerte durch Ernährung und ggf. Arzneimittel auf normalem Niveau halten

Blutdruck durch Ernährung, körperliche Aktivität, Stressabbau und ggf. Arzneimittel auf normalem Niveau halten

Nicht rauchen

Cholesterin- und andere Fettwerte (Lipidwerte) durch Ernährung und (gegebenenfalls) Arzneimittel auf normalem Niveau halten

Blutdruck durch Ernährung, körperliche Aktivität, Stressabbau und (gegebenenfalls) Arzneimittel auf normalem Niveau halten

Sich ausgewogen, balaststoffreich, fettarm (insbesondere arm an gesättigten Fetten und Transfettsäuren) und kalorienarm ernähren, mit reichlich Obst und Gemüse

Empfohlenes Körpergewicht halten

Nicht rauchen

Regelmäßige Bewegung mit Ausdauertraining (z. B. rasches Gehen, Radfahren und Joggen) und Krafttraining (z. B. mit Gewichten oder Geräten)

Aspirin und lipidsenkende Medikamente einnehmen, falls empfohlen (für die meisten Erwachsenen mit hohem Risiko für koronare Herzkrankheiten)

Kein Konsum von Kokain

Bluthochdruck (Hypertonie)

Sich ausgewogen, balaststoffreich, salz- und fettarm (insbesondere arm an gesättigten Fetten und Transfettsäuren) sowie kalorienarm ernähren, mit reichlich Obst und Gemüse

Sich regelmäßig bewegen, mit aerobem Training und Krafttraining

Cholesterinwerte durch Ernährung, Bewegung und (gegebenenfalls) Arzneimittel auf normalem Niveau halten

Empfohlenes Körpergewicht (durch Ernährung und Bewegung) halten

Nicht rauchen

Einmal jährlich gegen Grippe impfen lassen (insbesondere Säuglinge, ältere Erwachsene und Personen mit Herz-, Lungen- oder Immunerkrankungen)

Alkohol – wenn überhaupt – in Maßen konsumieren

Gegen Hepatitis A und B impfen lassen (alle Kinder und Erwachsenen mit Risikofaktoren für die Erkrankung)

Krafttraining und Dehnübungen durchführen

Körperlich aktiv bleiben

Empfohlenes Körpergewicht halten

Ausreichend Kalzium und Vitamin D zu sich nehmen (durch die Ernährung oder mit Hilfe von Ergänzungsmitteln)

Täglich mindestens 30 Minuten Belastungsübungen machen (z. B. Gehen, Joggen, Tennis, Tanzen)

Knochenstärkende Arzneimittel einnehmen, sofern ärztlich verordnet

Koffein- und Alkoholkonsum einschränken (auf ein Glas pro Tag†)

Nicht rauchen

Es gibt zwei Impfstoffe gegen Lungenentzündung mit unterschiedlichen Empfehlungen dazu, wer sie erhalten sollte

Abstinenz üben oder Anzahl der Sexualpartner einschränken

Kondome benutzen und sichere Sexualpraktiken anwenden

Je nach Art der sexuellen Aktivität mit dem Arzt absprechen, ob vorbeugende Medikamente gegen eine HIV-Infektion eingenommen werden sollten

Regelmäßig Zähne putzen und Zahnseide benutzen

Den Verzehr von Süßigkeiten einschränken

Regelmäßig den Zahnarzt aufsuchen

Gegebenenfalls Fluoridergänzungsmittel einnehmen (Vorschulkinder ab 6 Monaten, deren Wasserquelle einen Fluoridmangel aufweist)

* Neben diesen präventiven Maßnahmen sollten sich die Betroffenen auch den empfohlenen Screening-Tests unterziehen (siehe Tabelle: Einige empfohlene Screening-Tests*,†).

† 1 Glas = eine Dose Bier (350 ml), ein Glas Wein (150 ml) oder 50 ml Spirituosen (z. B. Whisky).

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