Übersicht zu entzündlichen Darmerkrankheiten

Vollständige Überprüfung: März 2026 VonAaron E. Walfish, MD, Mount Sinai Medical Center | Rafael Antonio Ching Companioni, MD, HCA Florida Gulf Coast Hospital | Peer-Review durchMinhhuyen Nguyen, MD, Fox Chase Cancer Center, Temple University
Letzte Aktualisierung: März 2026
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Entzündliche Darmkrankheiten (IBD), zu denen der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa gehören, sind eine Gruppe von mit Remissionen und Rückfällen einhergehenden Erkrankungen, die durch chronische Entzündungen in unterschiedlichen Abschnitten des Gastrointestinaltrakts gekennzeichnet sind, die zu Diarrhö und Bauchschmerzen führen.

Die Entzündung beruht auf einer zellvermittelten Immunantwort in der gastrointestinalen Schleimhaut. Die genaue Ätiologie der entzündlichen Darmerkrankung ist nicht bekannt, aber es gibt Hinweise darauf, dass die normale Darmflora bei Patienten mit einer multifaktoriellen genetischen Veranlagung (vielleicht mit anomalen epithelialen Barrieren und mukosaler Immunabwehr) in unangemessener Weise eine Immunreaktion auslöst (1). Es wurden keine spezifischen umweltbedingten, diätetischen oder infektiösen Ursachen identifiziert, obwohl epidemiologische Risikofaktoren beschrieben wurden (siehe Epidemiologie, unten). Die in Gang gesetzte Immunreaktion führt zur Freisetzung von Entzündungsmediatoren, inkl. Zytokinen, Interleukinen und Tumornekrosefaktor.

Obwohl es eine Reihe von Gemeinsamkeiten zwischen dem Morbus Crohn und der Colitis ulcerosa gibt, sind sie in den meisten Fällen doch eindeutig zu unterscheiden (siehe Tabelle ). Etwa 5 bis 11 % der Kolitisfälle sind nicht eindeutig zuzuordnen und werden als unklassifiziert bezeichnet; kann ein chirurgisch gewonnenes pathologisches Präparat nicht klassifiziert werden, spricht man von einer unklassifizierten chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED-U) (2–4). Der Begriff Kolitis bezieht sich nur auf die Entzündung des Kolons (z. B. ulzerative, granulomatöse, ischämische, strahleninduzierte und infektiöse Kolitis). Der Begriff „spastische Kolitis“ ist eine Fehlbezeichnung, mit der manchmal eine funktionelle Krankheit, der sog. Reizdarm, bezeichnet wird.

Tabelle

Allgemeine Literatur

  1. 1. Chang JT. Pathophysiology of Inflammatory Bowel Diseases. N Engl J Med. 2020;383(27):2652-2664. doi:10.1056/NEJMra2002697

  2. 2. Burisch J, Zammit SC, Ellul P, et al. Disease course of inflammatory bowel disease unclassified in a European population-based inception cohort: An Epi-IBD study. J Gastroenterol Hepatol. 2019;34(6):996-1003. doi:10.1111/jgh.14563

  3. 3. Everhov ÅH, Sachs MC, Malmborg P, et al. Changes in inflammatory bowel disease subtype during follow-up and over time in 44,302 patients. Scand J Gastroenterol. 2019;54(1):55-63. doi:10.1080/00365521.2018.15643611

  4. 4. Winter DA, Karolewska-Bochenek K, Lazowska-Przeorek I, et al. Pediatric IBD-unclassified Is Less Common than Previously Reported; Results of an 8-Year Audit of the EUROKIDS Registry. Inflamm Bowel Dis. 2015;21(9):2145-2153. doi:10.1097/MIB.0000000000000483

Epidemiologie

Schätzungen zufolge sind etwa 0,7 % der Bevölkerung der Vereinigten Staaten von einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) betroffen, in Nordamerika, Ozeanien und Europa insgesamt sind es etwa 0,3 % (1). Der Altersgipfel liegt zwischen 15 und 30 Jahren (2–4). IBD können einen zweiten kleineren Altersgipfel zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr haben. Allerdings kann dieser späte Altersgipfel einige Fälle einer ischämischen Kolitis einschließen.

CED tritt am häufigsten bei Menschen in Nordamerika und Nordeuropa auf (2). Sie ist bei Menschen aschkenasischer jüdischer Abstammung aus Mittel- oder Osteuropa 2- bis 4-mal häufiger als bei nichtjüdischen Weißen aus demselben geographischen Gebiet (5). Die Inzidenz ist in Ost- und Südeuropa (6, 7) niedriger als in West- und Nordeuropa und noch geringer in Südamerika, Asien und Afrika. Die Inzidenz nimmt jedoch bei Schwarzafrikanern und Südamerikanern, die in Nordamerika leben, zu. Beide Geschlechter sind in etwa gleichermaßen betroffen, wenngleich es je nach Alter, geografischer Region sowie je nachdem, ob es sich um Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn handelt, zu Unterschieden kommen kann (8, 9). Verwandte ersten Grades von Patienten mit CED haben ein 4- bis 20-fach erhöhtes Risiko; ihr absolutes Risiko beträgt etwa 5 bis 7 % (10, 11). Ein familiäres Vorkommen ist häufiger beim Morbus Crohn als bei der Colitis ulcerosa. Inzwischen sind einige spezifische Genmutationen, die ein hohes Risiko für den Morbus Crohn (und einige möglicherweise für die Colitis ulcerosa) tragen, identifiziert worden.

Risikofaktoren für entzündliche Darmerkrankungen umfassen eine Raucheranamnese, die aktuelle Anwendung oraler Kontrazeptiva, ein Leben in urbaner Umgebung, eine Antibiotikaexposition im Kindesalter sowie einen Vitamin-D-Mangel (12, 13). Andere Faktoren wie Stillen, eine Infektion mit Helicobacter pylori und ein hoher Folsäurespiegel scheinen protektiv zu wirken.

Aktives Zigarettenrauchen scheint zur Entwicklung oder Verschlechterung von Morbus Crohn beizutragen, senkt jedoch das Risiko für Colitis ulcerosa (12, 13). Eine Appendektomie, die zur Behandlung einer Appendizitis durchgeführt wird, scheint ebenfalls das Risiko für Colitis ulcerosa zu senken, kann jedoch ein Risikofaktor für Morbus Crohn sein. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) können IBD verschlimmern.

Literatur zur Epidemiologie

  1. 1. Ng SC, Shi HY, Hamidi N, et al. Worldwide incidence and prevalence of inflammatory bowel disease in the 21st century: a systematic review of population-based studies. Lancet. 2017;390(10114):2769-2778. doi:10.1016/S0140-6736(17)32448-0

  2. 2. Lewis JD, Parlett LE, Jonsson Funk ML, et al. Incidence, Prevalence, and Racial and Ethnic Distribution of Inflammatory Bowel Disease in the United States. Gastroenterology. 2023;165(5):1197-1205.e2. doi:10.1053/j.gastro.2023.07.003

  3. 3. Abraham C, Cho JH. Inflammatory bowel disease. N Engl J Med. 2009;361(21):2066-2078. doi:10.1056/NEJMra0804647

  4. 4. Dolinger M, Torres J, Vermeire S. Crohn's disease. Lancet. 2024;403(10432):1177-1191. doi:10.1016/S0140-6736(23)02586-2

  5. 5. Schiff ER, Frampton M, Semplici F, et al. A new look at familial risk of inflammatory bowel disease in the Ashkenazi Jewish population. Dig Dis Sci. 63(11):3049-3057, 2018. doi: 10.1007/s10620-018-5219-9

  6. 6. Shivananda S, Lennard-Jones J, Logan R, et al. Incidence of inflammatory bowel disease across Europe: is there a difference between north and south? Results of the European Collaborative Study on Inflammatory Bowel Disease (EC-IBD). Gut. 1996;39(5):690-697. doi:10.1136/gut.39.5.690

  7. 7. Burisch J, Pedersen N, Čuković-Čavka S, et al. East-West gradient in the incidence of inflammatory bowel disease in Europe: the ECCO-EpiCom inception cohort. Gut. 2014;63(4):588-597. doi:10.1136/gutjnl-2013-304636

  8. 8. Shah SC, Khalili H, Gower-Rousseau C, et al. Sex-Based Differences in Incidence of Inflammatory Bowel Diseases-Pooled Analysis of Population-Based Studies From Western Countries. Gastroenterology. 2018;155(4):1079-1089.e3. doi:10.1053/j.gastro.2018.06.043

  9. 9. Shah SC, Khalili H, Chen CY, et al. Sex-based differences in the incidence of inflammatory bowel diseases-pooled analysis of population-based studies from the Asia-Pacific region. Aliment Pharmacol Ther. 2019;49(7):904-911. doi:10.1111/apt.15178

  10. 10. Podolsky DK. Inflammatory bowel disease. N Engl J Med. 2002;347(6):417-429. doi:10.1056/NEJMra020831

  11. 11. Rufo PA, Denson LA, Sylvester FA, et al. Health supervision in the management of children and adolescents with IBD: NASPGHAN recommendations. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2012;55(1):93-108. doi:10.1097/MPG.0b013e31825959b8

  12. 12. van der Sloot KWJ, Amini M, Peters V, Dijkstra G, Alizadeh BZ. Inflammatory Bowel Diseases: Review of Known Environmental Protective and Risk Factors Involved. Inflamm Bowel Dis. 2017;23(9):1499-1509. doi:10.1097/MIB.0000000000001217

  13. 13. Piovani D, Danese S, Peyrin-Biroulet L, Nikolopoulos GK, Lytras T, Bonovas S. Environmental Risk Factors for Inflammatory Bowel Diseases: An Umbrella Review of Meta-analyses. Gastroenterology. 2019;157(3):647-659.e4. doi:10.1053/j.gastro.2019.04.016

Extraintestinale Manifestationen von entzündlichen Darmerkrankungen

Sowohl beim Morbus Crohn als auch bei der Colitis ulcerosa sind außer dem Darm weitere Organe befallen. Die Mehrzahl der extraintestinalen Manifestationen treten bei der Colitis ulcerosa und der Crohn-Kolitis auf, weniger bei einem ausschließlichen Dünndarmbefall des Morbus Crohn. Extraintestinale Manifestationen von entzündlicher Darmerkrankung werden nach drei Gesichtspunkten eingeteilt:

1. Manifestationen, die in der Regel parallel zur intestinalen Entzündung verlaufen (d. h. mit ihr zu- und abnehmen): Zu diesen Erkrankungen gehören periphere Arthritis, Episkleritis, aphthöse Stomatitis und das Erythema nodosum. Die Arthritis befällt bevorzugt große Gelenke, wandert und besteht vorübergehend.

2. Krankheiten, die mit IBD assoziiert sind, aber unabhängig von IBD-Schüben auftreten: Hierzu gehören Morbus Bechterew, Sacroiliitis, Uveitis, Pyoderma gangraenosum und die primär sklerosierende Cholangitis. Die Spondylitis ankylosans tritt häufiger bei IBD-Patienten mit dem humanen Leukozytenantigen B27 (HLA-B27) auf. Die meisten Patienten mit spinaler oder sakroiliakaler Beteiligung haben eine Uveitis und vice versa. Die primär sklerosierende Cholangitis, die einen Risikofaktor für die Entstehung von Gallengangskarzinomen darstellt, ist eindeutig mit Colitis ulcerosa und Crohn-Kolitis assoziiert. Eine Cholangitis kann vor oder gleichzeitig mit der Darmerkrankung auftreten oder selbst 20 Jahre nach Kolektomie. Lebererkrankungen (z. B. am häufigsten Fettleber, aber auch Autoimmunhepatitis, Pericholangitis und Zirrhose) treten bei etwa einem Viertel der Patienten mit CED auf (1, 2). Einige dieser Krankheiten (z. B. primär sklerosierende Cholangitis) können der IBD um Jahre vorausgehen und sollten, sobald sie diagnostiziert sind, zur Abklärung einer IBD Anlass geben.

3. Manifestationen, die Folgen einer gestörten Darmphysiologie sind: Diese Komplikationen treten hauptsächlich bei schwerem Morbus Crohn des Dünndarms auf. Eine Malabsorption als Folge einer ausgedehnten Ileumresektion führt zu Mangelzuständen an fettlöslichen Vitaminen, Vitamin B12 oder Mineralien, was in Anämie, Hypokalzämie, Hypomagnesiämie, Gerinnungsstörungen und Knochendemineralisation resultiert. Bei Kindern verzögert Malabsorption Wachstum und Entwicklung. Weitere Komplikationen sind Nierensteine aufgrund einer ausgeprägten Oxalataufnahme mit der Nahrung, Hydroureter und Hydronephrose, hervorgerufen durch Kompression eines Ureters durch einen benachbarten entzündlichen Darmprozess, Gallensteine aufgrund der verminderten Reabsorption von Gallensalzen im Ileum und eine Amyloidose als Folge von langdauernden Entzündungs- und eitrigen Prozessen.

Weiterhin können thromboembolische Erkrankungen als Folge multipler Faktoren aus allen drei Kategorien der extraintestinalen Manifestationen entstehen.

Literatur zu extraintestinalen Manifestationen

  1. 1. Navarro P, Gutiérrez-Ramírez L, Tejera-Muñoz A, Arias Á, Lucendo AJ. Systematic Review and Meta-Analysis: Prevalence of Non-Alcoholic Fatty Liver Disease and Liver Fibrosis in Patients with Inflammatory Bowel Disease. Nutrients. 2023;15(21):4507. Published 2023 Oct 24. doi:10.3390/nu15214507

  2. 2. Keetha Rao N, Ghodous S, Gurram A, et al. Prevalence and Associated Factors of Nonalcoholic Fatty Liver Disease in Patients with Inflammatory Bowel Disease: An Updated Global Systematic Review and Meta-Analysis of over 1.5 Million Individuals. Inflamm Bowel Dis. Published online October 17, 2025. doi:10.1093/ibd/izaf226

Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen

  • Unterstützende Behandlung

  • 5-Aminosalicylsäure (nur bei Colitis ulcerosa)

  • Glukokortikoide

  • Immunmodulierende Medikamente

  • Biologika (Antizytokin- und Anti-Integrin-Medikamente) und niedermolekulare Wirkstoffe

Bei der Behandlung der IBD werden verschiedene Substanzklassen eingesetzt. Einzelheiten zu ihrer Auswahl und Verwendung werden unter jeder Störung und in Medikamente für entzündliche Darmerkrankungen diskutiert.

Unterstützende Behandlung

Viele Patienten und ihre Familien sind an speziellen Diäten und an einer Stressbehandlung interessiert. Die American Gastroenterological Association empfiehlt, dass alle Patientinnen und Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) eine mediterrane Ernährung einhalten, die reich an frischem Obst und Gemüse, einfach ungesättigten Fettsäuren, komplexen Kohlenhydraten und mageren Proteinen ist, während stark verarbeitete Lebensmittel sowie zugesetzter Zucker und Salz eingeschränkt werden (1). Ein spezielles Stress-Management kann hilfreich sein.

Literatur zur Therapie

  1. 1. Hashash JG, Elkins J, Lewis JD, Binion DG. AGA Clinical Practice Update on Diet and Nutritional Therapies in Patients With Inflammatory Bowel Disease: Expert Review. Gastroenterology. 2024;166(3):521-532. doi:10.1053/j.gastro.2023.11.303

Gesundheitserhaltung bei entzündlichen Darmerkrankungen

Impfungen

Patienten mit IBD sollten die jährliche Grippeimpfung erhalten. Patienten mit CED, die > 50 Jahre alt sind, sollten eine Pneumokokken-Impfung erhalten. Eine Pneumokokken-Impfung wird auch für erwachsene Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen im Alter von 19 bis 49 Jahren empfohlen, die eine immunmodulierende Therapie erhalten und zuvor keine Pneumokokken-Impfung hatten. Bei allen Erwachsenen ≥ 50 Jahren mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wird außerdem eine Impfung gegen Herpes zoster empfohlen. Personen im Alter von 19 bis 49 Jahren, die eine immunmodulierende Therapie erhalten, sollten den rekombinanten Herpes-zoster-Impfstoff erhalten. Dieser Impfstoff sollte nach Möglichkeit vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie verabreicht werden (1).

Routineimpfungen wie Tetanus-Diphtherie, Hepatitis A, Hepatitis B, und humanes Papillomavirus sollte gemäß der Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP) Richtlinien gegeben werden.

Das American College of Gastroenterology (ACG) und die Canadian Association of Gastroenterology empfehlen, dass Patienten mit CED, einschließlich derer unter immunsuppressiver Therapie, einen mRNA-COVID-19-Impfstoff erhalten (1, 2).

Screening-Tests

Alle Patienten mit einer entzündlichen Darmerkrankung sollten ab 8 Jahren nach Auftreten der ersten Symptome auf Darmkrebs untersucht werden, unabhängig von ihrem Alter. Eine Ausnahme bilden Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis (PSC), bei denen unabhängig von der Dauer der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung unmittelbar nach der Diagnose mit einer jährlichen Überwachung begonnen werden sollte (3). Die Überwachungsintervalle werden durch eine Risikostratifizierung festgelegt; in der Regel erfolgt bei Patienten mit niedrigem Risiko (keine endoskopischen oder histologischen Hinweise auf eine aktive Entzündung) eine Koloskopie alle 2 bis 5 Jahre, während bei Hochrisikopatienten eine jährliche Überwachung erforderlich ist. Zu den Hochrisikopatienten zählen Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis, aktiver Entzündung, einer familiären Vorbelastung mit vor dem 50. Lebensjahr diagnostiziertem Darmkrebs, Kolonstenosen oder einer früheren Dysplasie (4).

Weibliche Patienten, die keine immunsuppressive Therapie erhalten, sollten alle 3 Jahre auf Zervixkarzinom untersucht werden. Patientinnen unter immunsuppressiver Therapie sollten jährlich auf Zervixkarzinom gescreent werden, beginnend innerhalb eines Jahres nach Aufnahme sexueller Aktivität; bei Patientinnen unter 30 Jahren sollte das Screening über 3 aufeinanderfolgende Jahre mit unauffälligen Ergebnissen fortgeführt werden, bevor das Intervall auf alle 3 Jahre verlängert wird (1).

Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sollten unabhängig von einer biologischen Therapie jährlich auf Melanome untersucht werden. Alle Patienten, die immunmodulierende Medikamente oder Biologika einnehmen, sollten jährlich auf nicht-melanozytären Hautkrebs untersucht werden.

Patienten mit Risiko für Osteoporose sollten einen dual-Energie-Röntgenabsorptionsmessung (DXA)- Scan haben.

Health Erhaltung Referenzen

  1. 1. Farraye FA, Melmed GY, Lichtenstein GR, et al. ACG Clinical Guideline Update: Preventive Care in Inflammatory Bowel Disease. Am J Gastroenterol. 2025;120(7):1447-1473. Published 2025 Jul 2. doi:10.14309/ajg.0000000000003541

  2. 2.Tse F, Moayyedi P, Waschke KA, et al. COVID-19 Vaccination in Patients With Inflammatory Bowel Disease: Communiqué From the Canadian Association of Gastroenterology. J Can Assoc Gastroenterol. 2021;4(1):49. Published 2021 Jan 27. doi:10.1093/jcag/gwaa046

  3. 3. National Comprehensive Cancer Network. NCCN Clinical Practice Guidelines in Oncology (NCCN Guidelines). Colorectal Cancer Screening, version 2.2025–June 24, 2025. https://www.nccn.org/professionals/physician_gls/pdf/colorectal_screening.pdf. Accessed February 2, 2025.

  4. 4. Rex DK, Anderson JC, Butterly LF, et al. Colorectal cancer screening: recommendations for physicians and patients from the U.S. Multi-Society Task Force on Colorectal Cancer. Gastrointest Endosc. 2024;100(3):352-381.

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