Herpes Zoster

(Gürtelrose; akute posteriore Ganglionitis)

Vollständige Überprüfung: Jan. 2026 VonKenneth M. Kaye, MD, Harvard Medical School | Peer-Review durchChristina A. Muzny, MD, MSPH, Division of Infectious Diseases, University of Alabama at Birmingham
Letzte Aktualisierung: Jan. 2026
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Herpes zoster ist eine Infektionskrankheit, die aus einer Reaktivierung latenter Varicella-Zoster-Viren im hinteren Spinalganglion resultiert. Die Beschwerden beginnen meist mit Schmerzen im Bereich des betroffenen Dermatoms, die innerhalb von 2–3 Tagen von einer meist zur Diagnose führenden vesikulären Effloreszenz gefolgt werden. Die Therapie besteht aus antiviralen Medikamenten, die im Idealfall innerhalb von 72 Stunden nach dem Auftreten der Hautläsionen gegeben werden sollten.

(Siehe Übersicht von Herpesvirusinfektionen.)

Sowohl Windpocken als auch Herpes zoster werden durch das Varicella-Zoster-Virus (humanes Herpesvirus Typ 3) hervorgerufen. Windpocken stellen hierbei die akute, primäre Infektionsphase der Virusinfektion dar und Herpes zoster (Gürtelrose) eine Reaktivierung des Virus aus der Latenzphase nach (meist) langen Ruhephasen in den Nervenganglien. Menschen über 50, die in ihrer Kindheit Windpocken hatten, haben ein erhöhtes Risiko, an Gürtelrose zu erkranken.

Herpes zoster ist keine seltene Erkrankung. In einer systematischen Übersichtsarbeit lag die weltweite kumulative Inzidenz von Herpes zoster zwischen 2,9 und 19,5 Fällen pro 1000 Einwohner (1). Die Inzidenz ist in den Vereinigten Staaten mit etwa 2 bis 9 Fällen pro 1000 Einwohner pro Jahr weitgehend vergleichbar (2). Das Lebenszeitrisiko für die Entwicklung der Erkrankung beträgt 32 %; bei Erwachsenen steigt es bis zum 85. Lebensjahr jedoch auf bis zu 50 %, wobei die Inzidenz mit zunehmendem Alter stark zunimmt (3).

Bei Herpes zoster kommt es zu einer Entzündung des sensiblen Spinalganglions, der Haut des damit verbundenen Dermatoms und manchmal auch des Hinterhorns und Vorderhorns der grauen Substanz, der Meningen und der dorsalen und ventralen Nervenwurzel. Herpes zoster tritt häufig bei Erwachsenen über 50 Jahren und Menschen, die mit HIV leben, auf und tritt bei Patienten, die aufgrund von Defekten der zellvermittelten Immunität immungeschwächt sind, häufiger auf und verläuft schwerer.

Es wird vermutet, dass weitere Faktoren mit einem erhöhten Risiko für Herpes zoster assoziiert sind. Eine Metaanalyse von 62 Studien zeigte, dass das Risiko bei Frauen, bei Personen mit Autoimmunerkrankungen (z. B. rheumatoider Arthritis oder systemischem Lupus erythematodes), wahrscheinlich aufgrund der bei diesen Patienten eingesetzten immunsuppressiven Therapien, bei Personen mit bestimmten Komorbiditäten (z. B. Asthma, Diabetes und COPD) sowie bei Personen mit kürzlich erlittenem körperlichem Trauma erhöht ist, während bei Schwarzen im Vergleich zu Weißen ein geringeres Risiko für Herpes zoster festgestellt wurde (4).

Allgemeine Literatur

  1. 1. van Oorschot D, Vroling H, Bunge E, Diaz-Decaro J, Curran D, Yawn B. A systematic literature review of herpes zoster incidence worldwide. Hum Vaccin Immunother. 2021;17(6):1714-1732. doi:10.1080/21645515.2020.1847582

  2. 2. Centers for Disease Control and Prevention. Clinical Overview of Shingles (Herpes Zoster). June 27, 2024. Accessed October 18, 2025.

  3. 3. Leung J, Harrington T, Dooling K. Zoster. Centers for Disease Control and Prevention. Centers for Disease Control and Prevention. May 9, 2024. Accessed October 18, 2025.

  4. 4. Kawai K, Yawn BP. Risk Factors for Herpes Zoster: A Systematic Review and Meta-analysis. Mayo Clin Proc. 2017;92(12):1806-1821. doi:10.1016/j.mayocp.2017.10.009

Symptome und Beschwerden von Herpes zoster

An der betroffenen Stelle kommt es zu stechenden, dysästhesierenden oder anderen Schmerzen, auf die typischerweise innerhalb von 2–3 Tagen ein Exanthem folgt, meist haufenförmig gruppierte Bläschen auf gerötetem Grund (1). Betroffene Stellen umfassen meistens ein oder mehrere benachbarte Dermatome der thorakalen oder lumbalen Region, wenngleich einige Satellitenläsionen auftreten können. Die Läsionen sind in der Regel einseitig und verlaufen nicht über die Mittellinie des Körpers. Die betroffenen Bereiche sind in der Regel überempfindlich, oft mit einem brennenden oder pochenden Gefühl, und die Schmerzen (aufgrund neuronaler Aktivierung) können stark sein. Die Effloreszenzen bilden sich meist über 3–5 Tage hinweg aus.

Herpes zoster kann sich auf andere Hautregionen und in viszerale Organe ausbreiten, insbesondere bei immunkompromittierten Patienten.

Der Herpes Zoster oticus (Ramsay-Hunt-Syndrom, Herpes zoster oticus) beruht auf einer Beteiligung des Ganglion geniculatum. Es kommt zu Ohrenschmerzen, Gesichtslähmungen und manchmal auch Schwindel. Die Bläschen rupturieren in den externen Gehörgang, und der Geschmackssinn kann in den vorderen zwei Dritteln der Zunge verloren gehen.

Der Herpes Zoster ophthalmicus beruht auf einer Beteiligung des Ganglion gasseri mit Schmerzen und vesikulären Effloreszenzen um das Auge herum und auf der Stirn, im V1 Ophthalmicus-Versorgungsgebiet des Hirnnervs V (Trigeminus). Augenkrankheiten können schwerwiegend sein. Kommt es zu einer Bläschenbildung auch auf der Nasenspitze (Hutchinson-Zeichen), weist dies auf eine Beteiligung des nasoziliären Astes und auf ein höheres Risiko einer schweren okularen Krankheit hin. Es kann jedoch auch zu einer Augenbeteiligung kommen, ohne dass es zu Läsionen auf der Nasenspitze kommt. Bei Zoster in der V1‑Verteilung sollte, wenn möglich, eine augenärztliche Konsultation erfolgen.

Ein intraoraler Zoster kommt selten vor, kann aber zu einer scharf begrenzten, einseitigen Verteilung der Läsionen führen. Intraorale prodromale Symptome kommen nicht vor.

Ein durch Herpes zoster verursachter Hautausschlag muss von einem durch Herpes simplex verursachten Hautausschlag unterschieden werden, der weitaus häufiger auftritt und eine deutlich höhere Rezidivrate aufweist (2).

Postherpetische Neuralgie

Bei bis zu 6% der Patienten mit Herpes Zoster kommt es zu einem weiteren Ausbruch (3), wobei dieser Prozentsatz bei immunkompromittierten Wirten höher sein kann. Viele Patienten, insbesondere ältere, haben jedoch lokalisierte Schmerzen mit unterschiedlicher Intensität, die mehr als 3 Monate nach der letzten verkrusteten Läsion in der betroffenen Region anhalten (postherpetische Neuralgie).

Literatur zu Symptomen und Beschwerden

  1. 1. Cohen JI. Clinical practice: Herpes zoster. N Engl J Med. 2013;369(3):255-263. doi:10.1056/NEJMcp1302674

  2. 2. Johnson JR. Recurrent Herpes Zoster. J Infect Dis. 2021;224(3):554. doi:10.1093/infdis/jiaa732

  3. 3. Yawn BP, Wollan PC, Kurland MJ, St Sauver JL, Saddier P. Herpes zoster recurrences more frequent than previously reported. Mayo Clin Proc 86(2):88-93, 2011. doi:10.4065/mcp.2010.0618

Tipps und Risiken

  • Ein durch Herpes zoster verursachter Hautausschlag muss von einem durch Herpes simplex verursachten Hautausschlag unterschieden werden, der weitaus häufiger auftritt und eine deutlich höhere Rezidivrate aufweist.

Die Schmerzen bei einer postherpetischen Neuralgie können scharf und intermittierend oder konstant verlaufen und zu einer schweren Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Es kann über Monate oder Jahre oder dauerhaft persistieren.

Diagnose von Herpes zoster

  • Anamnese und körperliche Untersuchung

  • Manchmal molekulare Tests (Polymerase-Kettenreaktion [PCR]) oder Kultur

Herpes zoster wird bei Patienten mit dem charakteristischen Ausschlag (d. h. dermatomale Verteilung) vermutet und manchmal sogar, bevor der Ausschlag auftritt, wenn Patienten typische Schmerzen in einer dermatomalen Verteilung haben. Die Diagnose wird meist anhand des nahezu pathognomonischen Exanthems gestellt.

Bei uneindeutiger Diagnose kann das Virus durch Kultur oder PCR nachgewiesen werden. Der Antigennachweis aus einer Biopsieprobe kann auch zum Nachweis von Herpes zoster verwendet werden.

Der Nachweis mehrkerniger Riesenzellen mittels Tzanck-Test kann eine Infektion mit einem Herpesvirus bestätigen, jedoch nicht den Virustyp differenzieren, da der Tzanck-Test sowohl bei Herpes zoster als auch bei Herpes simplex positiv ausfällt. Die Differenzierung erfolgt stattdessen klinisch, da das Herpes‑simplex‑Virus (HSV) nahezu identische Läsionen verursachen kann, aber im Gegensatz zu Herpes zoster dazu neigt, zu rezidivieren, und nicht dermatomal verteilt ist.

Behandlung von Herpes zoster

  • Symptomatische Therapie

  • Virustatika (Aciclovir, Famciclovir, Valaciclovir), insbesondere für Patienten mit geschwächtem Immunsystem

Feuchte Kompressen wirken lindernd, oft ist jedoch eine systemische Analgesie notwendig.

Zur interdisziplinären Behandlung des Herpes zoster ophthalmicus sollte ein Augenarzt konsultiert werden. Zur Behandlung eines Herpes zoster oticus sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt hinzugezogen werden.

Antivirale Therapie

Die Therapie mit oralen Virustatika verringert die Schwere und Dauer der akuten Beschwerden und verringert die Rate schwerer Komplikationen bei immunkompromittierten Patienten. Ein Cochrane-Review kam zu dem Schluss, dass orales Aciclovir das Risiko für die Entwicklung einer postherpetischen Neuralgie nicht reduziert und dass die Evidenz für andere antivirale Substanzen nicht ausreichte, um zu beurteilen, ob diese die Inzidenz der postherpetischen Neuralgie verringern können (1). Bei immunkompetenten Patienten ist die antivirale Therapie häufig denjenigen vorbehalten, die ≥ 50 Jahre alt sind und bei denen der Nutzen am größten ist, obwohl einige Experten empfehlen, alle Patienten mit Zoster zu behandeln (2, 3). Eine Behandlung ist auch bei Patienten mit starken Schmerzen, Gesichtsausschlag, der auf einen Herpes zoster oticus oder ophthalmicus hindeutet, sowie bei immungeschwächten Patienten indiziert.

Die Behandlung von Herpes zoster sollte so bald wie möglich beginnen, idealerweise während des Prodromalstadiums. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie wirksam ist, ist geringer, wenn sie >72 Stunden nach Auftreten der Hautläsionen erfolgt, insbesondere wenn keine neuen Läsionen auftreten (3). Die normale Behandlungsdauer liegt zwischen 7 und 10 Tagen. Famciclovir und Valacyclovir haben bei oraler Verabreichung eine bessere Bioverfügbarkeit als Aciclovir und werden daher bei Herpes Zoster im Allgemeinen bevorzugt. Eine Cochrane-Übersichtsarbeit kam zu dem Schluss, dass die Evidenz hinsichtlich der Frage, ob die Verabreichung von Glukokortikoiden eine postherpetische Neuralgie 6 Monate nach Ausbruch einer Herpes-Zoster-Erkrankung verhindert, ungewiss ist (4).

Für weniger stark immungeschwächten Patienten, ist die orale Gabe von Famciclovir, Valaciclovir oder Aciclovir eine sinnvolle Option; Famciclovir und Valacyclovir werden bevorzugt. Für schwer immunkompromittierte Patienten wird die intravenöse Verabreichung von Aciclovir empfohlen. Einige Experten empfehlen für immungeschwächte Patienten (einschließlich Kinder) eine Behandlung über 7 bis 10 Tage hinaus, bis alle Läsionen verkrustet sind, und möglicherweise eine Umstellung auf orale Therapieschemata, sobald sich der Patient klinisch verbessert hat (5).

Obwohl die Daten über die Sicherheit von Aciclovir und Valaciclovir während der Schwangerschaft beruhigend sind, ist die Unbednklichkeit der antiviralen Therapie während der Schwangerschaft noch nicht genug belegt. Weil angeborene Varizellen von den mütterlichen Varizellen herrühren können, aber selten vom mütterlichen Zoster resultieren, sollte der mögliche Nutzen einer Behandlung von schwangeren Patientinnen gegen die möglichen Risiken für den Fetus sorgfältig abgewogen werden. Schwangere Patienten mit schwerem Hautausschlag, starken Schmerzen oder ophthalmologischer Zoster können behandelt werden, vorzugsweise mit Aciclovir, weil es im Vergleich zu anderen Medikamenten längere Erfahrungen mit seiner Anwendung in der Schwangerschaft gibt, obwohl Valaciclovir eine Option bleibt. Es gibt nur wenige Daten über die Sicherheit von Famciclovir in der Schwangerschaft, sodass es bei schwangeren Frauen nicht allgemein empfohlen wird (6).

Behandlung postherpetischer Neuralgie

Die Behandlung einer postherpetischen Neuralgie kann besonders schwierig sein. Eine postherpetische Neuralgie kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, insbesondere bei älteren Patienten. Zu den Behandlungen gehören Gabapentin, Pregabalin, trizyklische Antidepressiva, topische Capsaicin- oder Lidocainsalbe und Botulinumtoxin-Injektionen (7). Opioidanalgetika können notwendig sein. Intrathekales Methylprednisolon kann einen Benefit zeigen.

Literatur zur Behandlung

  1. 1. Chen N, Li Q, Yang J, Zhou M, Zhou D, He L. Antiviral treatment for preventing postherpetic neuralgia. Cochrane Database Syst Rev. 2014;2014(2):CD006866. Published 2014 Feb 6. doi:10.1002/14651858.CD006866.pub3

  2. 2. Balfour HH Jr. Antiviral drugs. N Engl J Med. 1999;340(16):1255-1268. doi:10.1056/NEJM199904223401608

  3. 3. Cohen JI. Clinical practice: Herpes zoster. N Engl J Med. 2013;369(3):255-263. doi:10.1056/NEJMcp1302674

  4. 4. Jiang X, Li Y, Chen N, Zhou M, He L. Corticosteroids for preventing postherpetic neuralgia. Cochrane Database Syst Rev. 2023;12(12):CD005582. Published 2023 Dec 5. doi:10.1002/14651858.CD005582.pub5

  5. 5. ClinicalInfo.HIV.gov. Guidelines for the Prevention and Treatment of Opportunistic Infections in Children With and Exposed to HIV. Accessed October 18, 2025.

  6. 6. Pasternak B, Hviid A. Use of acyclovir, valacyclovir, and famciclovir in the first trimester of pregnancy and the risk of birth defects. JAMA. 2010;304(8):859-866. doi:10.1001/jama.2010.1206

  7. 7. Johnson RW, Rice AS. Clinical practice. Postherpetic neuralgia. N Engl J Med. 2014;371(16):1526-1533. doi:10.1056/NEJMcp1403062

Prävention von Herpes Zoster

Ein rekombinanter Zoster-Impfstoff wird für Erwachsene ≥ 50 Jahre empfohlen, unabhängig davon, ob sie bereits an Herpes zoster erkrankt sind oder den älteren, abgeschwächten Lebendimpfstoff erhalten haben oder nicht; 2 Dosen des rekombinanten Zoster-Impfstoffs werden im Abstand von 2 bis 6 Monaten verabreicht. Der rekombinante Zoster-Impfstoff wird auch für Erwachsene ≥ 19 Jahre empfohlen, die aufgrund einer Krankheit oder Therapie immundefizient oder immunsupprimiert sind oder sein werden, einschließlich solcher mit einer Vorgeschichte von Varizellen, Varizellen-Impfstoff oder Herpes zoster. Der rekombinante Impfstoff scheint einen viel besseren und länger anhaltenden Schutz zu bieten als der ältere, einmalig verabreichte, attenuierte Zoster-Lebendimpfstoff (der eine höher dosierte Version des Varizellen-Impfstoffs ist). In einer großen klinischen Studie erwies sich der rekombinante Zoster-Impfstoff als zu etwa 97 % wirksam bei der Prävention von Herpes zoster (1). In einer Längsschnittkohorte blieb die Wirksamkeit des Impfstoffs auch vier Jahre nach der Impfung erhalten (2).

In einer Beobachtungsstudie nach der Markteinführung, die auf Daten aus Versicherungsansprüchen basierte, wurde ein leicht erhöhtes Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom in den 42 Tagen nach der Impfung mit dem rekombinanten Zoster-Impfstoff festgestellt (3). In den Vereinigten Staaten hat die Food and Drug Administration festgestellt, dass zwar ein Zusammenhang mit dem Guillain-Barré-Syndrom besteht, aber (1) die verfügbare Evidenz nicht ausreicht, um einen kausalen Zusammenhang herzustellen, und (2) die Vorteile der Impfung die damit verbundenen Risiken überwiegen; infolgedessen vermeiden einige Ärzte den rekombinanten Zoster-Impfstoff bei Patienten mit einer Vorgeschichte des Guillain-Barré-Syndroms (siehe FDA Requires a Warning About Guillain-Barré Syndrome (GBS) be Included in the Prescribing Information for Shingrix).

Literatur zur Prävention

  1. 1. Lal H, Cunningham AL, Godeaux O, et al. Efficacy of an adjuvanted herpes zoster subunit vaccine in older adults. N Engl J Med. 372(22):2087-96, 2015. PMID: 25916341. doi: 10.1056/NEJMoa1501184

  2. 2. Tseng HF, Sy LS, Ackerson BK, et al. Effectiveness of the Adjuvanted Recombinant Zoster Vaccine in Adults ≥50 Years in the United States. Clin Infect Dis. Published online June 23, 2025. doi:10.1093/cid/ciaf329

  3. 3. Goud R, Lufkin B, Duffy J, et al. Risk of Guillain-Barré Syndrome Following Recombinant Zoster Vaccine in Medicare Beneficiaries. JAMA Intern Med. 2021;181(12):1623-1630. doi:10.1001/jamainternmed.2021.6227

Wichtige Punkte

  • Herpes zoster wird durch Reaktivierung des Varicella-Zoster-Virus (die Ursache von Windpocken) aus seiner latenten Phase verursacht.

  • Ein schmerzhafter Hautausschlag, meist Gruppen von Bläschen auf gerötetem Grund, entwickelt sich auf einem oder mehreren benachbarten Dermatomen.

  • Virustatika (Aciclovir, Famciclovir, Valaciclovir) sind hilfreich, vor allem für Patienten mit geschwächtem Immunsystem.

  • Analgetika sind oft notwendig.

  • Erwachsene 50 Jahre und Erwachsene ≥ 19 Jahre, die immunkompromittiert und einem Zoster-Risiko ausgesetzt sind, sollten mit rekombinantem Zoster-Impfstoff geimpft werden, unabhängig davon, ob sie schon einmal Herpes Zoster hatten oder nicht.

  • Bei bis zu 6 % der Patienten kann ein erneuter Zoster-Ausbruch auftreten.

  • Viele, insbesondere ältere Patienten, leiden nach einem Zoster über Monate oder Jahre hinweg an anhaltenden oder wiederkehrenden Schmerzen (Post-Zoster-Neuralgie).

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