Stürze bei älteren Menschen

VonRichard G. Stefanacci, DO, MGH, MBA, Thomas Jefferson University, Jefferson College of Population Health;
Jayne R. Wilkinson, MD, MSCE, University of Pennsylvania, Perelman School of Medicine
Reviewed ByMichael R. Wasserman, MD, California Association of Long Term Care Medicine (CALTCM)
Überprüft/überarbeitet Geändert Aug. 2025
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Ein Sturz ist definiert als ein Ereignis, das eintritt, wenn eine Person unbeabsichtigt auf den Boden oder eine andere niedrigere Ebene fällt.

Bei Menschen ≥ 65 Jahren sind Stürze die Hauptursache für verletzungsbedingten Tod und die siebthäufigste Todesursache aller Todesfälle (1).

In den Vereinigten Staaten berichten über 14 Millionen Erwachsene im Alter von ≥ 65 Jahren, dass sie jedes Jahr fallen, was für insgesamt etwa 36 Millionen Stürze verantwortlich ist (2). Eine große Anzahl von Stürzen hat eine Verletzung zur Folge, wobei etwa 37% der gestürzten Personen von einer Verletzung berichten, die eine medizinische Behandlung erforderte oder ihre Aktivität für mindestens einen Tag einschränkte, was zu schätzungsweise 9 Millionen Sturzverletzungen pro Jahr führt.

Die Zahl der Stürze und der damit verbundenen Todesfälle nimmt zu. Die altersbereinigte Sterberate aufgrund von Stürzen stieg um 41% von 55,3 pro 100.000 ältere Erwachsene im Jahr 2012 auf 78,0 pro 100.000 ältere Erwachsene im Jahr 2021 (3). Stürze treten auch häufiger bei Frauen als bei Männern auf und sind bei Menschen, die in ländlichen Gebieten leben, häufiger als bei Menschen, die in städtischen Gebieten leben.

Stürze bedrohen die Unabhängigkeit älterer Erwachsener und verursachen eine Kaskade individueller und sozioökonomischer Probleme. Kliniker übersehen Stürze jedoch oft bei älteren Erwachsenen, die sich ohne Verletzung vorstellen, da eine routinemäßige Anamnese und körperliche Untersuchung normalerweise keine spezifische Beurteilung von Stürzen beinhalten. Viele ältere Menschen berichten nur ungern von einem Sturz, weil sie Stürze mit Altern assoziieren oder weil sie befürchten, später in ihren Aktivitäten eingeschränkt oder institutionalisiert zu werden. Die Meldung von Stürzen an Ärzte ist notwendig, um zukünftige Stürze zu verhindern.

Wenn Stürze nicht gemeldet und keine Präventionsmaßnahmen ergriffen werden, besteht für ältere Erwachsene die Gefahr, erneut zu stürzen, was eine erhebliche Belastung für das Gesundheitssystem darstellt. Es wird erwartet, dass diese Belastung angesichts des prognostizierten Wachstums der alternden Bevölkerung noch zunehmen wird. Daher sind Maßnahmen wie Aufklärung zur Sturzprävention und funktionelle Übungen (z. B. zur Stärkung der Beinkraft und Verbesserung des Gleichgewichts) sowie Strategien zur Verletzungsminderung unerlässlich.

Literatur

  1. 1. Colón-Emeric CS, McDermott CL, Lee DS, et al. Risk Assessment and Prevention of Falls in Older Community-Dwelling Adults: A Review. JAMA. 2024;331(16):1397-1406. doi:10.1001/jama.2024.1416

  2. 2. U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Older Adult Falls Data. Accessed June 12, 2025.

  3. 3. Kumar S, Cruz F, Yates Z, et al. Falls among older adults: An exploration of trends, clinical outcomes, predisposing risk factors, and intervention strategies. Am J Surg. 2025;245:116385. doi:10.1016/j.amjsurg.2025.116385

Ätiologie der Fälle

Der beste Prädiktor für Stürze ist ein vorheriger Sturz. Allerdings haben Stürze bei älteren Menschen nur selten eine einzige Ursache oder einen Risikofaktor. Ein Sturz ist in der Regel multifaktoriell, verursacht durch eine komplexe Interaktion zwischen den folgenden Faktoren:

  • Intrinsische Faktoren (altersbedingter Funktionsverlust, Erkrankungen und unerwünschte Wirkungen von Medikamenten)

  • Extrinsische Faktoren (Gefahren in der Umgebung)

  • Situative Faktoren (bezogen auf die spezifische Aktivität oder die Umstände einer Aktivität - z. B. in der Nacht zum Badezimmer hetzen)

Intrinsische Faktoren

Altersbedingte Veränderungen können die Systeme beeinträchtigen, die an der Aufrechterhaltung von Gleichgewicht und Stabilität beteiligt sind (z. B. beim Stehen, Gehen oder Sitzen) und die Sturzgefahr erhöhen. Sehschärfe, Kontrastempfindlichkeit Tiefenwahrnehmung und Dunkeladaptation nehmen ab. Sensibilitätsverluste oder -störungen und zerebellare Dysfunktionen können die Haltungsreflexe beeinträchtigen und das Gleichgewicht stören. Veränderungen im Aktivierungsmuster von Muskeln und in der Fähigkeit, genügend Muskelkraft und Geschwindigkeit zu erzeugen, können die Fähigkeit beeinträchtigen, das Gleichgewicht in Reaktion auf Störungen zu halten oder wiederherzustellen (z. B. Betreten einer unebenen Oberfläche, während man gestoßen wird). Tatsächlich ist jegliche Art von Muskelschwäche ist ein wichtiger Prädiktor für Stürze. Mit zunehmender kognitiver Beeinträchtigung im Alter steigt auch das Sturzrisiko, zum Teil deshalb, weil ältere Erwachsene mit kognitiver Beeinträchtigung sich möglicherweise nicht mehr an die Sicherheitsmaßnahmen erinnern, die Stürze verhindern.

Chronische und akute Störungen (siehe Tabelle ) und Medikamentengebrauch (siehe Tabelle ) sind Hauptrisikofaktoren für Stürze. Das Sturzrisiko steigt mit der Zahl der eingenommenen Medikamente. Mehrere Klassen von Medikamenten erhöhen das Risiko, aber von psychoaktiven Medikamenten wird am häufigsten berichtet, dass sie sowohl das Risiko von Stürzen als auch von sturzbedingten Verletzungen erhöhen.

Das Risiko eines traumatischen Sturzes, der zu einer Fraktur führt, ist erhöht durch:

  • Osteoporose und altersbedingte Veränderungen der Knochenqualität, die die Knochenbrüchigkeit erhöhen

  • Muskelschwund (Sarkopenie), der die Schutzreaktionen auf Störungen verringert

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Extrinsische Faktoren

Umgebungsfaktoren können das Sturzrisiko isoliert erhöhen oder, was wichtiger ist, in Wechselwirkung mit intrinsischen Faktoren. Das Risiko ist am höchsten, wenn die Umgebung eine höhere posturale Kontrolle und Mobilität erfordert (z. B. beim Gehen auf rutschigem Untergrund) und wenn die Umgebung nicht vertraut ist (z. B. bei Umzug in ein neues Zuhause). Ältere Erwachsene, die Mobilitätshilfen verwenden, berichten häufiger über Stürze in der Vergangenheit (1), was eher auf die zugrunde liegenden Mobilitätseinschränkungen und Begleiterkrankungen zurückzuführen ist, die zur Verschreibung der Hilfsmittel geführt haben, als darauf, dass die Hilfsmittel an sich sturzfördernd sind.

Situative Faktoren

Bestimmte Aktivitäten oder Entscheidungen können das Risiko für Stürze und Verletzungen durch Stürze erhöhen. Beispiele sind:

  • Abgelenkt sein (z. B. beim Gehen während eines Gesprächs oder beim Blick auf ein Smartphone) und dadurch eine Umweltgefahr (z. B. Bordstein oder Stufe) nicht wahrnehmen

  • Eiliger Gang zur Toilette (vor allem nachts, wenn man noch nicht ganz wach ist oder wenn die Beleuchtung unzureichend ist)

  • Verwendung einer Leiter

Demenzerkrankungen können viele dieser gefährlichen Situationen, die zu Stürzen führen, noch verschlimmern. Beeinträchtigungen der Wahrnehmung, des Urteilsvermögens und des Gefahrenbewusstseins können dazu führen, dass ältere Menschen abgelenkt werden, sich beeilen und Gefahren in der Umgebung nicht wahrnehmen, was das Sturzrisiko erheblich erhöht.

Hinweis zur Ätiologie

  1. 1. West BA, Bhat G, Stevens J, Bergen G. Assistive device use and mobility-related factors among adults aged ≥ 65years. J Safety Res. 2015;55:147-150. doi:10.1016/j.jsr.2015.08.010

Beurteilung von Sturzrisiken und Stürzen

  • Primär Anamnese und körperliche Untersuchung

  • Leistungstests

  • Manchmal Laboruntersuchungen

Die Ärzte sollten nach früheren Stürzen sowie nach Erkrankungen, Medikamenten und situationsbedingten Faktoren fragen, die das Sturzrisiko erhöhen. Die Sturzrisikobewertung zielt darauf ab, ältere Erwachsene zu identifizieren, die einem Sturzrisiko ausgesetzt sein könnten, um Präventionsstrategien umzusetzen. Bei dieser Bewertung handelt es sich nicht um eine körperliche Untersuchung, sondern um eine strukturierte Überprüfung anhand von Fragebögen, Beobachtungen und gezielten Screening-Instrumenten.

Nach der Behandlung akuter Verletzungen sollte die Beurteilung darauf abzielen, Risikofaktoren und geeignete Interventionen zu identifizieren, um das Risiko zukünftiger Stürze und sturzbedingter Verletzungen zu verringern (1).

Einige Stürze werden unverzüglich bemerkt wegen einer offensichtlichen sturzbedingten Verletzung oder der Besorgnis über eine mögliche Verletzung. Da ältere Erwachsene jedoch häufig keine Stürze melden, sollten sie bei jedem Besuch nach Stürzen oder Mobilitätsproblemen gefragt werden.

Anamnese und körperliche Untersuchung

Ist eine umfassendere Einschätzung der Sturzrisikofaktoren erforderlich, liegt der Fokus auf der Identifizierung intrinsischer, extrinsischer und situativer Faktoren, die durch entsprechende Interventionen gezielt verringert werden können. Allerdings kann es unmöglich sein, alle Risiken für zukünftige Stürze zu beseitigen.

Ältere Erwachsene sollten mit offenen Fragen zu ihrem letzten Sturz oder ihren letzten Stürzen befragt werden, gefolgt von spezifischeren Fragen dazu, wann und wo der Sturz aufgetreten ist und was sie dabei getan haben (situative Risikofaktoren) Zeugen werden die gleichen Fragen gestellt. Ältere Erwachsene sollten gefragt werden, ob sie Vorboten oder assoziierte Symptome hatten (z. B. Palpitationen, Atemnot, Brustschmerzen, Schwindel, Benommenheit) und ob sie das Bewusstsein verloren hatten. Ältere Erwachsene sollten außerdem gefragt werden, ob offensichtliche extrinsische oder situative Faktoren beteiligt gewesen sein könnten. Die Anamnese sollte Fragen zu früheren und aktuellen medizinischen Problemen, zur Einnahme von verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamenten sowie zum Konsum von Alkohol oder psychoaktiven Medikamenten enthalten. Ältere Erwachsene sollten gefragt werden, ob sie nach einem Sturz ohne Hilfe wieder aufstehen konnten und ob es zu Verletzungen gekommen ist; Ziel ist es, das Risiko von Komplikationen bei künftigen Stürzen zu verringern.

Die körperliche Untersuchung sollte so umfassend sein, dass offensichtliche intrinsische Ursachen von Stürzen ausgeschlossen sind. Wenn sich der Sturz erst kürzlich ereignet hat, sollte die Temperatur gemessen werden, um festzustellen, ob Fieber ein Faktor war. Herzfrequenz und -rhythmus sollten bestimmt werden, um eine offensichtliche Bradykardie, Ruhetachykardie oder unregelmäßige Rhythmen zu identifizieren. Durch Auskultation lassen sich einige Herzklappenerkrankungen erkennen. Zum Ausschluss einer orthostatischen Hypotonie sollte der Blutdruck in Rückenlage gemessen werden und nachdem die Patienten 1 und 3 min lang gestanden haben. Die Sehschärfe sollte bei älteren Erwachsenen mit ihren üblichen Korrekturlinsen, falls erforderlich, beurteilt werden. Abweichungen der Sehschärfe sollten Anlass für eine detailliertere Augenuntersuchung durch einen Augenoptiker oder Augenarzt sein. Hals, Wirbelsäule und Extremitäten (insbesondere die Beine und Füße) sollten auf Schwäche, Deformitäten, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen untersucht werden.

A neurologische Untersuchung sollte mit a Prüfung des mentalen Status um auf kognitive Beeinträchtigung zu prüfen. Die neurologische Untersuchung umfasst auch die Prüfung der motorischen Funktion (einschließlich Muskelkraft und -tonus und Bewegungsumfang), der Empfindung (einschließlich Propriozeption), der Koordination (einschließlich Kleinhirnfunktion), des Gleichgewichts und des Gangs. Die grundlegende posturale Kontrolle sowie das propriozeptive und vestibuläre System werden mithilfe des Romberg-Tests beurteilt (bei dem ältere Erwachsene mit geschlossenen und geöffneten Augen und eng zusammenstehenden Füßen stehen). Tests zum Nachweis höherer Gleichgewichtsfunktionen sind Einbeinstand und Tandemgang. Wenn ältere Erwachsene mit offenen Augen auf einem Bein 10 Sekunden lang stehen können und einen exakten 3-Meter-Tandemgang aufweisen (10-Fuß), sollte eine Störung der intrinsischen posturalen Kontrolle minimal sein. Kliniker sollten die positionelle vestibuläre Funktion bewerten (z. B. mit dem Dix-Hallpike-Manöver - siehe Nystagmus).

Leistungstests

Es gibt eine Vielzahl standardisierter leistungsbasierter Tests zur Beurteilung des Gangbildes, des Gleichgewichts und der Kraft in den unteren Extremitäten bei älteren Erwachsenen mit Sturzgefahr. Ein häufig verwendeter erster Test zur Beurteilung von Gleichgewichts- oder Gangstörungen ist der einfache Get-Up-and-Go-Test (2). Bei diesem Test werden ältere Erwachsene beobachtet, wie sie von einem Standard-Armsessel aufstehen, 3 Meter geradeaus gehen, sich umdrehen, zurück zum Stuhl gehen und sich wieder hinsetzen. Bei der Beobachtung lassen sich eine Schwäche der unteren Extremität, Ungleichgewicht im Stehen oder Sitzen oder ein unsicherer Gang erkennen.

Bei Erwachsenen, die Schwierigkeiten mit dem grundlegenden Get-Up-and-Go-Test haben, kann eine zeitgestoppte Version des Tests durchgeführt werden (3). Eine Zeit von > 12 Sekunden zeigt ein deutlich erhöhtes Sturzrisiko an.

Der Test zur leistungsorientierten Beurteilung der Mobilität kann ebenfalls Probleme mit Gleichgewicht und Stabilität beim Gehen und bei anderen Bewegungen erkennen, die auf ein erhöhtes Sturzrisiko hinweisen können. Der Test umfasst eine quantitative Bewertung verschiedener Aspekte des Gleichgewichts und des Gangs und dauert etwa 10 bis 15 Minuten. Niedrige Werte deuten auf ein erhöhtes Sturzrisiko hin (siehe Tabelle ).

Labortests

Es gibt keine Standard-Labordiagnose, um die genaue Ursache eines Sturzes zu ermitteln. Die Tests sollten sich auf die Anamnese und die Untersuchungsergebnisse stützen und helfen, verschiedene Ursachen auszuschließen. Einige Tests umfassen:

  • Vollständiges Blutbild zum Ausschluss von Anämie oder Leukozytose

  • Blutzuckermessung zum Ausschluss von Hypoglykämie oder Hyperglykämie

  • Elektrolytmessung zum Ausschluss einer Dehydratation

  • Bei peripheren Neuropathien: vollständiges Blutbild, Blutzuckerspiegel und Elektrolyte sowie Folsäure-, B12- und TSH-Spiegel

Weitere Tests wie Elektrokardiogramm (EKG), ambulantes Herzmonitoring und Echokardiographie werden nur empfohlen, wenn ein kardialer Grund vermutet wird. Karotismassage unter kontrollierten Bedingungen (IV-Zugang und Überwachung der Herzfunktion) wurde vorgeschlagen, um eine Karotis-Überempfindlichkeit zu festzustellen und die Patienten zu identifizieren, die letztlich auf eine Schrittmacherbehandlung ansprechen könnten. Spinale Röntgenuntersuchung und kraniale Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) sind nur indiziert, wenn die Anamnese und die körperliche Untersuchung neue neurologische Anomalien erkennen lassen. Eine Elektromyographie/Nervenleitungs-Untersuchung (EMG/NCS) kann durchgeführt werden, wenn der Verdacht auf eine Neuropathie, Myopathie, Radikulopathie oder eine andere Erkrankung des peripheren Nervensystems besteht.

Literatur zur Evaluierung

  1. 1. US Preventive Services Task Force, Nicholson WK, Silverstein M, et al. Interventions to Prevent Falls in Community-Dwelling Older Adults: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. JAMA. 2024;332(1):51-57. doi:10.1001/jama.2024.8481

  2. 2. Mathias S, Nayak US, Isaacs B. Balance in elderly patients: the "get-up and go" test. Arch Phys Med Rehabil. 1986;67(6):387-389.

  3. 3. Podsiadlo D, Richardson S. The timed "Up & Go": A test of basic functional mobility for frail elderly persons. J Am Geriatr Soc. 1991;39 (2), 142–148. https://doi.org/10.1111/j.1532-5415.1991.tb01616.x

Sturzprävention und Verletzungsminimierung

Der Schwerpunkt soll auf der Prävention oder Verringerung der Zahl der Stürze und sturzbedingten Verletzungen und Komplikationen liegen, wobei die Funktionsfähigkeit und Unabhängigkeit der älteren Erwachsenen bestmöglich erhalten werden soll. Bei der regelmäßigen körperlichen oder Vorsorgeuntersuchung sollten ältere Erwachsene nach Stürzen im vergangenen Jahr sowie nach Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht oder der Gehfähigkeit gefragt werden (1).

Ältere Erwachsene, die über einen einzelnen Sturz berichten und die beim Steh-Geh-Test oder einem ähnlichen Test keine Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht oder dem Gang haben, sollten allgemeine Informationen zur Reduktion des Sturzrisikos erhalten. Die Informationen sollten Hinweise zum sicheren Gebrauch von Medikamenten und zur Reduzierung von Umweltrisiken enthalten (siehe Tabelle ).

Ältere Erwachsene, die von mehr als einem Sturz oder einem Problem mit dem Gleichgewicht oder Gang berichten, sollten eine Sturzauswertung erhalten, um Risikofaktoren und Möglichkeiten zur Risikoverringerung zu identifizieren.

Während das traditionelle Sturzmanagement den Schwerpunkt auf Prävention gelegt hat, wurde angedeutet, dass die Konzentration auf Prävention möglicherweise unzureichend ist (2). Vielmehr kann ein umfassenderer Ansatz, der Strategien zur Verletzungsminderung einbezieht, die Morbidität und Mortalität bei Stürzen verringern. Zum Beispiel könnte die Schwere von Verletzungen durch Stürze reduziert werden, wenn Menschen Hüftprotektoren tragen. Eine Vorsorgeuntersuchung auf Osteoporose und gegebenenfalls die Einnahme von Kalzium- und Vitamin-D-Präparaten können das Risiko von Sturzfrakturen verringern. Die Umsetzung dieser Strategien neben traditionellen Präventionsansätzen kann die mit Stürzen assoziierte Morbidität und Mortalität verringern und gleichzeitig die Lebensqualität und funktionelle Unabhängigkeit erhalten (3).

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Physikalische Therapie und Übung

Ältere Erwachsene, die mehr als einmal gestürzt sind oder die Probleme bei den Eingangstests zu Gleichgewicht und Gang haben, sollten an eine Physiotherapie oder ein Trainingsprogramm verwiesen werden. Physiotherapie und Trainingsprogramme können zu Hause durchgeführt werden, wenn die Mobilität der älteren Erwachsenen eingeschränkt ist.

Physiotherapeuten passen Übungsprogramme an, um das Gleichgewicht und den Gang zu verbessern und spezifische Probleme und zugrunde liegende Erkrankungen zu korrigieren, die zum Sturzrisiko beitragen (z. B. Parkinson-Krankheit [4]). Sie können auch Gehhilfen und Hilfsmittel bereitstellen und wichtige Informationen und Schulungen zu deren Verwendung anbieten.

Allgemeinere Trainingsprogramme in Gesundheits- oder Gemeinde-Einrichtungen können ebenfalls das Gleichgewicht und den Gang verbessern. Tai Chi kann z. B. wirksam sein und allein oder in Gruppen betrieben werden. Über die Sturzprävention hinaus können spezielle Übungen auch die Verletzungsschwere bei auftretenden Stürzen mildern. Das Training der richtigen Falltechniken (z. B. das Anziehen des Kinns zum Schutz des Kopfes und das Erlernen des Abrollens während eines Sturzes) sowie Übungen zur Stärkung der Knochen und zum Aufbau von Muskelpolstern an gefährdeten Stellen können das Verletzungsrisiko erheblich verringern. Die effektivsten Trainingsprogramme, um das Sturzrisiko zu reduzieren, sind diejenigen, die:

  • Sind auf das Defizit des älteren Erwachsenen zugeschnitten

  • Werden durch eine ausgebildete Fachkraft zur Verfügung gestellt

  • Besitzen eine ausreichende Balance- Herausforderuns-Komponente (balance challenge component)

  • Werden langfristig zur Verfügung gestellt (z. B. ≥ 4 mo)

Viele Seniorenzentren, Fitnessstudios oder andere Gesundheitsclubs bieten kostenlose oder kostengünstige Gruppentrainingskurse an, die auf Seniorinnen und Senioren zugeschnitten sind. Diese Kurse können die Zugänglichkeit und Therapietreue fördern. Die Einsparungen durch verminderte sturzbedingte Kosten übersteigen die Kosten dieser Programme (5).

Hilfsmittel

Einige ältere Erwachsene profitieren von der Verwendung eines Hilfsmittels (z. B. Gehstock, Gehhilfe). Gehstöcke können für ältere Erwachsene mit minimaler einseitiger Muskel- oder Gelenkbeeinträchtigung ausreichend sein, während Gehhilfen, insbesondere Rollatoren, besser geeignet sind für ältere Erwachsene mit erhöhtem Sturzrisiko aufgrund beidseitiger Beinschwäche oder eingeschränkter Koordination (Rollatoren können gefährlich sein für ältere Erwachsene, die sie nicht sicher kontrollieren können). Physiotherapeuten können helfen, den Sitz oder die Größe der Geräte anzupassen und älteren Erwachsenen erklären, wie sie zu benutzen sind. Um das Verletzungsrisiko zu verringern, sollten Hilfsmittel regelmäßig auf Verschleiß und Beschädigungen überprüft werden. Ältere Menschen sollten in die richtige Sturztechnik bei der Verwendung dieser Hilfsmittel eingewiesen werden, einschließlich der richtigen Positionierung des Hilfsmittels während eines Sturzes, um zusätzliche Verletzungen durch das Hilfsmittel selbst zu vermeiden.

Fortschrittliche tragbare Hilfsgeräte entwickeln sich zu vielversprechenden Technologien zur Sturzprävention und Verletzungsminderung. Hüftprotektoren, bei denen es sich um spezielle Unterwäsche mit Polsterung über dem Trochanter major handelt, können das Risiko einer Hüftfraktur bei Stürzen verringern. Andere Technologien wie intelligente tragbare Gürtel, die bei einer Sturzerkennung Airbags zum Schutz der Hüften auslösen, kombinieren Sturzerkennung mit Schutzmechanismen. Diese Geräte können besonders für Personen mit hohem Risiko von Vorteil sein, die unter Gleichgewichtsstörungen leiden oder bereits Stürze mit Verletzungen erlitten haben.

Medizinisches Management

Medikamente sollten regelmäßig auf ihre Auswirkungen sowohl auf das Sturzrisiko als auch auf das Verletzungsrisiko überprüft werden (siehe Tabelle Einige Medikamente, die das Risiko von Stürzen und Verletzungen beeinflussen). Medikamente, die das Sturzrisiko erhöhen, sollten nach Möglichkeit abgesetzt oder die Dosierung auf die niedrigste wirksame Dosis angepasst werden.

Beispielsweise erhöhen Antikoagulanzien das Blutungsrisiko und können sich negativ auf das Verletzungsrisiko auswirken, indem sie die Schwere von Blutungen (z. B. intrakranielle Blutungen oder Blutungen aus Schnittwunden) bei Stürzen erhöhen. Bei älteren Erwachsenen, die Antikoagulanzien benötigen und ein hohes Sturzrisiko aufweisen, sollten Ärzte regelmäßig das Risiko-Nutzen-Verhältnis einer Fortsetzung der Medikation neu bewerten, alternative Therapien in Betracht ziehen oder gegebenenfalls die Dosierung anpassen. Ältere Erwachsene, die Antikoagulanzien einnehmen, sollten über sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Stürzen aufgeklärt werden, um das Blutungsrisiko zu minimieren. Dazu gehören das Ausüben von Druck auf Wunden und die sofortige Inanspruchnahme medizinischer Hilfe, selbst bei scheinbar geringfügigen Verletzungen.

Behandlungen gegen Osteoporose (z. B. Kalzium, Vitamin D, Bisphosphonate und ähnliche Medikamente) verbessern die Knochendichte und können das Risiko von Frakturen nach Stürzen verringern. Eine regelmäßige Überwachung der Knochendichte kann dabei helfen, die Wirksamkeit der Behandlung zu verfolgen und Anpassungen der Medikation vorzunehmen, um die Frakturresistenz zu optimieren.

Wenn eine andere spezifische Störung als Risikofaktor identifiziert wird, sind gezielte Eingriffe erforderlich. Zum Beispiel können Medikamente und Physiotherapie das Risiko bei älteren Erwachsenen mit Parkinson-Krankheit verringern. Schmerztherapie, Physiotherapie und gegebenenfalls eine Gelenkersatzoperation können das Risiko bei älteren Erwachsenen mit Arthritis verringern. Eine Anpassung auf geeignete Linsen (Einstärkenlinsen statt Bifokal- oder Trifokallinsen) oder eine Operation, insbesondere zur Entfernung von Katarakten, kann älteren Erwachsenen mit Sehbeeinträchtigung helfen. Da ein hoher Anteil der Stürze bei älteren Erwachsenen auf dem Weg zur Toilette oder im Badezimmer auftritt, ist es ebenso wichtig, Maßnahmen zu bewerten, um die Häufigkeit, Dringlichkeit und Inkontinenz zu verringern.

Umwelt- und Situationsmanagement

Durch die Korrektur von Gefahren in der häuslichen Umgebung kann das Sturzrisiko verringert werden (siehe Tabelle ). Gefahren in der Umgebung, die das Sturzrisiko erhöhen (z. B. Teppiche, unzureichende Beleuchtung, fehlende Haltegriffe und Handläufe, instabile Möbel, Unordnung), sollten gemildert oder beseitigt werden (6). Fixierungen können weitere Stürze und andere Komplikationen herbeiführen und sollten allgemein nicht verwendet werden.

Ältere Erwachsene sollten auch darauf aufmerksam gemacht werden, wie Risiken aufgrund von situativen Faktoren zu reduzieren sind. Schuhe sollten z. B. flache Absätze, eine Knöchelstütze und stabile, rutschfeste Sohlen haben. Viele ältere Erwachsene mit chronisch eingeschränkter Mobilität (z. B. bedingt durch schwere Arthritis oder Lähmung) profitieren von kombinierten medizinischen, rehabilitativen und umgebungsorientierten Strategien. Rollstuhlanpassungen (z. B. abnehmbare Fußstützen zur Verringerung von Stolpern beim Umsetzen, Kippschutzbalken, die ein Nach-hinten-Kippen verhindern), abnehmbare Gurte und Sitzkeile können Stürze vermeiden bei älteren Erwachsenen mit unzureichendem Gleichgewicht im Sitzen oder ausgeprägter Schwäche im Sitzen oder beim Umsetzen.

Stoßdämpfende Bodenbeläge wie fester Gummi können Kräfte ableiten und gleichzeitig die Gehstabilität gewährleisten, während übermäßig weiche Oberflächen zu Instabilität führen können. Möbel mit abgerundeten Kanten und gepolsterten Ecken sowie eine strategische Platzierung können Stürze abfangen, bei Gleichgewichtsverlust Halt bieten und Aufprallverletzungen reduzieren. Niedrige Betten und gesicherte Bodenmatten können die Schwere von Verletzungen verringern, insbesondere in Einrichtungen und bei älteren Erwachsenen mit einer Vorgeschichte von Stürzen in der Nacht. Diese Änderungen sollten in umfassende Sicherheitsbewertungen für Wohngebäude einfließen, wobei besonders risikoreichen Bereichen wie Badezimmern und Treppen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Älteren Erwachsenen sollte auch beigebracht werden, was zu tun ist, wenn sie fallen und nicht mehr aufstehen können, wenn sie allein sind. Hilfreiche Techniken bestehen darin, sich aus der Rücken- in die Bauchlage zu drehen, auf alle Viere zu kommen, zu einer starken Stützfläche zu gelangen und sich hochzuziehen. Die folgenden Maßnahmen können die Zeit, die man nach einem Sturz auf dem Boden liegt, verkürzen:

  • Häufigen Kontakt mit Familienmitgliedern oder Freunden haben

  • Ein Telefon, das vom Boden aus erreichbar ist

  • Ein Fernalarm

  • Ein tragbares Warngerät

  • Bewegungsmelder (die Inaktivität oder unsichere Bewegungsübergänge überwachen)

Sprachgesteuerte intelligente Lautsprecher und Kamerasysteme mit künstlicher Intelligenz (KI) können zur Überwachung älterer Menschen und zur Warnung des Pflegepersonals vor möglichen Stürzen eingesetzt werden.

Durch die Kombination von menschlichem Kontakt, tragbaren Geräten und häuslicher Überwachung kann die Wahrscheinlichkeit einer rechtzeitigen Reaktion auf einen Sturz optimiert werden.

Literatur zur Prävention

  1. 1. US Preventive Services Task Force, Nicholson WK, Silverstein M, et al. Interventions to Prevent Falls in Community-Dwelling Older Adults: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. JAMA. 2024;332(1):51-57. doi:10.1001/jama.2024.8481

  2. 2. Kumar S, Cruz F, Yates Z, et al. Falls among older adults: An exploration of trends, clinical outcomes, predisposing risk factors, and intervention strategies. Am J Surg. 2025;245:11club85. doi:10.1016/j.amjsurg.2025.116385

  3. 3. Guirguis-Blake JM, Michael YL, Perdue LA, et al. Interventions to Prevent Falls in Older Adults: Updated Evidence Report and Systematic Review for the US Preventive Services Task Force. JAMA. 2018;319(16):1705-1716. doi:10.1001/jama.2017.21962

  4. 4. Allen NE, Sherrington C, Paul SS. Balance and falls in Parkinson's disease: A meta-analysis of the effect of exercise and motor training. Mov Disord. 2011;26 (9),1605–1615. doi.org/10.1002/mds.23790

  5. 5. Sherrington C, Fairhall N, Wallbank G, et al. Exercise for preventing falls in older people living in the community: an abridged Cochrane systematic review. Br J Sports Med. 2020;54 (15):885–891. doi: 10.1136/bjsports-2019-101512.

  6. 6. Gill T, Williams CS, Robison JT, Tinetti ME. Gill T, Williams CS, Robison JT, Tinetti ME: A population-based study of environmental hazards in the homes of older persons. Am J Public Health. 1999;89 (4), 553–556, 1999. doi.org/10.2105/ajph.89.4.553

Prognose

Bei Erwachsenen ≥ 65 Jahren sind Stürze die häufigste Ursache für verletzungsbedingte Todesfälle (1). Stürze, insbesondere wiederholte Stürze, erhöhen das Risiko von Verletzungen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei älteren Erwachsenen, die gebrechlich sind und bereits bestehende Komorbiditäten (z. B. Osteoporose) und Defizite bei Aktivitäten des täglichen Lebens (z. B. Inkontinenz) haben. Längerfristige Komplikationen sind verminderte körperliche Funktionsfähigkeit, Angst, zu stürzen, und Heimeinweisung.

Fast alle Patienten mit Hüftfrakturen infolge von Stürzen werden ins Krankenhaus eingeliefert; den meisten Schätzungen zufolge sind mehr als 95% der Hüftfrakturen auf Stürze zurückzuführen (2). Frauen neigen häufiger zu Stürzen als Männer (3), und etwa 75% aller Hüftfrakturen treten bei Frauen auf (2).

Etwa die Hälfte der älteren Menschen, die stürzen, können ohne Hilfe nicht aufstehen (4). Bleibt man nach einem Sturz > 2 Stunden auf dem Boden liegen, erhöht sich das Risiko einer Dehydrierung, Druckverletzungen, Rhabdomyolyse, Hypothermie und Pneumonie.

Funktion und Lebensqualität können sich nach einem Sturz drastisch verschlechtern; bis zu 60% der älteren Erwachsenen erlangen ihr früheres Mobilitätsniveau nicht mehr zurück (5). Nach einem Sturz befürchten ältere Menschen, erneut zu stürzen; somit schränkt sich manchmal die Mobilität ein, weil das Zutrauen verloren geht. Manche Menschen können wegen dieser Angst sogar bestimmte Tätigkeiten vermeiden (z. B. Einkaufen, Putzen, soziale Kontakte). Verminderte Aktivität kann Gelenksteifigkeit und -schwäche verstärken, was die Mobilität weiter reduziert und gleichzeitig psychische Komorbiditäten (z. B. Depressionen) verstärkt.

Literatur zur Prognose

  1. 1. Colón-Emeric CS, McDermott CL, Lee DS, et al. Risk Assessment and Prevention of Falls in Older Community-Dwelling Adults: A Review. JAMA. 2024;331(16):1397-1406. doi:10.1001/jama.2024.1416

  2. 2. Stevens JA, Olson S. Reducing falls and resulting hip fractures among older women. MMWR Recomm Rep. 2000;49(RR-2):3-12.

  3. 3. Kakara R, Bergen G, Burns E, et al. Nonfatal and Fatal Falls Among Adults Aged ≥65 Years - United States, 2020-2021. MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2023;72(35):938-943. Published 2023 Sep 1. doi:10.15585/mmwr.mm7235a1

  4. 4. Gurley RJ, Lum N, Sande M, et al. Persons found in their homes helpless or dead. N Engl J Med. 1996;334(26):1710-1716. doi:10.1056/NEJM199606273342606

  5. 5. Haslam-Larmer L, Donnelly C, Auais M, et al. Early mobility after fragility hip fracture: a mixed methods embedded case study. BMC Geriatr. 2021;21(1):181. Published 2021 Mar 15. doi:10.1186/s12877-021-02083-3

Wichtige Punkte

  • Jedes Jahr melden in den Vereinigten Staaten etwa 14 Millionen Erwachsene im Alter von ≥ 65 Jahren einen Sturz.

  • Eine erhebliche Anzahl von Stürzen führt zu einer Verletzung, wobei etwa 37% der Erwachsenen, die stürzen, von einer Verletzung berichten, die eine medizinische Behandlung erforderte.

  • Die Ursachen sind vielfältig und umfassen altersbedingte Funktionseinbußen (z. B. vermindertes Sehvermögen, verlangsamte Reaktionszeit, Muskelschwäche), chronische Krankheiten, die das Gleichgewicht und die Mobilität beeinträchtigen (z. B. Parkinson-Krankheit, Arthritis, Demenz), unerwünschte Wirkungen von Medikamenten und Umweltgefahren.

  • Verwenden Sie validierte Instrumente wie den Get-Up-and-Go-Test, um festzustellen, ob eine umfassendere Bewertung der prädisponierenden intrinsischen, extrinsischen und situativen Faktoren erforderlich ist.

  • Soweit möglich, optimieren Sie die Behandlung von Komorbiditäten und beitragenden Faktoren, passen Sie verursachende Medikamente an oder setzen Sie diese ab, beseitigen Sie Umweltgefahren und nutzen Sie Bewegung sowie Schutzhilfen, um sturzbedingte Verletzungen zu verringern.

  • Betonen Sie die Notwendigkeit, Gefahrenquellen in der Umgebung zu beseitigen, die das Sturzrisiko erhöhen (z. B. Teppichböden, unzureichende Beleuchtung, fehlende Haltegriffe und Handläufe, instabile Möbel, Unordnung).

  • Nutzen Sie multifaktorielle Interventionen für ältere Erwachsene, die mehr als einmal gestürzt sind oder Anomalien im anfänglichen Gang oder Gleichgewichtsstörungen aufweisen; zu den Interventionen gehören die Überweisung zur Physiotherapie und Übungsprogramme, die am wirksamsten sind, wenn sie maßgeschneidert sind und über einen Zeitraum von ≥ 4 Monaten fortgesetzt werden.

  • Hochrisiko-Erkrankungen wie die Parkinson-Krankheit erfordern oft eine gezielte Behandlung (z. B. Physiotherapie, Hilfsmittel), um das Sturzrisiko zu reduzieren.

  • Bringen Sie älteren Erwachsenen Techniken bei, wie sie nach einem Sturz aufstehen können, vor allem, wenn sie allein sind, und wie wichtig es ist, ein Telefon oder ein Notrufgerät vom Boden aus erreichbar zu haben.

Weitere Informationen

Die folgenden englischsprachigen Quellen können nützlich sein. Bitte beachten Sie, dass das MSD-Manual nicht für den Inhalt dieser Quellen verantwortlich ist.

  1. Cochrane: Interventions for preventing falls in older people living in the community

  2. U.S. Centers for Disease Control and Prevention

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