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Infektiöse Uveitis

Von

Kara C. LaMattina

, MD, Boston University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Quellen zum Thema
Tabelle

Toxoplasmose

Die Toxoplasmose Toxoplasmose Toxoplasmose ist eine Infektion mit Toxoplasma gondii. Die Symptome reichen von keiner bis hin zur gutartigen Lymphadenopathie, einer mononukleoseähnlichen Erkrankung, bis hin zur... Erfahren Sie mehr Toxoplasmose ist bei Patienten mit starkem Immunsystem die häufigste Ursache einer Retinitis. Die meisten Fälle werden postnatal erworben; jedoch treten auch angeborene Fälle auf, insbesondere in Ländern, in denen die Infektionen endemisch sind. Die Symptome der Schwebeteilchen Schwebeteilchen Schwebeteilchen sind Trübungen, die sich über das visuelle Feld bewegen und nicht mit externen visuellen Objekten zusammenhängen. Mit zunehmendem Alter kann sich der Glaskörper zusammenzuziehen... Erfahren Sie mehr und der Visusreduktion können durch Zellen in der Glaskörperflüssigkeit, Netzhautläsionen oder Narben auftreten. Gleichzeitig kann der vordere Abschnitt einbezogen sein, der Augenschmerzen, Rötung und Photophobie verursacht. Laboruntersuchungen sollten eine Bestimmung des Toxoplasma gondii -Antikörper-Titers im Serum einschließen.

Eine Behandlung empfiehlt sich für Patienten mit posterioren Läsionen, welche wesentliche Sehstrukturen wie Sehnerv oder Makula gefährden sowie für Patienten mit herabgesetzter Immunabwehr. Oft wird eine Behandlung mit mehreren Medikamenten verschrieben; sie umfasst Pyrimethamin, Sulfonamide, Clindamycin und, in ausgesuchten Fällen, systemische Kortikosteroide. Kortikosteroide sollten jedoch nicht ohne gleichzeitigen antimikrobiellen Schutz gegeben werden. Eine Toxoplasmose kann wiederkehren, und Patienten mit vision-bedrohlichen Läsionen können eine Langzeitprophylaxe mit -Trimethoprim-sulfamethoxazole benötigen. Lang wirkende periokulare und intraokulare Kortikosteroide (z. B.Triamcinolon-Aceton) sollten vermieden werden.

Patienten mit kleinen peripheren Läsionen, welche nicht direkt wesentliche Sehstrukturen gefährden, können ohne Behandlung beobachtet werden und sollten in 1–2 Monaten eine langsame Verbesserung zeigen.

Herpesviren: HSV und VZV

Zu den Symptomen der Uveitis anterior gehören

  • Augenschmerzen

  • Photophobie

  • Visusreduktion

Warnzeichen sind

Ebenfalls kann der Augeninnendruck erhöht sein; die Erhöhung kann durch die Verwendung der Applanationstonometrie beispielsweise mit einem Goldmann- Tonometer Tonometrie Für eine eingehendere augenärztliche Untersuchung und Beurteilung sind Spezialgeräte erforderlich. Die Augenuntersuchung kann zunächst mit allgemein verfügbaren Geräten erfolgen, hierzu gehört... Erfahren Sie mehr , einem Pneumotonometer, einem elektronischen Indentationstonometer, oder, wenn diese nicht verfügbar sind, einem Schiotz-Tonometer nachgewiesen werden.

Die Behandlung sollte im Allgemeinen von einem Augenarzt eingeleitet werden und ein topisches Kortikosteroid sowie ein zykloplegisch-mydriatisches Medikament beinhalten. Acyclovir (400 mg oral 5-mal täglich für das Herpes-simplex-Virus und 800 mg oral 5-mal täglich für das Herpes-Zoster-Virus) oder Valacyclovir (1 g oral 2-mal täglich für das Herpes-simplex-Virus und 1 g oral 3-mal täglich für das Herpes-Zoster-Virus) können ebenfalls verabreicht werden. Bei Patienten mit okularer Hypertonie Glaukome im Überblick Glaukome sind eine Gruppe von Augenerkrankungen, die durch eine progressive Schädigung des Sehnervs charakterisiert sind und bei denen ein wichtiger Bestandteil eine relative Erhöhung des intraokularen... Erfahren Sie mehr können Tropfen zur Senkung des Augeninnendrucks erforderlich sein.

Eine akute Netzhautnekrose (ARN) ist eine schnell fortschreitende Form der Retinitis, die eine viel weniger häufige Manifestation der Varicella-Zoster- und Herpes-simplex-Virus-Infektion ist. ARN äußert sich für gewöhnlich als konfluente Retinitis, okklusive retinale Vaskulitis sowie mäßige bis starke Glaskörperentzündung. Ein Drittel der ARN-Fälle sind bilateral und in ¾ der Augen tritt eine Netzhautablösung Netzhautablösung Die Netzhautablösung ist eine Trennung der neurosensorischen Retina vom darunterliegenden retinalen Pigmentepithel. Die häufigste Ursache ist ein Netzhautbruch (ein Riss oder, seltener... Erfahren Sie mehr Netzhautablösung auf. Die ARN kann auch bei Patienten mit HIV/AIDS auftreten, jedoch können Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem eine geringere Glaskörperentzündung haben. Eine Glaskörperbiopsie für Bakterienkulturen und die Polymerase-Kettenreaktion-Analyse können helfen, eine ARN zu diagnostizieren. Behandlungsmöglichkeiten sind i.v. Aciclovir, i.v. Ganciclovir oder Foscarnet, intravitreales Ganciclovir oder Foscarnet sowie orales Valaciclovir oder Valganciclovir.

Herpesviren: Zytomegalievirus

Zytomegalievirus Zytomegalievirusinfektion (CMV) Zytomegalievirus (CMV, HHV-5) kann Infektionen mit einem breit variierenden Schweregrad hervorrufen. Häufig kommt es zu einem Syndrom, das einer infektiösen Mononukleose ähnelt... Erfahren Sie mehr (ZMV) ist die häufigste Ursache der Retinitis bei immungeschwächten Patienten, jedoch hat sich die Prävalenz bei Patienten mit HIV/AIDS, die eine antiretrovirale Therapie (HAART) bekommen, verringert. Gegenwärtig sind 5% dieser Patienten betroffen. Die meisten betroffenen Patienten haben eine CD4+ Anzahl < 100 Zellen/MikroL. Eine ZMV-Retinitis kann auch bei Neugeborenen und bei pharmakologisch immunsupprimierten Patienten auftreten, dies kommt aber selten vor. CMV kann bei der immunkompetenten Person selten eine anteriore Uveitis verursachen.

Symptome einer CMV-Retinitis sind verschwommenes Sehen, blinde Flecken, Floater, blinkende Lichter und Sehverlust. Die Infektion verläuft jedoch häufig asymptomatisch.

Die Diagnose ist weitgehend klinisch und basiert auf einer direkten oder indirekten ophthalmoskopischen Untersuchung; serologische Tests sind von begrenztem Nutzen, obwohl die Analyse der wässrigen Flüssigkeit bestätigend sein kann, wenn die Diagnose in Frage gestellt wird.

Die Behandlung bei Patienten mit HIV/AIDS erfolgt mit systemischem oder intravitrealem Ganciclovir, systemischem oder intravitrealem Foscarnet oder systemischem Valganciclovir. Die Behandlung wird für gewöhnlich auf unbestimmte Zeit fortgeführt, bis die Immunabwehr durch eine kombinierte antiretrovirale Therapie (normalerweise bei einer CD4++ Anzahl > 100 Zellen/MikroL über mindestens 3 Monate) wieder einsetzt. Patienten mit CD4+-Zahlen < 50 Zellen/Mikroliter sollten, auch wenn sie asymptomatisch sind, alle 3 Monate auf CMV-Retinitis überwacht werden.

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