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Behandlung von Schmerzen

Von

James C. Watson

, MD, Mayo Clinic

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2018| Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Quellen zum Thema

Manchmal wird der Schmerz durch die Behandlung der zugrundeliegenden Störung beseitigt oder minimiert. Ein Gipsverband für ein gebrochenes Bein oder Antibiotika für ein infiziertes Gelenk können zum Beispiel helfen, die Schmerzen zu lindern. Doch auch wenn die zugrundeliegende Störung behandelt werden kann, ist es möglich, dass Schmerzmittel (Analgetika) dennoch eingesetzt werden müssen, um die Schmerzen schnell in den Griff zu bekommen.

Das Schmerzmittel wird anhand der Art und der Dauer der Schmerzen bestimmt und im Hinblick auf die Vorteile und Risiken ausgesucht. Die meisten Schmerzmittel sind gegen nozizeptive Schmerzen wirksam (aufgrund der üblichen Gewebeverletzung), jedoch weniger wirksam gegen neuropathische Schmerzen (aufgrund der Schädigung oder Fehlfunktion der Nerven, des Rückenmarks oder des Gehirns), die oft unterschiedliche Arzneimittel benötigen. Bei einigen Schmerzarten, insbesondere bei chronischen Schmerzen, spielen auch nichtmedikamentöse Behandlungsformen eine wichtige Rolle.

Wussten Sie ...

  • Schmerzen können praktisch immer zumindest teilweise gelindert werden.

Analgetika lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  • Opioid-Analgetika (narkotische Analgetika)

  • Nichtopioide Analgetika

  • Adjuvante Analgetika (Arzneimittel, die in der Regel verwendet werden, um andere Probleme wie Krampfanfälle oder Depression zu behandeln, die aber auch Schmerzen lindern können)

Opioid-Analgetika

Opioid-Analgetika (auch Narkotika genannt) sind bei vielen verschiedenen Arten von Schmerzen wirksam. Sie sind im Allgemeinen die stärksten Analgetika.

Opioide sind chemisch verwandt mit Morphin, einer natürlichen Substanz, die aus Mohnblumen gewonnen wird. Einige Opioide werden aus anderen Pflanzen extrahiert und manche im Labor hergestellt.

Opioide sind die Hauptpfeiler für die Behandlung bei:

  • Plötzlich auftretenden, starken und relativ kurz andauernden (akuten) Schmerzen, wie nach einer Operation oder durch Verbrennungen oder Knochenbrüche

  • Chronischen Schmerzen aufgrund von Krebs oder einer anderen Erkrankung, die die Lebensdauer verkürzt (terminale Erkrankung)

  • Chronischen Schmerzen bei Personen, die in einem Hospiz versorgt werden

Opioide werden aufgrund ihrer hohen Wirksamkeit bei diesen Erkrankungen bevorzugt.

Dass Opioide in diesen Situationen zu wenig verordnet werden, liegt daran, dass die Ärzte

Bei Patienten mit Schmerzen aufgrund einer Krebserkrankung oder einer anderen terminalen Erkrankung oder die sich in einem Hospiz befinden, sollten Bedenken hinsichtlich Nebenwirkungen den Einsatz von Opioiden nicht einschränken, da Nebenwirkungen in der Regel verhindert oder behandelt werden können und eine Sucht weniger Grund zur Sorge bereitet.

Wenn chronische Schmerzen nicht durch Krebs oder eine terminale Erkrankung verursacht werden, sind Opioide in der Regel nicht das Mittel der Wahl, da die Nebenwirkungen einer langfristigen Opioidtherapie schwerwiegend sein können. Zu den Opioid-Nebenwirkungen zählen Störungen durch Opioidkonsum (Sucht), Überdosis, eine gefährliche Verlangsamung der Atmung (Atemdepression) und Tod. Wenn chronische Schmerzen nicht auf Krebs oder eine terminale Erkrankung zurückzuführen sind, kommen daher zunächst andere Behandlungen, wie nicht-opioide Arzneimittel und nichtmedikamentöse Behandlungen zum Einsatz. Wenn diese Behandlungen nicht wirksam sind, können Ärzte den Einsatz von Opioiden in Betracht ziehen, aber nur, wenn die Notwendigkeit einer Schmerzlinderung und einer verbesserten Funktionsfähigkeit die Risiken von Opioiden überwiegt.

Opioide sind nicht für jeden geeignet.

Bevor sie Opioide verschreiben, stellen die Ärzte den Patienten Fragen. Damit wollen sie feststellen, ob der Patient

  • Das Medikament falsch verwendet oder missbraucht

  • Es für andere Zwecke benutzt (es verkauft oder zum Einschlafen verwendet)

  • Nebenwirkungen von dem Medikament bekommt

Der Arzt klärt zudem über die Risiken und Nebenwirkungen der Opioide auf und erklärt, wie sie einzunehmen und korrekt zu lagern sind.

Die Dosis eines Opioids wird stufenweise bis zur Schmerzfreiheit oder bis zum Zeitpunkt, an dem die Nebenwirkungen nicht mehr toleriert werden können, erhöht. Älteren Menschen und Neugeborenen, die empfindlicher auf die Wirkung von Opioiden sind, verabreicht man in der Regel niedrigere Dosen.

Opioide sind effektiver, wenn sie nach einem Zeitplan eingenommen werden, bevor sich die Schmerzen verschlimmern.

Wenn ein Opioid allein keine ausreichende Schmerzlinderung bietet, kann die Dosis erhöht werden oder ein anderes Medikament (wie ein NSAR oder adjuvantes Analgetikum) hinzugefügt werden, wie in folgenden Situationen:

  • Die Schmerzen verschlimmern sich vorübergehend.

  • Der Patient muss Sport machen und durch die Bewegung verschlimmern sich die Schmerzen.

  • Der Verband einer Wunde soll ausgewechselt werden.

Bei Menschen mit chronischen Schmerzen führt die Erhöhung der Dosis eines Opioids nicht unbedingt zu einer zusätzlichen Schmerzlinderung und kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.

Bei chronischen Schmerzen werden Opioide häufig mit nichtopioiden Analgetika wie nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) oder adjuvanten Analgetika wie Gabapentin (einem Antiepileptikum) oder trizyklischen Antidepressiva kombiniert. Nichtopioide Analgetika wie Paracetamol werden manchmal mit Opioiden in einer einzelnen Tablette kombiniert.

Der Arzt überwacht in der Regel die Reaktion auf das Opioid, um festzustellen, ob dieses die Schmerzen effektiv verringert und/oder ob Nebenwirkungen auftreten. Basierend auf diesen Informationen bestimmt der Arzt, ob die Opioid-Behandlung fortgesetzt werden sollte. Sobald die Schmerzen nachlassen, verringert der Arzt die Dosis des Opioids stufenweise oder setzt es möglicherweise völlig ab und ersetzt es durch ein nichtopioides Analgetikum.

Opioide bieten nur manchen Menschen eine langfristige Erleichterung und lindern die Schmerzen in der Regel nur teilweise. Manche Menschen setzen die Opioide ab, da die Schmerzlinderung unzureichend ist oder sie die Nebenwirkungen nicht vertragen.

Nebenwirkungen von Opioiden

Opioide haben viele Nebenwirkungen. Nebenwirkungen treten öfters bei Menschen auf, die an bestimmten Erkrankungen leiden: Niereninsuffizienz, eine Lebererkrankung, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), unbehandelte Schlafapnoe, Demenz oder einer anderen Gehirnerkrankung.

Zu Beginn der Opioid-Behandlung treten häufig folgende Nebenwirkungen auf:

  • Benommenheit

  • Unklares Denken oder Verwirrtheit

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Juckreiz

  • Verstopfung

  • Harnverhalt

  • Eine gefährliche Verlangsamung der Atmung

  • Unfreiwillige Kontraktion der Muskeln (Myoklonie)

Benommenheit ist eine häufige Nebenwirkung von Opioiden. Bei einigen Menschen, die Opioide einnehmen, verschwindet die Benommenheit innerhalb von ein paar Tagen oder sie nimmt ab. Wenn sich der Patient auch weiterhin benommen fühlt, kann ein anderes Opioid ausprobiert werden, da der Grad der Benommenheit bei jedem Opioid variiert. Vor einem wichtigen Ereignis, das Aufmerksamkeit erfordert, kann ein Stimulans (z. B. Methylphenidat oder Modafinil) verabreicht werden, um die Benommenheit auszugleichen. Bei manchen Menschen hilft das Trinken koffeinhaltiger Getränke dabei die Benommenheit zu kompensieren. Bei Benommenheit nach der Einnahme von Opioiden sollte man das Fahren vermeiden und besonders vorsichtig sein, um Stürze und Unfälle zu verhindern.

Verwirrtheit kann ebenfalls eine Nebenwirkung von Opioiden sein, insbesondere bei älteren Menschen. Opioide erhöhen das Risiko für Stürze bei älteren Menschen.

Bei Menschen mit Schmerzen tritt manchmal Übelkeit auf und Opioide können Übelkeit verstärken. Antiemetika, die über den Mund, durch Zäpfchen oder durch Injektion verabreicht werden, helfen, Übelkeit vorzubeugen oder zu lindern. Zu den oft verwendeten Antiemetika gehören Metoclopramid, Hydroxyzin und Prochlorperazin.

Das durch die Einnahme von Opioiden verursachte Jucken kann durch Antihistamine wie Diphenhydramin gelindert werden, das über den Mund eingenommen oder per Injektion verabreicht wird.

Konstipation tritt ebenfalls oft auf, besonders bei älteren Menschen. Abführmittel wie Senna können einer Konstipation vorbeugen oder Entlastung herbeiführen. Ebenso hilfreich kann die erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und ballaststoffreiche Nahrung sein. Manchmal wird ein Einlauf benötigt. Wenn diese Maßnahmen keine Wirkung zeigen, können die Ärzte ein Medikament (wie Methylnaltrexon) verschreiben, das nur die Wirkung der Opioide im Magen und Darm blockiert, die Schmerzlinderung jedoch nicht verringert.

Opioide können, besonders bei Männern mit einer vergrößerten Prostata, Harnverhalt verursachen. Der Versuch, zum zweiten Mal nach einer kurzen Pause Wasser abzulassen (doppelte Blasenentleerung) oder mit leichtem Druck auf den untersten Teil des Bauches (der Bereich über der Harnblase) zu urinieren, kann hilfreich sein. Manchmal wird ein Medikament, welches die Muskeln der Harnblase entspannt (wie Tamsulosin), verwendet.

Bei den meisten Menschen verschwinden Übelkeit und Juckreiz wieder innerhalb von ein paar Tagen oder sie nehmen ab. Verstopfung und Harnverhalt nehmen jedoch in der Regel, wenn überhaupt, viel langsamer ab.

Schwere Nebenwirkungen können auftreten, wenn Patienten zu viel von einem Opioid einnehmen. Zu diesen Nebenwirkungen gehören eine gefährliche Verlangsamung der Atmung (Atemdepression), Koma und sogar Tod. Diese Nebenwirkungen können durch Naloxon, ein Gegenmittel, das in der Regel intravenös verabreicht wird, wieder aufgehoben werden. Pflegepersonal und Familienangehörige sollten auf diese schweren Nebenwirkungen von Opioiden achten. Naloxon kann manchmal durch Familienangehörige sowie durch medizinische Fachkräfte verabreicht werden (z. B. als Injektion).

Bei manchen Menschen, die über einen längeren Zeitraum immer wieder Opioide einnehmen, entwickelt sich eine Toleranz. Diese benötigen dann eine höhere Dosis, da sich ihr Körper an das Medikament gewöhnt hat und schlechter darauf anspricht. Für die meisten Menschen bleibt jedoch dieselbe Dosis eines Opioids für längere Zeit wirksam. Oft bedeutet das Bedürfnis nach einer höheren Dosis, eine Verschlimmerung der Erkrankung und nicht die Entwicklung von Toleranz.

Körperliche Abhängigkeit entwickelt sich für gewöhnlich bei Menschen, die über längere Zeit Opioide einnehmen. Das bedeutet, dass sie beim Absetzen des Arzneimittels Entzugssymptome aufweisen. Zu den Entzugssymptomen gehören Schüttelfrost, Bauchkrämpfe und erhöhte Nervosität. Um die Entstehung solcher Symptome zu minimieren, reduzieren die Ärzte die Dosis allmählich über einen gewissen Zeitraum, wenn Opioide nach langzeitigem Gebrauch abgesetzt werden sollen.

Körperliche Abhängigkeit ist nicht identisch mit Sucht, welche durch das Verlangen nach der Droge und einen zwanghaften, unkontrollierten Einsatz ohne Rücksicht auf den entstehenden Schaden oder auf andere Menschen charakterisiert ist. Die meisten Menschen, die Opioide nehmen, um Schmerzen zu kontrollieren, und bisher keine Probleme mit Drogenmissbrauch hatten, werden nicht von Opioiden abhängig. Trotzdem werden Patienten, die Opioid-Analgetika einnehmen, regelmäßig auf die Anzeichen einer Sucht überwacht.

Verabreichung von Opioiden

Falls möglich, werden Opioide über den Mund eingenommen. Wenn Opioide über den Mund eingenommen werden, können die Dosis und Zeit der Einnahme leichter angepasst werden. Falls sie für eine längere Zeit eingenommen werden müssen, können sie über den Mund oder durch ein Hautpflaster verabreicht werden. Opioide werden dann per Injektion verabreicht, wenn die Schmerzen plötzlich auftreten oder die Betroffenen sie nicht über den Mund oder ein Hautpflaster einnehmen können.

Falls der Betroffene, der über einen längeren Zeitraum Opioide anwenden muss und dem ein über den Mund eingenommenes Opioid hilft, nicht in der Lage ist, die Nebenwirkungen zu ertragen, kann das Opioid mithilfe einer Pumpe direkt in den Raum rund um das Rückenmark injiziert werden. Diese Methode versorgt das Gehirn mit hohen Konzentrationen des Arzneimittels.

Morphin, den Prototyp dieser Arzneimittel, kann man über den Mund (oral) oder als Injektion verabreichen. Morphin gibt es in drei Formen der oralen Einnahme: mit anhaltender Freisetzung, mit kontrollierter Freisetzung und mit sofortiger Freisetzung.

Die sofortige Freisetzung bietet eine kurzfristige Linderung und wird in der Regel zur Behandlung akuter Schmerzen eingesetzt.

Die kontrollierte und anhaltende Freisetzung bieten eine Schmerzlinderung für 8 bis 24 Stunden. Diese Formen wurden meist zur Behandlung chronischer Schmerzen verwendet, wenn nichtopioide Analgetika keine ausreichende Schmerzlinderung bieten. Wenn die Schmerzen jedoch nicht mit Krebs zusammenhängen, empfehlen Experten, die Anwendung dieser lang wirksamen Opioide (mit kontrollierter und verzögerter Freisetzung) einzuschränken.

Schnell wirksame Opioide (Lutschtabletten oder wasserlösliche Tabletten) werden unter der Zunge (sublingual) oder in der Backentasche (bukkal, zwischen Wange und Zahnfleisch) platziert. Dort lösen sie sich auf und werden über die Schleimhaut der Wangen oder unter der Zunge aufgenommen. Diese Formen sollten nicht geschluckt werden. Sie bieten eine schnelle Linderung. Durch die schnelle Wirkung kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöht sein. Sie kommen bei Krebspatienten zur Behandlung von Durchbruchschmerz zum Einsatz. Durchbruchschmerz ist ein kurz auftretender, oft starker Schmerzschub, der auftreten kann, wenn eine regulär geplante Behandlung die Schmerzen nicht unter Kontrolle bringt.

In gespritzter Form benötigt man 2- bis 3-mal weniger Morphin, als bei der oralen Einnahme mit sofortiger Freisetzung, denn Morphin als Tablette wird erst von der Leber chemisch verändert (metabolisiert), bevor es ins Blut gelangt. Normalerweise verändert die Einnahmemethode die Wirkung des Arzneimittels nicht, auch wenn die unterschiedlichen Methoden zu unterschiedlich großen Morphinmengen führen. Die Schmerzlinderung durch Verabreichung in gespritzter Form erfolgt zwar schneller als bei oralen Einnahmeformen, hält aber nicht so lange an.

Morphin kann in eine Vene (intravenös), in den Muskel (intramuskulär) und unter die Haut (subkutan) injiziert werden.

  • Intravenös: Die Schmerzlinderung tritt fast augenblicklich ein, hält aber nicht sehr lange an.

  • Intramuskulär: Die Schmerzlinderung tritt zwar weniger schnell ein, hält jedoch etwas länger an. Intramuskuläre Injektionen sind schmerzhaft und die Schmerzlinderung ist weniger vorhersehbar, sodass diese Methode nicht sehr oft angewandt wird.

  • Subkutan: Die Schmerzlinderung lässt zwar am längsten auf sich warten, hält jedoch am längsten an.

Das Opioid kann im Abstand von einigen Stunden gespritzt werden, aber wiederholte Injektionen können störend sein. Alternativ besteht die Möglichkeit, einen Katheter in eine Vene oder unter die Haut zu legen und diesen mit einer Pumpe zu verbinden, die ständig Morphin abgibt. Diese kontinuierliche Infusion kann im Bedarfsfall durch zusätzliche Dosen ergänzt werden. Manchmal wird ein Gerät verwendet, das dem Betroffenen ermöglicht, das Medikament per Knopfdruck freizusetzen. Der Arzt legt jedoch fest, wie viel von dem Medikament und wie oft es freigesetzt werden kann. Dieses Verfahren nennt man patientengesteuerte Analgesie. Die kontinuierliche Infusion wird für gewöhnlich bei Patienten im Krankenhaus und mit starken Schmerzen nach einer Operation oder aufgrund einer schweren Erkrankung wie Krebs oder Sichelzellenkrise angewendet.

Tabelle
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Opioid-Analgetika

Medikament

Wirksamkeitsdauer

Anmerkungen

Morphin

Bei intravenöser oder intramuskulärer Injektion: 3 bis 4 Stunden

Sofortige Freisetzung über den Mund: 3 bis 6 Stunden

Kontrollierte und anhaltende Freisetzung über den Mund: 8 bis 24 Stunden

Morphin beginnt schnell zu wirken. Die orale Einnahme kann bei chronischen Schmerzen sehr wirksam sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Juckreiz entsteht, ist größer als bei anderen Opioiden.

Buprenorphin

Als Injektion: 2 bis 3 Stunden

Als Hautpflaster: Etwa 26 Stunden

Zwischen Wange und Zahnfleisch: 12 Stunden

Buprenorphin hat einerseits einige der Wirkungen von Opioiden, blockiert jedoch auch andere Opioidwirkungen. Es wird gelegentlich zur Linderung chronischer Schmerzen eingesetzt und kann als Ersatz für ein stärkeres Opioid dienen, um opioidsüchtigen Personen beim Entzug zu unterstützen. Buprenorphin kann jedoch Entzugssymptome verursachen, wenn es Patienten verabreicht wird, die Opioide im Körper haben.

Codein

Über den Mund: 4 bis 6 Stunden

Codein ist weniger wirksam als Morphin. Es wird normalerweise zusammen mit Aspirin oder Paracetamol eingenommen.

Fentanyl

Als Lutschtabletten oder wasserlösliche Tabletten: 1 bis 3 Stunden

Als Spray in die Nase oder unter die Zunge: 1 Stunde oder weniger

Als Hautpflaster: bis zu 72 Stunden

Fentanyl-Lutschtabletten und wasserlösliche Tabletten können verwendet werden, um Durchbruchschmerzen zu behandeln (kurzes, oft starkes Aufflammen des Schmerzes, das bei der Behandlung chronischer Schmerzen auftreten kann).

Fentanyl-Lutschtabletten können auch bei Kindern verwendet werden, um Schmerzen zu lindern und Beruhigung (vor schmerzhaften Prozeduren) herbeizuführen.

Ein Fentanyl-Pflaster wird oft zur Behandlung chronischer Schmerzen angewandt.

Hydrocodon

Über den Mund: 4 bis 8 Stunden

Hydrocodon ist in seiner Wirksamkeit Kodein ähnlich.

Hydromorphon

Bei intravenöser oder intramuskulärer Injektion: 3 bis 4 Stunden

Über den Mund: 3 bis 6 Stunden

Als rektales Zäpfchen: 6 bis 8 Stunden

Retardform: 24 Stunden

Hydromorphon beginnt schnell zu wirken. Es kann anstelle von Morphin angewandt werden und ist gegen chronische Schmerzen wirksam.

Die rektalen Zäpfchen werden zur Schlafenszeit angewendet.

Levorphanol

Bei intravenöser oder intramuskulärer Injektion: 4 bis 8 Stunden

Über den Mund: Etwa 4 bis 8 Stunden

Die orale Form ist stark. Es kann anstelle von Morphin verwendet werden.

Meperidin

Bei intravenöser oder intramuskulärer Injektion: Etwa 3 bis 4 Stunden

Über den Mund: Nicht sehr effektiv

Meperidin kann bei kurzzeitiger Anwendung wirksam sein. Allerdings wird es nicht gerne für einen langfristigen Einsatz verwendet, weil es viele Nebenwirkungen aufweist, wie Muskelkrämpfe, Zittern, Krampfanfälle und Verwirrtheit oder Delirium (vor allem bei älteren Menschen). Einige medizinische Fachkräfte ziehen es vor, es nicht einzusetzen.

Methadon

Über den Mund: 6 bis 8 Stunden, manchmal viel länger

Als Injektion: 3 bis 8 Stunden

Methadon wird zur Behandlung der Abhängigkeit von Heroin und anderen Opioiden eingesetzt. Es kann auch zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt werden.

Methadon kann schwere Nebenwirkungen haben, insbesondere zu Behandlungsbeginn. Zum Beispiel kann sich innerhalb von Tagen nach Behandlungsbeginn die Atmung gefährlich verlangsamen oder aussetzen, auch wenn die Dosis nicht erhöht wurde. Um schwere Nebenwirkungen zu vermeiden, müssen die Patienten das Medikament genau wie verschrieben einnehmen.

Oxycodon

Kurz anhaltende Verabreichungsform über den Mund: 3 bis 6 Stunden

Lang anhaltende, kontrollierte Verabreichungsform über den Mund: 8 bis 12 Stunden

Oxycodon kann anstelle von Morphin zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt werden. Die kurz anhaltende Verabreichungsform wird normalerweise zusammen mit der Einnahme von Aspirin oder Paracetamol angewandt.

Oxymorphon

Über den Mund: 4 bis 6 Stunden

Verabreichungsform mit kontrollierter Freisetzung über den Mund: 12 Stunden

Bei intravenöser oder intramuskulärer Injektion: 3 bis 6 Stunden

Als rektales Zäpfchen: 4 bis 6 Stunden

Oxymorphon kann anstelle von Morphin zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt werden.

Pentazocin

Über den Mund: bis zu 4 Stunden

Als Injektion: 3 bis 4 Stunden

Pentazocin kann die schmerzlindernde Wirkung anderer Opioide blockieren. Es ist ungefähr so stark wie Kodein. Die Nützlichkeit von Pentazocin ist begrenzt, da höhere Dosen keine erhöhte Schmerzlinderung bedeuten und das Medikament Verwirrtheit und Angstzustände, insbesondere bei älteren Menschen, hervorrufen kann. Es ist für ältere Menschen keine gute Wahl.

Tapentadol

Kurz anhaltende Verabreichungsform über den Mund: 3 bis 6 Stunden

Lang anhaltende Verabreichungsform über den Mund: 12 Stunden

Tapentadol wird zur Behandlung neuropathischer Schmerzen bei Diabetes sowie bei mäßigen bis schweren akuten Schmerzen und mäßigen bis schweren chronischen Schmerzen verwendet.

Tramadol

Kurz anhaltende Verabreichungsform über den Mund: 4 bis 11 Stunden

Lang anhaltende Verabreichungsform über den Mund: 12 bis 24 Stunden

Bei Tramadol ist das Missbrauchspotenzial geringer als bei anderen Opioiden. Es ist nicht so stark wie andere opioide Analgetika.

Nichtopioide Analgetika

Eine große Anzahl nichtopioider Analgetika ist verfügbar. Sie sind häufig bei leichten bis mäßigen Schmerzen wirksam. Diese Arzneimittel werden zur Behandlung von Schmerzen häufig bevorzugt. Die Betroffenen werden durch diese Arzneimittel nicht körperlich abhängig oder auf ihre schmerzlindernde Wirkung tolerant.

Aspirin und Paracetamol sind ohne Rezept erhältlich (frei erhältlich oder rezeptfrei). Verschiedene weitere nichtopioide Analgetika (wie Ibuprofen, Ketoprofen und Naproxen) sind sowohl rezeptfrei als auch in rezeptpflichtiger Form erhältlich, falls höher dosierte Präparate mit stärkeren Wirkstoffen pro Dosis als bei rezeptfreien Präparaten benötigt werden.

Rezeptfreie Schmerzmittel sind bei kurzzeitiger Einnahme recht sicher, doch ihre Etiketten warnen davor, sie länger als 7 - 10 Tage zur Schmerzbehandlung einzunehmen. Sind die Symptome dann nicht besser geworden oder verschlimmern sie sich, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Nicht-steroidale Antirheumatika

Die meisten nichtopioiden Analgetika sind als nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR = nicht-steroidale Antirheumatika) klassifiziert. Die NSAR werden zur Behandlung von mäßigen Schmerzen eingesetzt und können in Kombination mit Opioiden zur Behandlung mäßiger bis schwerer Schmerzen verwendet werden. Nicht nur lindern die NSAR die Schmerzen, sondern sie bekämpfen auch die Entzündung, welche oft die Schmerzen begleitet und verschlimmert. Zur Bekämpfung der Entzündung müssen die NSAR in der Regel hochdosiert und über einen relativ langen Zeitraum eingenommen werden.

Alle NSAR werden über den Mund eingenommen. Zwei NSAR, Ketorolac und Diclofenac, können auch als Injektion in eine Vene (intravenös) oder in einen Muskel (intramuskulär) injiziert werden. Indomethazin kann als Zäpfchen verabreicht werden.

Obwohl weit verbreitet, können die NSAR manchmal ernste Nebenwirkungen haben.

  • Probleme im Verdauungstrakt: Nichtsteroidale Entzündungshemmer können zu Magenschleimhautreizungen und Verdauungsstörungen (wie Sodbrennen, Verdauungsprobleme, Übelkeit, Blähungen, Durchfall und Magenschmerzen), Magengeschwüren und Blutungen im Darmtrakt führen (Magen-Darm-Blutungen). Coxibe (COX-2-Hemmer) rufen in der Regel seltener Magenreizungen und Blutungen hervor als andere NSAR. Allerdings sind diese Probleme bei Menschen, die Coxibe gleichzeitig mit Aspirin einnehmen, genauso wahrscheinlich. Die Einnahme von NSAR zusammen mit Nahrung und gleichzeitiger Nutzung von Antazida (Mittel zur Neutralisierung der Magensäure) kann helfen, eine Magenreizung zu vermeiden. Das Medikament Misoprostol kann zwar vor Magenreizung und -geschwüren schützen, jedoch andere Probleme, wie Durchfall, verursachen. Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol oder Histamin-2(H 2)-Blocker, wie Famotidin und Ranitidin, die zur Behandlung von Magengeschwüren eingesetzt werden, können ebenfalls dazu beitragen, Magenproblemen aufgrund von NSAR zu begegnen.

  • Blutungsprobleme: Alle NSAR stören die Gerinnungstendenz der Blutplättchen (zellenähnliche Teilchen im Blut, welche die Blutung zu stoppen helfen, sobald die Blutgefäße verletzt wurden). Somit erhöhen NSAR das Blutungsrisiko, insbesondere im Verdauungstrakt, weil sie gleichzeitig die Magenschleimhaut reizen. Coxibe verursachen seltener Blutungen als andere NSAR.

  • Probleme in Zusammenhang mit Flüssigkeitsverhalt: NSAR verursachen manchmal eine Wasseransammlung und Schwellung. Die regelmäßige Einnahme von NSAR kann auch das Risiko einer Nierenerkrankung erhöhen, welche manchmal zu einer Niereninsuffizienz führt (eine Krankheit, die als analgetische Nephropathie bezeichnet wird).

  • Erhöhtes Risiko von Herz- und Blutgefäßerkrankungen: Studien stellen fest, dass bei allen NSAR außer Aspirin das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall und Thrombosen in den Beinen erhöht werden kann. Das Risiko scheint bei höheren und länger eingenommenen Dosen größer zu sein. Bei einigen NSAR ist das Risiko auch höher als bei anderen. Diese Probleme können direkt mit der Wirkung der Arzneimittel auf die Blutgerinnung oder indirekt mit einem leichten, aber anhaltenden Anstieg des Blutdrucks zusammenhängen, der durch das Medikament verursacht wird.

Es ist unwahrscheinlich, dass die kurzzeitige Einnahme von NSAR ernste Probleme verursacht. Wenn die NSAR über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, treten mit höherer Wahrscheinlichkeit Probleme auf. Solche Patienten müssen regelmäßig bei ihrem Arzt vorstellig werden, um sich auf Bluthochdruck, Niereninsuffizienz sowie Geschwüre und Blutungen im Verdauungstrakt untersuchen zu lassen. Außerdem wird das Risiko einer Herzkrankheit und eines Schlaganfalls beurteilt.

Das Risiko von Nebenwirkungen kann bei einigen Gruppen von Menschen erhöht sein. Dazu gehören:

  • Das Risiko von Nebenwirkungen aufgrund der Einnahme von NSAR, insbesondere Indomethazin und Ketorolac, ist bei älteren Menschen erhöht.

  • Bei Menschen, die diese Arzneimittel anwenden und gleichzeitig regelmäßig Alkohol trinken, kann das Risiko für Verdauungsstörungen, Magengeschwüre und Leberstörungen steigen.

  • Das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall kann für Menschen mit koronarer Herzkrankheit, Herz- und anderen (kardiovaskulären) Blutgefäßerkrankungen oder mit Risikofaktoren für diese Erkrankungen höher liegen.

Ältere Menschen und Menschen, die unter Herzschwäche, Bluthochdruck und Nieren- oder Leberproblemen leiden, müssen ärztliche überwacht werden, wenn sie NSAR einnehmen. Es kann vorkommen, dass einige verschreibungspflichtige Herz- und Blutdruckmittel durch die Einnahme dieser Schmerzmittel in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden.

Wussten Sie ...

  • Bei der Einnahme von NSAR, einschließlich der rezeptfreien NSAR, über einen längeren Zeitraum, können ernste Nebenwirkungen auftreten.

Die NSAR unterscheiden sich darin, wie schnell sie wirken und wie lange die Schmerzlinderung anhält. Obwohl NSAR in etwa gleich wirksam sind, reagieren die Menschen unterschiedlich auf sie. Bei manchen Menschen kann ein bestimmtes Medikament wirksamer sein und weniger Nebenwirkungen haben als bei anderen.

Aspirin

Aspirin (Azetylsalizylsäure) ist seit über 100 Jahren in Gebrauch. Sie wird als Tablette eingenommen und lindert mittelstarke Schmerzen für vier bis sechs Stunden.

Da Aspirin den Magen reizen kann, sollte das Mittel zusammen mit einem säurebindenden Mittel (in einem kombinierten Produkt) eingenommen werden, um diese Wirkung zu schwächen. Das Antazidum schafft ein weniger saures Milieu, in dem sich Aspirin besser löst, und verkürzt damit unter Umständen die Zeit, in welcher der Wirkstoff mit der Magenwand in Kontakt ist. Allerdings kann auch ein kombiniertes Aspirinpräparat den Magen reizen, da Aspirin die Produktion von Substanzen reduziert, welche die Magenschleimhaut zu schützen helfen. Diese Substanzen sind eine Art von Prostaglandinen, die Hormonen ähnlich sind.

Magensaftresistentes (mit einer enteralen Schicht überzogenes) Aspirin ist so hergestellt, dass es den Magen unversehrt passiert und erst im Dünndarm aufgelöst wird, wodurch die Reizung des Magens minimiert wird. (Enteral bezieht sich auf den Dünndarm.) Magensaftresistentes Aspirin kann allerdings unregelmäßig absorbiert werden. Falls Nahrung und magensaftresistente Aspirin zu ungefähr der gleichen Zeit eingenommen werden, wird Aspirin nicht so schnell absorbiert, da die Nahrung die Leerung des Magens verzögert. Dies führt zu einer verspäteten Schmerzlinderung.

Aspirin erhöht das Risiko von Blutungen im gesamten Körper, da es die Blutgerinnung beeinträchtigt. Menschen, die leicht blaue Flecken bekommen, sind möglicherweise besonders anfällig. Jeder, der einmal eine Blutgerinnungsstörung oder einen unkontrollierbar hohen Blutdruck hatte, darf Aspirin nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen. Menschen, die Aspirin zusammen mit blutgerinnungshemmenden Mitteln, wie Phenprocoumon (in den U.S.A. Warfarin), einnehmen, werden streng überwacht, um lebensbedrohliche Blutungen zu vermeiden. Eine Woche vor einem operativen Eingriff muss Aspirin abgesetzt werden.

Aspirin kann Asthma verschlimmern. Menschen mit Nasenpolypen können durch die Einnahme von Aspirin Atembeschwerden bekommen. Einige Menschen, die empfindlich (allergisch) auf Aspirin sind, können eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) mit Ausschlag, Juckreiz und Atemnot bis zum Schock entwickeln. Solche Reaktionen erfordern sofortige medizinische Hilfe.

In sehr hohen Dosierungen kann Aspirin ernste Nebenwirkungen, wie Atemstörungen, Fieber, oder Verwirrtheit, haben. Eines der ersten Anzeichen für eine Überdosierung sind Ohrgeräusche (Tinnitus).

Kinder oder Jugendliche, die Grippe oder Windpocken haben oder kurz vorher gehabt haben, sollten keine Aspirin einnehmen, da sie das Reye-Syndrom entwickeln könnten. Obwohl selten, kann das Reye-Syndrom ernste Folgen haben, einschließlich Tod.

Topische NSAR

Einige NSAR sind als Cremes oder Gels erhältlich, die direkt auf den schmerzenden Bereich auf die Haut aufgetragen werden. Diclofenac kann zum Beispiel bei Osteoarthrose auf ein Gelenk aufgetragen werden, um die Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern. Diclofenac ist auch als Hautpflaster erhältlich, das bei akuten Schmerzen aufgrund von leichten Verstauchungen, Zerrungen und Blutergüssen verwendet werden kann.

Ibuprofen, Ketoprofen, und Naproxen

Man geht davon aus, dass NSAR wie Ibuprofen, Ketoprofen und Naproxen allgemein sanfter für den Magen als Aspirin sind, obwohl einige Studien diese Arzneimittel verglichen haben. Demnach können diese Arzneimittel, genau wie Aspirin, Verdauungsstörungen, Magengeschwüre und Blutungen im Darmtrakt hervorrufen. Sie können Asthma verschlimmern und den Blutdruck erhöhen. Die Einnahme eines dieser Arzneimittel bedeutet möglicherweise einen leichten Anstieg der Gefahr auf einen Hirnschlag, Herzinfarkt und auf Thrombosen in den Beinarterien.

Obwohl Ibuprofen, Ketoprofen und Naproxen zusammen mit blutgerinnungshemmenden Mitteln, wie Phenprocoumon (in den U.S.A. Warfarin), die Blutgerinnung zwar weniger stark als Aspirin beeinflussen, sollten sie dennoch nur unter ärztlicher Aufsicht gleichzeitig eingenommen werden.

Menschen, die allergisch auf Aspirin reagieren, tun das unter Umständen auch bei Ibuprofen, Ketoprofen und Naproxen. Wenn sich Ausschlag, Juckreiz, Atemprobleme oder Schock entwickeln, ist sofort ärztliche Hilfe nötig.

Coxibe (COX-2-Hemmer)

Coxibe, wie Celecoxib, unterscheiden sich von anderen NSAR. Andere NSAR blockieren die folgenden zwei Enzyme:

  • COX-1, welches an der Produktion von Prostaglandinen beteiligt ist, die den Magen schützen und eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen

  • COX-2, welches an der Herstellung von Prostaglandinen beteiligt ist, die entzündungsfördernd wirken

Coxibe blockieren hauptsächlich das COX-2-Enzym. Insofern sind Coxibe in der Schmerz- und Entzündungsbehandlung genau so wirksam wie andere NSAR. Doch Coxibe sind weniger schädlich für den Magen und führen weniger zu Übelkeit, Blähungen, Sodbrennen, Blutungen und Magengeschwüren. Außerdem beeinträchtigen sie die Blutgerinnung weniger als andere NSAR.

Coxibe können aufgrund dieser Unterschiede für Menschen, die andere NSAR nicht vertragen können oder für bestimmte Komplikationen durch die Einnahme anderer NSAR hoch gefährdet sind (wie z. B. Magen-Darm-Blutungen), hilfreich sein. Dazu gehören:

  • Ältere Menschen

  • Menschen, die Antikoagulanzien einnehmen

  • Menschen, die eine Vorgeschichte mit Geschwüren haben

  • Menschen, die über einen langen Zeitraum ein Analgetikum einnehmen müssen

Doch scheinen Coxibe, wie andere NSAR, die Bildung von Blutgerinnseln zu fördern und können daher das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Blutgerinnsel in den Beinen erhöhen. Aus diesem Grund werden Patienten mit bestimmten Erkrankungen vor der Verabreichung eines Coxibs über die Risiken und die Notwendigkeit, unter enger Überwachung zu stehen, aufgeklärt. Dazu gehören u. a. folgende Erkrankungen:

  • Kardiovaskuläre Erkrankungen (wie koronare Herzerkrankung)

  • Schlaganfälle

  • Risikofaktoren für diese Erkrankungen

Coxibe, wie auch andere NSAR, eignen sich nicht für Menschen, die eine Herzschwäche haben oder einem hohen Risiko für ein Herzversagen ausgesetzt sind (wie z. B. Menschen, die einen Herzinfarkt hatten).

Die Wirkungsweise von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR)

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wirken zweierlei:

  • Sie reduzieren das Schmerzempfinden.

  • In höheren Dosen reduzieren sie die Entzündung, die oft die Schmerzen begleitet und verschlimmert.

Die NSAR haben diese Wirkung, weil sie die Herstellung von hormonähnlichen Substanzen, den sogenannten Prostaglandinen, reduzieren. Die verschiedenen Prostaglandine haben unterschiedliche Funktionen, wie die Nervenzellen zu veranlassen, öfter auf Schmerzsignale zu reagieren, und die Blutgefäße zu weiten (zu dilatieren).

Die meisten NSAR verringern die Prostaglandinproduktion, indem sie zwei Enzyme, die Cyclooxygenasen COX-1 und COX-2, blockieren; diese spielen eine entscheidende Rolle bei der Prostaglandinbildung. Ein Typ von NSAR, die Coxibe (COX-2-Hemmer), haben die Tendenz, hauptsächlich COX-2-Enzyme zu blockieren.

Nur COX-2-Enzyme sind an der Produktion von Prostaglandinen beteiligt, die entzündungs- und entsprechend schmerzfördernd wirken. Diese Prostaglandine werden in Reaktion auf eine Verletzung – Verbrennungen, Knochenbrüche, Zerrungen, Verstauchungen oder das Eindringen von Keimen – freigesetzt. Das Ergebnis ist eine Entzündung, die als Schutzreaktion dient: Die Durchblutung des verletzten Bereichs erhöht sich, es werden Flüssigkeit und weiße Blutkörperchen herantransportiert, die das geschädigte Gewebe abgrenzen und eingedrungene Keime eliminieren.

Prostaglandine, die mithilfe des COX-1-Enzyms gebildet werden, tragen dazu bei, den Verdauungstrakt vor Magensäure zu schützen, und spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung. Die meisten NSAR blockieren die COX-1-Enzyme und reduzieren dadurch die Produktion dieser Prostaglandine. Sie können die Magenschleimhaut reizen. Eine solche Reizung kann zu Verdauungsbeschwerden, peptischen Geschwüren und Blutungen im Verdauungstrakt führen.

Da die Coxibe hauptsächlich COX-2-Enzyme blockieren, verursachen sie solche Probleme aufgrund einer Magenschleimhautreizung weniger. Coxibe blockieren jedoch auch einige COX-1-Enzyme, sodass auch durch Coxibe das Risiko für diese Probleme leicht erhöht wird.

Tabelle
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Nicht-steroidale Antirheumatika

Art

Medikament

Salizylate

Aspirin

Cholin-Magnesium-Tris-Salicylat

Diflunisal

Salsalat

Coxibe

Celecoxib

Andere

Diclofenac

Etodolac

Fenoprofen

Flurbiprofen

Ibuprofen

Indomethazin

Ketoprofen

Ketorolac

Meclofenaminsäure

Mefenaminsäure

Meloxicam

Nabumeton

Naproxen

Oxaprozin

Piroxicam

Sulindac

Tolmetin

Paracetamol

Paracetamol ist in etwa vergleichbar mit Aspirin in seiner schmerzlindernden und fiebersenkenden Wirkung.

Im Vergleich zu NSAR hat Paracetamol die folgenden Merkmale:

  • Hat praktisch keine nützliche entzündungshemmende Wirkung

  • Beeinflusst nicht die Blutgerinnung

  • Hat fast keine Nebenwirkungen auf den Magen

Die Wirkungsweise von Paracetamol konnte bisher nicht genau verstanden werden.

Paracetamol wird über den Mund oder in Form von Zäpfchen eingenommen und seine Wirkung dauert in der Regel 4 bis 6 Stunden.

Paracetamol scheint ein sehr sicheres Medikament zu sein. Hohe Dosen können jedoch zu Leberschäden führen, die unumkehrbar sein können. Menschen mit einer Lebererkrankung sollten kleinere als die vorgeschriebenen Dosen einnehmen. Ob kleinere Dosen, die über einen langen Zeitraum eingenommen werden, Leberschäden herbeiführen können, ist nicht sicher. Menschen, die regelmäßig große Alkoholmengen konsumieren, sind wahrscheinlich am meisten gefährdet, durch eine übermäßige Einnahme von Paracetamol einen Leberschaden zu erleiden. Menschen, die Paracetamol einnehmen und aufgrund einer schlimmen Erkältung, Grippe oder aus einem anderen Grund aufhören, zu essen, sind unter Umständen anfälliger für einen Leberschaden.

Die Einnahme hoher Dosen Paracetamol, insbesondere in Kombination mit NSAR oder Aspirin, kann zu einem Nierenschaden führen.

Adjuvante Analgetika

Adjuvante Analgetika sind Arzneimittel, die in der Regel zur Behandlung anderer Probleme verwendet werden und eine schmerzlindernde Wirkung haben.

Es wird angenommen, dass adjuvante Analgetika die Art verändern, wie Nerven Schmerzen verarbeiten.

Adjuvante Analgetika werden immer häufiger als erstes und einziges Medikament zur Behandlung von Schmerzen aufgrund einer Nervenschädigung (neuropathischer Schmerz) und Erkrankungen wie Fibromyalgie verwendet.

Die am häufigsten zur Schmerzlinderung verwendeten adjuvanten Analgetika sind

  • Antidepressiva (wie z. B. Amitriptylin, Bupropion, Desipramin, Duloxetin, Nortriptylin und Venlafaxin)

  • Antiepileptika (wie z. B. Gabapentin und Pregabalin)

  • Orale und topische Lokalanästhetika

Antidepressiva

Antidepressiva können häufig schmerzlindernd wirken, auch wenn die behandelte Person nicht an Depression leidet. Trizyklische Antidepressiva (wie z. B. Amitriptylin, Nortriptylin und Desipramin) können hierfür wirksamer sein als andere Antidepressiva, wohingegen neuere Antidepressiva, wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und selektive Serotonin- Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI, einschließlich Duloxetin und Venlafaxin), weniger Nebenwirkungen haben können, die die Dosierung des Arzneimittels einschränken.

Trizyklische Antidepressiva sind wirksam bei neuropathischen Schmerzen, Kopfschmerzen, Fibromyalgie, und viszeralem Übersensibilitätssyndrom (wie chronische Bauch- oder Unterleibsschmerzen). Die Dosen von trizyklischen Antidepressiva, die zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden, sind für gewöhnlich zu niedrig, um Depressionen oder Angstzustände zu behandeln. Werden trizyklische Antidepressiva zur Schmerzbehandlung verwendet, sind daher in der Regel zusätzliche Arzneimittel erforderlich, um mögliche vorhandene Depressionen oder Angstzustände zu behandeln.

Duloxetin scheint bei neuropathischen Schmerzen aufgrund von Diabetes (diabetische Neuropathie), bei Fibromyalgie, chronischen Schmerzen im unteren Rücken, chronischen Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems und Nervenschmerzen aufgrund einer Chemotherapie wirksam zu sein. Die Dosen von Duloxetin, die zur Schmerzbehandlung verwendet werden, sind zur Behandlung von möglicherweise vorhandenen Depressionen oder Angstzuständen ebenfalls ausreichend. Venlafaxin hat ähnliche Wirkungen.

Auf welches Antidepressivum jemand reagiert, ist individuell verschieden.

Antiepileptika

Antiepileptika (Antikonvulsiva) kommen bei neuropathischen Schmerzen zum Einsatz. Am häufigsten werden Gabapentin und Pregabalin verwendet, doch viele weitere, einschließlich Carbamazepin, Clonazepam, Lacosamid, Lamotrigin, Oxcarbazepin, Phenytoin, Topiramat und Zonisamid, lindern die Schmerzen bei manchen Patienten.

Gabapentin kann zur Behandlung der Schmerzen infolge einer Gürtelrose (postherpetische Neuralgie) und vieler anderer Arten von neuropathischen Schmerzen verwendet werden.

Pregabalin kann zur Linderung von Schmerzen, die von Fibromyalgie oder Nervenschäden aufgrund von Diabetes (diabetische Neuropathie) herrühren, postherpetischer Neuralgie oder bei neuropathischen Schmerzen aufgrund einer Störung des Gehirns oder Rückenmarks eingesetzt werden.

Antiepileptika, wie z. B. Topiramat, können Migräne-Kopfschmerzen vorbeugen.

Anästhetika

Ein Lokalanästhetikum, wie Lidocain, kann in die Haut injiziert werden, um Schmerzen, die durch eine Verletzung entstanden, aber auch neuropathische Schmerzen in den Griff zu bekommen. Lokale Anästhetika können auch um die Nerven herum gespritzt werden, um Schmerzen zu blockieren – eine Prozedur, die man Nervenblockade nennt. Um den Sympathikus zu blockieren, wird beispielsweise ein Lokalanästhetikum um eine Gruppe von Nerven nahe der Wirbelsäule gespritzt – in die Halsregion bei Schmerzen im Oberkörper und in den unteren Rücken bei Schmerzen im unteren Körperbereich.

Lokalanästhetika, wie z. B. Lidocain als Lotion, Salbe oder Pflaster, können bei bestimmten Erkrankungen zur Schmerzkontrolle eingesetzt werden.

Mexiletin, welches zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird, wird manchmal zur Behandlung neuropathischer Schmerzen eingesetzt.

Diese Anästhetika werden normalerweise über einen kurzen Zeitraum eingesetzt. Eine Mundspülung mit einer kleinen Menge eines narkotisierenden Mundwassers ein paar Mal täglich kann zum Beispiel Schmerzen durch wunde Stellen im Mund lindern. Manche Menschen mit chronischen Schmerzen profitieren jedoch von der Nutzung eines Lokalanästhetikums auf längere Zeit. Ein Lidocain-Pflaster oder -Gel kann zum Beispiel postherpetische Neuralgieschmerzen lindern.

Andere Arzneimittel

Kortikosteroide, wie z. B. Prednison und Dexamethason, können über den Mund eingenommen werden, wenn durch eine Entzündung starke Schmerzen hervorgerufen werden (wie bei Gicht).

Einigen Nachweisen zufolge kann Baclofen (ein Muskelrelaxantium) neuropathische Schmerzen aufgrund von Trigeminusneuralgie lindern.

Pamidronat (zur Behandlung bestimmter Knochenerkrankungen) kann neuropathische Schmerzen aufgrund des komplexen regionalen Schmerzsyndroms lindern.

Tizanidin (ein Muskelrelaxantium), das über den Mund eingenommen wird, und Clonidin (gegen Bluthochdruck), das über den Mund eingenommen oder als Hautpflaster verabreicht wird, können neuropathische Schmerzen lindern oder Migränen verhindern.

Sehr starkes Capsaicin (eine Substanz, die aus scharfen Chilischoten gewonnen wird) hilft in Form eines Hautpflasters gegen neuropathische Schmerzen aufgrund einer postherpetischen Neuralgie. Eine schwache Capsaicin-Creme kann ebenfalls helfen, Schmerzen aufgrund einer postherpetischen Neuralgie und anderen Erkrankungen wie Osteoarthrose zu lindern. Die Creme wird am häufigsten von Menschen verwendet, die lokale Schmerzen infolge von Arthritis haben. Diese Creme muss mehrmals täglich aufgetragen werden.

Nichtmedikamentöse Schmerzbehandlung

Zusätzlich zu den Arzneimitteln können weitere Behandlungsmethoden helfen, Schmerzen zu lindern.

Oftmals helfen kalte oder warme Kompressen, die direkt an die schmerzende Stelle angebracht werden ( Behandlung von Schmerzen und Entzündungen).

Manche Menschen nehmen eine transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) in Anspruch. Dabei wird ein leichter elektrischer Strom an der Haut angelegt. Das führt zu einem Kribbeln, ohne dass die Muskelspannung zunimmt. Die Methode kann kontinuierlich oder mehrmals am Tag zwanzig Minuten bis mehrere Stunden durchgeführt werden. Zeitpunkt und Länge der Stimulation variieren, weil jeder Mensch anders reagiert. Die meisten Betroffenen lernen, das Gerät selbst zu bedienen und setzen es bei Bedarf ein.

Eine Rückenmarkstimulation wird häufig verwendet, um neuropathische Schmerzen bei Menschen mit einer Nervenschädigung nach einer Rückenoperation oder mit einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom zu lindern. Bei dieser Behandlung wird ein Rückenmarkstimulator unter die Haut implantiert, meist in das Gesäß oder in den Bauch. Wie ein Herzschrittmacher erzeugt das Gerät elektrische Impulse. Dünne Drähte (Ableitungen) vom Gerät werden in den Raum um das Rückenmark (Epiduralraum) herum platziert. Diese Ableitungen übertragen Impulse an das Rückenmark. Die Impulse verändern die Übertragung der Schmerzsignale zum Gehirn und somit die unangenehme Wahrnehmung der Symptome.

Ein Nervenblock wird häufig angewendet, um Schmerzen zu behandeln, die durch Schäden an einem spezifischen großen Nerven entstehen. Bei diesem Verfahren wird eine Nervenbahn, die Schmerzsignale überträgt, folgendermaßen unterbrochen:

  • Injektion eines lokalen Anästhetikums in den Bereich um die Nerven, um zu verhindern, dass diese die Schmerzsignale weiterleiten (in der Regel werden die zu behandelnden Nerven mittels Ultrasonographie lokalisiert)

  • Injektion in den Bereich um Ansammlungen von Nervenzellen (Ganglien) herum, um die Weiterleitung von Schmerzsignalen zu regulieren

  • Injektion von ätzenden Substanzen (wie Phenol) in einen Nerv, um diesen zu zerstören

  • Gefrieren des Nervs (bei der Kryotherapie)

  • Verbrennung des Nervs mithilfe einer Hochfrequenzsonde

Nervenblockaden können auch bei schweren Krebsschmerzen bei Personen, die bald sterben werden, und anhaltenden neuropathischen Schmerzen, die sich mit Arzneimitteln nicht lindern lassen, durchgeführt werden.

Bei der Akupunktur werden winzige Nadeln in die Haut bestimmter Körperbereiche eingeführt. Wie Akupunktur funktioniert, ist nicht ganz geklärt, und einige Experten hegen noch Zweifel an der Wirksamkeit dieser Technik. Bei manchen Menschen können Schmerzen durch Akupunktur zumindest für eine gewisse Zeit erheblich gelindert werden.

Biofeedback und andere kognitive Techniken (wie Entspannungstraining, Hypnose und Ablenkungstechniken) können den Betroffenen helfen, ihre Schmerzen zu kontrollieren, zu vermindern oder mit ihnen besser umzugehen, indem sie die Art der Konzentration ihrer Aufmerksamkeit verändern. Eine Ablenkungstechnik kann zum Beispiel den Betroffenen helfen, sich lebhaft vorzustellen, dass sie sich in einem ruhigen, entspannenden Ort (wie in einer Hängematte oder am Strand) befinden, sobald sie Schmerzen spüren.

Spiegeltherapie kann Menschen mit Phantomschmerzen oder neuropathischen Schmerzen nach einem Schlaganfall helfen. Diese Therapie wird dem Patienten von einer medizinischen Fachkraft beigebracht. Der Patient sitzt vor einem großen Spiegel, in dem das gesunde Bein zu sehen ist. Der Spiegel reflektiert das Bild der gesunden und versteckt die betroffene (schmerzhafte oder fehlende) Gliedmaße. Dadurch hat der Patient den Eindruck, als hätte er zwei gesunde Gliedmaßen. Der Patient soll dann die gesunde Gliedmaße bewegen und währenddessen das Spiegelbild anschauen. Dadurch fühlt es sich für den Patienten so an, als würde er zwei normale Gliedmaßen bewegen. Wenn diese Übung über einen Zeitraum von 4 Wochen täglich 30 Minuten durchgeführt wird, können die Schmerzen erheblich reduziert werden. Durch die Therapie werden die Bahnen im Gehirn verändert, die die Wahrnehmung (das Gefühl) im Körper steuern.

Die Bedeutung einer psychologischen Begleitung von Schmerzpatienten darf nicht unterschätzt werden. Freunde und Familienangehörige sollten darauf achten, dass diese Menschen wirklich leiden, Unterstützung benötigen und möglicherweise Depression oder Ängste entwickeln, die unter Umständen der Hilfe eines Psychotherapeuten bedürfen.

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