Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

Lädt...

Schlafapnoe

Von

Kingman P. Strohl

, MD, Case School of Medicine, Case Western Reserve University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2019| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2019
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Kurzinformationen
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Quellen zum Thema

Schlafapnoe ist eine ernste Schlafstörung, bei der die Atmung mehrmals so lange aussetzt, dass der Schlaf gestört wird, wobei der Sauerstoffgehalt im Blut vorübergehend abnimmt und der Kohlendioxidgehalt ansteigt.

  • Menschen, die unter Schlafapnoe leiden, sind tagsüber oft sehr müde, schnarchen lautstark und schnappen zwischendurch immer wieder nach Luft, haben Atempausen im Schlaf oder wachen plötzlich mit einem schnaubenden Laut auf.

  • Obwohl sich die Diagnose einer Schlafapnoe teilweise auf die Symptome stützt, die von einem Arzt beurteilt werden, wird zur Bestätigung und zur Beurteilung des Schweregrads in der Regel eine Polysomnographie durchgeführt.

  • Eine Schlafapnoe kann mit einer CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure), einem von Zahnärzten angefertigten intraoralen Schienensystem sowie bisweilen mit einem chirurgischen Eingriff behandelt werden.

Es gibt drei Typen von Schlafapnoe:

  • Obstruktive Schlafapnoe

  • Zentrale Schlafapnoe

  • Mischung aus obstruktiver und zentraler Schlafapnoe

Wussten Sie ...

  • Wer unter ausgeprägter Tagesmüdigkeit leidet und zudem schnarcht, sollte diese Symptome einem Arzt oder einer Ärztin mitteilen.

Obstruktive Schlafapnoe

Die obstruktive Schlafapnoe, die häufigste Form von Schlafapnoe, wird durch einen wiederholten Verschluss des Rachens oder der oberen Luftwege im Schlaf verursacht. Zu den oberen Atemwegen gehört die Verbindung zwischen Mund und Nase bis zum Rachen und Kehlkopf. Bei der Atmung können diese Strukturen ihre Lage verändern.

Etwa 2 bis 9 Prozent aller Menschen in den Vereinigten Staaten sind von dieser Form von Apnoe betroffen. Die obstruktive Schlafapnoe kommt bei übergewichtigen Menschen häufiger vor.

Von einer obstruktiven Schlafapnoe spricht man, wenn die Atmung im Schlaf mehrmals während mindestens 10 Sekunden aussetzt. Solche Atempausen kommen mindestens 5- bis 30-mal pro Stunde oder noch häufiger vor.

Durch das Übergewicht, möglicherweise zusammen mit zunehmendem Alter und anderen Faktoren, verengen sich die oberen Atemwege. Übermäßiger Alkoholkonsum und Beruhigungsmittel verschlimmern die obstruktive Schlafapnoe. Ein enger Rachen, ein dicker Hals und ein runder Kopf – körperliche Merkmale, die in Familien gehäuft vorkommen – erhöhen das Risiko einer Schlafapnoe. Niedrige Konzentrationswerte des Schilddrüsenhormons (Hypothyreose) oder übermäßiges und ungewöhnliches Wachstum aufgrund der Überproduktion von Wachstumshormonen (Akromegalie) können zu einer obstruktiven Schlafapnoe beitragen. Manchmal kann auch ein Schlaganfall die obstruktive Schlafapnoe auslösen.

Wussten Sie ...

  • Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe sollten Alkohol und Beruhigungsmittel meiden, vor allem vor dem Schlafengehen.

Obstruktive Schlafapnoe bei Kindern

Bei Kindern können vergrößerte Mandeln, bestimmte Zahnstellungen (wie z. B. ein großer Überbiss), Übergewicht und einige Geburtsfehler (wie z. B. ein ungewöhnlich kleiner Unterkiefer) eine obstruktive Schlafapnoe verursachen.

Praktisch alle betroffenen Kinder schnarchen. Andere nächtliche Symptome umfassen unruhigen Schlaf und Nachtschweiß. Manche Kinder nässen das Bett. Symptome tagsüber umfassen Mundatmung, morgendliche Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten. Lern- und manche Verhaltensstörungen (z. B. Hyperaktivität, Impulsivität und Aggressivität) sind häufige Symptome einer schweren obstruktiven Schlafapnoe bei Kindern. Bei Kindern kann es auch zu verzögertem Wachstum kommen. Die ausgeprägte Tagesmüdigkeit ist bei Kindern weniger verbreitet als bei Erwachsenen mit obstruktiver Schlafapnoe.

Zentrale Schlafapnoe

Die zentrale Schlafapnoe, eine viel seltenere Form von Schlafapnoe, wird durch ein Problem mit der Steuerung der Atmung in dem Areal des Gehirns verursacht, der als Hirnstamm bezeichnet wird. Normalerweise reagiert der Hirnstamm sehr empfindlich auf den Kohlendioxidgehalt im Blut (ein beim Stoffwechsel anfallendes Abbauprodukt). Ist der Kohlendioxidspiegel hoch, signalisiert der Hirnstamm der Atemmuskulatur, schneller und tiefer zu atmen, damit das Kohlendioxid beim Ausatmen eliminiert werden kann – und umgekehrt. Bei der zentralen Schlafapnoe reagiert der Hirnstamm weniger empfindlich auf Änderungen der Kohlendioxidsättigung. In der Folge atmen Menschen mit zentraler Schlafapnoe weniger tief und langsamer als normal.

Opioide, die zur Schmerzlinderung eingesetzt werden, sowie eine Reihe anderer Drogen können eine zentrale Schlafapnoe verursachen. Auch Aufenthalte in großer Höhe können eine zentrale Schlafapnoe verursachen. Die zentrale Schlafapnoe kann bei Menschen mit Herzinsuffizienz auftreten. Sehr selten ist ein Hirntumor die Ursache. Im Gegensatz zur obstruktiven Form der Schlafapnoe wird die zentrale Schlafapnoe nicht durch Übergewicht verursacht.

Bei einer Form der zentralen Schlafapnoe, dem normalerweise bei Neugeborenen auftretenden sogenannten Undine-Syndrom, kann es vorkommen, dass die Betroffenen unregelmäßig oder gar nicht atmen, wenn sie nicht wach sind. Das Undine-Syndrom kann tödlich verlaufen.

Gemischte Schlafapnoe

Bei der gemischten Schlafapnoe, der dritten Form, handelt es sich um eine Kombination von Faktoren der zentralen und der obstruktiven Schlafapnoe zur gleichen Zeit. Fälle von gemischter Schlafapnoe beginnen meistens als obstruktive Formen von Apnoe und werden auch wie solche behandelt.

Symptome

Im Schlaf auftretende Symptome werden in der Regel zuerst von Lebenspartnern oder Mitbewohnern bemerkt. Bei allen Formen von Schlafapnoe kann die Atmung ungewöhnlich langsam und flach werden oder plötzlich aussetzen (manchmal bis zu einer Minute lang) und dann wiederaufgenommen werden.

Alle Formen von Schlafapnoe können durch die Schlafstörung übermäßige Tagesmüdigkeit, Erschöpfung, Reizbarkeit, morgendliche Kopfschmerzen, verlangsamte Auffassungsgabe und Konzentrationsschwierigkeiten nach sich ziehen. Da der Sauerstoffgehalt im Blut deutlich absinken kann, kann es zu Vorhofflimmern und erhöhtem Blutdruck kommen.

Obstruktive Schlafapnoe

Bei der obstruktiven Schlafapnoe ist Schnarchen das häufigste Symptom, wobei die meisten Leute die schnarchen aber nicht an Schlafapnoe leiden. Bei einer obstruktiven Schlafapnoe ist das Schnarchen tendenziell störend, und der Betroffene keucht, schnappt nach Luft, hat Atempausen und schreckt dann plötzlich laut schnaubend auf. Beim Aufwachen kann es zu Atemnot und Angstzuständen kommen.

Am Morgen ist sich der Betroffene oft nicht mehr bewusst, dass er nachts mehrmals aufgewacht ist. Manche Menschen wachen mit einem rauen Hals oder einem trockenem Mund auf. Bei schweren Fällen von obstruktiver Schlafapnoe machen die Betroffenen nachts mehrfach schnaubende Laute im Schlaf und schnarchen lautstark; tagsüber sind sie müde und nicken oft unfreiwillig ein.

Solche Leute können Durchschlafschwierigkeiten haben.

Bei Betroffenen, die allein leben, ist das auffälligste Symptom wahrscheinlich die Tagesmüdigkeit. Mit der Zeit beeinträchtigt die Müdigkeit die Arbeitsleistung und auch die Lebensqualität. So kann es vorkommen, dass Betroffene vor dem Fernseher, während einer Sitzung oder in extremeren Fällen von Müdigkeit sogar am Steuer einschlafen. Es kann zu Beeinträchtigungen des Erinnerungsvermögens und des Sexualtriebs kommen, und zwischenmenschliche Beziehungen leiden, wenn der Betroffene aufgrund seiner Müdigkeit und Reizbarkeit nicht mehr in der Lage ist, aktiv auf sein Gegenüber einzugehen.

Bei obstruktiver Schlafapnoe besteht ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte, Vorhofflimmern (eine Herzrhythmusstörung) und Bluthochdruck. Wenn es bei Männern in mittlerem Alter häufiger als dreißigmal pro Stunde zu Anfällen von obstruktiver Schlafapnoe kommt, erhöht sich das Risiko eines vorzeitigen Todes.

Wussten Sie ...

  • Nur einige Menschen, die schnarchen, haben obstruktive Schlafapnoe, aber die meisten Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe schnarchen.

Zentrale Schlafapnoe

Bei der zentralen Schlafapnoe ist Schnarchen nicht so markant. Auch dort ist die Atmung jedoch unregelmäßig und von Aussetzern geprägt. Die sogenannte Cheyne-Stokes-Atmung (oder periodische Atmung) ist eine Ausprägung von zentraler Apnoe. Bei der Cheyne-Stokes-Atmung wird die Atmung allmählich immer schneller, nimmt dann langsam wieder ab, setzt kurzzeitig ganz aus und beginnt dann wieder. Dieser Zyklus wiederholt sich und dauert jeweils 30 Sekunden bis 2 Minuten.

Obesitas-Hypoventilationssyndrom

Menschen mit sehr starkem Übergewicht können unabhängig von einer obstruktiven Schlafapnoe oder in Kombination damit unter dem sogenannten Pickwick-Syndrom (Obesitas-Hypoventilationssyndrom) leiden. Überschüssiges Körperfett beeinträchtigt die Beweglichkeit der Brust und drückt unterhalb des Zwerchfells auf die Lunge, was für eine flache und weniger wirkungsvolle Atmung sorgt. Überschüssiges Körperfett im Rachenbereich drückt die oberen Atemwege zusammen und verringert den Atemluftstrom. Die Steuerung der Atmung kann gestört sein und eine zentrale Schlafapnoe verursachen.

Diagnose

  • Eine Beurteilung der Symptome der Person durch den Arzt

  • Polysomnographie

Eine Schlafapnoe wird aufgrund der Symptome der Person vermutet. Manchmal nutzen Ärzte Fragebögen, um bei der Abfrage von Symptome zu helfen, wie z. B. starke Schläfrigkeit tagsüber, die durch obstruktive Schlafapnoe verursacht werden kann. Die Diagnose wird in der Regel in einem Schlaflabor anhand einer Polysomnographie bestätigt, wobei auch der Schweregrad am besten beurteilt werden kann. Diese Analyse ermöglicht eine Unterscheidung zwischen obstruktiver und zentraler Schlafapnoe.

Bei Polysomnographie:

  • Mittels Elektroenzephalographie werden die Veränderungen bei einzelnen Schlafphasen und Augenbewegungen aufgezeichnet.

  • Bei der Oximetrie wird der Sauerstoffgehalt im Blut mithilfe eines Sensors, der an der Fingerspitze oder am Ohrläppchen befestigt wird, gemessen.

  • Der Luftstrom wird mit Geräten gemessen, die vor Nase und Mund platziert werden.

  • Bewegungs- und Atemmuster werden mithilfe eines Monitors gemessen, dessen Sensor auf dem Brustkorb befestigt wird.

Tragbare Monitore, die auch zu Hause eingesetzt werden können, werden immer häufiger zur Diagnose von Schlafapnoe verwendet. Mit diesen Monitoren werden Herzfrequenz, Sauerstoffgehalt im Blut, Anstrengung beim Atmen, Körperhaltung und Luftstrom durch die Nase gemessen.

Manchmal sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich, damit der Arzt die Ursache bestimmen kann. Von Schlafapnoe betroffene Personen können auf Komplikationen wie Bluthochdruck und Vorhofflimmern untersucht werden. Wenn eine zentrale Schlafapnoe vermutet wird, sind nur selten Untersuchungen zur Bestimmung der Ursache nötig.

Behandlung

  • Kontrolle der Risikofaktoren

  • Kontinuierlich positiver Druck der Atemwege über die Mundschiene oder andere Geräte, die von einem Zahnarzt angepasst werden

  • Möglicher operativer Eingriff an den Luftwegen oder elektrische Stimulation der oberen Atemwege

Betroffene sollten vor den Risiken gewarnt werden, die beim Autofahren, beim Bedienen von schweren Geräten oder bei anderen Aktivitäten entstehen, bei denen sie sich durch Einschlafen gefährden könnten. Wer sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen muss, sollte den für die Anästhesie zuständigen Facharzt über die Schlafapnoe unterrichten, da eine Narkose manchmal die Atemwege zusätzlich verengen kann.

Selbsthilfegruppen können Informationen und Hilfeleistungen für Menschen mit Schlafapnoe und ihre Angehörigen bieten, damit sie mit der Störung umzugehen lernen.

Obstruktive Schlafapnoe

Bei entsprechender Behandlung ist die Prognose in der Regel ausgezeichnet. Die Lebenserwartung wird dadurch nicht beeinträchtigt, und die schwersten Komplikationen können verhindert werden. Hilfreich kann sein, wenn Betroffene abnehmen, das Rauchen aufgeben und nicht übermäßig Alkohol trinken. Infektionen der Nase und Allergien sollten behandelt werden. Auch Hypothyreose und Akromegalie sollten behandelt werden. Chirurgische Eingriffe zur Gewichtsreduktion (bariatrische Chirurgie) verringern die Schlafapnoe oft und können die Symptome bei Menschen mit krankhaftem Übergewicht zum Verschwinden bringen, aber es kann auch vorkommen, dass Menschen, die nach einem solchen Eingriff stark abnehmen, keine wesentliche Besserung ihrer Schlafapnoesymptome und den damit zusammenhängenden Symptomen feststellen.

Starke Schnarcher und Menschen, die oft im Schlaf nach Luft ringen, sollten keinen Alkohol konsumieren und keine Schlafmittel, sedierende Antihistaminika oder sonstige Medikamente einnehmen, die benommen machen können. Schnarchern wird geraten, in seitlicher Position oder mit erhöhtem Kopf zu schlafen. Spezielle auf den Rücken geschnallte Lagerungshilfen verhindern das Schlafen auf dem Rücken. Verschiedene andere Geräte und Sprays, die als Mittel gegen das Schnarchen vermarktet werden, können sich zwar dagegen als wirksam erweisen, nützen aber in Bezug auf obstruktive Schlafapnoe nichts. Es gibt auch verschiedene chirurgische Maßnahmen, die als Mittel gegen das Schnarchen angepriesen werden, aber es gibt kaum Belege dafür, ob und wie lange sie wirken.

Am zuverlässigsten für Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe – besonders bei ausgeprägter Tagesmüdigkeit – ist die Therapie mit kontinuierlicher Überdruckbeatmung (Continuous positive airway pressure, CPAP). Dabei atmen Menschen durch eine Gesichts- oder Nasenmaske, die für einen leichten Überdruck in den Luftwegen sorgt. Dieser Überdruck hält den Rachen beim Einatmen offen. Die CPAP-Beatmung kann mit oder ohne Luftbefeuchtung vorgenommen werden. Eine sorgfältige Nachbetreuung durch eine medizinische Fachperson ist in den ersten 2 Behandlungswochen notwendig, damit die korrekte Anpassung der Maske gewährleistet und die betroffene Person im Umgang mit der Maske beim Schlafen angeleitet werden kann.

Trotz CPAP-Beatmung kommt es bei manchen Menschen nach wie vor zu einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit. Diese Menschen können von der Einnahme von Modafinil profitieren, einem leichten Stimulanz, das bei Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe zur Behandlung von Schläfrigkeit während des Tages verwendet wird. Andere Medikamente werden ebenfalls bei Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe untersucht.

Abnehmbare Schienensysteme, die von Zahnärzten angepasst und vom Betroffenen im Mund getragen werden, können dazu beitragen, eine obstruktive Schlafapnoe (und Schnarchen) in leichten bis mittelschweren Fällen zu lindern. Diese Hilfsmittel werden nur beim Schlafen getragen und halten die Atemwege offen. Die meisten dieser Geräte trennen die Kiefer und schieben den Unterkiefer nach vorne, sodass die Zunge nicht zurückfallen und den Rachen blockieren kann. Andere halten die Zunge fest.

Die Stimulation der oberen Atemwege ist ein Verfahren, bei dem ein implantiertes Gerät dazu verwendet wird, einen der beiden 12. Hirnnerven (Nervus hypoglossus) zu aktivieren. Diese Therapie kann bei Menschen mit mäßiger bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe erfolgreich sein, die die CPAP-Behandlung nicht vertragen.

Chirurgische Eingriffe am Kopf oder Hals können zur Behandlung einer Schlafapnoe nützlich sein, wenn die oberen Atemwege durch stark vergrößerte Mandeln oder etwas Anderes offensichtlich blockiert werden. Bei Kindern ist die operative Entfernung von Gaumen- und Rachenmandeln die häufigste Behandlung. Diese Art von Operation lindert in der Regel die Schlafapnoe, besonders, wenn die Gaumen- oder Rachenmandeln vergrößert sind. Auch bei Patienten ohne offensichtliche Blockaden wird manchmal ein chirurgischer Eingriff durchgeführt, wenn keine andere Behandlungsmethode erfolgreich war. Ein weiteres häufig angewandtes Verfahren ist die Uvulopalatopharyngoplastik, bei der Gewebe aus den oberen Atemwegen (z. B. die Gaumen- und Rachenmandeln) entfernt wird. Dies nützt am meisten bei Menschen mit leichter Schlafapnoe. Auch andere chirurgische Methoden werden gelegentlich verwendet, sind aber weniger gründlich untersucht worden.

Zentrale Schlafapnoe

Die zugrunde liegende Störung wird nach Möglichkeit behandelt. So können zum Beispiel Medikamente zur Linderung der Auswirkungen einer Herzinsuffizienz verabreicht werden. Ansonsten gibt es ein paar wenige gute klinische Studien. Durch eine Nasenkanüle verabreichter Sauerstoff (ohne Überdruck) kann die Apnoe bei Patienten lindern, deren Sauerstoffsättigung im Schlaf absinkt. Bei manchen Menschen mit zentraler Schlafapnoe nützt auch CPAP-Beatmung. Mit dieser Behandlung erleiden Menschen mit Cheyne-Stokes-Atmung weniger Apnoeanfälle und weniger ausgeprägte Herzinsuffizienz, aber die Überlebensdauer verbessert sich dadurch nicht. Acetazolamid kann Menschen mit zentraler Schlafapnoe helfen, die durch Aufenthalte in großer Höhe verursacht wird – und möglicherweise sogar bei Schlafapnoe auf Meereshöhe. Bei manchen Menschen nützt die Implantation eines Geräts, welches das Zwerchfell zur Atmung anregt (sogenannte Elektrolunge).

Weitere Informationen

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Auch von Interesse

Videos

Alle anzeigen
Navigationsbronchoskopie
Video
Navigationsbronchoskopie
Bei der Untersuchung von Raumforderungen oder Tumoren im Lungengewebe wird normalerweise ein...
3D-Modelle
Alle anzeigen
Pneumothorax
3D-Modell
Pneumothorax

SOZIALE MEDIEN

NACH OBEN