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Uveitis

Von

Kara C. LaMattina

, MD, Boston University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2020| Inhalt zuletzt geändert Okt 2020
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Quellen zum Thema

Eine Uveitis ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut an einer beliebigen Stelle der pigmentierten Schicht, die auch Uvea oder Uvealtrakt genannt wird.

  • Die mittlere Augenhaut (Uvealtrakt) kann sich aufgrund von Infektionen, Verletzungen, einer den ganzen Körper betreffenden Autoimmunerkrankung (die den Körper zum Angriff auf das eigene Gewebe veranlasst) oder aus unbekannten Gründen entzünden.

  • Die Symptome können Augenschmerzen, eine Rötung der Augen, Mouches volantes, einen Verlust des Sehvermögens oder eine Kombination davon umfassen.

  • Die Behandlung erfolgt üblicherweise mit Kortikosteroiden (in Form von Augentropfen, Tabletten zum Einnehmen oder als Injektion ins Auge oder um das Auge herum), Tropfen zur Vergrößerung und Entspannung der Pupille des betroffenen Auges sowie manchmal mit Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken.

Die mittlere Augenhaut besteht aus 3 Strukturen:

  • Iris

  • Ziliarkörper

  • Aderhaut

Die Iris, der farbige Ring um die schwarze Pupille, öffnet und schließt sich wie die Öffnung einer Kameralinse, um mehr oder weniger Licht ins Auge einzulassen.

Der Ziliarkörper besteht aus einer Gruppe von Muskeln, die beim Zusammenziehen die Linse dicker werden lassen, sodass sich das Auge auf Objekte in der Nähe fokussieren kann. Durch Entspannen gestattet der Ziliarkörper der Linse, dünner zu werden, sodass sich das Auge auf Objekte in größerer Entfernung fokussieren kann. Dieser Vorgang heißt Akkommodation.

Die Aderhaut, die einen Teil der hinteren Seite des Augapfels auskleidet, zieht sich vom Rand der Ziliarmuskeln bis zum Sehnerv im Augenhintergrund. Die Aderhaut liegt zwischen der Netzhaut auf der Innenseite und der Lederhaut (Sklera) auf der Außenseite. Sie enthält sowohl pigmentierte Zellen als auch Blutgefäße, die das Augeninnere und besonders die Netzhaut ernähren.

Ansicht des Uvealtrakts

Die mittlere Augenhaut setzt sich aus drei Komponenten zusammen: der Iris, dem Ziliarkörper und der Aderhaut.

Ansicht des Uvealtrakts

Die mittlere Augenhaut kann sich zum Teil oder ganz entzünden. Eine Entzündung, die auf einen Teil der mittleren Augenhaut (Uvealtrakt) begrenzt ist, wird nach dem entzündeten Bereich benannt:

  • Eine anteriore Uveitis ist eine Entzündung der vorderen Seite der mittleren Augenhaut, einschließlich der Iris.

  • Eine intermediäre Uveitis ist eine Entzündung des mittleren Teils der Uvea und betrifft üblicherweise auch die gallertartige Substanz im Augapfel, die als Glaskörper bezeichnet wird.

  • Bei einer posterioren Uveitis handelt es sich um eine Entzündung des hinteren Teils der mittleren Augenhaut, die auch die Netzhaut und die Aderhaut betreffen kann.

  • Eine Panuveitis ist eine Entzündung, die den gesamten Uvealtrakt angreift.

Manchmal wird die Uveitis nach dem bestimmten Teil, der entzündet ist, benannt. Zum Beispiel beschreibt eine Iritis eine Entzündung der Iris, eine Choroiditis eine Entzündung der Aderhaut oder eine Chorioretinitis eine Entzündung, die sowohl die Aderhaut als auch die darüber liegende Netzhaut betrifft. Eine Entzündung der mittleren Augenhaut ist bei vielen Patienten mit einer Regenbogenhautentzündung (Uveitis) auf ein Auge beschränkt, kann aber auch beide Augen in Mitleidenschaft ziehen.

Ursachen der Uveitis

Eine solche Entzündung hat zahlreiche mögliche Ursachen. Einige Ursachen beschränken sich auf das Auge selbst, während es sich bei anderen um Erkrankungen handelt, die den ganzen Körper betreffen. Bei den meisten Patienten wird keine Ursache identifiziert, und sie werden dann als idiopathische Uveitis (oder eine Uveitis unbekannter Ursache) diagnostiziert.

Zahlreiche Patienten mit Uveitis leiden an einer Störung, die auch andere Organe im Körper betrifft. Dazu gehören entzündliche Erkrankungen, wie zum Beispiel das Behçet-Syndrom Behçet-Syndrom Behçet-Syndrom ist eine chronische Entzündung der Blutgefäße (Vaskulitis), die zu schmerzhaften Geschwüren im Mund und an den Genitalien, Hautläsionen und Augenproblemen führt. Gelenke, Nervensystem... Erfahren Sie mehr Behçet-Syndrom , ankylosierende Spondylitis Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) ist eine Spondylarthritis, die durch eine Entzündung der Wirbelsäule (Spondylitis), der großen Gelenke sowie der Finger und Zehen mit Schmerzen und... Erfahren Sie mehr Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) , juvenile idiopathische Arthritis Juvenile idiopathische Arthritis (JIA) Juvenile idiopathische Arthritis ist eine Gruppe von verwandten Erkrankungen in der Kindheit, die ab dem 16. Lebensjahr eintreten und zu andauernden oder wiederkehrenden Entzündungen der Gelenke... Erfahren Sie mehr , Sarkoidose Sarkoidose Bei der Sarkoidose bilden sich in vielen Organen im Körper krankhafte Ansammlungen von Entzündungszellen (Granulome). Sarkoidose kommt gewöhnlich bei 20- bis 40-Jährigen vor, am meisten betroffen... Erfahren Sie mehr Sarkoidose , reaktive Arthritis Reaktive Arthritis Reaktive Arthritis (ehemals Reiter-Syndrom) ist eine Form der Spondylarthritis, die zu Entzündungen in den Gelenken und Sehnenansätzen am Gelenk führt, häufig begleitet von einer Infektion.... Erfahren Sie mehr Reaktive Arthritis , entzündliche Darmerkrankungen Übersicht über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kommt es zu einer Entzündung des Darms, häufig mit der Folge von wiederkehrenden Bauchschmerzen und Durchfall. Die zwei häufigsten chronisch-entzündlichen... Erfahren Sie mehr (Morbus Crohn Morbus Crohn Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die typischerweise den unteren Abschnitt des Dünndarms, den Dickdarm oder beides betrifft. Es können jedoch alle Abschnitte des Verdauungstraktes... Erfahren Sie mehr Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Colitis ulcerosa Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung mit Entzündungen und Geschwüren (vertieft oder erodiert) im Dickdarm (Colon), die Schübe (Attacken) mit blutigem Durchfall, Bauchkrämpfen... Erfahren Sie mehr ) sowie unter Asiaten und einigen Lateinamerikanern auch das Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom. Einige Patienten leiden unter Volkskrankheiten wie Tuberkulose Tuberkulose (TB) Tuberkulose ist eine ansteckende chronische Infektion, die durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis verursacht wird, das auf dem Luftweg übertragen wird. Sie greift in der Regel die Lunge... Erfahren Sie mehr Tuberkulose (TB) , Syphilis Syphilis Syphilis ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die durch das Bakterium Treponema pallidum verursacht wird. Syphilis kann in drei Symptomstadien auftreten, unterbrochen von Perioden von scheinbar... Erfahren Sie mehr Syphilis oder der Lyme-Krankheit Lyme-Borreliose Die Lyme-Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Infektion, die durch eine Borrelia-Spezies - in den Vereinigten Staaten hauptsächlich durch Borrelia burgdorferi und manchmal durch Borrelia... Erfahren Sie mehr Lyme-Borreliose .

Wenn auch selten, können doch einige Arzneimittel (wie Pamidronat, Rifabutin, Sulfonamid-Antibiotika, Cidofovir und Immun-Checkpoint-Inhibitoren wie Ipilimumab) eine Uveitis verursachen.

Symptome der Uveitis

Die frühen Symptome einer Uveitis können leicht oder schwer sein – je nachdem, welcher Teil der Regenbogenhaut (Uvea) betroffen ist und wie schwer die Entzündung ist.

Eine Uveitis kann das Auge schnell schädigen. Sie kann Langzeitkomplikationen auslösen, die das Sehvermögen bedrohen, wie zum Beispiel ein Anschwellen der Makula, eine Beschädigung der Netzhaut, Glaukome und Katarakte. Viele Menschen erleben nur einen Uveitisschub. Andere leiden an regelmäßigen Rückfällen über Monate oder Jahre oder an einer chronischen Entzündung, die eine Langzeitbehandlung erfordert.

Diagnose der Uveitis

  • Untersuchung durch den Arzt

Der Arzt stützt die Diagnose auf die Symptome und die Befunde der körperlichen Untersuchung. Im Verlauf der Untersuchung setzt der Arzt eine Spaltlampe ein. Eine Spaltlampe Spaltlampenuntersuchung Personen mit Symptomen am Auge sollten sich zwecks Untersuchung an einen Arzt wenden. Einige Augenkrankheiten verursachen jedoch im Anfangsstadium wenige oder gar keine Symptome, sodass die... Erfahren Sie mehr ist ein Instrument, das dem Arzt die Betrachtung des Auges bei starker Vergrößerung ermöglicht. Wenn der Arzt eine Erkrankung als Ursache vermutet, die andere Organe betrifft, werden entsprechende Tests durchgeführt.

Behandlung der Uveitis

  • Kortikosteroide

  • Arzneimittel zur Erweiterung der Pupillen

  • Manchmal sonstige Arzneimittel oder Behandlungen

Um einem bleibenden Schaden vorzubeugen, muss die Behandlung einer Uveitis möglichst früh einsetzen. Die Behandlung umfasst fast immer Kortikosteroide, die normalerweise als Augentropfen verabreicht werden. Kortikosteroide können darüber hinaus auch oral eingenommen oder in das Auge bzw. um das Auge herum injiziert werden. Arzneimittel zur Erweiterung der Pupillen, wie zum Beispiel Homatropin- oder Cyclopentolattropfen, werden ebenfalls eingesetzt.

Andere Arzneimittel können zur Behandlung spezifischer Ursachen der Uveitis angewandt werden. Wenn zum Beispiel eine Infektion die Ursache ist, können Arzneimittel verabreicht werden, die den infizierenden Organismus eliminieren.

Gelegentlich werden andere Behandlungsformen erforderlich, wie etwa Operationen, der Einsatz von Lasern oder Medikamenten zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppressiva), die man oral oder in die Vene (intravenös) oder in die Haut verabreicht.

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