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Wochenbettpflege

Von

Julie S. Moldenhauer

, MD, Children's Hospital of Philadelphia

Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Quellen zum Thema

Die klinischen Erscheinungen des Wochenbetts (Zeitraum von 6 Wochen nach der Geburt) spiegeln im Allgemeinen die Rückbildung der physiologischen Veränderungen, die während der Schwangerschaft aufgetreten sind, wider (siehe Tabelle: Normale Veränderungen nach der Geburt). Diese Veränderungen sind leicht und vorübergehend und sollten nicht mit pathologischen Veränderungen verwechselt werden.

Postpartum Komplikationen treten selten auf. Die häufigsten sind

Klinische Parameter

Innerhalb der ersten 24 Stunden beginnt die Pulsfrequenz der Frau abfallen, wobei ihre Temperatur leicht erhöht sein kann.

Der vaginale Ausfluss ist über 3–4 Tage kräftig blutig (Lochia rubra), während der folgenden 10–12 Tage verändert er sich in blassbraun (Lochia fusca) und schließlich in gelblich-weiß (Lochia alba).

Etwa 1–2 Wochen post partum streift sich der Schorf von der Plazentahaftfläche ab, und es tritt eine Blutung auf; die Blutung sistiert meist spontan. Der gesamte Blutverlust beträgt ca. 250 ml; er lässt sich durch angenehm zu tragende intravaginale (häufig gewechselte) Tampons oder äußerliche Binden aufnehmen. Tampons sollten nicht angewandt werden, wenn sie die Abheilung von perinealen oder vaginalen Verletzungen behindern könnten. Längerer Blutungen (postpartale Blutungen) können ein Zeichen für eine Infektion oder eine Plazentaretention sein und sollten untersucht werden.

Der Uterus bildet sich zusehends zurück; nach 5–7 Tagen ist er fest und nicht länger schmerzempfindlich und erstreckt sich in der Mittellinie von der Symphyse bis zum Nabel. Nach 2 Wochen ist er nicht mehr vom Abdomen her zu tasten und kehrt typischerweise nach 4–6 Wochen zu der Größe vor der Schwangerschaft zurück. Kontraktionen des sich rückbildenden Uterus erfordern in manchen Fällen, wenn sie schmerzhaft sind (Nachwehen), eine Schmerzmedikation.

Laborparameter

Während der ersten Woche nimmt die Urinmenge vorübergehend zu; eine etwaige Lochia muss bei der Beurteilung der Ergebnisse der Urinuntersuchung berücksichtigt werden.

Da das Blutvolumen umverteilt wird, kann der Hkt (Hämatokrit) schwanken, tendiert aber dazu, wenn die Frauen nicht bluten, in dem Bereich zu bleiben, in dem er sich in der Schwangerschaft befunden hat. Da die Leukozyten während der Geburt ansteigen, entwickelt sich in den ersten 24 Stunden post partum eine deutliche Leukozytose (bis zu 20.000–30.000/μl). Die Leukozytenzahl normalisiert sich innerhalb einer Woche. Plasma-Fibrinogen und BSG (Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit) bleiben während der 1. Woche post partum erhöht.

Tabelle
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Normale Veränderungen nach der Geburt

Parameter

Erste 24 Stunden

Erste 3–4 Tage

5 Tage bis 2 Wochen

Nach 2 Wochen

Nach 4 Wochen

Klinisch

Herzfrequenz

Beginnt sich zu reduzieren

Abnehmend auf Wert wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Temperatur

Leicht erhöht

Gewöhnlich wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Vaginaler Ausfluss

Blutig (Lochia rubra)

Blutig (Lochia rubra)

Blassbraun (Lochia serosa)*

Blassbraun bis gelblich-weiß (Lochia alba)

Gelblich-weiß bis normal

Harnvolumen

Erhöht

Erhöht

Abnehmend auf Volumen wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Uterus

Beginn der Rückbildung

Fortsetzung der Rückbildung

Hart, nicht mehr empfindlich

Befindet sich etwa in der Mitte zwischen Symphyse und Nabel

Abdominal nicht tastbar

Größe wie vor der Schwangerschaft

Stimmung

Baby-Blues

Baby-Blues

Normal nach 7–10 Tagen

Wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Brüste (bei nicht stillenden Frauen)

Etwas vergrößert

Geschwollen

Abnehmend

Wie vor der Schwangerschaft

Wie vor der Schwangerschaft

Ovulation (bei nicht stillenden Frauen)

Unwahrscheinlich

Unwahrscheinlich

Unwahrscheinlich

Unwahrscheinlich, aber möglich

Möglich

Laboratory

Leukozytenzahl

Bis zu 20.000-30.000/μl

Abnehmend

Abnehmend auf Normalwert

Normalwert

Normalwert

Plasmafibrinogen und BSG

Erhöht

Erhöht

Abnehmend auf Normalwert nach 7 Tagen

Normalwert

Normalwert

* Das Abstreifen des Schorfs an der Plazentahaftfläche kann zu einem Blutverlust von etwa 250 ml nach 7–14 Tagen führen.

Anfängliche Behandlung

Die Gefahr einer Infektion, einer Blutung und starker Schmerzen muss möglichst gering gehalten werden. Die Frauen werden in der Regel für mindestens 1–2 Stunden nach dem 3. Stadium der Geburt und bei während der Geburt durchgeführter Lokalanästhesie oder Vollnarkose (z. B. mit Zange, Saugglocke oder bei Kaiserschnitt) über mehrere Stunden beobachtet oder wenn die Geburt keine komplette Routine war.

Blutung

(Für weitere Informationen, Nachgeburtsblutung.)

Die Stillung der Blutung hat die größte Bedeutung; die Maßnahmen umfassen

  • Uterusmassage

  • Gelegentlich parenteral Oxytocin

Während der 1. Stunde nach dem 3. Stadium der Geburt wird der Uterus in regelmäßigen Abständen massiert, um sicherzustellen, dass er kontrahiert ist, womit eine massive Blutung verhindert werden kann.

Wenn der Uterus nach einer Massage allein nicht kontrahiert, werden sofort nach der Geburt der Plazenta entweder 10 I.E. Oxytocin i.m. oder eine i.v. Oxytocinlösung als Infusion (10 oder 20 [bis zu 80] I.E./1000 ml der Infusionslösung) in 125–200 ml/h gegeben. Das Medikament wird so lange gegeben, bis der Uterus fest ist, dann reduziert oder abgesetzt. Oxytocin sollte nicht als i.v. Bolus verabreicht werden, da es zu schwerer Hypertonie führen kann.

Wenn die Blutung zunimmt, wird zur Erhöhung des Uterustonus Methergin 0,2 mg i. m. alle 2 bis 4 h oder 800 bis 1000 µg Misoprostol rektal 1-mal gegeben. Methergine 0,2 mg p.o. alle 6 bis 8 h kann für bis zu 7 Tagen fortgesetzt werden, wenn nötig.

Für alle Frauen muss Folgendes in der Erholungsphase bereitstehen

  • Sauerstoff

  • Rhesus-negatives Blut oder auf Verträglichkeit getestetes Blut

  • Infusionen

Bei einem massiven Blutverlust ist ein Blutbild vor der Entlasung erforderlich, um zu testen, ob die Frauen nicht anämisch sind. Kam es zu keinem massiven Blutverlust, ist kein Blutbild erforderlich.

Ernährung und Aktivität

Nach den ersten 24 Stunden geschieht die Erholung rasch. Sobald die entbundene Frau Nahrung wünscht, sollte ihr eine normale Kost angeboten werden. So früh wie möglich wird zur vollen Mobilisierung ermutigt.

Empfehlungen für Bewegung werden individuell in Abhängigkeit von anderen Krankheiten der Mutter oder von Komplikationen ausgesprochen. Normalerweise kann mit den Übungen zur Kräftigung der Bauchmuskeln begonnen werden, sobald die Beschwerden der Geburt abgeklungen sind, was bei vaginalen Geburten meistens innerhalb eines Tages und bei Kaiserschnittentbindungen etwas später der Fall ist. Übungen zum langsamen Aufrichten, die im Bett mit gebeugten Hüften und Knien ausgeführt werden, führen nur zur Anspannung der Bauchmuskeln, normalerweise ohne Rückenschmerzen zu verursachen. Der Nutzen von Beckenbodenübungen (z. B. Kegelübungen) ist nicht gesichert; mit diesen Übungen kann aber begonnen werden, sobald die Patientin dafür bereit ist.

Pflege des Perineums

Bei unkompliziertem Geburtsverlauf sind Duschen und Baden erlaubt, Vaginalspülungen im frühen Wochenbett aber verboten. Die Vulva sollte von anterior nach posterior gereinigt werden.

Sofort nach der Geburt können Eispackungen helfen, Schmerzen und Ödeme im Bereich einer Episiotomie oder einer mit Naht versorgten Wunde zu reduzieren; gelegentlich kann Lidocain-Creme oder -Spray zur Schmerzlinderung verwendet werden.

Später können mehrmals am Tag warme Sitzbäder genommen werden.

Beschwerden und Schmerzen

NSAR wie Ibuprofen 400 mg p.o. alle 4–6 Stunden sind wirksam sowohl bei perinealen Beschwerden als auch beim Gebärmutterkrampf. Acetaminophen 500–1000 mg p.o. alle 4–6 Stunden kann auch verwendet werden. Paracetamol und Ibuprofen scheinen während des Stillens relativ sicher zu sein. Zahlreiche andere Analgetika werden über die Muttermilch ausgeschieden. Nach der Operation oder der Versorgung von großen Wunden können zur Linderung der Beschwerden Opioide erforderlich werden.

Wenn sich die Schmerzen merklich verschlechtern, sollten die Frauen auf Komplikationen wie ein Vulvahämatom untersucht werden.

Blasen- und Darmfunktion

Harnretention, Harnblasenüberdehnung und Katheterismus sollten möglichst vermieden werden. Vor allem nach Absetzen von Oxytocin kann es zu einer überschießenden Diurese kommen. Die Patientin muss zur Blasenentleerung aufgefordert und überwacht werden, um einer asymptomatischen Blasenüberfüllung vorzubeugen. Ein mittelständiger, im suprapubischen Bereich tastbarer Tumor oder eine Anhebung des Uterusfundus über den Nabel lässt auf eine Blasenüberdehnung schließen. Bei Auftreten einer Blasenaufstauung ist ein Katheterismus erforderlich, um die Beschwerden sofort zu lindern und um langwierige Blasenfunktionsstörungen zu verhindern. Kommt es zur Blasenaufstauung, kann ein liegender oder intermittierender Katheter indiziert sein.

Die Frauen werden angehalten, noch vor der Entlassung ihren Stuhl zu entleeren, obwohl diesem Rat bei sehr früher Entlassung oft nicht zu folgen ist. Wenn innerhalb von 3 Tagen keine Defäkation erfolgt ist, kann ein mildes Abführmittel (z. B. Psyllium, Docusat, Bisacodyl) gegeben werden. Die Vermeidung einer Verstopfung hilft oft, Hämorrhoiden vorzubeugen oder bestehende Hämorrhoiden, die auch mit warmen Sitzbädern behandelt werden können, zu vermindern. Frauen mit einer Versorgung eines umfangreichen Dammrisses mit Beteiligung des Rektums oder des analen Schließmuskels können Stuhlaufweicher (z. B. Docusat) gegeben werden.

Eine Regionalanästhesie (spinal oder epidural) oder Allgemeinanästhesie kann zur Verzögerung von Defäkation und spontaner Miktion führen, die teilweise die Mobilisierung hinausschiebt.

Impfung und Rh-Desensibilisierung

Frauen, die keine Antikörper gegen Röteln haben, sollten am Tag der Entlassung gegen Röteln geimpft werden.

Idealerweise wird Tdap zwischen 27 und 36 SSW jeder Schwangerschaft verabreicht. Wenn Frauen noch nie mit dem Tetanus-Diphtherie-Zellulären Keuchhusten-Impfstoff (Tdap) geimpft wurden (nicht während der laufenden oder einer früheren Schwangerschaft oder als Jugendliche oder Erwachsener), sollten sie Tdap vor der Entlassung aus dem Krankenhaus oder Geburtszentrum erhalten, unabhängig von ihrem Stillstatus. Wenn Familienangehörige, die einen Kontakt mit dem Neugeborenen erwarten, Tdap noch nicht erhalten haben, sollten sie Tdap mindestens 2 Wochen vor dem Kontakt mit dem Neugeborenen erhalten, um ihn gegen Keuchhusten zu immunisieren (1).

Schwangere Frauen, die keinen Nachweis der Immunität haben, sollten die erste Dosis des Varizellenimpfstoffs nach der Geburt und die zweite Dosis 4 bis 8 Wochen nach der ersten Dosis erhalten.

Frauen mit Rh-negativem Blut, die ein Kind mit Rh-positivem Blut geboren haben, aber nicht sensibilisiert sind, sollte zur Vermeidung einer Sensibilisierung innerhalb von 72 h nach der Geburt Rh0(D)-Immunglobulin 300 μg i.m. gegeben werden.

Brustdrüsenschwellung

Die Anreicherung von Milch kann zu einem schmerzhaften Milchstau während der frühen Laktation führen. Stillen hilft, die Schwellung zu vermindern.

BeiFrauen, die stillen wollen, wird Folgendes empfohlen bis die Milchproduktion auf die Bedürfnisse des Säuglings angepasst ist:

  • Abpumpen von Hand unter einer warmen Dusche oder mit einer Milchpumpe zwischen den Fütterungen, um den Druck vorübergehend lindern. (Da dies jedoch die Laktation eher fördert, sollte es nur bei Bedarf erfolgen)

  • Das Kind nach einem regelmäßigen Zeitplan stillen

  • Das Tragen eines komfortablen Still-BHs 24h/Tag

Für Frauen, die nicht stillen werden, wird Folgendes empfohlen:

  • Festsitzender BH zur Unterdrückung der Milchbildung, weil die Schwerkraft den „Let-down“-Reflex stimuliert und regt den Milchfluss an.

  • Verzicht auf Stimulation und Manipulation der Brustwarzen, die die Milchproduktion erhöhen können.

  • Hochbinden der Brüste (z. B. mit einem passgenauen BH), Kältepackungen und Analgetika nach Bedarf gefolgt von Tragen eines festsitzenden BHs, um die temporär auftretenden Symptome während der Milchbildung zu unterdrücken

Eine Unterrückung der Laktation mit Arzneimitteln wird nicht empfohlen.

Psychische Störungen

In der ersten Woche nach der Geburt tritt sehr oft eine vorübergehende Depression (Baby-Blues, Wochenbettdepression) auf. Die Symptome (z. B. Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angstzustände, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Weinkrämpfe) sind in der Regel gering und klingen normalerweise 7–10 Tage ab.

Ärzte sollten Frauen nach Symptomen einer Depression vor und nach der Geburt befragen und daran denken, dass sie auf die Symptome einer Depression achten sollen, die normalen Erscheinungen einer frischen Mutterschaft (z. B. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen) ähneln können. Sie sollten Frauen auch dahingehend beraten, dass sie bei depressiven Symptomen, die > 2 Wochen anhalten oder mit täglichen Aktivitäten einhergehen, oder bei Gedanken an Selbstmord oder Mord einen Arzt aufsuchen. In diesen Fällen kann eine Wochenbettdepression oder eine andere psychische Störung vorliegen.

Bei einer bereits bestehenden psychischen Störung, insbesondere einer vorangegangenen Wochenbettdepression, ist es wahrscheinlich, dass Sie erneut im Wochenbett auftritt oder sich verschlechtert; die betroffenen Frauen sollten gründlich überwacht werden.

Erste Referenz für die Behandlung

Betreuung zu Hause

Frau und Kind können innerhalb von 24–48 Stunden entlassen werden; in vielen familienzentrierten geburtshilflichen Abteilungen geschieht dies, wenn keine Vollnarkose angewandt wurde und keine Komplikationen aufgetreten sind, schon 6 Stunden nach der Geburt.

Schwerwiegende Probleme sind selten, aber ein Hausbesuch, ein Besuch in der Praxis oder ein Anruf innerhalb von 24–48 Stunden ist notwendig. Eine Routinebesuch nach der Geburt ist in der Regel nach 6 Wochen bei Frauen mit einer unkomplizierten vaginalen Entbindung geplant. Bei Kaiserschnitt oder anderen Komplikationen sollte die Kontrolluntersuchung früher geplant werden.

Mit normalen Aktivitäten kann wieder begonnen werden, sobald sich die Frau dazu in der Lage fühlt.

Nach vaginaler Entbindung kann ein Geschlechtsverkehr wieder erfolgen, wenn er gewünscht wird und keine Beschwerden verursacht; eine Wunde oder Dammschnitt muss zuvor jedoch wieder verheilt sein. Nach Kaiserschnitt sollte ein Geschlechtsverkehr erst nach Heilung der Operationswunde wieder erfolgen.

Familienplanung

Falls eine Frau bei der Entlassung aus dem Krankenhaus gegen Röteln oder Windpocken geimpft wurde, muss eine Schwangerschaft über einen Monat verhütet werden Ebenso geschieht es ganz im Interesse der Frau, wenn eine Schwangerschaft zur Gewährung einer ausgiebigen Erholungsphase mindestens 6, besser 18 Monate lang nach der Geburt verhütet wird.

Um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu minimieren, sollte eine Verhütung bereits mit der Entlassung begonnen werden kann. Falls Frauen nicht stillen, kommt es normalerweise 4–6 Wochen post partum, 2 Wochen vor der 1. Menstruationsblutung, zu einer Ovulation. Allerdings kann der Eisprung früher auftreten; eine Konzeption ist schon 2 Wochen post partum erfolgt. Frauen, die stillen, neigen zu späterer Ovulation und Menstruationsblutung, normalerweise etwa 6 Monate post partum; aber es gibt auch Frauen, die ebenso früh ovulieren und menstruieren (und schwanger werden) wie nicht stillende Frauen.

Frauen sollten abhängig der spezifischen Risiken und Nutzen der verschiedenen Optionen eine Kontrazeptionsmethode wählen.

Das Stillgeschäft beeinflusst die Wahl des Kontrazeptivums. Bei stillenden Frauen werden nichthormonelle Methoden bevorzugt; unter den hormonellen Methoden werden reine orale Gestagen-Kontrazeptiva, Depot-Medroxyprogesteronacetat-Injektionen und Gestagen-Implantate bevorzugt, da sie die Milchproduktion nicht beeinträchtigen. Östrogen-Progesteron-Kontrazeptiva können die Milchproduktion stören und sollten erst eingesetzt werden, wenn sich der Milchfluss zuverlässig eingestellt hat. Nicht stillende Frauen können kombinierte Östrogen-Gestagen-Vaginalringe 4 Wochen nach der Geburt verwenden.

Ein Diaphragma sollte erst nach vollständiger Rückbildung des Uterus (nach ca. 6–8 Wochen) angepasst werden; zwischenzeitlich ist die Verhütung mit Schaum, Gelee und Kondomen angeraten.

Intrauterine Produkte werden in der Regel 4–6 Wochen nach der Geburt eingesetzt, um das Risiko einer Ausstoßung zu minimieren.

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