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Uveitis verursacht durch Bindegewebserkrankung

Von

Kara C. LaMattina

, MD, Boston University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Quellen zum Thema

Spondyloarthropathien

Unter den seronegativen Spondyloarthropathien ist die Augenentzündung am häufigsten bei Spondylitis ankylosans Spondylitis ankylosans Die ankylosierende Spondylitis ist die prototypische Spondyloarthropathie und eine Systemkrankheit mit Entzündungen des Achsenskeletts, großer peripherer Gelenke und Finger, nächtlichen Kreuzschmerzen... Erfahren Sie mehr Spondylitis ankylosans , aber auch bei reaktive Arthritis Reaktive Arthritis Die reaktive Arthritis ist eine hochakute Spondylarthritis, die oft auf eine Infektion (am häufigsten des Gastrointestinal- oder Urogenitaltraktes) zurückzuführen ist. Zu ihren häufigsten Manifestationen... Erfahren Sie mehr  Reaktive Arthritis , entzündliche Darmerkrankung Übersicht zu entzündlichen Darmerkrankheiten Entzündliche Darmkrankheiten (IBD), zu denen der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa gehören, sind mit Remissionen und Rückfällen einhergehende chronische Entzündungen in unterschiedlichen... Erfahren Sie mehr (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn) und psoriatische Arthritis Psoriasisarthritis Die Psoriasisarthritis ist eine Spondyloarthropathie und eine chronisch-entzündliche Arthritis, die im Zusammenhang mit einer Psoriasis der Haut und/oder der Nägel auftritt. Diese Arthritis... Erfahren Sie mehr Psoriasisarthritis . Die Uveitis ist normalerweise einseitig, aber erneutes Auftreten ist üblich und die aktive Entzündung kann zwischen beiden Augen wechseln. Männer sind öfter betroffen als Frauen. Die meisten Patienten sind unabhängig von ihrem Geschlecht humanem Leukozytenantigen-B27-positiv.

Für die Behandlung ist ein topisches Kortikosteroid und ein zykloplegisch-mydriatisches Medikament erforderlich. Gelegentlich werden periokulare Kortikosteroide benötigt. Schwere chronische Fälle können nicht-kortikosteroide Immunsuppressiva (z. B. Methotrexat, Mykophenolat-Mofetil) erforderlich machen.

Juvenile idiopathische Arthritis (JIA, früher bekannt als juvenile RA)

Die JIA Juvenile idiopathische Arthritis (JIA) Die juvenile idiopathische Arthritis bezeichnet eine Gruppe von rheumatischen Erkrankungen, die vor dem 16. Lebensjahr beginnen. Arthritis, Fieber, Hautausschlag, Lymphadenopathie, Splenomegalie... Erfahren Sie mehr  Juvenile idiopathische Arthritis (JIA) verursacht bei Kindern typischerweise eine chronische bilaterale Iridozyklitis, insbesondere jene der oligoartikulären Art. Anders als die meisten Formen der Uveitis anterior verursacht die JIA jedoch keine Augenschmerzen, Photophobie und Bindehaut-Injektion, sondern nur Verschwommensehen und Miosis, und wird deshalb häufig als weiße Iritis bezeichnet. Sie kann asymptomatisch sein. Die JIA-assoziierte Uveitis kommt häufiger bei Mädchen als bei Jungen vor. Da Symptome übersehen werden oder fehlen können, sollten Patienten mit JIA regelmäßig untersucht werden.

Rheumatoide Arthritis hingegen wird nicht mit isolierter Uveitis assoziiert, kann aber Skleritis verursachen, welche die sekundäre mittlere Augenhaut entzünden kann.

Wiederkehrende Attacken der Entzündung werden am besten mit einem topischen Kortikosteroid und einem zykloplegisch-mydriatischen Medikament behandelt. Angesichts der chronischen Natur der Erkrankung und des Risikos einer behandlungsbedingten Katarakt- und Glaukom-Entwicklung erfordert die Langzeitkontrolle oft den Einsatz eines nicht kortikosteroiden Immunsuppressivums (z. B. Methotrexat, Mycophenolatmofetil)

Sarkoidose

Die Sarkoidose Sarkoidose Sarkoidose ist eine entzündliche Erkrankung, die durch nichtverkäsende Granulome in einem oder mehreren Organen und Geweben entsteht; die Ätiologie ist unbekannt. Am häufigsten sind Lunge und... Erfahren Sie mehr  Sarkoidose bedingt 10–20% der Uveitisfälle und etwa 25% der Patienten mit Sarkoidose entwickeln eine Uveitis. Die Sarkoidose-Uveitis kommt häufiger bei Schwarzen und älteren Menschen vor.

Es können praktisch alle Symptome und Beschwerden der Uveitis anterior, intermedia, posterior, oder Panuveitis vorkommen. Zu verdächtigen Befunden zählen Bindehautgranulome, große Keratinausscheidungen auf dem Hornhautendothel (sogenannte granulomatöse oder speckige Präzipitate), Irisgranulome und retinale Vaskulitis. Die Biopsie der verdächtigen Verletzungen, welche die sicherste Diagnose darstellt, wird in der Regel auf der Bindehaut durchgeführt; auf dem intraokulären Gewebe wird sie aufgrund des zu hohen Risikos während der Prozedur nur selten durchgeführt.

Die Behandlung erfolgt meistens mit topischen, periokularen, intraokularen oder systemischen Kortikosteroiden, oder einer Kombination, zusammen mit einem zykloplegisch-mydriatischen Medikament. Patienten mit einer moderaten bis schweren Entzündung können ein nicht-kortikosteroidales Immunsuppressivum (z. B. Methotrexat, Mykophenolat-Mofetil) benötigen.

Morbus Behçet

Typische Befunde sind eine starke Uveitis anterior mit Hypopyon, Retinitis, retinaler Vaskulitis und Papillenentzündung. Der klinische Verlauf ist meistens schwer mit mehrfachen Rezidiven.

Die Diagnose setzt das Vorhandensein von systemischen Manifestationen wie orale Aphthen oder Genitalulzera; Dermatitis einschließlich Erythema nodosum; Thrombophlebitis oder Epididymitis voraus. Orale Aphthen können zum Nachweis einer okklusiven Vaskulitis biopsiert werden. Es gibt keine Labortests für Morbus Behçet (Anm. d. Übers.: evtl. erhöhte Prävalenz von humanem Leukozytenantigen-B5), aber er wird mit humanem Leukozytenantigen-B51 in Verbindung gebracht.

Die Behandlung mit topischen und systemischen Kortikosteroiden und einem zykloplegisch-mydriatischen Medikament kann eine heftige Verschlimmerung mindern, die meisten Patienten benötigen schließlich dennoch systemische Kortikosteroide und ein nicht-kortikosteroidales Immunsuppressivum, um die Entzündung unter Kontrolle zu halten und die schweren Komplikationen einer Langzeit-Kortikosteroidtherapie zu verhindern. Biologika wie Interferone und Tumornekrosefaktor-Hemmer waren bei ausgewählten Patienten wirksam, die auf andere Behandlungen nicht ansprachen. Alkylierungsmittel (z. B. Cyclosporin und Chlorambucil) haben bei Patienten eine Remission induziert.

Vogt-Koyanagi-Harada-(VKH-)Erkrankung

Die Vogt-Koyanagi-Harada-Erkrankung ist eine seltene systemische Störung, die durch Uveitis mit kutanen und neurologischen Anomalien gekennzeichnet ist. Die VKH-Erkrankung kommt besonders häufig bei Patienten asiatischer, indischer und indianischer Herkunft vor. Frauen im 3. und 4. Lebensjahrzehnt sind häufiger betroffen als Männer. Die Ätiologie ist unbekannt, obwohl stark zu vermuten ist, dass es sich um eine Autoimmunreaktion gegen melaninhaltige Zellen in der mittleren Augenhaut, der Haut, dem Innenohr oder den Meningen handelt.

Neurologische Symptome treten für gewöhnlich früh auf und umfassen Tinnitus, Dysakusis (akustische Agnosie), Schwindelgefühl, Kopfschmerzen und Meningismus. Hautveränderungen wie eine fleckige Vitiligo (insbesondere auf den Lidern, am unteren Rücken und am Gesäß), Poliosis (einzelner Fleck weißer Haare, was die Wimpern miteinbeziehen kann) und Alopezie (meistens im Kopf- und Nackenbereich) treten häufig erst später auf. Zu üblichen Befunden zählen seröse Netzhautablösung Netzhautablösung Die Netzhautablösung ist eine Trennung der neurosensorischen Retina vom darunterliegenden retinalen Pigmentepithel. Die häufigste Ursache ist ein Netzhautbruch (ein Riss oder, seltener, ein... Erfahren Sie mehr  Netzhautablösung , Papillenödeme und Choroiditis. Zu langfristigen Komplikationen gehören Katarakte, Glaukome, subretinale Fibrose und Choroidea-Neovaskularisation (CNV).

Die Frühbehandlung besteht in lokalen und systemischen Kortikosteroiden und einem zykloplegisch-mydriatischen Medikament. Viele Patienten benötigen außerdem ein nicht-kortikosteroidales Immunsuppressivum (z. B. Methotrexat, Mycophenolat-Mofetil).

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