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Biopsie der Nieren, Blase und Prostata

Von

Bradley D. Figler

, MD, University of North Carolina

Inhalt zuletzt geändert Sep 2017
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Die Biopsie muss von einem ausgebildeten Spezialisten (Nephrologe, Urologe oder interventioneller Radiologe) durchgeführt werden.

Nierenbiopsie

Zu den Indikationen für eine diagnostische Biopsie gehören unerklärliche nephritische oder nephrotische Syndrome oder eine akute Nierenschädigung. Eine Biopsie wird gelegentlich durchgeführt, um das Ansprechen auf die Behandlung zu beurteilen. Relative Kontraindikationen sind Blutungsneigung und unkontrollierter Bluthochdruck. Zur Vorbereitung kann eine Sedierung mit einem Benzodiazepin notwendig sein. Komplikationen sind selten, es kann jedoch zur Nierenblutung kommen, die eine Transfusion oder gar radiologische oder chirurgische Intervention erforderlich machen kann.

Blasenbiopsie

Eine Biopsie der Blase ist indiziert, um bestimmten Erkrankungen (z. B. Blasenkrebs, manchmal interstitielle Zystitisoder Schistosomiasis) zu diagnostizieren und gelegentlich, um das Ansprechen auf die Behandlung zu beurteilen. Zu den Kontraindikationen zählen Blutungsneigung und eine akute tuberkulöse Zystitis. Eine präoperative Vorbereitung ist nur bei florider Harnwegsinfektion erforderlich. Es können sowohl flexible als auch starre Instrumente verwendet werden. Das Biopsieinstrument wird in die Blase über ein Zystoskop eingeführt. Die Biopsiestelle wird verödet, um eine Blutung zu verhindern. Der Drainagekatheter wird belassen, um die Heilung und Entwässerung von Blutgerinnseln zu erleichtern. Als Komplikationen kann es zu starken Blutungen, Harnwegsinfektion und Blasenperforation kommen.

Prostatabiopsie

Eine Prostatabiopsie wird in der Regel durchgeführt, um Prostatakrebs zu diagnostizieren. Kontraindikationen sind Blutungsneigung, akute Prostatitis und HWI. Zur Vorbereitung soll der Patient 1 Woche vor der Biopsie die Einnahme von Acetylsalicylsäure, Thrombozytenaggregationshemmern und Antikoagulanzien beenden; präoperativ werden Antibiotika gegeben (üblicherweise ein Fluorochinolon); das Rektum wird durch Einlauf gereinigt. Die Prostata wird durch Palpation oder bevorzugt transrektalen Ultraschall beim Patienten in Seitenlage lokalisiert. Benachbarte Strukturen (Perineum oder Rektum) werden betäubt. Eine Springfederbiopsienadel wird in die Prostata gestochen und aus verschiedenen Stellen werden in der Regel 12 Proben entnommen. Zu den Komplikationen gehören die folgenden:

  • Urosepsis

  • Blutung (einschließlich Hämaturie und rektale Blutung)

  • Harnretention

  • Hämaturie

  • Hematospermie (oft für 3–6 Monate nach Biopsie)

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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