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Hautstörungen am Penis

Von

Patrick J. Shenot

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Quellen zum Thema

Es gibt eine Reihe von Hautstörungen, die den Penis betreffen können. Bei manchen handelt es sich um Hautstörungen des ganzen Körpers, die auch den Penis in Mitleidenschaft ziehen. Beispiele hierfür sind Schuppenflechte (Psoriasis), Knötchenflechte (Lichen ruber planus) und das seborrhoische Ekzem (seborrhoische Dermatitis). Manche beeinträchtigen nur den Penis oder zuerst den Penis und dann andere Bereiche. Die Penishaut kann auch von Krebs betroffen sein.

Infektionen des Penis

Wucherungen auf dem Penis werden manchmal von Infektionen, insbesondere sexuell übertragbaren Krankheiten, verursacht. Syphilis kann beispielsweise flache rosafarbene oder graue Papeln (Condylomata lata) hervorrufen. Manche Virusinfektionen können kleine, feste, erhabene Knötchen (Feigwarzen bzw. Condylomata acuminata) oder kleine, feste Wucherungen mit zentraler Eindellung (Dellwarzen bzw. Mollusca contagiosa) hervorrufen. Skabies (Krätze) kann kleine, juckende Papeln verursachen.

Lichen ruber planus des Penis

Bei der Knötchenflechte (Lichen ruber planus) kann es zu kleinen, flachen oder erhabenen Flecken am Kopf oder Penisschaft kommen, die oft Juckreiz auslösen. Manchmal entwickeln sich daraus schmerzhafte wunde Stellen am Penis und am Zahnfleisch. Die Knötchenflechte klingt normalerweise von allein wieder ab. Es ist keine Behandlung nötig, wenn der Juckreiz nicht störend ist. Den Juckreiz können Kortikosteroid-Cremes lindern.

Perlenförmige Papeln am Penis

Perlenförmige Papeln am Penis sind abnormale Wucherungen, die von den Blutgefäßen des Penis ausgehen. Sie treten als kleine, in der Regel hautfarbene kuppel- oder haarförmige Wucherungen am Penisschaft auf. Hierbei handelt es sich um harmlose und häufig auftretende Hautveränderungen, die bei bis zu 10 Prozent der Männer vorkommen. Eine Behandlung ist nicht nötig.

Balanitis xerotica obliterans

Bei einer Balanitis xerotica obliterans (auch Lichen sclerosus et atrophicus genannt) verursacht eine lang andauernde (chronische) Entzündung einen verhärteten weißlichen Hautbereich nahe der Eichelspitze. Dieses harte, weiße Gewebe befindet sich häufig um den Bereich der Harnröhrenöffnung und blockiert schließlich den Harn- und Samenfluss. Antibakterielle, kortikosteroidhaltige oder entzündungshemmende Cremes können die Entzündung lindern. Wenn die Harnröhre jedoch wieder geöffnet werden muss, wird dies bei einem chirurgischen Eingriff durchgeführt.

Kontaktdermatitis des Penis

Eine Kontaktdermatitis wird oft durch die Verwendung von Latexkondomen bei bestehender Latexallergie hervorgerufen. Es entstehen gewöhnlich rote, juckende Flecken. Manchmal bricht die Haut auf und nässt um die Flecken. Betroffene Männer sollten stattdessen synthetische, latexfreie Kondome verwenden. Natürliche Kondome bieten keinen ausreichenden Schutz gegen eine Infektion mit dem humanen Immunschwächevirus. Gegebenenfalls können die Symptome durch Anwendung einer Kortikosteroid-Salbe, z. B. 1%ige Hydrocortison-Creme (frei verkäuflich), gelindert werden.

Lokale (in situ) Hautkarzinome des Penis

Erythroplasie Queyrat und die Bowen-Erkrankung des Penis bezeichnen genau abgegrenzte Bereiche mit rötlich-samtiger Pigmentierung auf der Eichel (Erythroplasie Queyrat) bzw. weiß-graue, verdickte Bereiche auf dem Penisschaft (Bowen-Krankheit), insbesondere bei nicht beschnittenen Männern.

Bei der bowenoiden Papulose sind kleinere, aber mehr Papeln auf dem Penisschaft zu sehen.

Die Paget-Krankheit der Brustwarze (nicht zu verwechseln mit der Paget-Krankheit der Knochen) ist eine seltene Krebserkrankung, die auch in anderen Bereichen als der Brust (unter anderem am Penis) auftreten kann.

Eine Gewebeprobe wird zur Untersuchung entnommen (Biopsie), um die Krebsart zu bestimmen und sicherzustellen, dass der Krebs nicht über die Haut hinaus gestreut hat.

Eine Fluorouracil-Creme, ein chirurgischer Eingriff oder eine Lasertherapie können zur Entfernung des Krebses eingesetzt werden. Betroffene Männer sollten regelmäßig auf Rezidive oder Metastasen untersucht werden.

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