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Molluscum contagiosum

Von

James G. H. Dinulos

, MD, Geisel School of Medicine at Dartmouth

Vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2021
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Ein Molluscum contagiosum ist eine ansteckende Infektion der Haut durch ein Pockenvirus, die die Bildung pinkfarbener oder weißer, kuppelförmiger, glatter oder wachsartiger Knoten verursacht.

  • Diese Infektion wird durch ein Pockenvirus verursacht.

  • Die Knoten können auf vielen Körperteilen auftreten, jucken oder schmerzen in der Regel aber nicht.

  • Die Diagnose stützt sich in der Regel auf das Aussehen des Ausschlags.

  • Knoten, die von alleine nicht verschwinden, können mit Salben behandelt werden oder durch Vereisen, Veröden und/oder Wegschneiden entfernt werden.

Die Knoten haben normalerweise einen Durchmesser von weniger als 0,2 bis 0,5 Zentimetern und sehen wie eine Kuppel mit einer kleinen Vertiefung in der Mitte aus. Das Molluscum verursachende Virus ist ansteckend. Es breitet sich durch direkten Hautkontakt (zum Beispiel beim Ringen) oder durch Gegenstände, wie Handtücher oder Schwämme aus, die von einer infizierten Person berührt wurden. Das Virus kann über das Wasser, also in Schwimmbecken, Bädern oder Saunen, übertragen werden. Die Infektion tritt häufig bei Kindern auf. Es wird bei Erwachsenen oft sexuell übertragen. Die Infektion kann bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, z. B. bei HIV/AIDS-infizierten Menschen oder solchen, die orale Kortikosteroide einnehmen oder eine Chemotherapie gegen Krebs erhalten, weiter verbreitet sein.

Symptome von Molluscum contagiosum

Molluscum contagiosum kann überall auf der Haut auftreten, außer an den Handflächen und den Fußsohlen. Die Infektion ist in der Regel chronisch.

Bei Kindern treten die Knoten meist im Gesicht, am Rumpf, an den Armen und Beinen auf. Bei Erwachsenen treten die Knoten meist am Penis, an der Vulva oder im Schambereich auf. Sie jucken oder schmerzen gewöhnlich nicht und werden häufig nur zufällig während einer körperlichen Untersuchung entdeckt. Während die körpereigene Abwehr das Virus bekämpft, können sich die Knoten jedoch stark entzünden (und wie eine Eiterbeule aussehen) und jucken. Diese Entzündung kann ein Anzeichen darauf sein, dass die Knoten bald verschwinden werden.

Beispiele für Molluscum contagiosum:

Diagnose von Molluscum contagiosum

  • Untersuchung durch den Arzt

Die ärztliche Diagnose von Molluscum contagiosum stützt sich auf dessen Erscheinungsbild.

Wenn der Arzt sich der Diagnose unsicher ist, kann er eine Gewebeprobe aus der Haut entnehmen und unter dem Mikroskop untersuchen.

Behandlung von Molluscum contagiosum

  • Behandlungen, die auf die Knoten aufgetragen oder in sie injiziert werden

  • Maßnahmen zur Entfernung der Knoten

Die meisten Knoten verschwinden nach ein bis zwei Jahren von selbst. Sie können aber auch zwei bis drei Jahre bestehen bleiben. Menschen mit Knoten in der Leistengegend, die vermutlich durch sexuellen Kontakt übertragen wurden, sollten behandelt werden, um ein Ausbreiten der Infektion zu vermeiden. Andernfalls ist eine Behandlung von Molluscum contagiosum nicht erforderlich, es sei denn, die Knoten sind entstellend oder stören aus anderen Gründen.

Ärzte applizieren Trichloressigsäure, Podophyllotoxin (bei Erwachsenen), Tretinoin, Tazaroten oder Cantharidin auf die Knoten oder verordnen diese. Diese Salben werden mehrere Wochen oder Monate lang aufgetragen.

Die Knoten können durch Vereisen (Kältetherapie), Veröden mit einem Laser oder elektrischem Strom oder durch Entfernen ihres Kerns mit einer Nadel oder einem scharfen Schaber (Kürette) behandelt werden.

Dermatologen verwenden häufig eine Kombinationstherapie wie Flüssigstickstoff oder Cantharidin in der Praxis und geben Patienten eine Retinoid-Salbe, die zu Hause angewendet wird. Diese Form der Therapie ist in der Regel erfolgreich, aber bei manchen Patienten dauert es oft ein bis zwei Monate, bis die Knoten wieder verschwinden.

Weitere Behandlungen umfassen die Injektion von Candida-Antigen in einen Knoten sowie eine photodynamische Therapie. Candida-Antigene sind Proteine aus dem Hefepilz Candida. Wenn sie in einen Knoten injiziert werden, lösen sie Immunreaktionen aus, die das Virus bekämpfen. Auf ähnliche Weise wirken Interferone, Proteine, die die Immunzellen veranlassen, das Virus anzugreifen. Bei der photodynamischen Therapie wird ein chemisches Präparat auf die Haut aufgetragen, worauf die Knoten mit künstlichem Licht bestrahlt werden. Das Licht aktiviert den chemischen Stoff, wobei eine Form von Sauerstoff erzeugt wird, die das Virus abtötet, das die Knoten verursacht.

Fernbleiben von Schule oder Kindergarten ist nicht erforderlich. Allerdings sollten die Knoten abgedeckt werden, um das Risiko einer Übertragung auf andere Kinder bzw. Personen zu verringern.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN
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