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Bakterielle Hautinfektionen – ein Überblick

Von

Wingfield E. Rehmus

, MD, MPH, University of British Columbia

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2021| Inhalt zuletzt geändert Apr 2021
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Die Haut stellt eine außergewöhnlich gute Barriere gegen bakterielle Infektionen dar. Zwar leben viele Bakterien auf der Haut oder kommen mit ihr in Kontakt, doch lösen sie unter normalen Bedingungen keine Krankheiten aus. Wenn bakterielle Hautinfektionen auftreten, können sie Ausmaße von einem kleinen Punkt bis zur gesamten Körperoberfläche annehmen. Auch in ihrem Schweregrad können sie variieren – von harmlos bis lebensgefährlich.

Es kommt zu einer bakteriellen Hautinfektion, wenn Bakterien über Haarfollikel oder kleine Risse in der Haut, die durch Kratzer, Einstiche, Operationen, Verbrennungen, Sonnenbrand, Tierbisse oder Insektenstiche, Wunden und bereits vorhandene Hauterkrankungen verursacht werden, eindringen. Eine bakterielle Hautinfektion kann nach der Ausübung einer Vielzahl von Aktivitäten auftreten, zum Beispiel bei der Gartenarbeit mit verunreinigter Erde oder beim Schwimmen in einem verunreinigten Teich, See oder Meer.

Einteilung und Ursachen

Manche Infektionen betreffen nur die Haut, andere betreffen auch das Weichgewebe unter der Haut. Zu den relativ kleinen Infektionen zählen folgende:

Zu den schwerwiegenderen bakteriellen Infektionen der Haut und der Hautstruktur zählen folgende:

Viele Arten von Bakterien können die Haut infizieren. Die häufigsten Verursacher von Hautinfektionen sind Staphylokokken und Streptokokken. Der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (kurz MRSA) ist ein in den Vereinigten Staaten weit verbreitetes Bakterium, das Hautinfektionen verursacht. MRSA ist gegenüber vielen häufig verwendeten Antibiotika resistent, weil der Erreger genetische Veränderungen durchlaufen hat, durch die er eine Exposition gegenüber einigen Antibiotika überleben kann. Da MRSA gegenüber mehreren Antibiotika resistent ist, müssen die Ärzte die Behandlung individuell darauf abstimmen, wie oft MRSA-Stämme in der Gegend vorkommen und ob sie sich als resistent gegenüber häufig eingesetzten Antibiotika erwiesen haben.

Risikofaktoren für bakterielle Hautinfektionen

Manche Menschen sind besonders anfällig für Hautinfektionen:

  • Bei Diabetikern ist oftmals die Durchblutung eingeschränkt, vor allem in den Händen und Füßen, und sie haben einen hohen Blutzuckerspiegel (Glukosespiegel), was ihre Fähigkeit zur Infektionsabwehr vermindert.

  • Ins Krankenhaus oder in ein Pflegeheim eingewiesene Patienten

  • Ältere Menschen

  • Menschen mit dem humanen Immunschwächevirus (HIV), mit AIDS, mit anderen Immunstörungen oder mit Hepatitis

  • Menschen, die eine Chemotherapie oder eine Behandlung mit anderen Medikamenten erhalten, die das Immunsystem unterdrücken

Entzündete oder beschädigte Haut ist einem höheren Risiko ausgesetzt, infiziert zu werden. Tatsächlich begünstigt jede Beschädigung der Haut das Entstehen einer Infektion.

Vorbeugung von bakteriellen Hautinfektionen

  • Reinigung der Haut mit Seife und Wasser

Zur Vermeidung bakterieller Infektionen sollte die Haut unbeschädigt und sauber gehalten werden. Schnitt- und Schürfwunden sollten gründlich mit Wasser und Seife gereinigt und mit einem sterilen Verband abgedeckt werden.

Vaseline kann auf die offenen Stellen aufgetragen werden, um das Gewebe feucht zu halten und das Eindringen von Bakterien zu verhindern. Ärzte empfehlen aufgrund des Risikos einer Antibiotika-Allergie, keine antibiotischen Salben (verschreibungspflichtig oder rezeptfrei) auf nicht infizierten kleinen Wunden aufzutragen.

Behandlung von bakteriellen Hautinfektionen

  • Antibiotika

  • Abszessdrainage

Wenn es zu einer Infektion kommt, wird eine antibiotische Salbe angewendet. Antibiotika müssen auch über den Mund (oral) eingenommen oder als Spritze (Injektion) verabreicht werden, wenn ein großer Bereich der Haut infiziert ist.

Abszesse sollten von einem Arzt geöffnet und entleert werden. Totes Gewebe muss chirurgisch entfernt werden.

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