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Dermatitis – ein Überblick

(Ekzem)

Von

Mercedes E. Gonzalez

, MD, University of Miami Miller School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Dermatitis (auch Ekzem genannt) ist eine Entzündung der obersten Schichten der Haut, die zu Juckreiz, Blasenbildung, Rötungen, Schwellungen und oftmals Nässen, Schorf- oder Schuppenbildung führt.

  • Zu den bekannten Ursachen zählen eine trockene Haut, Kontakt mit bestimmten Substanzen, bestimmte Medikamente, Krampfadern und konstantes Kratzen.

  • Typische Symptome sind unter anderem ein roter, juckender Ausschlag, Bläschen, offene wunde Stellen, Eiter, Krusten- und Schuppenbildung.

  • Die Diagnose stützt sich gewöhnlich auf die Symptome und wird durch Ergebnisse von Hauttests, Hautproben oder durch die Präsenz verdächtiger Medikamente, Reizstoffe oder einer Infektion bestätigt.

  • Das Vermeiden bekannter Reizstoffe und Allergene führt zu einem reduzierten Dermatitisrisiko.

  • Die Behandlung hängt von der Ursache und den spezifischen Symptomen ab.

(Siehe auch Juckreiz.)

Dermatitis ist ein weiter Begriff, der zahlreiche Hautbeschwerden umfasst, die alle durch einen roten, juckenden Ausschlag gekennzeichnet sind. Ekzem ist dasselbe wie Dermatitis, wird aber oft anstelle von atopischer Dermatitis verwendet. Infektionen der Haut, wie beispielsweise Pilzinfektionen, fallen nicht unter den Begriff „Dermatitis“.

Einige Arten der Dermatitis betreffen nur bestimmte Körperteile (z. B. Kontaktdermatitis, Dermatitis nummularis, Stauungsdermatitis oder Pompholyx), während andere überall am Körper auftreten können (z. B. atopische Dermatitis oder exfoliative Dermatitis).

Bei einigen Arten der Dermatitis ist die Ursache bekannt (z. B. bei allergischer Kontaktdermatitis), bei anderen hingegen nicht (z. B. Dermatitis nummularis).

Eine Dermatitis kann als kurzfristige Reaktion auf eine Substanz auftreten und nur wenige Stunden oder ein bis zwei Tage anhalten.

Unabhängig vom Typ oder der Ursache ist Dermatitis jedoch stets eine Reaktion der Haut auf starke Austrocknung, Kratzen, eine Reizsubstanz oder ein Allergen. Typischerweise kommt die Substanz dabei in direkten Kontakt mit der Haut, manchmal wird sie auch geschluckt.

Eine chronische Dermatitis besteht hingegen längere Zeit. Hände und Füße sind besonders anfällig für diese Form der Dermatitis, denn die Hände sind ständig in Kontakt mit vielen körperfremden Substanzen, und die Füße sind durch Socken und Schuhe von einem feuchtwarmen Klima umgeben. Eine chronische Dermatitis kann sich aus einer nicht richtig diagnostizierten bzw. behandelten Kontaktdermatitis, Pompholyx oder einer anderen Dermatitisform entwickeln oder es kann sich dabei um eine der vielen chronischen Hauterkrankungen mit unbekannter Ursache handeln. Unabhängig von der Ursache kann sich die Haut durch anhaltendes Kratzen und Reiben verdicken und verhärten (Lichenifikation).

Symptome

Ursachen der Dermatitis

  • Rötungen

  • Schwellungen

  • Nässen

  • Schorfbildung

  • Hautabschuppung

  • Blasenbildung (gelegentlich)

  • Verdickung der Haut (bei chronischer Dermatitis)

Häufig kommt es zu Juckreiz. Es können sich offene Wunden (Geschwüre) bilden.

Chronische Dermatitis führt zur Verdickung der Haut sowie zu Rissen und Blasen. Jede Art chronischer Dermatitis kann eine bakterielle Infektion zur Folge haben.

Diagnose

  • Haut- oder Bluttest oder beides

  • Mitunter Biopsie

Die Diagnose der Dermatitis stützt sich auf die Symptome, das Erscheinungsbild des Ausschlags und die Bereiche am Körper, an denen er auftritt. Es wird versucht zu ermitteln, ob die betroffene Person Medikamente eingenommen oder auf der Haut angewandt hat, mit einer Reizsubstanz in Kontakt gekommen ist oder eine Allergie oder Infektion hat.

Zur Bestätigung der Diagnose können Ärzte bestimmte Tests durchführen wie etwa den Patch-Test oder Bluttests oder sie lassen den Patienten die verdächtige Substanz auf einer kleinen Hautstelle ausprobieren, um zu sehen, ob es zu einem Ausschlag kommt („Gebrauchstest“). Möglicherweise werden Hautproben entnommen und an ein Labor geschickt (Biopsie).

Vorbeugung

  • Vermeiden der Auslöser

Um das Dermatitisrisiko zu senken, sollten bekannte Allergene und Reizsubstanzen (Auslöser) gemieden werden.

Behandlung

  • Unterstützende Therapiemaßnahme (z. B. Feuchtigkeitscremes und Verbände sowie Antihistaminika gegen den Juckreiz)

  • Topische Kortikosteroide

  • Manchmal Antibiotika und andere Medikamente

  • Gelegentlich Therapie mit UV-Licht

Die Behandlung der Dermatitis hängt von der Ursache und den speziellen Symptomen ab. Ärzte können zur Linderung des Juckreizes beispielsweise Feuchtigkeits- oder Kortikosteroid-Cremes verordnen. Einige Betroffene erhalten möglicherweise Antibiotika zum Einnehmen oder Injektionen mit bestimmten Medikamenten. Bei anderen kann eine Therapie mit ultraviolettem Licht helfen (Phototherapie).

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