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Lichen simplex chronicus

(Neurodermitis)

Von

Mercedes E. Gonzalez

, MD, University of Miami Miller School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Lichen simplex chronicus ist eine chronische, juckende Entzündung der oberen Hautschichten.

  • Diese Krankheit verursacht einen Kreislauf, bei dem Kratzen Juckreiz verursacht, der wiederum erneutes Kratzen provoziert.

  • Oft sind davon der Kopf, die Arme, der Hals und die Beine betroffen.

  • Auf die Haut aufgetragene Kortikosteroide können helfen, die wichtigste Behandlung bleibt allerdings, das Kratzen einzustellen.

Lichen simplex chronicus wird durch chronisches Kratzen eines Hautbereichs verursacht. Durch das Kratzen entsteht ein noch stärkerer Juckreiz, sodass ein Teufelskreis von Jucken und Kratzen in Gang gesetzt wird.

Manchmal beginnt das Kratzen ohne ersichtlichen Grund. Manchmal tritt es aber auch aufgrund einer chronischen Dermatitis oder einer anderen Erkrankung auf, doch der Betroffene kratzt weiter, nachdem der Auslöser längst wieder verschwunden ist. Warum dies so ist, weiß man nicht, aber vermutlich spielen psychische Faktoren eine Rolle. Die Krankheit scheint nicht allergisch bedingt zu sein. Die Störung entwickelt sich meist zwischen dem 20. und dem 50. Lebensjahr.

Symptome

Lichen simplex chronicus kann überall am Körper, darunter am After (siehe Pruritus ani) und im Schambereich (Pruritus vulvae – siehe Jucken der Genitalien) auftreten. Am häufigsten jedoch kommt diese Störung am oberen Brustkorb oder Rücken, an den Armen, am Hals und an den Beinen vor. In den Frühstadien der Erkrankung sieht die Haut noch normal aus, juckt jedoch. Später beginnt die Haut trocken zu werden und zu schuppen, und durch das Kratzen und Reiben bilden sich auf der Haut bräunliche Flecken. Dieser Prozess wird als Lichenifikation bezeichnet und lässt die Haut ledrig erscheinen.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Bei analem oder vaginalem Juckreiz: Untersuchung zum Ausschluss anderer möglicher Ursachen

Zunächst wird versucht, jegliche mögliche zugrunde liegenden Allergien oder Krankheiten zu entdecken, die das ursprüngliche Jucken verursacht haben.

Wenn die Erkrankung rund um den Anus oder die Scheide auftritt, kann der Arzt nach folgenden möglichen Ursachen suchen:

Behandlung

  • Vermeiden von Kratzen und Reibung

  • Maßnahmen zur Linderung des Juckreizes

  • Kortikosteroide

Damit die Krankheit heilen kann, müssen die Betroffenen das Kratzen und Reiben in den gereizten Bereichen gänzlich einstellen. Befolgen standardmäßiger Behandlungen bei Juckreiz. Das Anlegen von Okklusivverbänden mit kortikosteroidhaltigen Mitteln (morgens und abends) hilft, den Juckreiz und die Entzündung abklingen zu lassen, und schützt die Haut vor dem Kratzen. Für kleinere Bereiche kann der Arzt länger wirksame Kortikosteroide unter die Haut spritzen, um den Juckreiz in den Griff zu bekommen. Möglicherweise werden Antihistaminika zum Einnehmen verabreicht.

Wenn diese Störung rund um den After oder die Scheide auftritt, ist die beste Behandlungsmethode eine Kortikosteroid-Creme. Zum Schutz der betroffenen Bereiche kann zusätzlich Zinkoxid-Paste auf die Cremeschicht aufgetragen werden. Diese Paste kann mit Mineralöl wieder entfernt werden.

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