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Schmerzen im Brustkorb

Von

Andrea D. Thompson

, MD, PhD, Department of Internal Medicine, Division of Cardiovascular Medicine, University of Michigan;


Michael J. Shea

, MD, Michigan Medicine at the University of Michigan

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2018| Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
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Quellen zum Thema

Schmerzen im Brustkorb gehören zu den sehr häufigen Beschwerden. Es kann ein stechender oder dumpfer Schmerz sein. Manche Betroffene mit einer Erkrankung im Brustbereich beschreiben ihre Empfindung auch als Unbehagen, Enge, Druck, Blähungen, Brennen oder Schmerz. Manchmal haben die Betroffenen auch Schmerzen im Rücken, Nacken, Kiefer, Oberbauch oder im Arm. Es können auch weitere Symptome je nach Ursache der Schmerzen im Brustkorb vorliegen, z. B. Übelkeit, Husten oder Atemschwierigkeiten.

Viele Betroffene sind sich sehr wohl bewusst, dass Schmerzen im Brustkorb ein Warnsignal sind und auf eine möglicherweise lebensbedrohliche Erkrankung hinweisen können; sie lassen sich bereits bei den schwächsten Symptomen untersuchen. Viele andere wiederum, auch mit schwerwiegender Erkrankung, reden sich die Warnsignale klein oder ignorieren sie.

Ursachen

Schmerzen oder Beschwerden im Brustbereich können von vielen Erkrankungen verursacht werden. Nicht alle dieser Erkrankungen betreffen das Herz. Brustschmerzen können auch durch Störungen des Verdauungssystems, Erkrankungen von Lunge, Muskeln, Nerven oder Knochen hervorgerufen werden.

Häufige Ursachen

Die häufigsten Ursachen von Schmerzen im Brustkorb sind:

Beim akuten Koronarsyndrom (Herzinfarkt oder instabile Angina pectoris) ist eine Arterie im Herzen (Herzkranzgefäß) plötzlich blockiert, wodurch die Blutversorgung in einem Bereich des Herzmuskels unterbrochen wird. Wenn ein Teil des Herzmuskels abstirbt, weil er nicht ausreichend mit Blut versorgt wird, wird dies Herzinfarkt (Myokardinfarkt) genannt. Bei stabiler Angina pectoris wird aufgrund einer Verengung des Herzkranzgefäßes über einen langen Zeitraum (zum Beispiel durch Atherosklerose) die Durchblutung dieses Gefäßes eingeschränkt. Bei körperlicher Anstrengung verursacht diese eingeschränkte Durchblutung Schmerzen im Brustbereich.

Lebensbedrohliche Ursachen

Einige Ursachen von Schmerzen im Brustkorb sind unmittelbar lebensbedrohlich, aber – mit Ausnahme des Herzinfarkts bzw. der instabilen Angina pectoris – weniger häufig:

  • Herzinfarkt und instabile Angina pectoris

  • Ein Riss in der Wand der Aorta (thorakale Aortendissektion)

  • Eine Art von Lungenkollaps, bei dem sich so viel Druck aufbaut, dass der Blutfluss zurück zum Herzen blockiert wird (Spannungspneumothorax).

  • Blockierung einer Lungenarterie durch ein Blutgerinnsel (Lungenembolie)

Andere Ursachen reichen von ernstzunehmenden, potenziellen Bedrohungen bis hin zu Erkrankungen, die lediglich unangenehm sind.

Beurteilung

Bei Schmerzen im Brustkorb sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die folgenden Informationen können bei der Entscheidung helfen, wann ein Arztbesuch notwendig ist und welche Untersuchungen voraussichtlich durchgeführt werden.

Warnsignale

Bei Schmerzen oder Beschwerden im Brustkorb geben bestimmte Symptome und Merkmale Anlass zur Sorge. Hierzu gehören

  • Einschnürender oder drückender Schmerz

  • Kurzatmigkeit

  • Schwitzen

  • Übelkeit oder Erbrechen

  • Schmerzen in Rücken, Nacken, Kiefer, Oberbauch oder einer der Schultern oder Arme

  • Benommenheit oder Ohnmacht

  • Empfindung eines schnellen oder unregelmäßigen Herzschlags

Wann ein Arzt zu konsultieren ist:

Auch wenn nicht alle Ursachen von Brustschmerzen schwerwiegend sind, sollten die folgenden Personen sofort einen Arzt aufsuchen, da manche Ursachen lebensbedrohlich sein können:

  • Bei neu auftretenden Schmerzen im Brustkorb (innerhalb mehrerer Tage)

  • Bei einem Warnsignal

  • Bei einem vermuteten Herzinfarkt (zum Beispiel, wenn die Symptome denen eines früheren Herzinfarkts ähneln)

Diese Personen sollten den Notarzt (911) anrufen oder so schnell wie möglich in eine Notaufnahme gebracht werden. Betroffene sollten nicht versuchen, selbst mit dem Auto ins Krankenhaus zu fahren.

Schmerzen im Brustkorb, die Sekunden anhalten (weniger als 30 Sekunden), haben selten eine Herzkrankheit als Ursache. Bei sehr kurzen Schmerzen im Brustkorb sollte zwar ein Arzt aufgesucht werden, aber in der Regel muss kein Notdienst in Anspruch genommen werden.

Bei länger anhaltenden Schmerzen im Brustkorb (eine Woche oder länger) sollte innerhalb weniger Tage ein Arzt aufgesucht werden. Wenn jedoch Warnsignale hinzukommen oder die Schmerzen sich stetig verstärken bzw. häufiger auftreten, sollten sich Betroffene umgehend in ein Krankenhaus begeben.

Was der Arzt unternimmt:

Ärzte stellen zunächst immer Fragen zu den Symptomen und zur Krankengeschichte des Patienten, bevor sie eine körperliche Untersuchung vornehmen. Häufig geben die Anamnese und die Befunde der körperlichen Untersuchung bereits Hinweise auf eine Ursache für die Schmerzen im Brustkorb und darauf, welche Tests durchzuführen sind.

Allerdings überschneiden sich die Symptome von gefährlichen und nicht gefährlichen Erkrankungen des Brustbereichs, gleichzeitig weichen einige Symptome stark voneinander ab. Obwohl ein typischer Herzinfarkt normalerweise einen dumpfen, einschnürenden Schmerzen im Brustkorb verursacht, treten beispielsweise bei einigen Betroffenen mit Herzinfarkt nur leichte Beschwerden im Brustbereich auf oder sie klagen über Verdauungsstörungen oder Schmerzen in Arm oder Schulter (ausstrahlende Schmerzen – {blank} What Is Referred Pain?). Andererseits können Verdauungsstörungen durch eine einfache Magenverstimmung und Schulterschmerzen durch Muskelkater hervorgerufen sein. Betroffene mit Schmerzen in Muskulatur und Skelett der Brustwand reagieren empfindlich auf Berührungen im Brustbereich. Gleichermaßen empfindlich kann jedoch die Reaktion bei einem Herzinfarkt sein. Daher werden bei Personen mit Schmerzen im Brustkorb normalerweise Tests durchgeführt.

Tabelle
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Some Causes and Features of Chest Pain

Ursachen

Häufige Merkmale*

Tests

Herzkrankheiten

Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder instabile Angina pectoris

Unmittelbar lebensbedrohlich

Plötzlicher einschnürender Schmerz, der

  • Auf Kiefer oder Arm ausstrahlt

  • Dauerhaft sein kann oder kommt und wieder geht

Manchmal Kurzatmigkeit oder Übelkeit

Schmerz, der während körperlicher Anstrengung auftritt und in Ruhe wieder verschwindet (Angina pectoris)

Bestimmte ungewöhnliche Herzgeräusche, die über ein Stethoskop hörbar sind

Häufige Warnsignale

EKG, mehrmals über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt

Blutuntersuchung zur Messung von Substanzen, die auf eine Herzschädigung hinweisen (kardiale Marker)

CT der Herzarterien oder Belastungstest, sofern die Werte von EKG und kardialen Markern normal sind

Herzkatheterisierung, wenn die Werte von EKG oder kardialen Markern ungewöhnlich sind

Thorakale Aortendissektion (ein Riss in der Wand der Aorta im Brustbereich)

Unmittelbar lebensbedrohlich

Plötzlicher ziehender Schmerz, der sich in die oder aus der Mitte des Rückens ausbreitet

Manchmal Benommenheit, Schlaganfall oder Schmerzen, Kältegefühl oder Taubheit im Bein (Hinweis auf nicht ausreichende Durchblutung des Beins)

Manchmal weicht der Puls oder Blutdruck in einer Gliedmaße von dem in der anderen ab

Normalerweise bei Personen über 55 Jahren mit Bluthochdruck in der Vorgeschichte

Warnsignale

Röntgenaufnahme des Brustkorbs

CT der Aorta

Transösophageale Echokardiografie (Ultraschalluntersuchung des Herzens, bei der ein Ultraschallgerät durch den Hals eingeführt wird)

Perikarditis (Entzündung der das Herz umgebenden Membran)

Potenziell lebensgefährlich

Stechender Schmerz, der

  • dauerhaft ist oder kommt und geht

  • sich häufig beim Atmen, Schlucken von Nahrungsmitteln oder Liegen auf dem Rücken verschlimmert

  • sich durch Vorbeugen bessert

Ungewöhnliche Herzgeräusche, die über ein Stethoskop hörbar sind

EKG

Echokardiografie

Blutuntersuchung zur Messung von Substanzen, die auf eine Herzschädigung hinweisen (kardiale Marker)

MRT

Verdauungsstörungen

Unmittelbar lebensbedrohlich

Plötzlicher starker Schmerz direkt nach Erbrechen oder nach einem medizinischen Eingriff, bei dem die Speiseröhre einbezogen wurde (z. B. Endoskopie von Speiseröhre und Magen oder transösophageale Echokardiografie)

Mehrere Warnsignale

Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Röntgenuntersuchung der Speiseröhre, nachdem die Person ein wasserlösliches Kontrastmittel geschluckt hat (Ösophagografie)

Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)

Potenziell lebensgefährlich

Starke, konstante Schmerzen, die

  • im mittleren Oberbauch oder im unteren Brustbereich auftreten

  • sich in flachliegender Position häufig verschlimmern

  • sich durch Vorbeugen bessert

Erbrechen

Berührungsempfindlichkeit des Oberbauchs

Manchmal Kreislaufschock

Häufig bei Alkoholmissbrauch oder Gallensteinen

Blutuntersuchung zur Messung eines Enzyms (Lipase), das von der Bauchspeicheldrüse gebildet wird

Gegebenenfalls CT des Bauchraums

Wiederkehrende, vage Beschwerden, die

  • im mittleren Oberbauch oder im unteren Brustbereich auftreten

  • durch Antazida und manchmal durch Nahrungsmittel gelindert werden

Häufig bei Tabak- oder Alkoholkonsum oder beidem

Keine Warnsignale

Ärztliche Untersuchung

Manchmal Endoskopie

Wiederkehrender, brennender Schmerz, der

  • Sich von der Mitte des Oberbauchs bis in den Hals ausbreitet

  • Sich in gebeugter oder liegender Position verschlimmert

  • Durch Antazida gelindert wird

Ärztliche Untersuchung

Manchmal Endoskopie

Erkrankungen von Gallenblase und Gallengang (Erkrankungen des Gallengangs)§

Wiederkehrende Beschwerden, die

  • Im rechten Oberbauch oder in der Mitte des unteren Brustbereichs auftreten

  • Nach Mahlzeiten auftreten (aber nicht nach körperlicher Anstrengung)

Ultraschalluntersuchung der Gallenblase

Manchmal Aufnahme der Leber und Galle (HIDA)

Schluckstörungen, bei denen Nahrungsmittel in ungewöhnlicher Bewegung durch die Speiseröhre befördert werden

Schmerzen, die

  • sich über einen langen Zeitraum allmählich entwickelt haben

  • während des Schluckens auftreten können, was aber nicht der Fall sein muss

Meist Schluckbeschwerden

Manchmal Röntgenuntersuchung des oberen Verdauungstraktes nach der oralen Gabe von Barium (Barium zum Schlucken)

Ein Test, um festzustellen, ob die Darmkontraktionen normal sind (Ösophagusmanometrie)

Lungenerkrankungen

Lungenembolie (Blockierung einer Lungenarterie durch ein Blutgerinnsel)

Unmittelbar lebensbedrohlich

Häufig stechender Schmerz beim Einatmen, Kurzatmigkeit, schnelle Atmung und schnelle Herzfrequenz

Manchmal leichtes Fieber, blutiger Husten oder Kreislaufschock

Wahrscheinlicher bei Personen mit Risikofaktoren für Lungenembolie (z. B. bei früheren Blutgerinnseln, kürzlich erfolgten chirurgischen Eingriffen, insbesondere an den Beinen, längerer Bettruhe, Gipsbein oder Schiene am Bein, höherem Alter, Rauchen oder Krebs)

CT oder Szintigrafie der Lunge

Manchmal Blutuntersuchung zur Erkennung von Blutgerinnseln (D-Dimer-Test)

Spannungspneumothorax (kollabierte Lunge mit hohem Druckaufbau im Brustkorb)

Unmittelbar lebensbedrohlich

Erhebliche Kurzatmigkeit

Niedriger Blutdruck, geschwollene Halsvenen und schwache Atemgeräusche auf einer Seite, die über ein Stethoskop hörbar sind

Tritt normalerweise nur nach einer schweren Verletzung im Brustbereich auf

In der Regel nur eine ärztliche Untersuchung

Manchmal Röntgenuntersuchung des Brustbereichs

Potenziell lebensgefährlich

Fieber, Schüttelfrost, Husten und normalerweise gelber oder grüner Schleim

Häufig Kurzatmigkeit

Manchmal Schmerzen beim Einatmen

Eine schnelle Herzfrequenz und verstopfte Lunge, während der Untersuchung erkannt

Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Pneumothorax (Lungenkollaps)

Potenziell lebensgefährlich

Plötzlicher stechender Schmerz, normalerweise auf einer Seite des Brustkorbs

Manchmal Kurzatmigkeit

Manchmal schwache Atemgeräusche auf einer Seite, die über ein Stethoskop hörbar sind

Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Pleuritis (Entzündung der die Lunge umgebenden Membran, Brustfellentzündung)§

Stechender Schmerz beim Atmen

Normalerweise bei Personen, die kürzlich eine Lungenentzündung oder Virusinfektion der Atemwege hatten

Manchmal Husten

Keine Warnsignale

In der Regel nur eine ärztliche Untersuchung

Andere Erkrankungen

Schmerzen in der Brustwand§, einschließlich Muskulatur, Bändern, Nerven und Rippen (Schmerzen in Muskulatur und Skelett der Brustwand)

Schmerzen, die

  • Normalerweise anhalten (über Tage oder länger)

  • Sich bei Bewegung und/oder beim Atmen verschlimmern

  • Ohne erkennbare Ursache auftreten oder auf Husten oder Überbeanspruchung zurückzuführen sein können

Berührungsempfindlichkeit an einer Stelle des Brustkorbs

Keine Warnsignale

Nur ärztliche Untersuchung

Schmerzen, die

  • Beinahe konstant sind

  • Stellen am ganzen Körper betreffen

  • Meist mit Erschöpfung und schlechtem Schlaf einhergehen

Nur ärztliche Untersuchung

Stechender Schmerz im mittleren Brustbereich, aber nur an einer Seite

Ausschlag mit vielen Bläschen im schmerzenden Bereich, die manchmal mit Eiter gefüllt sind und manchmal erst nach Auftreten des Schmerzes sichtbar werden

Nur ärztliche Untersuchung

Krebs des Brustkorbs oder der Brustwand

Manchmal Schmerzen, die beim Einatmen schlimmer werden

Manchmal chronischer Husten, Rauchgewohnheiten, Gewichtsverlust, Anschwellen der Lymphknoten im Hals

Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Brustkorb-CT

Manchmal ein Knochenscan

*Die Merkmale umfassen die Symptome und die Befunde der ärztlichen Untersuchung. Die genannten Merkmale sind typisch, treten aber nicht immer auf.

Bei den meisten Menschen mit Brustschmerzen wird mit einem Sensor auf dem Finger (Pulsoximetrie) der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen; außerdem wird ein EKG durchgeführt und der Brustkorb wird geröntgt.

Warnsignale sind:

  • Ungewöhnliche Vitalzeichen (eine ungewöhnlich niedrige Herzfrequenz, schnelle Atmung und ein ungewöhnlich niedriger Blutdruck)

  • Zeichen einer verminderten Durchblutung (z. B. Verwirrtheit, blasse oder graue Hautfarbe und übermäßiges Schwitzen)

  • Kurzatmigkeit

  • Ungewöhnliche Atemgeräusche oder Pulse

  • Neue Herzgeräusche

§Sofern nicht anders beschrieben, sind die Ursachen normalerweise nicht gefährlich, obwohl sie unangenehm sind.

CT = Computertomografie; EKG = Elektrokardiografie.

Tests

Bei Erwachsenen mit plötzlichem Schmerzen im Brustkorb werden Tests durchgeführt, um gefährliche Ursachen auszuschließen. Meist sind die ersten Tests folgende:

  • Messung des Sauerstoffgehalts, indem ein Sensor an den Finger angelegt wird (Pulsoximetrie)

  • Elektrokardiografie (EKG)

  • Röntgenaufnahme des Brustkorbs

Wenn die Symptome auf ein akutes Koronarsyndrom hinweisen oder keine andere klare Ursache vorliegt (insbesondere bei stark gefährdeten Personen), wird normalerweise (mindestens zweimal über einen Zeitraum von einigen Stunden) die Konzentration von Substanzen im Blut gemessen, die auf eine Herzschädigung hindeuten (kardiale Marker), und es werden wiederholt EKG durchgeführt.

Lässt sich mit diesen Tests kein akutes Koronarsyndrom nachweisen, wird ein Belastungstest durchgeführt, bevor die Betroffenen nach Hause gehen oder ein paar Tage später. Bei einem Belastungstest wird eine EKG oder eine bildgebende Untersuchung (z. B. Echokardiografie) während körperlicher Aktivität (häufig ein Laufband) oder nach Gabe eines Medikaments (z. B. Dipyridamol) zur Beschleunigung des Herzschlags oder des Blutflusses durch die Herzkranzgefäße durchgeführt.

Bei Verdacht auf Lungenembolie wird eine Computertomografie (CT) der Lunge durchgeführt oder ein Bild der Lunge aufgenommen. Wenn der Verdacht auf Lungenembolie nur gering ist, wird häufig eine Blutuntersuchung durchgeführt, um Gerinnsel zu erkennen (D-Dimer-Test). Fällt dieser Test negativ aus, ist eine Lungenembolie unwahrscheinlich, aber wenn der Test positiv ist, werden weitere Untersuchungen durchgeführt, z. B. ein Ultraschall der Beine oder eine CT-Untersuchung des Brustkorbs.

Bei Personen, die seit längerer Zeit über Schmerzen im Brustkorb klagen, ist ein unmittelbar lebensbedrohlicher Zustand unwahrscheinlich. Die meisten Ärzte führen zunächst nur eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs durch, gefolgt von weiteren Tests, je nach Symptomen und Untersuchungsbefunden.

Behandlung

Bestimmte erkannte Erkrankungen werden behandelt. Wenn die Ursache nicht eindeutig harmlos ist, werden die Betroffenen meist ins Krankenhaus eingewiesen oder auf eine Beobachtungsstation, auf der das Herz überwacht wird und eine umfangreichere Beurteilung stattfindet. Bis zur Diagnosestellung werden die Symptome nach Bedarf mit Acetaminophen oder Opioiden behandelt.

Wichtigste Punkte

  • Die Ursache für Schmerzen im Brustkorb kann eine lebensbedrohliche Erkrankung sein. Daher sollte bei neu auftretenden Schmerzen im Brustkorb (innerhalb einiger Tage) umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

  • Die Symptome für lebensbedrohliche und nicht lebensbedrohliche Erkrankungen überschneiden sich. Die Ursache muss also normalerweise anhand von Tests bestimmt werden.

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