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Klebsiella- , Enterobacter- und Serratia -Infektionen

Von

Larry M. Bush

, MD, FACP, Charles E. Schmidt College of Medicine, Florida Atlantic University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2020| Inhalt zuletzt geändert Feb 2020
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Klebsiella, Enterobacter und Serratia sind nah verwandte gramnegative Bakterien, die hin und wieder die Harn- oder Atemwege von Menschen in Krankenhäusern oder dauerhaften Pflegeeinrichtungen infizieren.

  • Diese Bakterien können die Harn- oder Atemwege, intravenöse Katheter zur Verabreichung von Medikamenten oder Flüssigkeiten, Brandwunden, Wunden infolge von chirurgischen Eingriffen oder die Blutbahn befallen.

  • Die Identifizierung der Bakterien in einer Blut- oder Gewebeprobe bestätigt die Diagnose.

  • Erfolgte die Infektion außerhalb, kann diese mit Antibiotika geheilt werden, erfolgte die Infektion jedoch in einer Gesundheitseinrichtung, wird eine Behandlung schwierig, da diese Bakterien normalerweise eine Resistenz gegenüber Antibiotika entwickeln.

Klebsiella-, Enterobacter- und Serratia-Bakterien leben im Darm vieler gesunder Personen und verursachen dort nur selten eine Infektion. Infektionen mit diesen Bakterien finden oft in Krankenhäusern und in Langzeitpflegeeinrichtungen statt. Betroffen sind meist Personen, deren Infektionsabwehr geschwächt ist und/oder denen medizinische Geräte in den Körper eingesetzt wurden (Katheter, Drainage- oder Atemschläuche).

Diese Bakterien können verschiedene Bereiche des Körpers infizieren:

In seltenen Fällen wird bei Menschen, die nicht in einer Gesundheitseinrichtung leben – gewöhnlich Alkoholiker, ältere Menschen, Diabetiker oder Menschen mit schwachem Immunsystem – durch Klebsiella-Bakterien eine Lungenentzündung hervorgerufen. Typischerweise verursacht diese schwere Infektion Husten mit zähem, dunkelbraunem oder dunkelrotem Auswurf und Ansammlungen von Eiter (Abszesse) in der Lunge oder an der Membran zwischen Lunge und Brustwand (Empyem).

Eine Spezies der Klebsiella produziert ein Toxin, das nach der Einnahme von Antibiotika eine Entzündung des Dickdarms mit Blutungen (hämorrhagische Kolitis) hervorrufen kann. Diese Erkrankung wird als antibiotikaassoziierte Kolitis bezeichnet. Die Antibiotika töten Bakterien ab, die normalerweise im Darm vorkommen. Dann können sich Klebsiella-Bakterien vermehren und das erwähnte Toxin produzieren. Eine antibiotikaassoziierte Kolitis ist jedoch gewöhnlich auf Toxine zurückzuführen, die von Clostridium difficile produziert werden.

Diagnose

  • Untersuchung und Anlegen einer Kultur mit einer Probe des infizierten Gewebes

Besonders hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer dieser Infektionen bei Menschen, die in dauerhaften Pflegeeinrichtungen oder an Orten leben, in denen es schon einmal einen Ausbruch dieser Erkrankungen gab.

Um die Diagnose zu bestätigen, werden eine Probe des Auswurfs, von Lungensekreten (entnommen durch ein Bronchoskop), Blut, Urin oder des infizierten Gewebes entnommen. Die Probe wird mit Gram-Färbung eingefärbt, als Kultur angesetzt und unter dem Mikroskop untersucht. Diese Bakterien können ohne Weiteres identifiziert werden.

Weitere Untersuchungen sind abhängig von der Art der Infektion. Es können bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen und Computertomographie (CT) durchgeführt werden.

Die in den Proben identifizierten Bakterien werden auf Antibiotikaresistenz untersucht, um zu bestimmen, welche Art von Antibiotika am ehesten wirksam sein dürfte (ein Prozess, der als Resistenzprüfung bezeichnet wird).

Behandlung

  • Intravenöse Antibiotika

Wenn die Lungenentzündung mit Klebsiella außerhalb einer medizinischen Einrichtung erfolgte, kann sie normalerweise mit intravenös verabreichten Antibiotika wie einem Cephalosporin (z. B. Ceftriaxon) oder einem Fluorchinolon (z. B. Levofloxacin) geheilt werden.

Wenn die Infektion mit einer dieser drei Bakterienarten innerhalb einer Gesundheitseinrichtung erfolgte, ist die Behandlung schwierig, da solche Bakterien gewöhnlich resistent gegen Antibiotika sind.

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