Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link

Kompressionstherapie

(Hyperbaric Oxygen Therapy)

Von

Richard E. Moon

, MD, Duke University Medical Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Quellen zum Thema

Bei der Rekompressionstherapie werden über mehrere Stunden in einem hermetisch versiegelten Raum bei einem Druck über 1 bar 100 Prozent Sauerstoff verabreicht.

Eine Kompressionstherapie wirkt sich auf das Blut in vierfacher Weise positiv bei Tauchverletzungen aus:

  • Erhöhung der Sauerstoffkonzentration

  • Senkung der Stickstoffkonzentration

  • Senkung der Kohlenmonoxidkonzentration

  • Verkleinerung der Gasbläschen

Die Rekompressionstherapie wird bei Tauchern am häufigsten bei einer Dekompressionskrankheit und einer arteriellen Gasembolie verwendet. Sie kann aber auch eingesetzt werden, um eine Kohlenmonoxidvergiftung zu behandeln.

Die Rekompressionstherapie wird oft als „hyperbare Sauerstofftherapie“ bezeichnet, weil sie hauptsächlich eingesetzt wird, um hohe Konzentrationen von Sauerstoff zu verabreichen, anstatt eine Dekompressionskrankheit oder eine arterielle Gasembolie zu behandeln. Eine hyperbare Sauerstofftherapie wird bei verschiedenen Problemen, die nicht mit dem Tauchen in Verbindung stehen, verwendet.

icon

Probleme, die mit der hyperbaren Sauerstofftherapie behandelt werden

Eine Behandlung mit einer hyperbaren Sauerstofftherapie scheint bei Menschen mit bestimmten Problemen wirksam zu sein. Hierzu gehören

Es ist nicht klar, ob eine Behandlung mit einer hyperbaren Sauerstofftherapie Menschen mit anderen Problemen hilft, und die Studien zur Rekompressionstherapie bei diesen Beschwerden laufen noch.

  • Hirntumoren, die durch Aktinomykose verursacht werden

  • Schwere Anämie und sehr niedriger Blutdruck aufgrund von Blutverlust

Je schneller die Rekompensationstherapie bei einer Dekompensationskrankheit begonnen wird, desto besser ist wahrscheinlich das Ergebnis. Allerdings kann eine Rekompression selbst dann hilfreich sein, wenn damit erst Tage nach dem Auftauchen begonnen wird. Manche Kammern haben Raum für mehr als eine Person und andere nur für eine. Die Behandlungen erfolgen in der Regel ein- bis zweimal am Tag für bis zu 300 Minuten. In den meisten Fällen wird 100 % Sauerstoff bei einem Druck von 2,5 bis 3 bar zugeführt.

Während der Schwangerschaft gilt eine einmalige Rekompressionstherapie bei einer akuten Erkrankung, wie der Dekompressionskrankheit oder einer Kohlenmonoxidvergiftung allgemein als sicher. Mehrere hyperbare Sauerstofftherapien werden jedoch in der Regel während der Schwangerschaft vermieden, da die Sauerstoffkonzentration des Fötus durch die möglichen schädlichen Auswirkungen einer hohen Sauerstoffkonzentration beeinträchtigt ist. Eine Kompressionstherapie kann Probleme verursachen, die denen ähneln, die bei einem Barotrauma auftreten. Sie kann auch vorübergehende Kurzsichtigkeit, einen niedrigen Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) oder in seltenen Fällen, toxische Wirkungen der Lungen oder Krämpfe bewirken.

Menschen mit einer kollabierten Lunge (Pneumothorax) müssen vor einer Rekompressionstherapie eventuell mit einer Thoraxdrainage (Thorakotomie) behandelt werden.

Informationen dazu, wo es die nächste Rekompressionskammer gibt, wie man am schnellsten dorthin kommt und wen man am besten telefonisch kontaktieren sollte, sollten den meisten Tauchern geläufig sein. Solche Informationen sind auch vom Divers Alert Network (+1 919-684-9111; www.diversalertnetwork.org) rund um die Uhr verfügbar.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Testen Sie Ihr Wissen

Bleivergiftung
Kinder sind besonders anfällig für Bleivergiftungen. Blei verursacht den größten Schaden in welchem sich entwickelnden Körpersystem?

Auch von Interesse

NACH OBEN