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Penishautkrankheiten

Von

Patrick J. Shenot

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Inhalt zuletzt geändert Nov 2017
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Quellen zum Thema

Häufige Erkrankungen und Infektionen der Haut können kutane penile Läsionen verursachen (siehe Tabelle: Ursachen von Penishautkrankheiten).

Tabelle
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Ursachen von Penishautkrankheiten

Kategorie

Ursache

Häufige Erkrankungen der Haut

Allergisches oder reizendes Kontaktekzem

Carzinoma in situ: Erythroplasie Queyrat, Morbus Bowen

Fixierte Arzneimittelexantheme

Papulosquamöse oder systemische Erkrankungen

Sexuell übertragbare Krankheiten*

Genitalwarzen (Condylomata acuminata)

Seltene infektiöse Ursachen

Pilzinfektionen

TB

Balanitis xerotica obliterans

Diese Läsion, ein anderer Name für Lichen sclerosus et atrophicus bei Männern, bezeichnet eine verhärtete weißliche Region in Nähe der Penisspitze, die oft den Meatus verengt. Sie resultiert aus einer chronischen Entzündung und kann zu Phimose, Paraphimose oder Harnröhrenstriktur führen. Topische Arzneimittel, einschließlich Kortikosteroide, Tacrolimus, Antibiotika und entzündungshemmenden Medikamente, können verwendet werden, aber ihre Wirksamkeit ist begrenzt. Eine Operation ist in schweren Fällen erforderlich.

Balanitis Xerotica Obliterans
Balanitis Xerotica Obliterans
© Springer Science + Business Media
Balanitis Xerotica Obliterans mit "Meatal Occlusion"
Balanitis Xerotica Obliterans mit
© Springer Science + Business Media

Carcinoma in situ

Carcinoma in situ können umfassen

Erythroplasie Queyrat und der Morbus Bowen des Penis sind gut umschriebene Stellen mit rötlich glänzender Verfärbung im Genitalbereich, gewöhnlich auf der Glans oder an der Corona, hauptsächlich bei unbeschnittenen Männern.

Morbus Paget der Mamille (nicht mit der Paget-Knochenkrankheit zu verwechseln) ist ein seltenes intraepitheliales Adenokarzinom, das an extramammären Stellen des Penis auftreten kann.

Bowenoide Papulose beinhaltet kleinere, oft mehrere Knötchen auf dem Schaft des Penis.

Diese Veränderungen werden als intraepitheliale Neoplasie oder Carcinoma in situ angesehen und sollten chirurgisch entfernt werden.

Die Behandlung besteht in 5% iger Fluorouracil-Creme, lokaler Exzision oder einer Lasertherapie. Eine engmaschige Nachsorge ist angebracht.

Erythroplasie von Queyrat mit Peniskarzinom
Erythroplasie von Queyrat mit Peniskarzinom
© Springer Science + Business Media
Erythroplasie Queyrat mit Carcinoma in situ
Erythroplasie Queyrat mit Carcinoma in situ
© Springer Science + Business Media

Peniler Lichen ruber planus

Diese Läsion tritt als kleine Papeln oder Flecken, manchmal ringförmig an der Glans oder am Schaft auf und kann mit einem Pemphigoid oder einem Erythema multiforme verwechselt werden. Oft besteht Juckreiz.

Lichen planus (Penis)
Lichen planus (Penis)
DR P. MARAZZI/SCIENCE PHOTO LIBRARY

Penogingivales Syndrom bei Männern (und vulvovaginales-gingivales Syndrom bei Frauen) ist eine schwere Form des erosiven Lichen planus. Es tritt sowohl auf oraler und genitaler Schleimhaut auf Es können sich Geschwüre entwickeln und Schmerzen verursachen.

Der Lichen planus klingt gewöhnlich spontan ab. Auch wenn er symptomatisch wird, bedarf er keiner Therapie. Die Gabe topischer Kortikosteroide kann die Symptome lindern helfen.

Perlige penile Papeln

Diese Papeln sind kleine harmlose Angiofibrome, die als kuppelförmige oder haarähnliche Erhabenheiten an der Korona des Penis auftreten und eher hautfarben sind. Sie können aber auch am distalen Penisschaft vorkommen. Sie sind verbreitet und finden sich bei ca. 10% der Männer. Sie sind nicht mit dem humanen Papillomavirus assoziiert, obwohl sie mit Genitalwarzen verwechselt werden können. Eine Behandlung ist nicht erforderlich.

Perlenartige Penile Papeln und Penile Warze
Perlenartige Penile Papeln und Penile Warze
DR P. MARAZZI/SCIENCE PHOTO LIBRARY

Kontaktdermatitis des Penis

Kontaktdermatitiden des Penis haben sich durch die Anwendung von Latexkondomen weit verbreitet. Die Dermatitis erscheint als rötliche, juckende Läsion, manchmal mit Nässen oder Fissuren. Die Behandlung besteht in der Gabe von topischen Kortikosteroiden und der Verwendung von latexfreien Kondomen (allerdings keine natürlichen Kondome, weil diese keinen sicheren Schutz gegen HIV gewährleisten). Es können zunächst schwache OTC-Kortikosteroide verwendet werden mit je nach Bedarf verschreibungspflichtigen Präparaten mit mittlerer oder hoher Potenz.

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