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Kontaktekzem

Von

Mercedes E. Gonzalez

, MD, University of Miami Miller School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2017
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Quellen zum Thema

Das Kontaktekzem ist eine akute Entzündungsreaktion der Haut, die durch Reizstoffe oder Allergene ausgelöst wird. Das primäre Symptom ist der Pruritus. Die Hautveränderungen reichen von Erythemen bis zur Bildung von Blasen und Ulzerationen, oft auf oder nahe den Händen, wobei jedoch alle exponierten Hautbereiche betroffen sein können. Die Diagnose wird anhand der Anamnese, des Untersuchungsbefundes sowie gelegentlich mittels Epikutantest gestellt. Zur Behandlung gehören der Einsatz von Antipruriginosa und topischen Kortikosteroiden sowie das Vermeiden der Auslöser.

Pathophysiologie

Das Kontakekzem wird durch Reizstoffe oder Allergene verursacht.

Toxisches Kontaktekzem

Das toxische Kontaktekzem macht 80% aller Fälle von Kontaktekzemen aus. Es handelt sich um eine unspezifische entzündliche Reaktion auf Substanzen, die mit der Haut Kontakt haben. Das Immunsystem wird nicht aktiviert. Zu den zahlreichen beteiligten Substanzen gehören:

  • Chemikalien (z. B. Säuren, Alkalien, Lösungsmittel, Metallsalze)

  • Seifen (z. B. Scheuermittel, Waschmittel)

  • Pflanzen (z. B. Weihnachtssterne, Paprika)

  • Körperflüssigkeiten (z. B. Urin, Speichel)

Die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines toxischen Kontaktekzems hängt von den Eigenschaften des Reizstoffes (z. B. extremer pH-Wert, Löslichkeit im Lipidfilm der Haut), Umgebungsfaktoren (z. B. niedrige Luftfeuchtigkeit, hohe Temperaturen, hohe Reibungsbelastung) sowie von Patientenfaktoren (z. B. sehr jung oder sehr alt) ab. Bei Menschen mit atopischen Erkrankungen tritt das toxische Kontaktekzem insgesamt häufiger auf. In diesem Fall kann das toxische Kontaktekzem auch eine immunologische Sensibilisierung auslösen und somit zu einem allergischen Kontaktekzem führen.

Die phototoxische Dermatitis ( Chemische Lichtempfindlichkeit) ist eine Unterform des toxischen Kontaktekzems, bei der topische (z. B. Parfüme, Steinkohleteer) oder eingenommene (z. B. Psoralen) Substanzen nach der Absorption von UV-Strahlen schädliche freie Radikale und inflammatorische Mediatoren bilden.

Allergisches Kontaktekzem

Das allergische Kontaktekzem ist eine zellvermittelte Typ-IV-Überempfindlichkeitsreaktion, die aus 2 Phasen besteht:

  • Sensibilisierung gegen ein Antigen

  • Allergische Reaktion nach erneutem Kontakt mit dem Antigen

In der Sensibilisierungsphase werden die Allergene von Langerhans-Zellen (dendritische epidermale Zellen) aufgenommen, die in die nahe gelegenen Lymphknoten wandern, wo sie das Antigen prozessieren und es T-Zellen präsentieren. Dieser Vorgang kann schnell (6–10 Tage bei starken Sensibilisatoren wie Giftefeu) oder langsam (Jahre bei schwachen Sensibilisatoren wie Sonnenschutzmittel, Duftstoffe und Kortikosteroide) ablaufen. Die sensibilisierten T-Zellen wandern anschließend wieder in die Epidermis zurück. Bei erneuter Allergenexposition werden sie aktiviert, setzen Zytokine frei, rekrutieren Entzündungszellen und verursachen die charakteristischen Symptome und Beschwerden des allergischen Kontaktekzems.

Bei der Autoekzematisierung (id- Reaktion), wandern die von dem Allergen aktivierten epidermalen T-Zellen lokal oder mittels Kreislauf und lösen ein Ekzem an Stellen aus, die keinen Kontakt mit dem anfänglichen Allergen hatten. Durch Kontakt mit dem Inhalt von Blasen oder Bläschen lässt sich jedoch weder an einer anderen Stelle bei dem Patienten selber noch bei anderen Menschen eine Reaktion auslösen.

Das allergische Kontaktekzem kann von zahlreichen Allergenen verursacht werden (siehe Tabelle: Ursachen für allergische Kontaktekzeme). Häufig kommt es zu einer Kreuzallergie zwischen diesen Allergenen (z. B. zwischen Benzocain und Paraphenylendiamin). Kreuzallergie (oder Kreuzreaktion) bedeutet, dass die Exposition gegenüber einer Substanz nach der Exposition gegenüber einer anderen, verwandten Substanz zu einer allergischen Reaktion führen kann. Toxicodendron-Pflanzen (z. B. Giftefeu, Gifteiche, Giftsumach) sind für einen großen Prozentsatz der atopischen Ekzeme verantwortlich, einschließlich der mäßigen und der schweren Fälle. Das wirkende Allergen ist Urushiol.

Tabelle
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Ursachen für allergische Kontaktekzeme

Ursache

Beispiele

Aeroallergene

Ambrosienpollen, Insektenspray

Chemikalien, die bei der Herstellung von Schuhen oder Kleidung verwendet werden

Besonders Substanzen für die Leder- und Gummiverarbeitung, Gerbstoffe in Schuhen, Vulkanisationsbeschleuniger und Antioxidantien in der Bekleidung (z. B. Handschuhe, Schuhe, Unterhosen), Formaldehyd in bügelfreier, textilveredelter Kleidung

Kosmetika

Enthaarungsmittel, Nagellack, Deodorant

Farbstoffe

Paraphenylendiamine (Haarfärbemittel und Textilfarben)

Duftstoffe

Diverse Zusammensetzungen

In der Regel in allen Körperpflegeprodukten, Seifen und duftenden Haushaltswaren

Industrielle Stoffe

Viele Verbindungen, einschließlich Acrylmonomere, Epoxy-Verbindungen, Küpenfarbstoffe, Vulkanisationsbeschleuniger und Formaldehyd (in Kunst- und Klebstoffen)

Inhaltsstoffe von topischen Arzneimitteln

Antibiotika (z. B. Bacitracin, Neomycin)

Antihistaminika (z. B. Diphenhydramin)

Anästhetika (z. B. Benzocain)

Antiseptika (z. B. Thiomersal, Hexachlorophen)

Stabilisatoren (z. B. Ethylendiamin und -Derivate)

Latex

Latexhandschuhe, Kondome, Katheter, Ballons

Metallverbindungen

Chromate

Cobalt

Quecksilber

Nickel

Zahlreiche berufliche Expositionen

Persönliche Elemente (z. B. Gürtelschnallen, Uhrenschnallen, Schmuck)

Pflanzen

Giftefeu, -eiche und -sumach, Ambrosia, Primel, Cashew- und Mangoschalen

Zu den Unterformen des allergischen Kontaktekzems gehören das photoallergische Kontaktekzem und das systemisch verursachte allergische Kontaktekzem. Beim photoallergischen Kontaktekzem wirkt eine Substanz erst sensibilisierend, nachdem sie durch Einwirken von UV-Strahlen strukturell verändert wurde. Typische Ursachen sind Aftershave-Lotionen, Sonnenschutzmittel und topische Sulfonamide. Die Reaktionen können auch auf die nicht der Sonne ausgesetzten Haut übergreifen. Beim systemisch ausgelösten allergischen Kontaktekzem verursacht die orale Aufnahme eines Allergens nach topischer Sensibilisierung eine diffuse Dermatitis (z. B. orales Diphenhydramin nach Sensibilisierung mit topischem Diphenhydramin).

Symptome und Beschwerden

Toxisches Kontaktekzem

Das toxische Kontaktekzem geht eher mit Schmerzen als mit einem Juckreiz einher. Die Befunde reichen von einem leichten Erythem bis zu Hämorrhagien, Verkrustungen, Erosionen, Pusteln, Blasen und Ödemen.

Allergisches Kontaktekzem

Beim allergischen Kontaktekzem steht der starke Juckreiz im Vordergrund; Schmerzen treten meist nur als Resultat von Exkoriationen oder Infektionen auf. Die Hautveränderungen reichen von einem vorübergehenden Erythem über das Auftreten von Bläschen bis hin zu ausgeprägten Schwellungen mit Blasen und/oder Ulzera. Die Veränderungen treten oft in einem Muster und/oder einer Verteilung auf, die auf eine bestimmte Exposition schließen lässt, wie eine lineare Streifenbildung auf einem Arm oder einem Bein (z. B. bei flüchtigem Kontakt mit Giftefeu) oder ein kreisförmiges Erythem (unter der Armbanduhr oder dem Hosenbund). Lineare Streifen sind fast immer ein Hinweis auf ein externes Allergen oder einen externen Reizstoff.

Jede Oberfläche kann betroffen sein, meist sind es durch das Berühren und den Gebrauch potenzieller Allergene jedoch die Hände. Bei Exposition über die Luft (z. B. Parfümzerstäuber) sind v. a. Bereiche, die nicht von Kleidung bedeckt sind, betroffen. Das Ekzem ist typischerweise auf den Ort des Kontaktes begrenzt, kann sich aber später durch Kratzen und Autoekzematisierung weiter ausbreiten id-Reaktion). Beim systemisch verursachten allergischen Kontaktekzem können die Hautveränderungen am gesamten Körper auftreten. Die Eruption beginnt in der Regel innerhalb von 24–48 h nach dem Kontakt mit dem Allergen.

Tipps und Risiken

  • Die Form oder das Muster der Läsion (lineare Streifen sind fast immer ein Hinweis auf ein externes Allergen oder Reizmittel) kann helfen, die Kontaktdermatitis von anderen Formen der Dermatitis zu unterscheiden.

Diagnose

  • Klinische Bewertung

  • Manchmal Epikutantest (Patch-Test)

Kontaktdermatitis kann oft durch Hautveränderungen und Expositionshistorie diagnostiziert werden. Dabei müssen der Beruf des Patienten ebenso wie seine Hobbys, Haushaltspflichten, Ferien, Kleidung, topische Medikamente, Kosmetika und die Aktivitäten des Partners berücksichtigt werden. Der „Expositionstest“, bei dem eine verdächtigte Substanz weit entfernt von der ursprünglich von Dermatitis betroffenen Stelle aufgetragen wird (meist auf der Beugeseite des Unterarms), hilft weiter, wenn Parfüms, Shampoos oder andere Haushaltsmittel verdächtigt werden.

Der Epikutantest wird angezeigt, wenn ACD vermutet wird und nicht auf die Behandlung anspricht, was darauf hindeutet, dass der Auslöser nicht identifiziert wurde. Beim Epikutantest werden die typischen Kontaktallergene mittels selbstklebenden Pflastern, die winzige Mengen des Allergens enthalten, oder mittels kleinen Plastikkammern (Finn Chambers®), bei denen das Allergen durch poröses Klebeband an Ort und Stelle verbleibt, auf den oberen Rücken aufgetragen. Der dünnschichtige Epikutantest (TRUE TEST®) ist ein einfaches, einfach anzuwendendes Kit mit den häufigsten Kontaktallergenen, das von jedem Arzt angewendet und interpretiert werden kann. Die Haut unter den Pflastern wird 48 und 96 h nach der Applikation begutachtet. Falsch-positive Ergebnisse treten auf, wenn die Konzentrationen zu einer hautreizenden statt einer allergischen Reaktion führen, wenn die Reaktion auf ein Antigen eine unspezifische Reaktion auf andere Antigene verursacht oder wenn Antigene kreuzreagieren. Falsch-negative Ergebnisse erhält man, wenn die in den Pflastern enthaltenen Allergene nicht das auslösende Antigen enthalten. Zur definitiven Diagnosestellung muss anamnestisch die Exposition des ursprünglich betroffenen Bereiches mit dem Antigen belegt sein.

Tabelle
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Üblicherweise verwendete Allergene* bei Epikutantests

Wirkstoffe

Quellen

Bacitracin

in topischen Antibiotikapräparaten

Perubalsam (Myroxylon)

Ein Aromastoff für Getränke und Tabak, sowie als Fixiermittel und Duftstoff in Parfüms; kommt auch in vielen topischen Medikamenten, zahnärztlichen Wirkstoffen und anderen Produkten vor

Hauptallergene: Ester von Zimt- und Benzoesäure, Vanillin

Kreuzreaktionen mit Kolophonium (Harz) und Tolubalsam, Cinnamaten, Benzoaten, Styrax und Benzointinktur

Wahrscheinlich auch eine gewisse Phototoxizität

Schwarze Gummimischung

In Gummi

Kann mit Haarfärbemitteln kreuzreagieren

Bronopol

Ein Konservierungsmittel, das in Kosmetika, Shampoos und Hautpflegeprodukten enthalten ist; auch in einigen Wasch- und Reinigungsmitteln

Budesonid

Screens für Klasse-B-Corticosteroid-Allergie. Kortikosteroid-Medikament zur Behandlung verschiedener Krankheiten; kann in Cremes und Salben zur Behandlung von Ekzemen gefunden werden; in Augentropfen oder inhalierten Medikamenten

Caine mix

Enthält 3 topische Anästhetika: Benzocain, Dibucainhydrochlorid und Tetracainhydrochlorid

Oft in der Zahnheilkunde verwendet, aber auch häufig in topischen Zubereitungen zur Minderung von Juckreiz, Schmerzen und Stechen genutzt und weit verbreitet in Hustensäften und hämorrhoidalen Zubereitungen

Carba mix

Genutzt als Beschleuniger in der Verarbeitung von Gummi, Gummiklebstoffen, Vinyl und einigen Pestiziden

Cl+ Me– Isothiazolinon und Methylisothiazolinon

Kommt in Kosmetika und Hautpflegeprodukten vor, ebenso wie in einigen Medikamenten, Haushaltsreinigern und bestimmten industriellen Flüssigkeiten und Fetten

Kobaltdichlorid

Zu finden in einigen Farben, Zement, Metall und metallisierten Objekten

Zusammenwirkung mit Nickel (was keine Querempfindlichkeit bedeutet)

Kolophonium (Harz)

Wird von Streichern (Geiger sind besonders anfällig für eine Kolophonium-Allergie), Baseball-Spielern und Keglern benutzt

Stammt von diversen Koniferenarten

Kommt in Kosmetika, Klebstoffen, (Öl-)Lacken, Lötmitteln, Papier und vielen anderen industriellen Produkten vor

Diazolidinylharnstoff

Ein Konservierungsmittel mit einer breiten Anwendung in Kosmetika, Shampoos, Hautpflegeprodukten und Reinigungsmitteln

Disperse Blau 106

Ein dunkelblauer Textilfarbstoff, der in dunkelblauen, braunen, schwarzen, violetten und einigen Grüntönen vorkommt

Epoxidharz

Ein Epoxid mit niedrigem Molekulargewicht (340) auf Basis von Bisphenol A und Epichlorhydrin

Ist nur bei nicht oder unvollständig erfolgter Behandlung ein Allergen

Ethylendiamin

Verwendet als Emulgator und Stabilisator in bestimmten topischen Arzneimitteln, Augentropfen, einigen industriellen Lösemitteln, Härtemitteln für bestimmte Kunststoffe und Korrosionsschutzmitteln

Formaldehyd und Formaldehydab-Releaser

Freigesetzt von Quaternium-15 (ein germizides Mittel) und gelegentlich durch Imidazolidinyl-Urea

Weit verbreitet in der Zubereitung von Kunststoffen, Harzen für Kleidung sowie natürlichen und synthetischen Klebstoffen

Duftstoff-Mixe

Können α-Amyl-Zimtalkohol, Zimtaldehyd, Zimtalkohol, Eichenmoos absolue, Hydroxycitronellal, Eugenol, Isoeugenol, Geraniol, Citral, Citronellol, Coumarin, Farnesol, Hexyl Cinnamal, Hydroxyisohexyl-3-Cyclohexene und Karboxaldehyd enthalten

Findet in vielen Körperpflegeprodukten, Seifen, After-Shave-Lotionen, Shampoos, duftenden Haushaltsprodukten und vielen industriellen Produkten (z. B. Kühlschmiermitteln) Verwendung

Goldnatriumthiosulfat

Gefunden in Gold oder vergoldetem Schmuck oder Zahnersatz

Hydrocortison 17-Butyrat

Ein Kortikosteroid, das in Cremes oder Lotionen zur Behandlung entzündlicher Hautkrankheiten enthalten ist; auch in einigen Ohr- und Augentropfen

Imidazolidinylharnstoff

Ein Konservierungsmittel mit einer breiten Anwendung in Kosmetika, Shampoos, Hautpflegeprodukten und Reinigungsmitteln

Mercaptobenzothiazol

Kommt in Gummi, Klebstoffen und Kühlflüssigkeiten vor

Mercapto-Mix

Kommt in Gummi, Klebstoffen, Kühlflüssigkeiten und anderen industriellen Produkten vor

Methyldibromglutaronitril

In Farben, Klebstoffen und Ölen enthalten

Neomycinsulfat

Verwendet in topischen Antibiotika, Erste-Hilfe-Cremes, Ohrentropfen und Nasentropfen; mögliche Verzögerung der Reaktion auf den Epikutantest (etwa 4–5 Tage; wenn möglich sollte die Auswertung daher erst 7 Tage nach dem Test erfolgen)

Nickelsulfat

Zu finden in Schmuck, Zahnprothesen, Scheren, Rasierern, Brillengestellen, Silberware und Lebensmitteln (z. B. aus Konserven oder in Nickelutensilien zubereitet, Hering, Austern, Spargel, Bohnen, Pilzen und Zwiebeln)

Paraben-Mix

Fünf Parabene: Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl- und Benzylparabene, die die am häufigsten verwendeten Konservierungsmittel weltweit sind und in zahlreichen Cremes und Kosmetika sowie in einigen industriellen Ölen, Fetten und Klebstoffen auftreten

Parthenolid

Ein natürlich vorkommendes Sesquiterpenlacton in der traditionellen Kräutermedizin, Mutterkraut (Tanacetum parthenium); kommt in der Naturheilkunde und Kosmetik vor

Kreuzreagiert mit anderen Gattungen in Compositae und Magnoliaceae

Kaliumdichromat

Kommt in Zement (in geringen Mengen), in Lösungen zum Gerben von Leder und in Sicherheitsstreichhölzern vor

Verwendung in der Fotografie, Lösungen für die Galvanik, vielen Korrosionsschutzmitteln, Farben, Klebstoffen, Färbemitteln und einigen Waschmitteln

p-Phenylendiamin (PPD)

Zu finden in Haarfärbemitteln, einigen Tinten, Lösungen bei der Fotoentwicklung und Textilfarben

p-tert-Butylphenol-Formaldehydharz

Kondensationsprodukt von p-tert-Butylphenol und Formaldehyd

Kommt in Lederprodukten (vor allem Schuhen), Papier, Textilien, Asbest, Möbeln und bestimmten Klebstoffen vor

Quaternium

Häufig in Kosmetika und einigen Haushaltsreinigern und Polituren vorkommendes Konservierungsmittel

Chinolon-Mix

Enthält Clioquinol und Chlorquinaldol

Antimikrobieller Wirkstoff in bestimmten medizinischen Cremes und Salben, medizinischen Bandagen und Tierarzneimitteln

Thiomersal

Konservierungsmittel in Kontaktlinsenflüssigkeiten, bestimmten Kosmetika, Nasentropfen und Ohrentropfen sowie Injektionen

Quelle häufig nicht identifiziert

Thiuram-Mix

Häufiger Auslöser von Gummiallergien

Kommt auch in Klebstoffen, bestimmten Pestiziden und Medikamenten (z. B. Disulfiram) vor

Tixocortol-21-Pivalat

Screens für Klasse-A-Kortikosteroidallergie; gefunden in bukkalen, nasalen, Rachen- und rektalen, aber nicht topischen Kortikosteroidpräparaten

Wollalkohole

Ein Teil von Lanolin; gefunden in vielen Kosmetika, Salben, Sonnencremes und verschreibungspflichtigen sowie over-the-counter topischen Medikamenten

* Folgen Sie dem Link für den Zugriff auf Patient information leaflets for TRUE TEST® allergens.

Prognose

Die Abheilung dauert oft bis zu 3 Wochen. Die Reaktivität besteht für gewöhnlich lebenslang. Bei Patienten mit photoallergischem Kontaktekzem können jahrelang Schübe auftreten, wenn sie dem Sonnenlicht exponiert sind (persistierende Lichtreaktion).

Behandlung

  • Vermeidung von auslösenden Faktoren

  • Unterstützende Maßnahmen (z. B. kühle Kompressen, Verbände, Antihistaminika)

  • Kortikosteroide (meist topische, aber manchmal orale)

Kontaktdermatitis wird verhindert, indem man den Auslöser vermeidet; Patienten mit lichtempfindlicher CD sollten sich nicht der Sonne aussetzen.

Topische Therapieoptionen sind kalte Kompressen (z. B. mit Kochsalz- oder Burowscher Lösung) und Kortikosteroiden. Bei leichtem bis mäßigem allergischen Kontaktekzem werden topische Kortikosteroide mittlerer bis hoher Potenz verabreicht (wie Triamcinolon 0,1% Salbe oder Betamethasonvalerat-Creme 0,1%). Orale Kortikosteroide (wie 1-mal täglich Prednison 60 mg für 7–14 Tage) werden bei schwerer, blasenbildender oder ausgedehnter Krankheit gegeben. Systemische Antihistaminika (z. B. Hydroxyzin, Diphenhydramin) helfen gegen den Pruritus. Antihistaminika mit niedriger anticholinerger Potenz, wie z. B. gering sedierende H1-Blocker, sind schlechter wirksam. Wet-to-dry-Verbände helfen bei nässenden Blasen, trocknen die Haut und fördern die Abheilung.

Wichtige Punkte

  • Kontaktdermatitis (KD) kann durch Reizstoffe (z.B. Pflanzen, Seifen, Chemikalien, Körperflüssigkeiten), die 80% der Fälle ausmachen, oder durch Allergene, die 20% der Fälle ausmachen, verursacht werden.

  • Zu den Symptomen können hauptsächlich Schmerzen (bei toxischem Kontaktekzem) oder Pruritus (bei allergischem Kontaktekzem) gezählt werden.

  • Die Diagnose wird in der Regel klinisch gestellt.

  • Patch-Tests sind hilfreich, wenn der Verdacht auf ACD besteht und der Auslöser nicht erkannt wurde.

  • Die Behandlungen umfassen üblicherweise kühle Kompressen, topische Kortikosteroide und systemische Antihistaminika gegen den Pruritus.

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