Computertomographie (CT)

VonMustafa A. Mafraji, MD, Rush University Medical Center
Überprüft vonWilliam E. Brant, MD, University of Virginia
Überprüft/überarbeitet Geändert Sept. 2025
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Kurzinformationen

Die Computertomographie (CT) ist ein medizinisches Bildgebungsverfahren, bei dem eine Reihe von Röntgenaufnahmen kombiniert werden, sodass man detaillierte Querschnittsaufnahmen der inneren Strukturen erhält.

Bei einer Computertomographie (CT), die früher auch axiale Computertomographie (CAT) genannt wurde, drehen sich eine Röntgenquelle und ein Röntgendetektor um einen Patienten. Der Röntgendetektor enthält gewöhnlich 4 bis 64 oder mehr Sensorreihen zur Aufzeichnung der Röntgenstrahlen, die durch den Körper dringen. Die Sensordaten stellen eine Reihe von Röntgenmessungen dar, die aus einer Vielzahl von Winkeln um den Patienten erstellt wurden. Die Messungen werden jedoch nicht direkt angezeigt, sondern zu einem Computer geleitet. Der Computer wandelt sie in Bilder um, die zweidimensionalen Scheiben (Querschnitten) des Körpers ähnlich sind. Der Computer kann aus den aufgezeichneten Abbildungen auch dreidimensionale Bilder konstruieren.

(Siehe auch Bildgebende Verfahren im Überblick.)

Ablauf einer Computertomographie

Bei einer Computertomographie (CT) liegt ein Patient auf einer motorbetriebenen Liege, die durch die Öffnung eines ringförmigen Scanners geschoben wird. Der Patient wird kontinuierlich durch den Scanner bewegt, während die Aufnahmegeräte um den Patienten rotieren. Bei manchen CT-Untersuchungen bewegt sich die Liege schrittweise und bleibt jedes Mal stehen, nachdem ein Scan (ein Schnitt) erstellt wurde. Bei anderen CT-Geräten bewegt sich die Liege während der Aufzeichnungen kontinuierlich weiter. Da sich der Patient in gerader Linie vor und zurück und die Detektoren sich kreisförmig bewegen, scheinen die Messungen spiralförmig um den Patienten herum erfasst zu werden.

Während der CT sollten die Patienten im untersuchten Körperbereich Kleidung ohne Metallknöpfe, Druckknöpfe, Reißverschlüsse oder andere Metallgegenstände tragen und allen Schmuck ablegen. Diese Gegenstände bergen keine Gefahren, doch können sie Röntgenstrahlen blockieren und das Bild stören. Während der Untersuchung müssen die Patienten bewegungslos daliegen und immer, wenn eine Aufnahme erfolgt, die Luft anhalten, damit die Bilder nicht verschwimmen. Während des Verfahrens können surrende Geräusche entstehen.

Ein CT-Scan dauert, in Abhängigkeit vom untersuchten Körperbereich und dem Alter des Geräts, normalerweise mehrere Sekunden bis einige Minuten. Eine CT-Untersuchung des Brustraums dauert weniger als eine Minute, Patienten müssen dabei die Luft nur einmal für ein paar Sekunden anhalten.

Bei CT-Untersuchungen kann ein röntgendichtes Kontrastmittel verabreicht werden. Kontrastmittel sind Substanzen, die im Röntgenbild sichtbar sind und durch die ein Gewebetyp von einem anderen unterschieden werden kann. Das Kontrastmittel wird entweder in eine Vene injiziert, oral eingenommen oder in den After eingeführt. Welches Kontrastmittel zur Anwendung kommt, hängt von der Art der Untersuchung und dem Körperteil ab, der untersucht wird.

Normalerweise wird eine CT ambulant durchgeführt. Nach der Untersuchung können die Patienten sofort wieder ihren normalen Tätigkeiten nachgehen.

Darstellungen des Körperinneren: Computertomographie

Bei der Computertomographie erstellt ein Scanner Röntgenbilder und zeichnet sie auf, während er sich um einen Patienten dreht, der auf einer motorisierten Liege durch den Scanner geschoben wird. Auf der einen Seite des Scanners befindet sich eine Röntgenröhre, die Röntgenstrahlen produziert, auf der anderen Seite ein Röntgendetektor.

Anwendung der Computertomographie

Die sehr detaillierten Darstellungen liefern mehr Einzelheiten über die Gewebedichte und Lage von Anomalien als Röntgenaufnahmen, sodass Ärzte Strukturen und Anomalien genau lokalisieren können. Durch eine Computertomographie können unterschiedliche Gewebetypen, wie z. B. Muskel-, Fett- und Bindegewebe, unterschieden werden. Somit kann sie detaillierte Aufnahmen bestimmter Organe liefern, die auf Röntgenaufnahmen nicht sichtbar sind, und eignet sich besser zur Darstellung der meisten Strukturen in Gehirn, Kopf, Hals, Brust und Bauch (Abdomen).

Ein CT-Scan kann Auffälligkeiten in beinahe allen Teilen des Körpers entdecken und Informationen dazu liefern. Ärzte können mittels CT beispielsweise einen Tumor finden, dessen Größe bestimmen, ihn genau lokalisieren und feststellen, wie weit er sich bereits in benachbartes Gewebe ausgebreitet hat. Eine CT kann auch Dienste zur Überwachung der Wirkung einer Therapie leisten, z. B. mit Antibiotika bei einem Hirnabszess oder mit Strahlentherapie bei einem Tumor.

Tabelle
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Varianten der Computertomographie

CT-Angiographie

Bei der CT-Angiographie werden mit einem Computertomographen und einem röntgendichten Kontrastmittel zwei- und dreidimensionale Aufnahmen von Blutgefäßen, einschließlich von den das Herz versorgenden Arterien (Koronararterien), erstellt. Anders als bei der konventionellen Angiographie wird das Kontrastmittel nicht in eine Arterie sondern in eine Vene, meistens im Arm, gespritzt. Die Bilder werden schnell aufgenommen und zeitlich abgestimmt, sodass sich der Fluss des röntgendichten Kontrastmittels durch die zu beurteilenden Blutgefäße darstellen lässt. Der Computer entfernt digital alle Gewebe außer den Blutgefäßen aus den Abbildungen. (Siehe auch Koronarangiographie.)

Eine CT-Angiographie dient zum Auffinden folgender Störungen:

  • Verengungen oder Verstopfungen, z. B. Blutgerinnsel, in Arterien

  • Aussackungen (Aneurysmen) und Risse (Dissektionen) in großen Arterien

  • Anomale Blutgefäße, die Tumoren mit Blut versorgen

Die CT-Angiographie wird häufig anstelle der konventionellen Angiographie eingesetzt, da sie sicher und weniger invasiv ist, denn es muss dazu kein Katheter in eine Arterie eingeführt werden, was mit etwas größeren Risiken verbunden ist als das Einführen eines Katheters in eine Vene. Eine CT-Angiographie zeigt Anomalien in Blutgefäßen etwa genauso präzise wie die Magnetresonanz-Angiographie, jedoch etwas weniger genau als die konventionelle Angiographie.

Eine CT-Angiographie dauert normalerweise etwa ein bis zwei Minuten.

Andere Varianten

Eine CT kann durchgeführt werden, um folgende Organe abzubilden

Nachteile der Computertomographie

Eine CT setzt den Patienten einer größeren Strahlenbelastung aus als eine Röntgenaufnahme. Daher sollten Arzt und Patient Nutzen und Risiken jeder CT-Untersuchung sorgfältig abwägen (siehe Strahlungsrisiko). Ein CT-Scan wird bei Schwangeren nach Möglichkeit vermieden, es sei denn, es besteht keine sinnvolle Alternative. Auch bei Kindern sollte der Einsatz der Computertomographie soweit wie möglich beschränkt werden.

Das bei einer CT-Angiographie verwendete röntgendichte Kontrastmittel enthält Jod und wird als jodhaltiges Kontrastmittel bezeichnet. Bei wenigen Patienten kann es nach der Injektion solcher Substanzen zu einer leichten bis schweren allergischen Reaktion oder einer Nierenschädigung kommen. Patienten, die auf diese Substanzen reagieren, sollten ihren Arzt vor einer CT-Angiographie darüber informieren.

In einigen Ländern und einigen Regionen der USA stehen keine Computertomographen zur Verfügung.

Wussten Sie ...?

  • Die größte Strahlenexposition in der Medizin findet in der Computertomographie (CT) statt.

  • Vor einer CT sollten Patienten ihrem Arzt mitteilen, ob bei ihnen jemals eine Reaktion auf ein Kontrastmittel für eine CT aufgetreten ist.

Weitere Informationen

Die folgende Quelle in englischer Sprache kann nützlich sein. Bitte beachten Sie, dass MSD MANUAL nicht für den Inhalt dieser Quelle verantwortlich ist.

  1. What Are the Radiation Risks from CT?: Diese Informationsquelle der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (Food and Drug Administration, FDA) erklärt die verschiedenen Arten von bildgebenden Verfahren, die für die Früherkennung und die Diagnose verwendet werden.

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