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Übersicht der Auswirkungen von Sonnenlicht

Von

Elizabeth H. Page

, MD, Harvard Medical School

Inhalt zuletzt geändert Sep 2019
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Quellen zum Thema

Ultraviolett-(UV-)Strahlung

Die Sonne strahlt eine Vielzahl elektromagnetischer Strahlung aus. Die meisten der dermatologischen Auswirkungen des Sonnenlichts werden durch UV-Strahlung verursacht, die in 3 Bänder unterteilt wird: UVA (320 to 400 nm) UVB (280 to 320 nm) und UVC (100 to 280 nm). Da die Atmosphäre die Strahlung filtert, erreichen nur UVA und UVB die Erdoberfläche. Der Charakter und die Menge der Sonnenbrand erzeugenden Strahlen (vor allem Wellenlängen < 320 nm), die die Erdoberfläche erreichen, variieren stark mit folgenden Faktoren:

  • Beschaffenheit von Atmosphäre und Erdoberfläche

  • Breitengrad

  • Jahreszeit

  • Tageszeit

  • Höhenlage

  • Ozonschicht

Die Sonnelichtaussetzung der Haut hängt auch von mehreren Aspekten der Lebensführung ab (z. B. Kleidung, Beruf, Freizeitaktivitäten).

Sonnenbrand erzeugenden Strahlen werden durch Glas und größtenteils durch dicke Wolken, Rauch und Smog gefiltert, allerdings können sie leichte Wolken, Nebel oder 30 cm von klarem Wasser passieren und möglicherweise schwere Verbrennung verursachen. Schnee, Sand und Wasser erhöhen die Strahlenaussetzung durch Reflektion. Die Aussetzung ist in niedrigen Breitengraden (näher am Äquator), im Sommer und während der Mittagszeit (10 Uhr morgens bis 3 Uhr nachmittags) erhöht, weil das Sonnenlicht die Atmosphäre unter diesen Bedingungen direkter (d. h. unter kleinerem Winkel) passiert. Die Aussetzung ist auch in höheren Lagen größer, vor allem wegen der dünneren Atmosphäre. Stratosphärisches Ozon, das UV-Licht insbesondere kürzerer Wellenlänge filtert, wird durch künstlich hergestellte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (z. B. in Kühlmitteln und Sprühdosen) abgebaut. Eine verringerte Ozonschicht erhöht die Menge an UVA und UVB, die die Erdoberfläche erreicht.

Pathophysiologie

Als Schutzreaktion im Anschluss an Sonnenlichtaussetzung verdickt sich die Epidermis und die Melanozyten produzieren vermehrt das Pigment Melanin, wodurch es zu dem kommt, was im Allgemeinen als "Hautbräunung" bekannt ist. Hautbräunung bietet einen gewissen natürlichen Schutz gegen UV-Strahlung, hat aber ansonsten keine gesundheitlichen Vorteile.

Menschen unterscheiden sich hinsichtlich Sensibilität und Reaktion auf Sonnenlicht sehr, was vor allem vom Melaningehalt der Haut abhängt. Die Haut wird mit abnehmender Empfindlichkeit für Sonnenschäden in sechs Typen (I – VI) eingeteilt. Die Klassifikation erfolgt anhand der zusammenhängenden Faktoren Hautfarbe, UV-Sensibilität und Reaktion auf Sonnenexposition (siehe Tabelle Fitzpatrick-Hauttypklassifizierung Fitzpatrick-Hauttypklassifizierung Fitzpatrick-Hauttypklassifizierung ). Hauttyp I ist hellhäutig bis lediglich leicht pigmentiert, sehr UV-empfindlich, entwickelt keine sofortige Pigmentzunahme, bekommt immer schnell Sonnenbrand und wird niemals braun. Hauttyp VI dunkelbraun oder schwarz, ist meistens von UV-Licht geschützt und hat eine tiefdunkle schwarz-braune Farbe mit oder ohne Sonnenexposition. Allerdings sind dunkelhäutige Menschen nicht immun gegen die Effekte der Sonne und stark pigmentierte Haut kann bei starker oder lang dauernder Exposition Sonnenschäden entwickeln. Die langfristigen Auswirkungen der UV-Exposition bei dunkelhäutigen Menschen sind die gleichen wie bei hellhäutigen Menschen, allerdings sind sie oft verzögert und weniger schwerwiegend, weil das Melanin in ihrer Haut einen eingebauten UV-Schutz bietet.

Menschen mit blonden oder roten Haaren sind besonders anfällig für die akuten und chronischen Auswirkungen von UV-Strahlung. Bei vielen hellhaarigen Menschen tritt eine unregelmäßige Melanozytaktivierung auf, wodurch Sommersprossen entstehen.

Bei Menschen mit Albinismus Albinismus Okulokutaner Albinismus ist ein erblicher Defekt bei der Melanin-Bildung, der diffuse Hypopigmentierung der Haut, Haare und Augen verursacht. Okularer Albinismus betrifft die Augen und in der... Erfahren Sie mehr Albinismus liegt aufgrund eines Defekts des Melanin-Stoffwechsels keine Pigmentierung der Haut vor. Ungleichmäßige Bereichen mit Depigmentierung liegen wegen der immunologischen Zerstörung von Melanozyten bei Patienten mit Vitiligo Vitiligo Vitiligo ist der Verlust der Hautmelanozyten mit umschriebenen depigmentierten Hautbereichen unterschiedlicher Größe. Die Ursache ist unbekannt, basiert aber wahrscheinlich auf genetischen... Erfahren Sie mehr Vitiligo vor. Diese und andere Gruppen von Menschen, die nicht dazu in der Lage, Melanin schnell und vollständig zu produzieren, sind besonders anfällig für Sonnenschäden.

Tabelle

Vorbeugung

Das Vermeiden der Sonne, das Tragen von Schutzkleidung und die Anwendung von Sonnenschutzmittel helfen dabei, die UV-Exposition zu minimieren.

Vermeidung der Sonne

Sonnenbrand und die chronischen Auswirkungen des Sonnenlichts lassen sich durch einfache Vorsichtsmaßnahmen verhindern. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind für Menschen aller Hauttypen empfohlen, insbesondere diejenigen, die hellhäutig sind und leicht Sonnenbrand bekommen. Die Aussetzung gegenüber der hellen Mittagssonne und anderer Umstände mit starkem UV-Licht ( Ultraviolett-(UV-)Strahlung Ultraviolett-(UV-)Strahlung Die Haut kann auf Sonnenlicht mit chronischen (z. B. Dermatoheliosis [Hautalterung], aktinische Keratosen) oder akuten (z. B. Lichtempfindlichkeit, Sonnenbrand) Veränderungen reagieren. Die... Erfahren Sie mehr ) sollten minimiert werden (30 Minuten oder weniger), auch von Menschen mit dunkler Haut. In gemäßigten Temperaturzonen ist die Intensität der UV-Strahlung vor 10 Uhr morgens und nach 3 Uhr nachmittags geringer, da mehr Sonnenbrand auslösende Wellenlängen herausgefiltert werden. Nebel und Wolken verringern das Risiko nicht wesentlich und das Risiko ist in großen Höhen und geringen Breitengraden (z. B. am Äquator) erhöht.

Obwohl Sonnenexposition bei der Generierung von Vitamin D hilft, empfehlen viele Experten, einen angemessenen Vitamin-D-Spiegel bei Bedarf durch die Einnahme von Ergänzungsmitteln anstatt bewusst erhöhter Sonnenlichtexposition sicherzustellen.

Schutzkleidung

Die Exposition der Haut gegenüber UV-Strahlung kann durch das Tragen von Schutzbedeckungen wie Hüten, Hemden, Hosen und Sonnenbrillen minimiert werden. Dicht gewobene Stoffe blockieren die Sonne besser als locker gewobene. Im Handel ist zudem spezielle Kleidung mit hohem Sonnenschutz erhältlich. Diese Art von Kleidung ist mit UV-Schutzfaktor (UPF) gefolgt von einer Zahl versehen, die das Ausmaß des Schutzes angibt (ähnlich wie die Kennzeichnung von Sonnencreme). Breitkrempige Hüte schützen das Gesicht, die Ohren und den Hals, aber diese Bereiche benötigen noch zusätzlichen Schutz durch topische Sonnenschutzmittel. Das regelmäßige Tragen UV-undurchlässiger, anatomisch geformter Sonnenbrillen hilft beim Schutz der Augen und Augenlider.

Sonnenschutzmittel

Sonnenschutzmittel schützen die Haut vor Sonnenbrand und chronischen Sonnenschäden, indem sie die UV-Strahlen der Sonne absorbieren oder reflektieren. Ältere Sonnenschutzmittel neigten dazu, nur UVB-Licht zu filtern, aber die meisten neueren Sonnenschutzmittel filtern jetzt auch effektiv UVA-Licht und sind mit der Aufschrift "breites Spektrum" versehen. In den USA stuft die U.S. Food and Drug Administration Sonnenschutzmittel über ihren Lichtschutzfaktor (SPF) ein: Je höher die Zahl, desto größer der Schutz. Allerdings gibt der SPF nur den Schutz vor UVB-Strahlen an. Für UVA-Strahlen existiert keine entsprechende Skala in den USA. Menschen sollten in der Regel ein Breitbandsonnenschutzmittel mit einem SPF von 30 oder höher verwenden.

Sonnenschutzmittel sind in vielen Applikationsformen erhältlich, darunter Cremes, Gels, Schäume, Sprays, Pulver und Sticks. Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln wirken durch Absorption und/oder Reflexion von Licht. Selbstbräuner schützen nicht in besonderem Maße vor UV-Aussetzung.

Chemische Sonnenschutzmittel enthalten Inhaltsstoffe, die UV-Strahlung absorbieren. Cinnamate, Salicylate und para-Aminobenzoesäure (PABA)-Derivate bieten UVB-Schutz. Benzophenone werden häufig zum Schutz für UVB- und UVA-Kurzwellen verwendet. Avobenzone und "ecamsule" Filter im UVA-Bereich und kann hinzugefügt werden, um weiteren UVA-Schutz zu bieten.

Physikalisch blockierende (mineralische Sonnenschutzmittel) reflektieren oder streuen Licht und enthalten die Bestandteile Zinkoxid und Titandioxid, die sowohl UVB- als auch UVA-Strahlen physikalisch reflektieren. Obwohl Formulierungen dieser Produkte zuvor sehr weiß und pastös waren, ermöglichten sie die Mikronisierung und Nanotechnologie, eine transparentere Schicht zu bilden, während sie einen breiten Spektrumschutz bieten.

Es wird angenommen, dass alle chemischen Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln bis zu einem gewissen Grad systemisch absorbiert werden. Obwohl die meisten Inhaltsstoffe nur minimale negative Auswirkungen haben, wurde bei einigen Inhaltsstoffen ein potenzielles Risiko festgestellt, und andere werden derzeit untersucht. Für Menschen, die wegen einer systemischen Absorption besorgt sind, können mineralische Sonnenschutzmittel, die nicht mikronisiert wurden, bevorzugt werden, da ihre Moleküle zu groß sind, um durch die Haut aufgenommen zu werden.

Sonnenschutzmittelversagen ist verbreitet und resultiert meist daraus, dass das Auftragen unausreichend oder zu spät (am besten sollten Sonnenschutzmittel 30 Minuten vor der Exposition aufgetragen werden) erfolgt, dass sie nach dem Schwimmen oder Sport nicht erneut aufgetragen werden oder dass vergessen wird, sie alle 2 bis 3 Minuten während der Sonnenexposition aufzutragen.

Allergische oder photoallergische Reaktionen können bei Sonnenschutzmitteln auftreten, die chemische Filter enthalten und von anderen photosensiblen Hautausschlägen Lichtempfindlichkeit Lichtempfindlichkeit ist eine Überreaktion der Haut auf Sonnenlicht, an der das Immunsystem beteiligt ist. Sie kann idiopathisch sein oder nach Exposition mit bestimmten toxischen oder... Erfahren Sie mehr Lichtempfindlichkeit unterschieden werden müssen. Oft ist zur Diagnosestellung ein Patch- oder Photopatch-Test mit den Bestandteilen des Sonnenschutzmittels erforderlich. Dieser Test erfolgt normalerweise durch Dermatologen mit Fachkenntnissen in allergischen Kontaktekzemen Kontaktekzem Das Kontaktekzem ist eine akute Entzündungsreaktion der Haut, die durch Reizstoffe oder Allergene ausgelöst wird. Das primäre Symptom ist der Pruritus. Die Hautveränderungen... Erfahren Sie mehr Kontaktekzem .

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