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Sonnenbrand

Von

Elizabeth H. Page

, MD, Harvard Medical School

Inhalt zuletzt geändert Sep 2019
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Quellen zum Thema

Sonnenbrand zeichnet sich durch Erytheme und gelegentlich Schmerz und Blasen aus, die durch eine überhöhte Exposition gegenüber UV-Strahlung verursacht werden. Die Behandlung erfolgt ähnlich wie bei Verbrennungen mit Kühlkompressen, nichtsteroidalen Antirheumatika sowie in schweren Fällen mit sterilen Verbänden und topischen antimikrobiellen Substanzen. Entscheidend ist die Prävention durch Vermeiden der Sonne und Verwendung von Sonnenschutzmitteln.

Sonnenbrand resultiert aus der überhöhten Exposition der Haut gegenüber ultravioletter (UV)-Strahlung. Wellenlänge im UVB-Bereich (280–320 nm) führen zu den am stärksten ausgeprägten Effekten.

Symptome und Beschwerden

Die Symptome und Beschwerden von Sonnenbrand treten binnen einer bis 24 h auf und erreichen, abgesehen von schweren Fällen, innerhalb von 72 h die Maximalausprägung (normalerweise zwischen 12–24 h). Die Hautveränderungen reichen von einem leichten Erythem mit anschließender oberflächlicher Abschälung bis zu Schmerzen, Schwellung, Hautspannen und Blasenbildung. Sofern größere Bereiche der Haut betroffen sind, können sich wie bei Verbrennung Allgemeinsymptome (z. B. Fieber, Schüttelfrost, Schwäche, Schock) entwickeln. Diese Symptome können durch die Freisetzung entzündlicher Zytokine, wie etwa Interleukin-1, verursacht werden. Von schwerem Sonnenbrand befallene Haut kann Tage später abblättern.

Die häufigsten Komplikationen bei Sonnenbrand sind sekundäre Infektion, bleibende fleckige Pigmentierung und ein deutlich erhöhtes Risiko für Hautkrebs. Die abgeschälte Haut reagiert oft noch wochenlang extrem empfindlich auf Sonnenlicht.

Behandlung

  • Kalte Umschläge

  • Nichtsteroidale Antirheumatika (= nonsteroidal anti-inflammatory drugs, NSAID)

Bis zur vollständigen Abheilung des Sonnenbrandes sollte eine erneute Exposition vermieden werden. Kompressen mit kaltem Leitungswasser und orale nichtsteroidale Antiphlogistika helfen, die Symptome zu lindern, ebenso wie topische Behandlungen (z. B. Aloe vera, andere Lotionen auf Wasserbasis). Produkte auf Petrolatum-Basis, wie z. B. Vaseline, sollten bei schweren Sonnenbränden vermieden werden. Topische Glucocorticoide sind nicht wirksamer als kalte Umschläge. Bereiche mit Blasen sollten wie andere tiefergehende Verbrennungen ( Erste Wundversorgung Erste Wundversorgung Erste Wundversorgung ) mit sterilen Verbänden und Silbersulfadiazin behandelt werden.

Durch frühzeitige Behandlung ausgedehnter, schwerer Sonnenbrände mit systemischen Glukokortikoiden (z. B. Prednison 20–30 mg oral für vier Tage bei Erwachsenen und Jugendlichen) lassen sich die Beschwerden zwar lindern, ihr Einsatz ist jedoch umstritten.

Vorbeugung

Einfache Vorsichtsmaßnahmen Vorbeugung Die Haut kann auf Sonnenlicht mit chronischen (z. B. Dermatoheliosis [Hautalterung], aktinische Keratosen) oder akuten (z. B. Lichtempfindlichkeit, Sonnenbrand) Veränderungen reagieren. Die... Erfahren Sie mehr (z. B. Vermeiden der Sonne, vor allem mittags, Tragen dicht gewebter Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille; Auftragen von Sonnenschutzmitteln) verringern das Sonnenbrandrisiko erheblich.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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