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Hypertensive arterioläre Nephrosklerose

Von

Zhiwei Zhang

, MD, Loma Linda University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2020| Inhalt zuletzt geändert Jan 2020
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Die hypertensive arterioläre Nephrosklerose ist eine fortschreitende Nierenschädigung infolge eines schlecht eingestellten chronischen Bluthochdrucks (Hypertonie).

  • Es können Symptome einer chronischen Nierenerkrankung, wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz und Verwirrtheit entstehen.

  • Es kann auch zu Symptomen im Zusammenhang mit einer Schädigung anderer Organe durch den Bluthochdruck kommen.

  • Die Diagnose wird auf Grundlage der Vorgeschichte von Bluthochdruck sowie der Ergebnisse von Ultraschall und Bluttests gestellt.

  • Die Behandlung besteht in einer engmaschigen Kontrolle des Blutdrucks.

Die hypertensive arterioläre Nephrosklerose entsteht, wenn eine anhaltende (chronische) Hypertonie das Gewebe in den Nieren, einschließlich der kleinen Blutgefäße, die Glomeruli, die Nierentubuli (Nierenröhrchen) und das interstitielle Gewebe schädigt. Daraus entwickelt sich eine progressive chronische Nierenerkrankung. Die chronische Hypertonie kann auch das Herz schädigen, was zu Herzinsuffizienz führt. Sie erhöht auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Die hypertensive Nephrosklerose schreitet nur bei einem kleinen Teil der Patienten bis zur Nierenerkrankung im Endstadium fort (schwere chronische Nierenerkrankung). Da die chronische Hypertonie und die Nephrosklerose jedoch häufig vorkommen, ist die hypertensive Nephrosklerose eine der häufigsten Ursachen einer Nierenerkrankung im Endstadium.

Zu den Risikofaktoren zählen ein fortgeschrittenes Alter, ein schlecht eingestellter moderater bis schwerer Bluthochdruck und andere Nierenerkrankungen (wie beispielsweise die diabetische Nephropathie). Menschen mit dunkler Hautfarbe sind besonders gefährdet. Allerdings ist nicht geklärt, ob dies an einer schlechteren Behandlung von Bluthochdruck in dieser Bevölkerung liegt oder ob ein genetischer Grund vorliegt.

Symptome

Es können Symptome einer chronischen Nierenerkrankung, wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Schläfrigkeit oder Verwirrtheit, Gewichtsverlust und ein unangenehmer Geschmack im Mund, auftreten.

Diagnose

  • Routine-Bluttests

  • Weitere Tests zur Bestimmung von Schäden an anderen Organen oder von anderen Ursachen des Nierenschadens

Wenn Routine-Bluttests bei Patienten mit Bluthochdruck eine verschlechterte Nierenfunktion zeigen, kann diese Diagnose vermutet werden. Sie wird gestellt, wenn die körperliche Untersuchung oder die Testergebnisse einen Organschaden durch Bluthochdruck nachweisen, z. B. eine durch eine Ophthalmoskopie festgestellte Veränderung der Netzhaut oder eine durch Elektrokardiographie (EKG) oder Echokardiographie bestimmte Auffälligkeit des Herzens.

Mithilfe von Urintests können andere Störungen festgestellt werden, die zu einer Nierenerkrankung führen können.

Um andere Ursachen für eine Nierenerkrankung auszuschließen, wird ein Ultraschall empfohlen. Dabei kann eine verminderte Nierengröße festgestellt werden. Erst wenn die Diagnose weiterhin unklar ist, wird eine Nierenbiopsie durchgeführt.

Behandlung

  • Kontrolle des Blutdrucks

Die Behandlung beinhaltet eine engmaschige Kontrolle des Blutdrucks. Meist wird eine Kombination mehrerer Medikamente verabreicht, darunter Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker oder ein ACE-Hemmer, möglicherweise Kalziumkanalblocker, Thiazid-Diuretika oder Betablocker. Bei der Kontrolle des Blutdrucks sind auch Gewichtsverlust, körperliche Aktivität sowie eine Einschränkung der Salz- und Wasseraufnahme hilfreich. Die chronische Nierenerkrankung sollte durch Einschränkung der Salz- und Flüssigkeitsaufnahme und manchmal durch Dialyse kontrolliert werden.

Die Prognose hängt für gewöhnlich davon ab, wie gut der Blutdruck eingestellt ist, und wie schwer die Nierenschädigung ist. Normalerweise schreitet die Nierenschädigung langsam fort. Nach 5 bis 10 Jahren entwickeln nur 1 bis 2 Prozent der Patienten eine erhebliche Nierenfunktionsstörung.

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