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Asbestose

Von

Abigail R. Lara

, MD, University of Colorado

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2020| Inhalt zuletzt geändert Mai 2020
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Kurzinformationen

Bei der Asbeststaublunge (Asbestose) entstehen großflächige Vernarbungen im Lungengewebe durch eingeatmeten Asbeststaub.

  • Sie verursacht Kurzatmigkeit und verringert die körperliche Belastungsfähigkeit.

  • Die Diagnose wird in der Regel anhand von Röntgenaufnahmen des Brustkorbs und einer Computertomographie gestellt.

  • Der Asbestose kann vorgebeugt werden, indem die Asbestbelastung minimiert wird.

  • Behandlungen umfassen Sauerstoff und weitere Maßnahmen, um das Atmen zu erleichtern.

Asbest ist eine Familie von natürlich vorkommenden Stoffen, die aufgrund ihrer Hitze- und Struktureigenschaften als Bau- und Schiffsbaumaterial, Automobilbremsen und für einige Textilien von Nutzen sind. Asbest kann in geringen Mengen in der Luft, im Wasser und der Erde gefunden werden, aber in so niedrigen Konzentrationen, dass eine Belastung damit keinen wesentlichen Faktor für eine menschliche Erkrankung darstellt. Asbest ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene silikathaltige Mineralfasern. Asbestfasern können tief in die Lunge eingeatmet werden, wo sie Narben verursachen. Das Einatmen von Asbest kann auch zu einer Versteifung der beiden Hautschichten führen, welche die Lunge abdecken (Brustfell bzw. Pleura). Solche Versteifungen werden Pleuraplaques genannt. Sie sind an sich gutartig.

Durch Asbest kann auch Lungenkrebs Lungenkrebs Lungenkrebs ist von allen Krebsarten bei Männern und Frauen die häufigste Todesursache. Etwa 85 Prozent der Fälle hängen mit Zigarettenrauchen zusammen. Ein häufiges Symptom ist dauernder Husten... Erfahren Sie mehr Lungenkrebs entstehen. Dessen Ausprägung hängt zum Teil davon ab, wie intensiv die Belastung durch Asbestfasern war. Bei Menschen mit Asbestose kommt Lungenkrebs am häufigsten bei Rauchern vor, besonders bei denjenigen, die mehr als eine Packung Zigaretten pro Tag rauchen.

Obwohl die Gesundheitsschädlichkeit von Asbest einiges Aufsehen in der Öffentlichkeit erregt hat, sind Personen, die nicht berufsmäßig damit in Berührung kommen, nur einem äußerst geringen Risiko einer auf Asbest zurückzuführenden Lungenerkrankung ausgesetzt. Damit es in die Lunge gelangen kann, muss Asbest in winzigen Partikeln vorliegen. Bauarbeiter, die Gebäude mit Asbestisolierungen abreißen müssen, haben deshalb ein erhöhtes Risiko. Menschen, die ständig mit Asbest arbeiten, weisen das größte Risiko einer Lungenerkrankung auf. Je intensiver jemand Asbestfasern ausgesetzt ist, desto größer ist das Risiko einer auf Asbest zurückzuführenden Krankheit.

Wussten Sie ...

  • Die meisten Menschen sind nur einem äußerst geringen Risiko einer auf Asbest zurückzuführenden Lungenerkrankung ausgesetzt.

Symptome der Asbestose

Die Symptome einer Asbestose zeigen sich erst allmählich, wenn bereits große Teile der Lunge vernarbt sind. Durch diese Narbenbildung wird die Lunge steif. Die ersten Symptome sind leichte Kurzatmigkeit und abnehmende körperliche Belastbarkeit. Raucher mit chronischer Bronchitis (langanhaltende Entzündung der großen Atemwege) und Asbestose husten und haben eine giemende Atmung. Mit der Zeit wird das Atmen immer beschwerlicher. Bei ca. 15 Prozent der von Asbestose Betroffenen kommt es zu schwerer Kurzatmigkeit und respiratorischer Insuffizienz Respiratorische Insuffizienz Bei respiratorischer Insuffizienz ist die Sauerstoffsättigung des Blutes gefährlich niedrig und der Kohlendioxidgehalt im Blut bedrohlich hoch. Mögliche Ursachen für respiratorische Insuffizienz... Erfahren Sie mehr .

Diagnose der Asbestose

  • Früherer Kontakt mit Asbest

  • Bildgebung des Brustkorbs

Meistens ist bei Patienten mit Asbestose die Lungenfunktion eingeschränkt, und beim Abhorchen der Lunge mit einem Stethoskop sind in der Regel Rasselgeräusche zu hören. Bei Menschen, die in der Vergangenheit mit Asbest in Kontakt kamen, kann Asbestose anhand einer Röntgenaufnahme oder hochauflösenden Computertomographie (CT) des Brustkorbs diagnostiziert werden, auf der die charakteristischen Veränderungen zu sehen sind. Eine Lungenbiopsie ist für eine Diagnose nur selten notwendig.

Vorbeugung gegen Asbestose

Erkrankungen durch eingeatmetes Asbest können vermieden werden, indem die Belastung durch Asbeststaub und -fasern am Arbeitsplatz minimiert wird. Da die Branchen, in denen Asbest verwendet wird, bessere Schutzbestimmungen eingeführt haben, kommt es heute nur noch bei wenigen Menschen zu einer Asbestose. Asbesthaltige Bausubstanzen stellen normalerweise nur dann ein Problem dar, wenn sie entfernt werden oder das Gebäude renoviert wird. In diesen Fällen sollten Handwerker eingestellt werden, die in sicheren Entsorgungsmethoden geschult sind.

Raucher, die mit Asbest in Kontakt gekommen sind, können ihr Lungenkrebsrisiko senken, indem sie das Rauchen aufgeben, und sollten jährlich eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs machen lassen.

Behandlung der Asbestose

  • Behandlungen zur Linderung der Symptome

Die meisten Behandlungen bei Asbestose dienen der Linderung von Symptomen. Die Sauerstofftherapie hilft beispielsweise bei Kurzatmigkeit. Medikamente und andere Maßnahmen, wie eine Einschränkung der Salzaufnahme und Gewichtsverlust bei Bedarf, können eine Herzinsuffizienz verbessern.

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Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid
Das Atmungssystem dient dem Austausch zweier Gase: Sauerstoff und Kohlendioxid. Dieser Austausch findet an welchen der folgenden Stellen in der Lunge statt?

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