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Ohrtumoren

Von

Bradley W. Kesser

, MD, University of Virginia School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2020| Inhalt zuletzt geändert Sep 2020
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Kurzinformationen

Ohrtumoren können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Die meisten Ohrtumoren werden entdeckt, wenn jemand sie sieht, das Ohr untersucht oder der Betroffene merkt, dass sich sein Gehör verschlechtert hat.

Gutartige Ohrtumoren

Gutartige Tumoren können im Gehörgang wachsen, ihn verstopfen und zu Schwerhörigkeit und Ohrenschmalzablagerungen führen. Zu solchen Tumoren gehören die folgenden

Exostosen treten bei Personen auf, die in kaltem Wasser schwimmen, wie etwa Sporttaucher und Surfer. Das sogenannte „Surfer-Ohr“ ist ein umgangssprachlicher Begriff für eine knöcherne Exostose im Gehörgang.

Die wirksamste Behandlung dieser gutartigen Knochentumoren ist eine chirurgische Entfernung. Nach der Behandlung normalisiert sich das Hörvermögen in der Regel wieder. Bei kleinen Osteomen oder Exostosen, die keine Verstopfung verursachen, ist keine Behandlung erforderlich.

Zur Behandlung von Keloiden können wiederholt Kortikosteroide wie Triamcinolon gespritzt werden, oder sie werden chirurgisch entfernt. Nach der operativen Entfernung können zusätzliche Kortikosteroid-Injektionen verabreicht werden oder es kann sogar eine Bestrahlung erfolgen.

Bösartige Ohrtumoren

Häufige Krebserkrankungen, die sich im Bereich des Außenohrs bei wiederholtem und langem Aufenthalt in der Sonne entwickeln können, sind das Basalzell- Basalzellkarzinom Ein Basalzellkarzinom, die häufigste Hautkrebsart, entsteht in bestimmten Zellen der äußersten Schicht der Haut (Epidermis). Normalerweise entsteht zunächst ein kleiner, glänzender Knoten auf... Erfahren Sie mehr Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom Plattenepithelkarzinom Plattenepithelkarzinome sind eine Krebsart, die sich in den Zellen des Plattenepithels der Haut entwickelt. Dabei entstehen dicke, schuppige Wucherungen auf der Haut, die nicht abheilen. Um... Erfahren Sie mehr Plattenepithelkarzinom . Personen, die unter chronischen Ohreninfektionen leiden, haben ein erhöhtes Risiko, Plattenepithelkarzinome zu entwickeln. Wenn diese Tumoren zuerst erscheinen, können sie durch chirurgische Entfernung oder Anwendung einer Strahlentherapie erfolgreich behandelt werden. Weiter entwickelte Tumoren können eine chirurgische Entfernung eines größeren Bereichs des äußeren Gehörgangs erforderlich machen. Eine weitere, schneller streuende Hautkrebsart, die sich ebenfalls auf der Haut des äußeren Gehörgangs entwickeln kann und die operativ entfernt werden muss, ist das Melanom Melanom Ein Melanom ist ein Hautkrebs, der in den pigmentproduzierenden Hautzellen (Melanozyten) entsteht. Melanome können auf normaler Haut oder in bestehenden Muttermalen entstehen. Sie können als... Erfahren Sie mehr Melanom .

Zeruminom (Krebs der Zellen, die Ohrenschmalz produzieren) entsteht im äußeren Drittel des Gehörgangs und kann sich ausbreiten. Diese Tumoren streuen (metastasieren) nicht auf andere Bereiche, zerstören aber den Gehörgang. Zeruminome haben nichts mit Ohrenschmalzansammlungen zu tun. Die Therapie besteht in der chirurgischen Entfernung des Tumors und des umliegenden Gewebes.

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