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Prävention bei älteren Menschen

Von

Magda Lenartowicz

, MD

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2018| Inhalt zuletzt geändert Feb 2018
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Wie im Folgenden beschrieben, hängen die Ziele der medizinischen Vorsorge bei älteren Menschen in der Regel vom Gesundheitszustand, von der körperlichen Funktionsfähigkeit und vom Risikoprofil des Betroffenen ab:

  • Gesunde, eigenständige Personen ohne schwerwiegende Erkrankungen: Vornehmlich die Vorbeugung von Erkrankungen

  • Personen mit mehreren leichten chronischen Problemen, die weiterhin eigenständig sind: Vornehmlich das Verhindern oder Verlangsamen der Abnahme der Funktionsfähigkeit und das Vermeiden von körperlichen Schäden, die zur Unselbstständigkeit des Betroffenen führen können (sog. Schwächlichkeit oder verminderte Körperfunktionsreserve)

  • Gebrechliche Personen mit mehreren fortgeschrittenen chronischen Erkrankungen, die inzwischen weitgehend von Dritten abhängig sind: Vornehmlich die Prävention von Unfällen und Komplikationen, die zu einem weiteren Unabhängigkeitsverlust oder zum Tod führen könnten

Lebensstil

Bewegung (einschließlich Ausdauerübungen) ist weiterhin wichtig. Krafttraining beugt durch Stärkung der Muskeln und Erhöhung der Knochendichte Muskelschwäche, altersbedingtem Abbau von Muskelgewebe und Osteoporose vor. Ausdauerübungen erhöhen die Ausdauer und können das Risiko für einige Herz- und Blutgefäßerkrankungen leicht senken. Bei älteren Erwachsenen können Tanzen und Tai-Chi angenehme Bewegungsarten sein und zusätzlichen Nutzen bringen, etwa eine Verbesserung des Gleichgewichts und Vermeidung von Stürzen.

Mit dem Rauchen aufzuhören ist in jedem Alter gesundheitsfördernd. Dadurch kann Folgendes erreicht werden:

  • Steigerung der Ausdauer

  • Verminderung der Häufigkeit und Schwere von Symptomen bestimmter Erkrankungen, z. B. Brustschmerzen (Angina) und Krämpfe, Schmerzen in den Beinen (Schmerzhinken)

  • Senkung des Risikos bestimmter Erkrankungen (wie etwa Herzinfarkte, Lungenkrankheiten und gewisse Krebserkrankungen)

Alkohol wird von älteren Menschen anders metabolisiert. Ältere Menschen, die Alkohol trinken, müssen wissen, dass der Konsum von mehr als einem Glas Alkohol pro Tag das Verletzungsrisiko sowie das Risiko anderer gesundheitlicher Probleme erhöhen kann.

Arzneimittel und Impfstoffe

Da ältere Menschen anfälliger für Arzneimittelnebenwirkungen sind, ist es für sie besonders wichtig, über ihre Medikation gut informiert zu sein. Zu den Faktoren, die diese Anfälligkeit erhöhen können, gehören auch die altersbedingt veränderte Verstoffwechslung von Arzneimitteln und die Wirkung bei Einnahme mehrerer Arzneimittel. Diese Unterschiede können zu Wechselwirkungen zwischen den Arzneimitteln oder zwischen Arzneimitteln und Nahrungsmitteln führen. Bei jüngeren Menschen treten womöglich keine Wechselwirkungen dieser Art auf.

Vom Hausarzt, Krankenpfleger und Apotheker erhält der Patient Informationen über alle verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Arzneimittel. Ältere Menschen können Probleme vermeiden, wenn sie Handelsnamen, generische Bezeichnung, Zweck und Einnahmedauer aller einzunehmenden Arzneimittel kennen und wissen, welche Aktivitäten, Nahrungsmittel, Getränke und anderen Arzneimittel während der Einnahme eines Arzneimittels untersagt sind. Ältere Menschen sollten ihrem Arzt sowohl alle verschreibungspflichtigen als auch alle rezeptfreien Arzneimittel zeigen, damit er diese überprüfen kann.

Ältere Patienten sollten die folgenden Impfungen erhalten:

Diese Impfstoffe sind wichtig, da ältere Erwachsene anfälliger für Lungenentzündung, Tetanus und Gürtelrose sind und eine Grippe bei ihnen mit höherer Wahrscheinlichkeit zu einer Lungenentzündung und anderen schweren Erkrankungen führen kann.

Vorbeugung von Verletzungen

Dieselben einfachen, vernünftigen Sicherheitsmaßnahmen, die bei jüngeren Menschen Verletzungen vorbeugen, sind auch bei älteren Menschen nützlich ( 1x1 der Sicherheit). Besonders wichtig ist das Vermeiden von Stürzen.

Stürze sind bei älteren Menschen die Hauptursache für ernsthafte Gesundheitsprobleme. Folgende Maßnahmen dienen der Vorbeugung von Stürzen:

  • Voll gestellte Bereiche in der Wohnung aufräumen

  • Kleine Teppiche, Teppichkanten und freiliegende Telefon- und Elektrokabel entfernen oder sichern

  • Auf eine ausreichende Beleuchtung achten

  • Treppen und Badewannen bei Bedarf mit Handläufen bzw. Geländern, sicheren Griffen und rutschfesten Oberflächen (etwa rutschfesten Badematten) versehen

  • In der Nähe der Toilette sowie in der Badewanne und Dusche Handleisten installieren

  • Die Verwendung von glitschigen Badeölen vermeiden

  • Mit dem Arzt die Absetzung jeglicher unnötigen Arzneimittel besprechen und sicherstellen, dass nur die niedrigste wirksame Dosis verabreicht wird

  • Das Gleichgewichtsgefühl aufrechterhalten oder verbessern (z. B. durch körperliche Aktivitäten, Tanzen oder Tai-Chi)

Fahren

Bei schlechter Sehkraft, schwachen Reflexen oder schwacher allgemeiner Funktionstüchtigkeit müssen ältere Erwachsene das Fahren unter Umständen einschränken oder aufgeben. Werden Arzneimittel eingenommen, die eine Benommenheit verursachen, sollte die betreffende Person nicht fahren. Auch sollte bei Nacht kein Fahrzeug geführt werden, wenn die Person eine schlechte Nachtsicht aufweist.

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