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Schlaflosigkeit und starke Schläfrigkeit tagsüber

Von

Richard J. Schwab

, MD, University of Pennsylvania, Division of Sleep Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2019| Inhalt zuletzt geändert Mai 2019
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Quellen zum Thema

Die am häufigsten genannten schlafbedingten Probleme sind Schlaflosigkeit und starke Tagesschläfrigkeit.

  • Schlaflosigkeit bedeutet, dass man Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen hat, früh aufwacht oder die Schlafqualität gestört ist, wodurch der Schlaf unzureichend und nicht erholsam erscheint.

  • Starke Tagesschläfrigkeit bedeutet, dass Menschen tagsüber ungewöhnlich müde sind oder tagsüber einschlafen.

Die Schwierigkeit, ein- und durchzuschlafen und früher als gewünscht aufzuwachen, ist sowohl bei jungen als auch bei älteren Menschen häufig. Etwa 10 Prozent der Erwachsenen leiden an langjähriger (chronischer) Schlaflosigkeit und etwa 30 bis 50 Prozent leiden an vorübergehender Schlaflosigkeit.

Wussten Sie ...

  • Nahezu die Hälfte aller Menschen leidet zeitweise an Schlaflosigkeit.

  • Verschreibungspflichtige und rezeptfreie Schlafmittel, die Diphenhydramin enthalten, sind keine gute Wahl zur Behandlung von Schlaflosigkeit.

  • Die beste Behandlung bei Schlaflosigkeit ist die kognitive Verhaltenstherapie.

Wenn der Schlaf gestört ist, sind Menschen tagsüber in ihrer normalen Funktionsfähigkeit häufig eingeschränkt. Menschen, die an Schlaflosigkeit oder starker Tagesschläfrigkeit leiden, sind am Tag schläfrig, müde und reizbar und haben Konzentrationsschwierigkeiten. Menschen mit starker Tagesschläfrigkeit können bei der Arbeit oder beim Autofahren einschlafen.

Es gibt verschiedene Arten von Schlaflosigkeit:

  • Schwierigkeiten beim Einschlafen (Einschlafstörungen): Häufig haben Menschen Schwierigkeiten beim Einschlafen, wenn sie nicht abschalten können, nachdenken und sich Sorgen machen. Manchmal ist der Körper nicht bereit, zu einer als gewöhnlich erachteten Schlafenszeit zu schlafen. Das bedeutet, dass die innere Uhr des Körpers nicht mehr mit den Zeiten von Tag und Nacht übereinstimmt, was bei vielen Arten der zirkadianen Schlaf-Wach-Rhythmusstörung wie beim verzögerten Schlafphasensyndrom, der Schlafstörung durch Schichtarbeit und Jetlag vorkommt.

  • Schwierigkeiten beim Durchschlafen und früheres Aufwachen als gewünscht (Durchschlafstörungen): Sie schlafen normal ein, wachen aber einige Stunden später wieder auf und können nicht ohne weiteres wieder einschlafen. Manchmal fallen sie immer wieder kurz in einen unruhigen, unbefriedigenden Schlaf. Die Durchschlafstörung kommt häufiger bei älteren Menschen vor, da diese eher Schwierigkeiten beim Durchschlafen haben als jüngere Menschen. Sie kann bei Menschen auftreten, die bestimmte Substanzen (wie Koffein, Alkohol oder Tabak) konsumieren oder bestimmte Arzneimittel einnehmen, sowie bei Menschen, die unter bestimmten Schlafstörungen (wie Schlafapnoe oder periodische Bewegungsstörung der Extremitäten) leiden. Diese Art der Schlaflosigkeit kann bei Menschen jeden Alters ein Zeichen für eine Depression sein.

Ursachen

Schlaflosigkeit und starke Tagesschläfrigkeit können durch Störungen innerhalb und außerhalb des Körpers verursacht werden. Einige Störungen verursachen Schlaflosigkeit und starke Tagesschläfrigkeit und andere verursachen entweder das eine oder das andere. Einige Menschen leiden unter chronischer Schlaflosigkeit, die wenig oder keinen Zusammenhang mit einer bestimmten Ursache hat. Genetische Faktoren können beteiligt sein.

Häufige Ursachen

Schlaflosigkeit wird häufig durch Folgendes verursacht:

  • Schlechte Schlafgewohnheiten, wie Konsum koffeinhaltiger Getränke am späten Nachmittag oder am Abend, Sport am späten Abend oder unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus

  • Psychische Gesundheitsstörungen, insbesondere Depression, Angststörungen und Missbrauch von Suchtmitteln

  • Andere Störungen wie Herz- und Lungenerkrankungen, Erkrankungen, die die Muskeln oder Knochen beeinträchtigen, oder chronische Schmerzen

  • Stress aufgrund eines Krankenhausaufenthalts oder Verlust des Arbeitsplatzes (Anpassungsschlafstörung genannt)

  • Übermäßige Sorgen über die Schlaflosigkeit und den nächsten erschöpften Tag (psychosomatische Schlaflosigkeit genannt)

Spätes Einschlafen oder Mittagsschlaf, um den versäumten Schlaf nachzuholen, erschwert das Schlafen in der darauf folgenden Nacht weiter.

Starke Tagesschläfrigkeit tagsüber wird meistens durch Folgendes verursacht:

  • Unzureichender Schlaf trotz ausreichenden Gelegenheiten zum Schlafen (Schlafentzug)

  • Obstruktive Schlafapnoe (eine ernstzunehmende Krankheit, bei der die Atmung im Schlaf häufig aussetzt)

  • Verschiedene Erkrankungen, insbesondere psychische Gesundheitsstörungen, Erkrankungen des Gehirns oder der Nerven (neurologische Erkrankungen), wie z. B. Enzephalitis, Meningitis, ein Hirntumor oder Narkolepsie, sowie Erkrankungen, welche die Muskeln und Knochen betreffen

  • Störungen, die den inneren Schlaf-Wach-Rhythmus unterbrechen (Störungen der circadianen Rhythmik), wie Störungen aufgrund von Jetlag und Schichtarbeit

Schlaflosigkeit und starke Tagesschläfrigkeit sind meistens Begleiterscheinungen von schwerwiegenden psychischen Gesundheitsstörungen. Etwa 80 Prozent der Menschen mit einer Depression leiden an starker Tagesschläfrigkeit und Schlaflosigkeit, und 40 Prozent der Menschen mit Schlaflosigkeit haben eine psychische Gesundheitsstörung, normalerweise eine Depression oder Angststörung.

Jede Störung, die Schmerzen oder Unbehagen verursacht, insbesondere, wenn sie durch Bewegungen verschlimmert wird, kann zu kurzem Aufwachen führen und den Schlaf stören.

Seltenere Ursachen

Arzneimittel oder Drogen können bei einer Einnahme über einen längeren Zeitraum oder beim Absetzen (Entzug) Schlaflosigkeit und starke Tagesschläfrigkeit verursachen.

Tabelle
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Einige Arzneimittel, die den Schlaf stören

Art

Beispiele

Wenn das Medikament eingenommen wird

Antiepileptika

Phenytoin

Chemotherapeutika

Alle

Arzneimittel, die das Gehirn anregen

Amphetamine

Koffein

Betablocker

Propranolol

Steroide

Anabolika

Kortikosteroide

Schilddrüsenhormon-Präparate

Wenn das Medikament abgesetzt wird

Freizeitdrogen

Kokain

Heroin

Haschisch

Phencyclidin

Arzneimittel, die das Gehirn verlangsamen

Barbiturate

Opioide

Sedativa

Wenn das Medikament eingenommen oder abgesetzt wird

Alkohol

Antidepressiva

Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), wie z. B. Fluoxetin

Serotonin- Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer, wie z. B. Duloxetin

Monoaminooxidase-Hemmer (MAOI), wie z. B. Selegilin

Trizyklische Antidepressiva, wie z. B. Amitriptylin

Viele bewusstseinsverändernde (psychoaktive) Arzneimittel können anormale Bewegungen im Schlaf verursachen und den Schlaf stören. Beruhigungsmittel, die häufig verschieben werden, um Schlaflosigkeit zu behandeln, können Reizbarkeit und Apathie verursachen und die geistige Aufgewecktheit mindern. Auch kann sich die ursprüngliche Schlafstörung plötzlich verschlimmern, wenn über mehrere Tage eingenommene Beruhigungsmittel abgesetzt werden.

Manchmal ist die Ursache eine Schlafstörung.

Zentrale oder obstruktive Schlafapnoe wird häufig zuerst bemerkt, wenn Menschen über Schlaflosigkeit oder gestörten oder nicht erholsamen Schlaf berichten. Sie tritt auch bei Menschen mit anderen Erkrankungen (wie Herzerkrankung) auf oder bei Menschen, die bestimmte Arzneimittel einnehmen. Zentrale oder obstruktive Schlafapnoe verursacht in der Nacht eine flache Atmung oder wiederholte Atemaussetzer.

Narkolepsie ist eine Schlafstörung, die sich durch starke Tagesschläfrigkeit mit nicht unterdrückbaren Schlafanfällen in den Wachzeiten sowie eine plötzliche, vorübergehende Muskelschwäche auszeichnet (die sogenannte Kataplexie).

Periodische Bewegungsstörungen der Extremitäten unterbrechen den Schlaf, da sie wiederholte Zuckungen oder ein Strampeln der Füße im Schlaf verursachen. Infolgedessen sind Betroffene tagsüber schläfrig. In der Regel sind sich Menschen mit periodischen Bewegungsstörungen der Extremitäten dieser Bewegungen und der nachfolgenden kurzen Aufwachphasen nicht bewusst.

Das Restless-Legs-Syndrom erschwert das Ein- und Durchschlafen, da die Betroffenen den Drang haben, ihre Füße und seltener ihre Arme im Sitzen oder Liegen zu bewegen. Sie haben normalerweise ein ziehendes, kribbelndes Gefühl in den Extremitäten.

Beurteilung

Im Allgemeinen kann die Ursache der Schlaflosigkeit aufgrund der Symptombeschreibung des Betroffenen und der Ergebnisse einer körperlichen Untersuchung erkannt werden. Viele Menschen haben offenkundige Probleme, wie schlechte Schlafgewohnheiten, Stress oder die Bewältigung von Schichtarbeit.

Warnsignale

Einige Symptome geben Anlass zur Sorge:

  • Das Einschlafen beim Autofahren oder während anderer potenziell gefährlicher Situationen

  • Häufiges Einschlafen ohne Vorwarnung

  • Atemaussetzer während des Schlafes oder nach Luft ringend oder keuchend aufwachen (vom Partner berichtet)

  • Sich im Schlaf heftig bewegen oder sich selbst oder andere im Schlaf verletzen

  • Schlafwandeln

  • Eine Herz- oder Lungenerkrankung, die sich ständig verändert (instabil ist)

  • Anfälle von Muskelschwäche (Kataplexie-Anfälle)

  • Ein kürzlich aufgetretener Schlaganfall

Wann ein Arzt zu konsultieren ist:

Bei Warnsignalen oder wenn die schlafbezogenen Symptome die täglichen Aktivitäten beeinträchtigen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Wenn gesunde Menschen kurzzeitig (weniger als ein oder zwei Wochen) schlafbedingte Probleme haben, jedoch keine Warnsignale, können sie Verhaltensänderungen ausprobieren, die den Schlaf verbessern können. Wenn diese Änderungen nach etwa einer Woche nicht helfen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Was der Arzt unternimmt:

Der Arzt stellt den Patienten Fragen bezüglich:

  • Ihrem Schlafmuster

  • Gewohnheiten beim Zubettgehen

  • Arzneimitteleinnahme (einschließlich illegale Drogen)

  • Konsum anderer Substanzen (wie Alkohol, Koffein und Tabak)

  • Stresslevel

  • Krankengeschichte

  • Grad der körperlichen Aktivität

Der Arzt kann die Patienten bitten, ein Schlafprotokoll zu führen. Darin werden die Schlafgewohnheiten genau beschrieben, darunter Schlaf- und Wachzeiten (einschließlich Aufwachen während der Nacht), das Halten von Mittagsschlaf und sämtliche Schlafstörungen. Bei einer möglichen Diagnose von Schlaflosigkeit berücksichtigt der Arzt, dass einige Menschen weniger Schlaf benötigen als andere.

Bei Menschen mit starker Tagesschläfrigkeit kann der Arzt den Patienten bitten, einen Fragebogen wie die Epworth Sleepiness Scale auszufüllen, die zeigt, wie wahrscheinlich es ist, dass sie in verschiedenen Situationen einschlafen. Der Arzt kann den Schlafpartner bitten, die Auffälligkeiten zu beschreiben, die im Schlaf auftreten, wie Schnarchen und Atempausen.

Tabelle
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Epworth Sleepiness Scale

Situationen

Im Sitzen lesen

Beim Fernsehen

Wenn Sie passiv in der Öffentlichkeit sitzen

Als Beifahrer im Auto während einer einstündigen Fahrt

Wenn Sie sich am Nachmittag hingelegt haben, um auszuruhen

Wenn Sie sitzen und sich mit jemandem unterhalten

Wenn Sie nach dem Mittagessen (ohne Alkohol) ruhig dasitzen

Wenn Sie als Fahrer eines Autos verkehrsbedingt eine Minute anhalten müssen

Bei diesem Test schätzen die Patienten anhand der folgenden Skala ein, wie wahrscheinlich es ist, dass sie in bestimmten Situationen einnicken:

  • Niemals (0)

  • Gering (1)

  • Mittel (2)

  • Hoch (3).

Eine Zahl von 10 oder höher deutet auf eine abnorme Tagesschläfrigkeit hin.

Es wird eine körperliche Untersuchung auf Erkrankungen durchgeführt, die Schlaflosigkeit oder starke Tagesschläfrigkeit verursachen können.

Tests

Tests sind nicht erforderlich, wenn Symptome auf eine Ursache wie schlechte Schlafgewohnheiten, Stress oder Störungen aufgrund von Schichtarbeit hinweisen.

Der Patient wird manchmal an einen Spezialisten für Schlafstörungen zur Untersuchung in einem Schlaflabor überwiesen. Gründe für eine Überweisung:

  • Unsichere Diagnose

  • Verdacht auf bestimmte Erkrankungen (wie Schlafapnoe, eine Anfallkrankheit, Narkolepsie und periodische Bewegungsstörung der Extremitäten)

  • Schlaflosigkeit oder starke Tagesschläfrigkeit, die trotz grundlegender Maßnahmen zur Verbesserung weiterbesteht (Verhaltensänderung zur Verbesserung des Schlafes und kurzzeitige Einnahme von Schlafmitteln)

  • Vorhandensein von Warnzeichen oder anderen Symptomen, wie Alpträume und Zucken der Beine oder der Arme im Schlaf

  • Abhängigkeit von Schlafmitteln

  • Ein unwiderstehlicher Drang, die Beine oder die Arme kurz vor oder während dem Schlaf zu bewegen (Restless-Legs-Syndrom)

Die Auswertung beinhaltet eine Polysomnographie und Beobachtung (und manchmal eine Videoaufzeichnung) ungewöhnlicher Bewegungen im Schlaf während der gesamten Nacht. Manchmal werden auch andere Tests durchgeführt.

Eine Polysomnographie wird in der Regel über Nacht in einem Schlaflabor durchgeführt, das sich in einem Krankenhaus, einer Klinik, einem Hotelzimmer oder einer anderen Einrichtung befinden kann und mit Überwachungsgeräten ausgestattet ist. Auf den Schädel und auf das Gesicht werden Elektroden aufgeklebt, um die elektrische Gehirnaktivität (Elektroenzephalographie oder EEG) und Augenbewegungen aufzuzeichnen. Das Aufkleben der Elektroden ist schmerzlos. Die Aufzeichnungen liefern den Ärzten Informationen über die Schlafphasen. Elektroden werden auch in anderen Körperbereichen angebracht, um die Herzfrequenz (Elektrokardiographie bzw. EKG), die Muskelaktivität (Elektromyographie) und die Atmung aufzuzeichnen. Ein schmerzloser Clip wird an einem Finger oder einem Ohr angebracht, um die Sauerstoffwerte im Blut aufzuzeichnen. Bei der Polysomnographie können Atemstörungen (wie obstruktive oder zentrale Schlafapnoe), Krampfleiden, Narkolepsie, periodische Bewegungsstörung der Extremitäten sowie ungewöhnliche Bewegungen und Verhaltensweisen im Schlaf (Parasomnien) erkannt werden. Heutzutage wird die Polysomnographie häufig zur Diagnose einer obstruktiven Schlafapnoe, aber nicht von anderen Schlafstörungen zu Hause durchgeführt.

Ein Mehrfachschlafphasentest wird durchgeführt, um zwischen körperlicher Erschöpfung und starker Tagesschläfrigkeit zu unterscheiden und auf das Vorliegen von Narkolepsie zu prüfen. Dabei bleibt der Betroffene tagsüber im Schlaflabor und macht in Abständen von zwei Stunden vier oder fünf Nickerchen. Die Polysomnographie ist Teil dieses Tests, wobei bewertet wird, wie schnell der Patient einschläft. Dabei wird festgestellt wann der Patient einschläft und die Schlafphasen während der Nickerchen werden überwacht.

Der multiple Wachbleibetest wird durchgeführt, um festzustellen, wie gut Menschen im Sitzen in einem ruhigen Raum wach bleiben können. Bei diesem Test wird die Schwere der Tagesschläfrigkeit gemessen und festgestellt, ob Menschen ihre normalen täglichen Aktivitäten sicher durchführen können (wie zum Beispiel Autofahren).

Tests zur Untersuchung des Herzens, der Lunge und der Leber können bei Menschen mit starker Tagesschläfrigkeit durchgeführt werden, wenn die Symptome oder die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung darauf hindeuten, dass eine andere Erkrankung die Ursache ist.

Behandlung

Die Behandlung der Schlaflosigkeit richtet sich nach Ursache und Schweregrad, umfasst in der Regel jedoch eine Kombination aus Folgendem:

  • Behandlung von Störungen, die zur Schlaflosigkeit beitragen

  • Gute Schlafhygiene

  • Kognitive Verhaltenstherapie

  • Schlafmittel

Wenn die Schlaflosigkeit aus einer anderen Erkrankung resultiert, wird diese Erkrankung behandelt. Diese Behandlung kann den Schlaf verbessern. Wenn Menschen beispielsweise unter Schlaflosigkeit und Depressionen leiden, lässt durch eine Behandlung der Depression häufig die Schlaflosigkeit nach. Einige Antidepressiva haben auch eine beruhigende Wirkung, die den Schlaf fördern, wenn das Medikament vor dem Zubettgehen eingenommen wird. Diese Arzneimittel können jedoch insbesondere bei älteren Menschen zu einer Schläfrigkeit tagsüber führen.

Gut Schlafhygiene ist unabhängig von der Ursache wichtig und ist oft die einzige Behandlung, die bei Patienten mit leichten Problemen erforderlich ist.

Wenn Tagesschläfrigkeit und Erschöpfung auftreten und die Funktionsfähigkeit tagsüber beeinträchtigen, ist jedoch eine zusätzliche Behandlung angezeigt, hauptsächlich psychologische Beratung (kognitive Verhaltenstherapie) und manchmal verschreibungspflichtige Schlafmittel oder rezeptfrei erhältliche Schlafmittel. Wenn die Betroffenen ein rezeptfreies Schlafmittel in Betracht ziehen, sollten sie zunächst mit ihrem Arzt darüber sprechen, da diese Medikamente erhebliche Nebenwirkungen haben können. Alkohol ist kein geeignetes Schlafmittel und kann den Schlaf sogar beeinträchtigen.

Schlafhygiene

Die Schlafhygiene konzentriert sich auf Verhaltensänderungen, um den Schlaf zu verbessern. Zu diesen Veränderungen gehören die Einschränkung der im Bett verbrachten Zeit, das Einhalten eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus und die Ausführung entspannender Tätigkeiten vor dem Zubettgehen (z. B. lesen oder ein warmes Bad nehmen). Durch die Einschränkung der Zeit, die im Bett verbracht wird, soll verhindert werden, dass man mitten in der Nacht lange Zeit wach liegt.

Tabelle
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Änderungen im Verhalten, um den Schlaf zu verbessern

Maßnahmen

Wie Sie am besten vorgehen

Einen regelmäßigen Schlafrhythmus befolgen

Jeden Abend zur gleichen Zeit zu Bett gehen und insbesondere morgens stets zur gleichen Zeit aufstehen, auch am Wochenende und im Urlaub. Nicht zu viel Zeit im Bett verbringen.

Beim Zubettgehen einer regelmäßigen Routine folgen

Ein regelmäßiges Muster von Aktivitäten, wie leise Musik hören, Zähne putzen, Gesicht waschen, den Wecker stellen, kann einen in Schlafstimmung bringen. Diese Routine sollte man jeden Abend einhalten, ob zu Hause oder unterwegs. Als Teil dieser Routine sollte helles Licht vor dem Zubettgehen vermieden werden.

Eine schlaffördernde Umgebung schaffen

Das Schlafzimmer sollte dunkel und ruhig sein, nicht zu warm und nicht zu kalt. Laute Geräusche können den Schlaf stören, auch wenn man dadurch nicht aufwacht. Ohrstöpsel, weißes Rauschen, ein Ventilator oder schwere Vorhänge im Schlafzimmer (um Außengeräusche und Licht fernzuhalten) können helfen. Eine Schlafmaske kann Menschen helfen, die am Tag in einem Raum schlafen müssen, der nicht vollständig abgedunkelt werden kann. Beim Aufwachen in der Nacht sollte grelles Licht vermieden werden.

Kissen benutzen

Kissen zwischen den Knien oder unter der Hüfte können zum Wohlbefinden beitragen. Für jemanden, der unter Rückenproblemen leidet, kann es hilfreich sein, sich mit einem großen Kissen zwischen den Knien auf die Seite oder mit einem großen Kissen unter den Knien auf den Rücken zu legen.

Das Schlafzimmer zum Schlafen nutzen

Das Bett sollte zum Schlafen und für den Geschlechtsverkehr verwendet werden. Es sollte nicht zum Essen, Lesen, Fernsehen, Bezahlen von Rechnungen, Schreiben von SMS oder E-Mails an Handy oder Laptop oder für andere Aktivitäten genutzt werden, die mit Wachsein verbunden sind.

Aufstehen

Wenn das Einschlafen innerhalb von 20 Minuten nicht möglich ist, ist es besser, nach kurzer Zeit aufzustehen und etwas Anderes zu tun und später bei Müdigkeit wieder ins Bett zu gehen, als im Bett zu liegen und krampfhaft zu versuchen, einzuschlafen.

Sich regelmäßig bewegen

Körperliche Bewegung kann das natürliche Einschlafen fördern. Sportliche Betätigung währende der 5 Stunden vor dem Zubettgehen kann jedoch Herz und Hirn anregen und Menschen wachhalten.

Entspannen

Stress und Sorgen beeinträchtigen den Schlaf. Wer nicht müde ist, kann sich entspannen, indem er liest oder ein warmes Bad nimmt. Entspannungstechniken, wie Visualisierungen, progressive Muskelentspannung und Atemübungen können helfen. Man kann versuchen, seine Probleme an der Schlafzimmertür zurückzulassen. Die Planung einer Sorgenzeit am Tag, um über Probleme nachzudenken, kann die Tendenz, sich zur Schlafenszeit zu sorgen, verringern.

Vor dem Zubettgehen anregende Aktivitäten vermeiden

Spannende Fernsehsendungen, aufregende Computerspiele und die Bewältigung komplizierter Arbeitsangelegenheiten etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen können das Einschlafen erschweren.

Substanzen meiden, die den Schlaf stören

Alkohol- und Koffeinhaltige Getränke und Nahrungsmittel (wie Kaffee, Tee, Cola-Getränke und Schokolade) sowie Appetitzügler, Diuretika und Nikotin (in Zigaretten und Nikotinpflastern) können den Schlaf stören. Koffeinhaltige Produkte sollten 12 Stunden vor dem Zubettgehen gemieden werden. Der Konsum großer Alkoholmengen am Abend kann zu frühem Aufwachen am nächsten Morgen führen. Es kann hilfreich sein, mit dem Rauchen aufzuhören.

Bei Hunger kann ein leichter Snack helfen

Hunger kann vom Schlafen abhalten. Manchmal kann ein leichter, warmer Snack helfen, außer im Falle eines gastroösophagealen Reflux. Mindestens einige Stunden vor dem Schlafengehen sollte jedoch nach Möglichkeit nichts mehr gegessen werden und insbesondere schwere Mahlzeiten sollten kurz vor dem Zubettgehen vermieden werden. Schwere Mahlzeiten können Sodbrennen verursachen, das den Schlaf stört.

Verhaltensweisen vermeiden, die Angst auslösen

Man kann die Uhr wegdrehen, sodass die Uhrzeit nicht im Mittelpunkt steht. Im Bett sollte nicht auf die Uhr gesehen werden.

Verbringen Sie während des Tages Zeit im hellen Licht

Durch die Einwirkung von Licht während des Tages können Menschen ihren Schlaf-Wach-Rhythmus mit dem Hell-Dunkel-Kreislauf der Erde in Einklang bringen.

Schlafpausen während des Tages sollten vermieden werden, außer bei Schichtarbeitern und Menschen mit Narkolepsie

Schlafpausen während des Tages können bei Menschen mit Schlaflosigkeit den Schlaf in der Nacht beeinträchtigen. Schlafpausen können jedoch bei Menschen mit Narkolepsie den Bedarf nach Arzneimitteln verringern und bei Schichtarbeitern die Leistungsfähigkeit verbessern. Falls erforderlich, sollten Schlafpausen immer zur gleichen Zeit durchgeführt und auf 30 Minuten begrenzt werden.

Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie wird von einem ausgebildeten Therapeuten durchgeführt und kann Menschen helfen, deren Schlaflosigkeit die täglichen Aktivitäten beeinträchtigt, und wenn Verhaltensänderungen zur Verbesserung des Schlafes (gute Schlafhygiene) allein nicht wirksam sind. Die kognitive Verhaltenstherapie wird in der Regel in vier bis acht Einzel- oder Gruppensitzungen durchgeführt, kann aber auch per Telefon oder über das Internet erfolgen.

Der Therapeut hilft den Betroffenen dabei, ihr Verhalten zu ändern, um den Schlaf zu verbessern. Der Therapeut bittet die Patienten, ein Schlaftagebuch zu führen. In diesem Tagebuch wird eingetragen, wie gut und wie lange sie geschlafen haben und welches Verhalten den Schlaf beeinträchtigen könnte (wie Essen oder Sport in der Nacht, Alkohol- oder Koffeinkonsum, Angstgefühle oder die Unfähigkeit, beim Versuch einzuschlafen die Gedanken abzuschalten).

Die kognitive Verhaltenstherapie kann dabei helfen, das Problem zu verstehen, sich schlechte Schlafgewohnheiten abzugewöhnen und nicht förderliche Gedanken zu unterbinden, wie zum Beispiel Sorgen über verpassten Schlaf oder über die Aktivitäten des nächsten Tages. Diese Therapie enthält auch Entspannungstechniken, wie beispielsweise Visualisierungen, progressive Muskelentspannung und Atemübungen.

Verschreibungspflichtige Schlafmittel

Wenn sich eine Schlafstörung auf normale Aktivitäten und das Wohlbefinden auswirkt, kann die gelegentliche Einnahme von verschreibungspflichtigen Schlafmitteln (auch Hypnotika oder Schlaftabletten genannt) über einen Zeitraum von einigen Wochen hilfreich sein.

Die am häufigsten verwendeten Schlafmittel sind Sedativa, Beruhigungsmittel und angstlösende Medikamente.

Die meisten Schlafmittel sind verschreibungspflichtig, da sie Probleme verursachen können.

  • Verlust der Wirksamkeit: Wenn Menschen sich an ein Schlafmittel gewöhnen, kann es seine Wirksamkeit verlieren. Dieser Effekt wird als Toleranz bezeichnet.

  • Entzugssymptome: Wenn ein Schlafmittel über einen längeren Zeitraum eingenommen wurde, können sich die Schlafstörungen beim plötzlichen Absetzen verschlechtern (eine wiederkehrende Schlaflosigkeit verursachen) und die Angst steigern. Daher wird von Ärzten empfohlen, die Dosis über einen Zeitraum von mehreren Wochen langsam zu senken bis das Medikament schließlich abgesetzt wird.

  • Gewöhnungs- oder Suchtpotenzial: Wenn Menschen länger als einige Tage Schlafmittel einnehmen, können sie das Gefühl haben, ohne das Mittel nicht mehr schlafen zu können. Das Absetzen des Medikaments verursacht Angst, Nervosität, Reizbarkeit und störende Träume.

  • Potenzial für eine Überdosierung: Wenn eine höhere als die empfohlene Dosis eingenommen wird können ältere Schlafmittel Verwirrtheit, Delirium, gefährlich verlangsamte Atmung, einen schwachen Puls, blaue Fingernägel und Lippen verursachen und sogar zum Tod führen.

  • Schwerwiegende Nebenwirkungen: Die meisten Schlafmittel, auch wenn die empfohlene Dosis eingenommen wird, sind insbesondere bei älteren Menschen und bei Personen mit Atemproblemen riskant, da Schlafmittel die Zentren im Gehirn beeinträchtigen, die die Atmung kontrollieren. Einige Mittel können die Aufmerksamkeit am Tag vermindern, sodass Autofahren und das Bedienen von Maschinen riskant sind. Schlafmittel sind besonders dann gefährlich, wenn sie zusammen mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, die Benommenheit am Tag verursachen und die Atmung dämpfen, wie Alkohol, Opioide (Narkotika), Antihistaminika oder Antidepressiva. Kombiniert sind die Wirkungen dieser Mittel noch gefährlicher. In seltenen Fällen, insbesondere, wenn sie in höheren Dosen als empfohlen oder mit Alkohol eingenommen werden, können Schlafmittel dazu führen, dass Menschen im Schlaf gehen oder sogar fahren, und schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Schlafmittel erhöhen auch das Risiko von Stürzen in der Nacht.

Neuere Schlafmittel können für einen längeren Zeitraum verwendet werden, ohne ihre Wirkung zu verlieren, zu einer Gewöhnung zu führen oder Entzugserscheinungen zu verursachen. Sie sind auch weniger gefährlich, wenn eine Überdosis eingenommen wird.

Die gebräuchlichsten Schlafmittel sind Benzodiazepine. Einige Benzodiazepine (wie Flurazepam) haben eine längere Wirkung als andere (wie Temazepam und Triazolam). Bei älteren Menschen vermeiden Ärzte, länger wirkende Benzodiazepine zu verschreiben. Ältere Menschen können Arzneimittel nicht mehr so rasch verarbeiten und ausscheiden wie jüngere. Daher sind sie bei der Einnahme dieser Arzneimittel eher von Nebenwirkungen wie Müdigkeit am Tag, undeutlicher Aussprache, Stürzen und gelegentlich Verwirrtheit betroffen.

Neben Benzodiazepin gibt es andere hilfreiche Schlafmittel, die sich auf dieselben Hirnbereiche auswirken. Diese Arzneimittel (Eszopiclon, Zaleplon und Zolpidem) wirken kürzer als die meisten Benzodiazepine und führen eher nicht zu Benommenheit am Tag. Ältere Menschen scheinen diese Arzneimittel besser zu vertragen. Zolpidem ist in einer länger wirkenden Form (mit verlängerter Freisetzung) und einer sehr kurz wirkenden (niedrigdosierten) Form erhältlich.

Ramelteon, ein neueres Schlafmittel, hat die gleichen Vorteile wie kurz wirkende Arzneimittel. Zusätzlich kann es über einen längeren Zeitraum verwendet werden als Benzodiazepine, ohne seine Wirksamkeit zu verlieren oder Entzugssymptome zu verursachen. Es führt nicht zur Gewöhnung und ist scheinbar mit keinem Risiko der Überdosierung verbunden. Bei vielen Menschen ist es jedoch nicht wirksam. Ramelteon beeinflusst den gleichen Gehirnbereich wie Melatonin (ein Hormon, das den Schlaf fördert) und wird daher Melatonin-Rezeptor-Agonist bezeichnet.

Suvorexant, ein neuer Schlafmitteltyp, kann ebenfalls zur Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt werden.

Rezeptfreie Schlafmittel

Einige Schlafmittel sind nicht verschreibungspflichtig (frei verkäuflich), sie können jedoch besonders bei älteren Menschen unsicherer sein als verschreibungspflichtige Schlafmittel. Frei verkäufliche Schlafmittel enthalten Antihistaminika wie Diphenhydramin oder Doxylamin, die vor allem bei älteren Menschen Nebenwirkungen, wie z. B. Benommenheit am Tag oder manchmal Nervosität, Unruhe, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Stürze und Verwirrtheit, verursachen können.

Rezeptfreie Schlafmittel, die Diphenhydramin enthalten, sollten nicht länger als 7–10 Tage eingenommen werden. Sie dienen dazu, gelegentliche schlaflose Nächte zu bewältigen, und nicht chronische Schlaflosigkeit, die auf eine schwerwiegende Ursache hinweisen kann. Werden diese Arzneimittel über einen längeren Zeitraum eingenommen oder plötzlich abgesetzt, können sie Probleme verursachen.

Melatonin ist ein Hormon, das den Schlaf fördert und den Schlaf-Wach-Zyklus reguliert. Es kann zur Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt werden. Es kann wirksam sein, wenn die Schlafstörungen durch häufiges spätes Einschlafen und Aufwachen (z. B. um 3 Uhr morgens einschlafen und um 10 Uhr morgens oder später aufwachen) verursacht werden; dies wird verzögertes Schlafphasensyndrom genannt. Um wirken zu können, sollte Melatonin dann eingenommen werden, wenn der Körper normalerweise Melatonin produziert (bei den meisten Menschen am frühen Abend). Die Anwendung von Melatonin bei Schlaflosigkeit ist umstritten, aber da es nur wenige Nebenwirkungen hat, ist seine Anwendung unbedenklich. Die kurzfristige Anwendung (bis zu einigen Wochen) kann wirksam sein, die langfristige Wirkung ist jedoch nicht bekannt. Melatonin-Produkte werden nicht kontrolliert. Daher sind die Reinheit und die Inhaltsstoffe nicht garantiert. Die Anwendung von Melatonin sollte ärztliche überwacht werden.

In Reformhäusern sind zahlreiche andere Heilkräuter und Nahrungsergänzungsmittel, wie Helmkraut und Baldrian, erhältlich, ihre Wirkung auf den Schlaf und ihre Nebenwirkungen sind jedoch nicht ganz geklärt.

Antidepressiva

EinigeAntidepressiva (wie Paroxetin, Trazodon und Trimipramin) können Schlaflosigkeit mindern und das Aufwachen am frühen Morgen verhindern, wenn sie in niedrigeren Dosen als zur Behandlung von Depressionen verabreicht werden. Diese Medikamente können in den seltenen Fällen verwendet werden, wenn nicht an Depressionen leidende Menschen keine anderen Schlafmittel vertragen. Vor allem bei älteren Menschen können jedoch unerwünschte Nebenwirkungen wie Tagesschläfrigkeit auftreten.

Doxepin, das in hohen Dosen als Antidepressivum verwendet wird, kann in sehr niedrigen Dosen ein wirksames Schlafmittel sein.

Wichtige Informationen für ältere Menschen: Schlaflosigkeit und starke Tagesschläfrigkeit

Da sich die Schlafrhythmen im Alter verschlechtern, ist es wahrscheinlicher, dass ältere Menschen von Schlaflosigkeit berichten als jüngere Menschen. Mit zunehmendem Alter schlafen die meisten Menschen nachts weniger, wachen häufiger auf und fühlen sich tagsüber schläfrig und machen ein Nickerchen. Die erholsamsten Tiefschlafphasen werden kürzer und verschwinden möglicherweise völlig. Gewöhnlich weisen diese Änderungen alleine nicht auf eine Schlafstörung bei älteren Menschen hin.

Ältere Menschen mit Schlafstörungen können von Folgendem profitieren:

  • Regelmäßige Bettzeiten

  • Viel Sonnenlicht am Tag

  • Regelmäßiger Sport

  • Weniger Nickerchen tagsüber (dadurch kann ein guter Schlaf in der Nacht noch schwieriger werden)

Viele ältere Menschen, die an Schlaflosigkeit leiden, müssen keine Schlafmittel einnehmen. Sollten sie dies dennoch tun, sollten sie bedenken, dass diese Arzneimittel Probleme verursachen können. Schlafmittel können zum Beispiel zu Verwirrtheit führen und die Aufmerksamkeit am Tag vermindern, sodass Autofahren riskant ist. Daher ist Vorsicht geboten.

Wichtigste Punkte

  • Schlechte Schlafgewohnheiten, Stress und Bedingungen, die den normalen Schlaf-Wach-Rhythmus stören (wie Schichtarbeit), können in vielen Fällen Schlaflosigkeit und starke Schläfrigkeit tagsüber verursachen.

  • Manchmal ist jedoch eine Erkrankung die Ursache, wie z. B. obstruktive Schlafapnoe oder eine psychische Erkrankung.

  • Die Polysomnographie in einem Schlaflabor oder zu Hause wird normalerweise dann empfohlen, wenn der Arzt eine obstruktive Schlafapnoe oder andere Schlafstörungen vermutet, wenn die Diagnose unsicher ist oder wenn allgemeine Maßnahmen nicht helfen.

  • Bei leichter Schlaflosigkeit können Verhaltensänderungen (gute Schlafhygiene) wie das Einhalten eines regelmäßigen Schlafrhythmus ausreichen.

  • Wenn die Verhaltensänderungen keine Wirkung zeigen, ist eine kognitive Verhaltenstherapie in der Regel der nächste Schritt, und bei Bedarf kann der kurzfristige Einsatz eines Schlafmittels (bis zu ein paar Wochen) in Betracht gezogen werden.

  • Bei älteren Menschen können Schlafmittel eher Probleme bereiten und das Sturzrisiko erhöhen.

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