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Kurzinformationen

Akute lymphatische Leukämie (ALL)

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Was ist Leukämie?

Bei einer Leukämie ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen sehr hoch. Die krebsartigen weißen Blutkörperchen funktionieren jedoch nicht richtig, wodurch Infektionen wahrscheinlicher sind. Diese Infektionen können lebensbedrohlich sein.

Zudem füllen die krebsartigen weißen Blutkörperchen das Knochenmark aus, sodass es keine normalen Blutkörperchen mehr bilden kann wie:

Obwohl es sehr viele unterschiedliche Arten der weißen Blutkörperchen gibt, gibt es nur 2 Hauptarten der Leukämie:

  • Lymphatische Leukämie: Krebserkrankung der Lymphozyten, einer Art der weißen Blutkörperchen

  • Myeloische Leukämie: Krebserkrankung aller anderen Arten der weißen Blutkörperchen

Beide Leukämiearten können akut oder chronisch sein:

  • Akut: Krebserkrankung junger Zellen, die sich schnell ausbreitet und ohne Behandlung in 3 bis 6 Monaten zum Tod führen kann.

  • Chronisch: Krebserkrankung reifer Zellen, die sich langsamer ausbreitet.

Was ist eine akute lymphatische Leukämie (ALL)?

Die akute lymphatische Leukämie (ALL) betrifft sehr junge Zellen, die sich zu Lymphozyten entwickeln sollten, aber nun Krebszellen werden. ALL ist lebensbedrohlich.

Was sind die Symptome einer ALL?

Zu den frühen Symptomen gehören unter anderem:

Mögliche spätere Symptome:

  • Knochen- oder Gelenkschmerzen

  • Kopfschmerzen, Erbrechen, Probleme mit dem Sehen, Hören, Gleichgewicht und der Bewegung der Muskeln im Gesicht

  • Schmerzen oder Völlegefühl im Oberbauch (aufgrund einer vergrößerten Leber und Milz)

Zudem fangen die Leukämiezellen an, sich in andere Organe wie Leber, Milz, Lymphknoten, Hoden und Gehirn auszubreiten.

Woran erkennt der Arzt eine ALL?

Wie wird die ALL behandelt?

ALL wird mit einer Chemotherapie Chemotherapie Chemotherapie ist ein Arzneimittel, das Krebszellen zerstört. Die Wirkungsweise der Chemotherapie besteht in der Blockade des Zellwachstums. Da jedoch sämtliche Zellen im Körper ein Wachstum... Erfahren Sie mehr behandelt. Eine Chemotherapie, oftmals als „Chemo“ bezeichnet, besteht aus einem oder mehreren starken Medikamenten zum Abtöten der Krebszellen. Oft werden andere Medikamenten- und Behandlungsarten zusammen mit einer Chemotherapie angewendet. Das Ziel ist die Heilung des Patienten. Wenn der Patient geheilt ist, dann befinden sich keine Krebszellen mehr in seinem Körper. Ist eine Heilung nicht möglich, dann ist das Ziel, die Anzahl der Krebszellen zu verringern und so lange wie möglich niedrig zu halten.

Die Patienten werden ggf. durch eine Chemotherapie erst krank, bevor es ihnen besser geht. Die Medikamente können:

  • die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöhen,

  • dazu führen, dass eine Bluttransfusion notwendig ist,

  • zu Erbrechen, Gefühl von Schwäche und Müdigkeit sowie Haarausfall führen.

Die ALL-Behandlung umfasst 3 Stufen:

  • Induktion

  • Konsolidierung

  • Erhaltung

Die Induktion beinhaltet die Verabreichung mehrerer starker Chemotherapiemedikamente. Das Ziel der Induktion ist es, die meisten oder alle Krebszellen zu vernichten (eine sogenannte Remission zu erreichen).

Während der Induktion erhalten die Betroffenen ggf. auch eine Behandlung, um die Krebszellen im Gehirn zu vernichten:

Die Konsolidierung umfasst die Verabreichung verschiedener Chemotherapiemedikamente über einen Zeitraum von ein paar Monaten, um zu verhindern, dass die Leukämie zurückkommt. Der Arzt kann auch Folgendes durchführen:

Die Erhaltung umfasst die Verabreichung:

  • Einer Chemotherapie für 2 bis 3 Jahre, manchmal in geringen Mengen

Rückfall

Zu einem Rückfall kommt es dann, wenn die Krankheit nach erfolgreicher Behandlung wieder auftritt. ALL wird als geheilt angesehen, wenn es innerhalb von 5 Jahren zu keinem Rückfall kommt. Tritt die ALL nach der Behandlung wieder auf, kann Folgendes unternommen werden:

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