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Blepharitis

Von

James Garrity

, MD, Mayo Clinic College of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2019| Inhalt zuletzt geändert Jun 2019
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Quellen zum Thema

Bei einer Blepharitis handelt es sich um eine Entzündung des Lidrandes; es bilden sich möglicherweise Schuppen, Krusten, flache Geschwüre, Rötungen und Schwellungen auf dem Lidrand.

  • Die Entzündung wird durch bestimmte Infektionen, allergische Reaktionen und einige Hautkrankheiten hervorgerufen.

  • Die Augenlider sind gereizt, gerötet und geschwollen und können brennen und jucken.

  • Die Diagnose stützt sich gewöhnlich auf die Symptome und das Aussehen der Augenlider.

  • Zugrunde liegende Erkrankungen werden behandelt, und manchmal werden antibiotische Salben oder Tropfen, antivirale Pillen, Kortikosteroidsalben, künstliche Tränen oder eine Kombination davon verschrieben.

Ursachen

Erkrankungen, die eine Blepharitis zur Folge haben können, umfassen bakterielle Infektionen (meistens Staphylokokken) der Augenlider oder der Gänge der tiefer liegenden Drüsen, die sich an den Rändern der Augenlider öffnen, sowie bestimmte Virusinfektionen (normalerweise Herpes simplex) und allergische Reaktionen (auf Pollen oder gelegentlich auch auf Augentropfen).

Hauterkrankungen, wie zum Beispiel die seborrhoische Dermatitis, Rosazea und atopische Dermatitis (Ekzem) betreffen das Gesicht und die Augenlider und führen zu Entzündungen und Blepharitis.

Eine weitere Ursache sind entzündete und blockierte Talgdrüsen am Rand der Augenlider (Dysfunktion der Meibom-Drüsen), was durch Rosazea verursacht werden kann.

Augentropfen können allergische Reaktionen hervorrufen, die eine Blepharitis verursachen können (was als Blepharitis auf der Grundlage einer allergischen Kontaktempfindlichkeit bezeichnet wird).

Gelegentlich hat die Entzündung keine bekannte Ursache.

Symptome

Blepharitis kann das Gefühl hervorrufen, dass sich ein Fremdkörper im Auge befindet. Die Augen und die Augenlider können jucken und brennen, und der Lidrand kann gerötet sein. Die Augen können wässern und gegen helles Licht empfindlich werden.

Bei einigen Arten der Blepharitis, beispielsweise bei denen, die durch bakterielle Infektionen verursacht werden, können die Augenlider anschwellen und einige Wimpern können sich weiß färben oder sogar ausfallen. Diese Art der Blepharitis ist in der Regel akut. Manchmal entwickeln sich kleine, mit Eiter gefüllte Abszesse (Pusteln) in den Beuteln an der Wimpernbasis, die mit der Zeit flache Geschwüre bilden können (Blepharitis ulcerosa). Es kann sich eine Kruste bilden, die sich fest mit den Rändern der Augenlider verklebt. Wenn diese Kruste entfernt wird, kann die Oberfläche bluten. Während des Schlafs können die Lider durch eingetrocknetes Sekret zusammenkleben.

Bei einigen Arten der Blepharitis, beispielsweise bei denen, die durch blockierte Talg- bzw. Meibom-Drüsen verursacht werden, verstopfen sich die Drüsen mit harten, wachsartigen Ablagerungen. Diese Art der Blepharitis kann chronisch sein. Die Patienten leiden oft an seborrhoischer Dermatitis oder Rosazea, und es kommt zur Bildung von Gerstenkörnern oder Hagelkörnern (Zysten am Augenlid).

Bei manchen Patienten mit Blepharitis kommt es zu trockenen Augen.

Die meisten Arten der Blepharitis treten tendenziell wiederholt auf und sprechen oft nur schlecht auf eine Behandlung an. Eine Blepharitis ist unangenehm und kosmetisch störend, beschädigt die Hornhaut jedoch normalerweise nicht und führt auch nicht zum Verlust des Sehvermögens. Manchmal kann eine Blepharitis ulcerosa zum Verlust der Wimpern, zu Vernarbungen der Lidränder und in seltenen Fällen sogar zu einer Entzündung führen, welche die Hornhaut angreift.

Diagnose

  • Symptome und ärztliche Untersuchung

Die Diagnose einer Blepharitis stützt sich gewöhnlich auf die Symptome und das Aussehen der Augenlider. Der Arzt kann zur genaueren Untersuchung der Augenlider eine Spaltlampe verwenden. Gelegentlich wird an den Lidrändern eine Gewebeprobe entnommen, mit der nach Anlegen einer Kultur die Bakterienart, die diese Infektion auslöst, sowie deren Empfindlichkeit gegenüber häufig verwendeten Antibiotika bestimmt wird.

Behandlung

  • Unterstützende Maßnahmen (z. B. Kompressen, Waschen der Augenlider)

  • Behandlung der Krankheitsursache

Bestimmte Behandlungen können dabei helfen, Symptome, wie zum Beispiel Reizungen zu lindern. Künstliche Tränen, die im Verlauf des Tages eingesetzt werden, sowie fettende Salben während der Nacht können helfen. Symptome können darüber hinaus auch mit feuchten Kompressen gelindert werden: in der Regel kühle für allergische oder durch Kontaktempfindlichkeit verursachte Blepharitis und warme für alle anderen Ursachen. Gelegentlich wird eine Kortikosteroidsalbe verwendet, wenn diese Maßnahmen unwirksam sind.

Das Problem, das die Blepharitis verursacht, wird nach Möglichkeit behandelt. So kann zum Beispiel die Anwendung von Augentropfen, die eine auf einer allergischen Kontaktempfindlichkeit beruhenden Blepharitis verursachen, abgebrochen werden.

Zur Behandlung einer durch Bakterien hervorgerufenen Blepharitis ulcerosa kann der Arzt eine antibiotische Salbe oder antibiotische Tropfen verschreiben, wie zum Beispiel Bacitracin und Polymyxin B, Gentamicin, Erythromycin, Sulfacetamid oder ein oral eingenommenes Antibiotikum (wie zum Beispiel Doxycyclin).

Eine virale Blepharitis (durch Viren hervorgerufen) wird mit antiviralen Tabletten (z. B. Valacyclovir) gegen das Herpes-simplex-Virus behandelt, das normalerweise die Ursache ist.

Bei einer Blepharitis, die durch eine seborrhoische Dermatitis hervorgerufen wurde, besteht die Therapie im Allgemeinen darin, die Augenlider sauber zu halten, indem sie zweimal täglich mit einem Waschlappen oder Wattebausch gereinigt werden, der in eine verdünnte Lösung mit Babyshampoo getaucht wird (2 oder 3 Tropfen in einer halben Tasse warmem Wasser). Wenn eine seborrhoische Dermatitis die Ursache ist, müssen Gesicht und Kopfhaut ebenfalls behandelt werden. Manchmal helfen Punctum-Plugs (Pfropfen zum Verschließen der Tränenpünktchen bzw. -kanälchen, sodass weniger Tränen abgeleitet werden können).

Bei einer Dysfunktion der Meibom-Drüsen können warme Kompressen helfen, die ölige Sekretausscheidung aus den Meibomschen Talgdrüsen zu fördern und so die Entzündung und damit das Jucken und Brennen zu mildern. Eine Augenlidmassage kann dazu beitragen, dass das ölige Sekret aus den Meibom-Drüsen, das auf dem Auge aufliegt, besser freigegeben wird. Eine Rosazea, die eine Dysfunktion der Meibom-Drüsen zur Folge hat, sollte ebenfalls behandelt werden.

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