Melanom

(malignes Melanom)

Vollständige Überprüfung: März 2026 VonVinod E. Nambudiri, MD, MBA, EdM, Harvard Medical School | Peer-Review durchJoseph F. Merola, MD, MMSc, UT Southwestern Medical Center
Letzte Aktualisierung: März 2026
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Maligne Melanome gehen von den Melanozyten in pigmentierten Bereichen aus (z. B. Haut, Schleimhäute, Augen oder Zentralnervensystem). Das Metastasierungsrisiko korreliert mit der Tiefe der dermalen Invasion. Bei Metastasen ist die Prognose schlecht. Die Diagnose wird bioptisch gestellt. Bei operablen Tumoren ist die großzügige Exzision Therapie der Wahl. Die metastasierte Erkrankung wird mittels systemischer Therapie behandelt, ist jedoch schwer heilbar.

(Siehe auch Maligne Hauttumoren im Überblick.)

Im Jahr 2025 werden in den Vereinigten Staaten schätzungsweise 104.960 neue Melanomfälle auftreten, die zu schätzungsweise 8.430 Todesfällen führen werden (1). Das Lebenszeitrisiko beträgt etwa 3% für Weiße, 0,1% für Schwarze und 0,5% für Hispanics. < 2% der insgesamt in den USA diagnostizierten Hautkrebstypen sind Melanome; jedoch haben sie die höchste Morbidität aller Hautkrebstypen.

Melanome treten hauptsächlich an der Haut auf, können sich jedoch auch an der Schleimhaut der oralen, genitalen und rektalen Regionen sowie an der Konjunktiva entwickeln. Melanome können sich ebenfalls in der Aderhaut des Auges, in den Leptomeningen ("pia" oder "arachonid") und im Nagelbett entwickeln.

Symptome des Hautmelanoms
Kutanes pigmentiertes Melanom (1)

Dieses Foto zeigt eine asymmetrische, dunkelbraun und rot pigmentierte Läsion eines Melanoms. Die Läsion zeichnet sich durch unregelmäßige Ränder, einen hypomelanotischen zentralen Bereich, der von einem heterogenen rot- und dunkelbraun gefärbten Rand umgeben ist, sowie einen großen Durchmesser aus.

Dieses Foto zeigt eine asymmetrische, dunkelbraun und rot pigmentierte Läsion eines Melanoms. Die Läsion zeichnet sich

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National Cancer Institute (NCI); www.cancer.gov

Kutanes pigmentiertes Melanom (2)

Dieses Foto zeigt eine asymmetrische, dunkelbraune, pigmentierte Läsion eines Melanoms. Die Läsion zeichnet sich durch eine heterogene, fleckige Pigmentierung aus, die von rosarot bis dunkelbraun/schwarz reicht, sowie durch Asymmetrie und einen stark unregelmäßigen Rand.

Dieses Foto zeigt eine asymmetrische, dunkelbraune, pigmentierte Läsion eines Melanoms. Die Läsion zeichnet sich durch

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National Cancer Institute (NCI); www.cancer.gov

Melanom des Auges
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Dieses Foto zeigt einen Patienten mit einem malignen Melanom des rechten Auges. Ein Melanom des Auges ist eine Krebsart, die von der Aderhaut des Auges ausgeht.

DR M.A. ANSARY/SCIENCE PHOTO LIBRARY

Melanome unterscheiden sich in Größe, Form und Farbe (für gewöhnlich pigmentiert) sowie in ihrer Neigung zum invasiven Wachstum und zur Metastasierung. Metastasen verbreiten sich über die Lymph- und Blutgefäße. Satellitenmetastasen kommen vor. Auch direkte Metastasen in Haut und inneren Organen sind möglich. Metastasen können sich auf Haut und innere Organe ausbreiten; gelegentlich werden die metastatischen Knötchen oder vergrößerten Lymphknoten vor der Primärläsion entdeckt.

Allgemeine Literatur

  1. 1. American Cancer Society: Key Statistics for Melanoma Skin Cancer. January 16, 2025. Accessed November 10, 2025.

Risikofaktoren für Melanome

Zu den Risikofaktoren für Melanome gehören:

  • Sonneneinstrahlung, vor allem wiederholte Sonnenbrände mit Blasenbildung (insbesondere in der Kindheit oder Jugend)

  • Wiederholtes Bräunen mit UV-A oder Psoralen und UVA (PUVA) Behandlungen

  • nicht-melanomer Hautkrebs

  • Melanom in der Familie und in der persönlichen Vorgeschichte

  • Familienanamnese von Brust-, Ovarial- oder Pankreaskarzinom

  • Helle Haut, Sommersprossen, rotes oder blondes Haar

  • Atypische Muttermale, insbesondere > 5

  • Erhöhte Zahl von Nävuszellnävi (> 50)

  • Immunsuppression (insbesondere nach Transplantation)

  • Lentigo-maligna

  • Angeborene Nävi > 20 cm (große kongenitale Nävi)

  • Atypisches Nävi-Syndrom (dysplastischen Nävus-Syndrom)

  • Familiäre atypisches Nävi-Melanom-Syndrom

  • Keimbahnmutationen in Onkogenen, einschließlich BRCA2, CDK4

  • Keimbahnmutationen in Anti-Onkogenen (Tumorsuppressorgenen), einschließlich CDKN2A (p16), BAP1 und CHEK2 (1)

  • Höheres Alter

Kongenitaler melanozytärer Nävus
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Der angeborene melanozytäre Naevus (angeborener Riesennaevus) ist ein Risikofaktor für das maligne Melanom. Beachten Sie die Größe (> 20 cm), den unregelmäßigen Rand und die heterogene Farbe.

CDC/ Carl Washington, M.D., Emory Univ. School of Medicine; Mona Saraiya, MD, MPH

Patienten mit einer persönlichen Melanom-Anamnese haben ein erhöhtes Risiko für weitere Melanome. Menschen mit mindestens einem Verwandten ersten Grades mit einer Melanomvorgeschichte haben ein höheres Risiko (bis zu 6- bis 8fach) als jene mit negativer Familienanamnese. Das familiäre Risiko für ein Melanom wird durch Mutationen im CDKN2A-Gen (p16) signifikant erhöht (2), ihr Vorhandensein erhöht zudem das Risiko für andere Malignome (z. B. der Lunge, der Brust und des Pankreas). Mutationen in BRCA2 erhöhen ebenfalls das Risiko, wenn auch in geringerem Maße als CDKN2A, insbesondere wenn sie im Zusammenhang mit einer familiären Vorgeschichte von Ovarial-, Brust- oder Pankreaskarzinomen auftreten (3).

Das atypische Nävi-Syndrom ist das Vorhandenseineiner großen Anzahl von Muttermalen (z. B. > 50), wobei mindestens einer davon atypisch ist und mindestens einer davon > 8 mm im Durchmesser ist.

Die Risiken, die eine persönliche und familiäre Melanom-Vorgeschichte für die spätere Entstehung eines Melanoms mit sich bringt, sind kumulativ (4). Das familiäre atypische Nävi-Melanom-Syndrom ist das Vorhandensein von mehreren atypischen Nävi und Melanomen bei 2 oder mehr Verwandten ersten Grades; Betroffene haben ein deutlich erhöhtes Melanomrisiko (25-mal oder mehr).

Melanome treten bei Menschen mit dunkler Haut seltener auf; wenn sie bei Menschen mit dunkler Haut auftreten, sind häufiger die Nagelbetten, Handflächen und Fußsohlen betroffen.

Etwa 30 % der Melanome entwickeln sich aus Muttermalen (jeweils etwa zur Hälfte aus typischen und atypischen Muttermalen); fast alle übrigen entstehen de novo aus Melanozyten in normaler Haut (5). Atypische Muttermale (dysplastische Nävi) können Vorstufen von Melanomen sein.

Oft ändern Nävi während der Schwangerschaft ihre Größe und werden gleichmäßig dunkler. Obwohl Melanome auch in der Schwangerschaft auftreten, wird die Wahrscheinlichkeit für das Entarten eines Nävus durch die Schwangerschaft selbst nicht erhöht.

Die sehr seltenen Melanome des Kindesalters entstehen fast immer in den Leptomeningen oder durch kongenitalen Riesennävi.

Bei allen Menschen sollten Läsionen, die bestimmte Merkmale aufweisen, die Anlass zur Besorgnis geben, wie z. B. Größe, unregelmäßige Ränder, kürzliche Vergrößerung, Verdunkelung, Ulzeration oder Blutung, abgeklärt werden (siehe Diagnose von Melanomen).

Literatur zu Risikofaktoren

  1. 1. National Comprehensive Cancer Network. NCCN Clinical Practice Guidelines in Oncology (NCCN Guidelines). Melanoma: Cutaneous, version 2:2025. https://www.nccn.org/professionals/physician_gls/pdf/cutaneous_melanoma.pdf. Accessed November 13, 2025.

  2. 2. Potrony M, Puig-Butillé JA, Aguilera P, et al. Increased prevalence of lung, breast, and pancreatic cancers in addition to melanoma risk in families bearing the cyclin-dependent kinase inhibitor 2A mutation: implications for genetic counseling. J Am Acad Dermatol.2014;71(5):888-895. doi:10.1016/j.jaad.2014.06.036

  3. 3. Gumaste PV, Penn LA, Cymerman RM, et al. Skin cancer risk in BRCA1/2 mutation carriers. Br J Dermatol. 2015;172(6):1498-1506. doi:10.1111/bjd.13626

  4. 4. Naeyaert JM, Brochez L. Clinical practice. Dysplastic nevi. N Engl J Med. 2003 Dec 4;349(23):2233-40. doi: 10.1056/NEJMcp023017. PMID: 14657431.

  5. 5. Pampena R, Kyrgidis A, Lallas A, et al. A meta-analysis of nevus-associated melanoma: Prevalence and practical implications. J Am Acad Dermatol. 2017 Nov;77(5):938-945.e4. doi: 10.1016/j.jaad.2017.06.149. Epub 2017 Aug 29. PMID: 28864306.

Symptome und Zeichen des Melanoms

Die folgenden Merkmale sollten klinischen Verdacht erregen (bekannt als die ABCDE-Regel des Melanoms) (1):

  • A: Asymmetrie – asymmetrisches Aussehen

  • B: Grenzen – unregelmäßige Grenzen (d. h. nicht rund oder oval)

  • C: Farbe – Farbvariation innerhalb des Nävi, ungewöhnliche Farben, Farbe deutlich anders oder dunkler als die anderen Nävi des Patienten

  • D: Durchmesser – > 6 mm

  • E: Veränderung – neuer Nävus bei einem Patienten > 30 Jahre alt oder ein sich verändernder Nävus

Risikopatienten kann gezeigt werden, wie sie sich selbst untersuchen, um Änderungen in bestehenden Muttermalen und Hinweise auf Melanome zu erkennen. Siehe Prävention von atypischen Muttermalen.

Andere "red flags" sind:

  • Kürzlich aufgetretene Vergrößerung oder Formveränderung

  • Änderung der Oberflächeneigenschaften oder der Konsistenz

  • Anzeichen einer Entzündung in der umgebenden Haut, mit möglichen Blutungen, Ulzera, Juckreiz oder Empfindlichkeit

Hinweise auf Symptome und Zeichen

  1. 1. Rigel DS, Friedman RJ, Kopf AW, et al. ABCDE--an evolving concept in the early detection of melanoma. Arch Dermatol. 2005 Aug;141(8):1032-4. doi: 10.1001/archderm.141.8.1032. PMID: 16103334.

Klassifikation von Melanomen

Es gibt 4 Haupttypen von Melanomen und einige kleinere Subtypen (1).

Superfiziell spreitendes Melanom

70% der Melanome gehören zu diesem Typ (2). Typischerweise asymptomatisch tritt es am häufigsten an intermittierend sonnenexponierter Haut junger Erwachsener auf (z. B. Beine von Frauen und Rumpf von Männern).

Es entsteht oft aus einem Vorläufernävus. Die Läsion imponiert für gewöhnlich als flache Plaque mit unregelmäßigen, erhabenen, verhärteten hellbraunen oder braunen Bereichen, die oft eine vielfarbige Pigmentierung (rote, weiße, schwarze und blaue Flecken oder kleine, gelegentlich hervorstehende, blauschwarze Knötchen) aufweisen. Möglich sind kleine kerbenförmige Einziehungen der Ränder sowie eine Größenzunahme und Farbveränderung.

Histologisch findet man atypische Melanozyten für gewöhnlich in der Dermis und Epidermis. Diese Art von Melanomen hat am häufigsten aktivierende Mutationen im BRAF-Gen bei V600.

Lentigo-maligna-Melanom

Dieser Typ macht 15% der Melanome aus (2). Sie tritt eher bei älteren Erwachsenen auf. Es entsteht durch Lentigo maligna (Hutchinson-Sommersprossen oder malignes Melanom in situ - eine sommersprossenartige hellbraune oder braune Makula).

Lentigo maligna tritt bevorzugt im Gesicht oder auf anderen chronisch sonnenexponierten Hautbereichen in Form von asymptomatischen, flachen, rotbraunen oder braunen, unregelmäßig geformten Makulae oder Flecken mit dunkelbraunen und schwarzen Punkten auf, die unregelmäßig über die Oberfläche verteilt sind. Bei Lentigo maligna, sind sowohl normalen als auch maligne Melanozyten auf die Epidermis beschränkt.

Wenn malignen Melanozyten in die Dermis eindringen, wird die Läsion als Lentigo-maligna-Melanom bezeichnet; der Krebs kann dann metastasieren.

Diese Art von Melanomen hat am häufigsten Mutationen im C-kit Gen.

Noduläres Melanom

Dieser Typ macht etwa 5% der Melanome aus (2). und kann überall am Körper als dunkle, hervorstehende Papel oder als Plaque erscheinen. Die Färbung reicht von perlweiß über grau bis schwarz. Gelegentlich enthält eine Läsion nur wenig oder gar kein Pigment oder sieht wie ein Gefäßtumor aus.

Solange es nicht ulzeriert, ist das noduläre Melanom typischerweise asymptomatisch. Patienten suchen unter Umständen einen Arzt auf, weil die Läsion sich rasch vergrößert.

Akral-lentiginöses Melanom

Dieser Typ macht nur 1 % der Melanome aus (2). Seine Inzidenz ist über verschiedene Hautpigmentierungen hinweg ähnlich (3). Insgesamt erkranken Menschen mit dunkler Hautfarbe jedoch selten an einem Melanom. Daher ist das akral-lentiginöse Melanom der häufigste Typ unter ihnen.

Das akral-lentiginöse Melanom entsteht auf der palmaren, plantaren und subungualen Haut und weist ein charakteristisches histologisches Bild auf, das dem des Lentigo-maligna-Melanoms ähnelt.

Diese Art von Melanomen hat häufig Mutationen im C-kit Gen.

Amelanotisches Melanom

Ein amelanotisches Melanom ist eine seltene Melanomform, die kein Pigment produziert. Jeder der vier Haupttypen kann auch amelanotisch sein. Das amelanotische Melanom wird jedoch meistens den selteneren Kategorien von Melanomen zugeordnet, wie z. B. dem spitzoiden Melanom, desmoplastischen Melanom, neurotropen Melanom und anderen.

Amelanotische Melanome, die 2 bis 8% der Melanome ausmachen (2), können rosa, rot oder leicht hellbraun sein und gut definierte Ränder haben. Ihr Erscheinungsbild kann auf benigne Läsionen oder eine Form von nichtmelanozytärem Hautkrebs hindeuten und dadurch zu Verzögerungen in Diagnose und Behandlung sowie möglicherweise zu einer schlechteren Prognose führen.

Literatur zur Klassifikation

  1. 1. WHO Classification of Tumours Editorial Board. Skin Tumours: WHO Classification of Tumours. 5th Edition. International Agency for Research on Cancer; 2025.

  2. 2. Joshi UM, Kashani-Sabet M, Kirkwood JM. Cutaneous Melanoma: A Review. JAMA. 2025 Aug 25. doi: 10.1001/jama.2025.13074. Epub ahead of print. PMID: 40853557.

  3. 3. Holman DM, King JB, White A, et al. Acral lentiginous melanoma incidence by sex, race, ethnicity, and stage in the United States, 2010-2019. Prev Med. 2023;175:107692. doi:10.1016/j.ypmed.2023.107692

Diagnose von Melanomen

Zur Diagnose:

  • Anamnese und körperliche Untersuchung (d. h. klinischer Verdacht)

  • Dermatoskopie

  • Biopsie und histopathologische Untersuchung

Für das Staging:

  • Laboruntersuchungen (z. B. großes Blutbild, Laktatdehydrogenase, Leberwerte)

  • Bildgebung (Thoraxröntgen, CT und Positronen‑Emissions‑Tomographie [PET])

Die Diagnose eines Melanoms wird vermutet, wenn in der Anamnese und bei der körperlichen Untersuchung eine klinisch verdächtige Läsion festgestellt wird (1). Klinische Risikofaktoren, die das Melanomrisiko erhöhen, sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Eine umfassende, vollständige Haut‑ und Lymphknotenuntersuchung ist essenziell. Die Diagnose wird durch eine histopathologische Untersuchung einer Hautbiopsie aus einer klinisch verdächtigen Läsion gestellt, wobei, sofern möglich, eine Exzisionsbiopsie vorzuziehen ist (2).

Die Dermatoskopie ist ein hilfreiches Instrument zur Erkennung atypischer Hautläsionen. Die Dermatoskopie mit polarisiertem Licht und Immersionskontakt kann nützlich sein, um Melanome von gutartigen Läsionen zu unterscheiden. Mit der Dermoskopie kann der Dermatologe Strukturen untersuchen, die in der Regel mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Die Dermoskopie kann bestimmte Hochrisikomerkmale aufzeigen, die auf ein Melanom hinweisen (z. B. blauweißer Schleier, unregelmäßige Punkte und Kügelchen, atypisches Pigmentnetzwerk, umgekehrtes Netzwerk).

Zur Bestätigung der Diagnose ist eine Biopsie mit histopathologischer Untersuchung erforderlich. Biopsien sollten die gesamte Tiefe der Dermis einschließen und leicht über die Ränder der Läsion hinausreichen. Da eine frühe Diagnose lebensrettend sein kann und Merkmale von Melanomen variieren können, sollten auch nur leicht suspekte Läsionen biopsiert werden. Eine frühzeitigere Diagnosestellung eines Melanoms ist möglich, wenn die Biopsie aus Läsionen entnommen wird, die unterschiedliche Färbungen (z. B. braun oder schwarz mit roter, weißer oder blauer Schattierung), unregelmäßige sicht- oder fühlbare Erhebungen und einen winkelförmig eingezogenen oder eingekerbten Rand aufweisen.

Eine Biopsie sollte bei den meisten Läsionen exzisional sein, mit Ausnahme derjenigen auf anatomisch empfindlichen oder kosmetisch wichtigen Bereichen; in diesen Fällen kann eine großflächige Rasur-Biopsie durchgeführt werden. Bei breiteren Läsionen wie Lentigo maligna können repräsentative Rasurbiopsien aus mehreren Bereichen die diagnostische Ausbeute erhöhen. Durch Schnittfolgen kann der Pathologe die maximale Melanomdicke ermitteln. Vor der histologischen Diagnosestellung sollte keine definitive radikale Operation erfolgen.

Aufgrund der etablierten prognostischen Bedeutung und des klinischen Nutzens dieser Merkmale für die Stadieneinteilung und Therapieentscheidung sollte die histopathologische Untersuchung eines Melanoms die folgenden atypischen Merkmale im Bericht enthalten (1):

  • Breslow-Dicke (auf 0,1 mm genau)

  • Vorliegen oder Fehlen einer Ulzeration

  • Dermale Mitoserate (Anzahl der Mitosen pro mm²)

  • Befund der tiefen und peripheren Ränder (positiv oder negativ, mit Angabe, ob es sich um ein In-situ- oder ein invasives Melanom handelt)

  • Vorliegen einer Mikrosatellitose

  • Vorliegen einer reinen Desmoplasie

  • Lymphovaskuläre (angiolymphatische) Invasion

  • Neurotropismus oder perineurale Invasion

In bestimmten Fällen werden Gentests empfohlen, um Behandlungsentscheidungen zu erleichtern; dies hängt vom Krankheitsstadium und dem klinischen Kontext ab. Zum Beispiel wird eine Testung auf somatische Mutationen (d. h. Untersuchung des Tumors selbst auf erworbene Mutationen) bei Patienten mit Melanom im Stadium III mit hohem Rezidivrisiko oder im Stadium IV empfohlen, um therapeutisch angreifbare Alterationen wie eine V600-Mutation im BRAF-Gen zu identifizieren. Bei Patienten mit Anzeichen, die auf ein erbliches Melanom hindeuten, sollte eine genetische Keimbahnuntersuchung (Untersuchung auf vererbte Mutationen) in Betracht gezogen werden.

Zu den Differenzialdiagnosen gehören das Basalzellkarzinom und das spinozelluläre Karzinom, seborrhoische Keratosen, dysplastische Nävi, Naevus coeruleus, Dermatofibrome, Hämatome (v. a. auf Händen und Füßen), Phlebektasien, das Granuloma pyogenicum und Warzen mit fokalen Thrombosen.

Stadieneinteilung

Das Staging von Melanomen basiert auf klinischen und pathologischen Kriterien und entspricht weitgehend dem traditionellen Tumor-Knoten-Metastase (TNM) Klassifizierungssystem. Das Staging-System klassifiziert Melanome basierend darauf, ob sie lokal, regional oder distal sind (3):

  • Stadien I und II: Lokalisierte Primärmelanome

  • Stadium III: Metastasen in regionalen Lymphknoten

  • Stadium IV: Fernmetastasen

Das Stadium korreliert stark mit dem Überleben. Die Sentinel-Lymphknoten-Biopsie (SLNB), ein minimal-invasives Mikrostaging-Verfahren, ist ein großer Fortschritt in der Fähigkeit, Krebserkrankungen genauer zu diagnostizieren. Das empfohlene Staging-Verfahren ist abhängig von der Breslow-Tiefe (wie tief Tumorzellen vorgedrungen sind) und histologischen Eigenschaften des Melanoms; Ulzerationen deuten bei Melanomen mit einer Breslow-Tiefe von < 0,8 mm auf ein höheres Risiko hin (siehe Tabelle ).

Staging-Verfahren können eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie, Laboruntersuchungen (z. B. vollständiges Blutbild, Laktatdehydrogenase, Lebertests), Thoraxröntgen, Computertomographie und Positronenemissionstomographie (PET) umfassen. Wenn möglich (d. h. in Einrichtungen, in denen eine solche spezialisierte Unterstützung verfügbar ist), werden diese Untersuchungen von einem koordinierten Team durchgeführt, das Dermatologen, Onkologen, Allgemeinchirurgen, plastische Chirurgen und Dermatopathologen umfasst.

Tabelle

Literatur zur Diagnose

  1. 1. Swetter SM, Tsao H, Bichakjian CK, et al. Guidelines of care for the management of primary cutaneous melanoma. J Am Acad Dermatol. 2019 Jan;80(1):208-250. doi: 10.1016/j.jaad.2018.08.055. Epub 2018 Nov 1. PMID: 30392755.

  2. 2. National Comprehensive Cancer Center. NCCN Clinical Practice Guidelines in Oncology (NCCN Guidelines). Melanoma: Cutaneous, version 2.2025. https://www.nccn.org/professionals/physician_gls/pdf/cutaneous_melanoma.pdf. Accessed November 13, 2025.

  3. 3. Keung EZ, Gershenwald JE. The eighth edition American Joint Committee on Cancer (AJCC) melanoma staging system: implications for melanoma treatment and care. Expert Rev Anticancer Ther 18(8):775-784, 2018. doi: 10.1080/14737140.2018.1489246

Behandlung von Melanomen

  • Chirurgische Exzision

  • Möglicherweise adjuvante Strahlentherapie, Imiquimod oder Kryotherapie

  • Bei metastasiertem oder inoperablem Melanom, Immuntherapie (z. B. Pembrolizumab, Nivolumab, Ipilimumab), zielgerichtete Therapie (z. B. Vemurafenib, Dabrafenib, encorafenib), und Strahlentherapie

Die Behandlung von Melanomen beruht in erster Linie auf chirurgischer Exzision (umfangreiche lokale Exzision) (1). Der erforderliche Sicherheitsabstand wird kontrovers beurteilt, die meisten Experten gehen jedoch davon aus, dass ein lateraler tumorfreier Saum von 1 cm bei Läsionen < 0,8 mm Dicke ausreicht. Bei Tumoren mit < 0,8 mm Dicke, aber mit Ulzerationen, kann eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie in Betracht gezogen werden. Bei dickeren Läsionen können größere Sicherheitsabstände, radikalere Operationen und eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie gerechtfertigt sein.

Das Lentigo-maligna-Melanom und die Lentigo maligna werden für gewöhnlich mit großzügiger lokaler Exzision und, falls erforderlich, mit Hauttransplantaten behandelt. Die intensive Strahlentherapie ist weitaus weniger erfolgreich.

Die ideale Behandlung von Melanomen in situ ist die chirurgische Exzision. Manchmal kann dies auch durch gestufte Exzisionen oder Mohs-Mikrochirurgie erreicht werden, bei der die Gewebegrenzen nach und nach entfernt werden, bis die Proben tumorfrei sind (wie durch mikroskopische Untersuchung während der Operation bestimmt). Wenn Patienten eine chirurgische Behandlung ablehnen oder nicht dafür in Frage kommen (z. B. wegen Begleiterkrankungen oder Beteiligung kosmetisch bedeutsamer Bereiche), können Imiquimod und Kryotherapie in Betracht gezogen werden. Die meisten anderen Behandlungsmethoden dringen in der Regel nicht tief genug zu beteiligten Follikeln vor, die entfernt werden müssen.

Streuende oder noduläre Melanome werden in der Regel mit einer breiten lokalen Exzision behandelt. Eine Lymphknotendissektion wird empfohlen, wenn Knoten klinisch oder bei der histologischen Auswertung einer Sentinel-Lymphknoten-Biopsie betroffen sind.

Sentinel‑Lymphknotenbiopsien werden empfohlen für:

  • Melanom mittlerer Dicke mit einer Breslow-Tiefe von 1,0–4,0 mm (Stadien II–III) ohne klinisch positive Lymphknoten

  • Dickeres Melanom > 4,0 mm (Stadium IV), da der Lymphknotenstatus klinisch relevant sein kann

Bei dünnen Melanomen mit Merkmalen, die auf ein erhöhtes Risiko hindeuten, kann im Rahmen einer gemeinsamen klinischen Entscheidungsfindung mit den Patienten eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie in Betracht gezogen werden, einschließlich für

  • Breslow-Tiefe 0,8–1,0 mm (Stadium Ib) oder Dicke < 0,8 mm mit Ulzeration oder hoher Mitoserate

  • Bei jüngeren Patienten oder solchen ohne größere Begleiterkrankungen.

Metastatische Erkrankung

Die Behandlung von metastasiertem Melanom umfasst typischerweise:

  • Immuntherapie

  • Molekular gezielte Therapie

  • Strahlentherapie

  • Selten chirurgische Resektion

Alle diese Behandlungen sollten für alle Patienten in Betracht gezogen werden, die ein metastasierendes Melanom haben (2). Die endgültigen Entscheidungen werden in der Regel individuell durch den Onkologen getroffen und können von Krankheitsmerkmalen, dem molekularen Profil (insbesondere dem BRAF-Mutationsstatus), patientenspezifischen Faktoren sowie organisatorischen Aspekten (z. B. Versicherungsschutz, Verfügbarkeit und Kosten) abhängen. Metastasierte Erkrankungen sind in der Regel inoperabel, aber in bestimmten Fällen können lokalisierte und regionalen Metastasen exzisiert werden, um hilfreich bei der Eliminierung der verbleibenden Krankheit zu sein und das Überleben zu verlängern.

Die Immuntherapie wird in der Regel als Erstlinientherapie für Patienten mit metastasiertem Melanom empfohlen, unabhängig vom molekularen Profil (d. h. Mutationsstatus). Die drei wichtigsten Arten von Immun-Checkpoint-Inhibitoren, die zur Behandlung des metastasierten Melanoms eingesetzt werden, sind (3):

  • Anti-PD-1-Wirkstoffe (z. B. Pembrolizumab, Nivolumab)

  • Anti-CTLA-4-Wirkstoffe (Ipilimumab)

  • Anti-LAG-3-Wirkstoffe (Relatlimab, in Kombination mit Nivolumab)

Diese Wirkstoffe blockieren verschiedene Immun-Checkpoint-Rezeptoren, die normalerweise die Aktivierung von T-Zellen hemmen, und verlängern nachweislich das Gesamtüberleben (3). Anti‑PD‑1‑Wirkstoffe verstärken die Effektorantworten der T‑Zellen gegen Melanomzellen. Monoklonale Antikörper gegen das zytotoxische T‑Lymphozyten‑assoziierte Antigen 4 (CTLA‑4) wirken, indem sie die Anergie von T‑Zellen verhindern und so das Immunsystem befähigen, Tumorzellen anzugreifen. Anti-LAG-3-Wirkstoffe blockieren die LAG-3-Rezeptoren auf T-Zellen, wodurch sie die Wechselwirkungen zwischen Rezeptor und Ligand verhindern und die Funktion der Effektor-T-Zellen gegen Melanomzellen wiederherstellen.

Zu den Optionen der Immuntherapie zählen in der Regel ein PD-1-Inhibitor als Monotherapie (z. B. Pembrolizumab oder Nivolumab), ein PD-1-Inhibitor in Kombination mit einem CTLA-4-Inhibitor (Nivolumab plus Ipilimumab) oder ein PD-1-Inhibitor in Kombination mit einem LAG-3-Inhibitor (Nivolumab plus Relatlimab). Die Kombination aus PD‑1‑ und CTLA‑4‑Inhibitor (Nivolumab/Ipilimumab) wird typischerweise bevorzugt, aber eine Kombination aus PD‑1‑ und LAG‑3‑Inhibitor (Nivolumab/Relatlimab) ist ebenfalls als Alternative verfügbar. Die Kombination aus Nivolumab und Relatlimab hat im Vergleich zur Nivolumab-Monotherapie ein verbessertes progressionsfreies Überleben gezeigt und ist mit einem günstigeren Nebenwirkungsprofil verbunden als die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab (4). Die präoperative Gabe (neoadjuvante Therapie) von PD-1-Inhibitoren wird bei ausgewählten Patienten mit Melanom empfohlen, da sie das Rezidivrisiko senkt und das ereignisfreie Überleben nach der Operation verbessert (5, 6).

Die molekular gezielte Therapie kann bei Patienten mit symptomatischer oder schnell fortschreitender Erkrankung der Immuntherapie vorzuziehen sein, insbesondere bei Patienten mit einer BRAF-Mutation, da sie schnellere Ansprechzeiten aufweist. Der Standardansatz umfasst in der Regel eine Kombinationstherapie aus Inhibitoren von BRAF und der Mitogen-aktivierten Proteinkinase (MEK). BRAF‑Inhibitoren umfassen Vemurafenib, Dabrafenib und Encorafenib, die durch Hemmung der Aktivität von BRAF (einer Proteinkinase) wirken und dadurch die Proliferation von Tumorzellen verlangsamen oder stoppen. Diese Medikamente haben das Überleben von Patienten mit Metastasen verlängert. Die zusätzliche Behandlung mit MEK-Inhibitoren gegen die Enzyme MEK1 und MEK2 (mittels Trametinib, Cobimetinib und Binimetinib) verlängert die Überlebenszeit noch weiter, bei vergleichbarer oder besserer Verträglichkeit. Kombinierte BRAF- und MEK-Inhibitoren (z. B. Dabrafenib/Trametinib, Encorafenib/Binimetinib, Vemurafenib/Cobimetinib) sind auch für Patienten verfügbar, die für eine traditionelle Immuntherapie nicht in Frage kommen (7, 8, 9).

Die zytotoxische Chemotherapie hat nicht zu einer signifikanten Verbesserung der Überlebenszeit bei Patienten mit metastasierter Erkrankung beigetragen und ist in der Regel Patienten vorbehalten, die keine anderen Optionen haben (10).

Zu den neuartigen Ansätzen gehört der Einsatz von Therapien, die ein onkolytisches Herpesvirus enthalten, das intraläsional in Tumoren injiziert wird. Eine solche Therapie ist T-VEC (Talimogene Laherparepvec), ein gut verträgliches Medikament, das die Überlebensrate erhöht und bei inoperablem metastasiertem Melanom in Betracht gezogen werden kann (11).

Eine Strahlentherapie kann eingesetzt werden, wenn positive Resektionsränder aufgrund der Lokalisation nicht möglich sind (z. B. bei desmoplastischem Melanom, bei lokal rezidivierendem Melanom nach erneuter Exzision und zur Palliation von Hirnmetastasen), aber das Ansprechen ist gering (12, 13).

Die folgenden Behandlungsmethoden werden momentan erprobt:

  • Infusion von Lymphokin-aktivierten Killerzellen oder Antikörpern (bei fortgeschrittenen Krankheitsstadien)

  • Impfung (14)

Literatur zur Behandlung

  1. 1. Swetter SM, Tsao H, Bichakjian CK, et al. Guidelines of care for the management of primary cutaneous melanoma. J Am Acad Dermatol. 2019 Jan;80(1):208-250. doi: 10.1016/j.jaad.2018.08.055. Epub 2018 Nov 1. PMID: 30392755.

  2. 2. Seth R, Agarwala SS, Messersmith H, Alluri KC, et al. Systemic Therapy for Melanoma: ASCO Guideline Update. J Clin Oncol. 2023 Oct 20;41(30):4794-4820. doi: 10.1200/JCO.23.01136. Epub 2023 Aug 14. PMID: 37579248.

  3. 3. Mehta A, Motavaf M, Nebo I, et al. Advancements in Melanoma Treatment: A Review of PD-1 Inhibitors, T-VEC, mRNA Vaccines, and Tumor-Infiltrating Lymphocyte Therapy in an Evolving Landscape of Immunotherapy. J Clin Med. 2025;14(4):1200. Published 2025 Feb 12. doi:10.3390/jcm14041200

  4. 4. Lipson EJ, Stephen Hodi F, Tawbi H, et al. Nivolumab plus relatlimab in advanced melanoma: RELATIVITY-047 4-year update. Eur J Cancer. 2025 Jul 25;225:115547. doi: 10.1016/j.ejca.2025.115547. Epub 2025 Jun 3. PMID: 40513285.

  5. 5. Patel SP, Othus M, Chen Y, et al. Neoadjuvant-Adjuvant or Adjuvant-Only Pembrolizumab in Advanced Melanoma. N Engl J Med.2023;388(9):813-823. doi:10.1056/NEJMoa2211437

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Prognose bei Melanomen

Das Melanom kann sich rapide ausbreiten und binnen Monaten nach Diagnosestellung zum Tod führen. Bei der Behandlung des Melanoms wurden bedeutende Fortschritte erzielt, die zu einer Verbesserung des progressionsfreien 5-Jahres-Überlebens geführt haben. Die Prognose bei einem Melanom hängt im Allgemeinen stark vom Stadium zum Zeitpunkt der Diagnose ab. Die 5-Jahres-Heilungsrate für frühe, sehr oberflächliche Läsionen ist sehr hoch. Die vollständige Heilung hängt daher von der frühen Diagnose und der frühen Behandlung ab. In den Vereinigten Staaten reichen die 5-Jahres-Überlebensraten von 99,6 % für lokalisierte Melanome bis zu 73,9 % bei regionaler Ausbreitung und 35,1 % bei Fernmetastasen (1). Die gesamte relative 5‑Jahres‑Überlebensrate beträgt 94,7 %.

Bei Tumoren kutanen Ursprungs (nicht Zentralnervensystem und subunguale Melanome), die keine Metastasen gebildet haben, schwankt die Überlebensrate abhängig von Tumordicke und Diagnosezeitpunkt.

Melanome der Schleimhäute (vor allem anorektale Melanome), haben eine schlechte Prognose, obwohl sie bei ihrer Entdeckung oft recht umschrieben erscheinen. Sie machen bei Schwarzen, Hispanics und Asiaten einen höheren Anteil an Melanomen aus als bei Weißen.

Der Grad der Lymphozyteninfiltration, der die Immunabwehr-Reaktion des Patienten darstellt, kann mit dem Niveau der Invasion und der Prognose korrelieren. Die Heilungschancen sind maximal, wenn Lymphozyteninfiltration auf die oberflächlichsten Läsionen beschränkt ist; sie sinken, wenn der Krebs in tiefere Schichten vordringt, ulzeriert, und vaskuläre oder lymphatische Bereiche betroffen sind.

Hinweis zur Prognose

  1. 1. National Institutes of Health. Cancer Stat Facts: Melanoma of the Skin. Accessed October 28, 2025.

Prävention von Melanomen

Da das Melanom mit der Exposition gegenüber ultravioletter (UV‑)Strahlung assoziiert ist, werden zahlreiche Maßnahmen empfohlen, um die Exposition zu begrenzen (z. B. Sonnenvermeidung, Schutzkleidung, Verwendung von Sonnenschutzmitteln). Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter Prävention der Auswirkungen von Sonneneinstrahlung.

Wichtige Punkte

  • < 2% aller Fälle von in den USA diagnostiziertem Hautkrebs sind Melanome; Melanome verursachen jedoch die meisten Todesfälle durch Hautkrebs.

  • Melanome können sich in der Haut zu entwickeln, in der Schleimhaut, der Bindehaut, der Aderhaut des Auges, den Leptomeningen und im Nagelbett.

  • Zwar können sich Melanome aus einem typischen oder atypischen Nävus entwickeln können, meist ist das jedoch nicht der Fall.

  • Ärzte (und Patienten) sollten Nävi bezüglich Änderungen in Größe, Form, Rand, Farbe oder Oberflächenbeschaffenheit, sowie auf Blutungen, Ulzeration, Juckreiz und Empfindlichkeit überwachen.

  • Sogar nur leicht verdächtige Läsionen sollten biopsiert werden.

  • Melanome sollten wenn möglich immer exzisiert werden, besonders wenn sich keine Metastasen gebildet haben.

  • Erwägen Sie eine Immuntherapie (z. B. Pembrolizumab, Nivolumab), molekulare zielgerichtete Therapien (z. B. MEK-Inhibitoren, BRAF-Inhibitoren) und eine Strahlentherapie, wenn das Melanom inoperabel oder metastasiert ist.

Weitere Informationen

Die folgenden englischsprachigen Quellen können nützlich sein. Bitte beachten Sie, dass das MSD-Manual nicht für den Inhalt dieser Quelle verantwortlich ist.

  1. American Cancer Society: Cancer Facts & Figures 2025

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