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Übersicht über Delir und Demenz

Von

Juebin Huang

, MD, PhD, Department of Neurology, University of Mississippi Medical Center

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Quellen zum Thema

Delir Delir Als Delir wird eine akute, vorübergehende, meist reversible fluktuierende Störung der Aufmerksamkeit, der Kognition und des Bewusstseinsniveaus bezeichnet. Die Ursachen umfassen fast jede Krankheit... Erfahren Sie mehr (auch als akuter Verwirrtheitszustand bezeichnet) und Demenz Demenz Demenz ist eine chronische, globale, meist irreversible Verschlechterung der Kognition. Die Diagnose wird klinisch gestellt; Laboruntersuchungen und Bildgebungsverfahren werden üblicherweise... Erfahren Sie mehr sind die häufigsten Ursachen kognitiver Beeinträchtigung, obwohl auch affektive Störungen (z. B. Depression) die Kognition massiv stören können. Delir und Demenz sind unterschiedliche Störungen, die jedoch manchmal nur schwer voneinander unterschieden werden können. Bei beiden ist die Kognition gestört; jedoch hilft Folgendes diese zu unterscheiden:

  • Delir betrifft hauptsächlich die Aufmerksamkeit.

  • Demenz betrifft vor allem das Gedächtnis.

Andere Charakteristika tragen auch dazu bei, die beiden Störungen zu unterscheiden ( siehe Tabelle: Unterschiede zwischen Delir und Demenz* Unterschiede zwischen Delir und Demenz*  Unterschiede zwischen Delir und Demenz* ).

  • Ein Dellir wird in der Regel durch eine akute Erkrankung oder Drogen- bzw. Arzneimitteltoxizität (zuweilen lebensbedrohlich) verursacht und ist häufig reversibel.

  • Eine Demenz wird in der Regel durch anatomische Veränderungen im Gehirn verursacht, zeigt einen langsamen Beginn und ist üblicherweise irreversibel.

Ein Delir entwickelt sich häufig bei Patienten mit Demenz. Die Verwechslung von Delir und Demenz bei einem älteren Patienten–ein häufiger klinischer Irrtum– ist unbedingt zu vermeiden, v. a. wenn das Delir eine chronische Demenz überlagert. Keine technische Untersuchung kann definitiv die Ursache einer kognitiven Störung klären; eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung sowie auch die Kenntnis der Ausgangssituation sind essenziell.

Tabelle
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