Msd Manual

Please confirm that you are a health care professional

Lädt...

Lumbale Spinalkanalstenose

Von

Peter J. Moley

, MD, Hospital for Special Surgery

Inhalt zuletzt geändert Jun 2018
Zur Patientenaufklärung hier klicken.
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
Quellen zum Thema

Die lumbale Spinalkanalstenose (LSS) ist eine Verengung des lumbalen Spinalkanals, die Druck auf das Rückenmark oder die Wurzel des N. ischiadicus vor dem Austritt aus den Foramina ausübt. Dies führt zu positionsabhängigen Rückenschmerzen, Symptomen einer Nervenwurzelkompression und Schmerzen in den unteren Extremitäten beim Gehen oder bei Belastung.

Eine Spinalkanalstenose kann angeboren oder erworben sein. Sie kann sowohl die zervikale als auch die lumbale Wirbelsäule betreffen. Eine erworbene LSS ist eine häufige Ursache für eine Ischialgie bei mittelalten und älteren Patienten. Die häufigsten Gründe für eine LSS sind Arthrose, degenerative Bandscheibenschäden, Spondylose und Spondylolisthesis mit Kompression der Cauda equina. Andere Ursachen sind Morbus Paget, rheumatoide Arthritis, und ankylosierende Spondylarthritis

Symptome und Beschwerden

Die Schmerzen treten im Gesäß, in den Ober- und Unterschenkeln beim Gehen, Laufen, Treppensteigen oder sogar beim Stehen auf. Der Schmerz wird nicht durch Stillstehen, wohl aber bei Beugen des Rückens und Sitzen verringert (auch wenn die Parästhesien noch fortbestehen). Bergaufgehen fällt leichter als Bergabgehen, denn der Rücken ist dabei leicht gebeugt. Die Patienten zeigen Schmerz, Parästhesie, Schwäche und abgeschwächte Reflexe in der betroffenen Nervenwurzel. Selten kann eine Spinalkanalstenose auch ein Cauda-equina-Syndrom auslösen.

Diagnose

  • Klinische Abklärung

  • Gelegentlich MRT, elektrodiagnostische Untersuchungen oder beides

Eine Spinalkanalstenose wird vermutet beim Vorliegen charakteristischer Symptome. Die diagnostischen Untersuchungen sind die gleichen wie beim Ischiassyndrom ( Ischiassyndrom : Diagnose). Symptome in den Waden können einer Claudicatio intermittens ähneln. Eine Claudicatio intermittens kann durch Besserung bei Ruhe (nicht durch Positionswechsel), Hautatrophie und Pulsstörungen, kapilläre Füllungsstörung und vaskuläre Untersuchungen unterschieden werden.

Therapie

  • Verträgliche Aktivität, Analgetika und manchmal Medikamente, die neuropathische Schmerzen lindern.

  • Physiotherapie

  • Möglicherweise epidurale Kortikosteroid-Injektionen

  • Operation in schweren Fällen

Konservative Maßnahmen und Indikation für chirurgisches Vorgehen sind denen des Ischiassyndroms ähnlich. Bei fortgeschrittener Spinalkanalstenose besteht das chirurgische Vorgehen in einer Dekompression der Nervenwurzeleinengung durch den Wirbelkanal und die foraminale Einengung, die manchmal eine Laminektomie auf zwei oder drei Ebenen und eine Foraminotomie erfordert.

Die spinale Stabilität muss erhalten bleiben. Die Wirbelsäulenfusion kann bei Instabilität oder schweren, gut lokalisierten arthritischen Veränderungen in 1 oder 2 Wirbelzwischenräumen indiziert sein, obwohl neuere Studien den kontroversen Charakter dieses Ansatzes unterstreichen (1-2).

Behandlungshinweise

Zur Patientenaufklärung hier klicken.
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
Erfahren Sie

Auch von Interesse

Videos

Alle anzeigen
Wie man den Hals untersucht
Video
Wie man den Hals untersucht
3D-Modelle
Alle anzeigen
Der Fuß
3D-Modell
Der Fuß

SOZIALE MEDIEN

NACH OBEN