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Übersicht zu Erkrankungen der Füße und Sprunggelenke

Von

Kendrick Alan Whitney

, DPM, Temple University School of Podiatric Medicine

Inhalt zuletzt geändert Apr 2018
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Quellen zum Thema

Die häufigsten Probleme im Bereich der Füße resultieren aus anatomischen Besonderheiten oder aus Funktionsstörungen artikulärer und extraartikulärer Strukturen ( Fußknochen.). Seltener basieren Fußprobleme auf Systemerkrankungen (siehe Tabelle: Fußmanifestationen von Systemerkrankungen).

Der Fuß
Der Fuß
3D Model:

Fußknochen.

Fußknochen.
Tabelle
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Fußmanifestationen von Systemerkrankungen

Fußsymptome oder Beschwerden

Mögliche Ursache

Ruheschmerz (bei erhöhtem Fuß), Besserung bei Hängenlassen

PAVK im Endstadium

Kalte, gerötete oder zyanotische Füße

Fortgeschrittene arterielle Ischämie

Episodische gerötete, heiße, sehr schmerzhafte, brennende Füße

Erythromelalgie – idiopathisch (am häufigsten) oder sekundär bei diversen Erkrankungen (z. B. myeloproliferative Erkrankungen, die selten sind)

Massiver Fußschmerz innerhalb von Sekunden oder möglicherweise Minuten, insbesondere bei Patienten mit Vorhofflimmern; Fuß oft kühl

Zyanose eines Zehs (Blue-toe-Syndrom)

Thrombembolische Erkrankung bei aortaler oder iliakaler Stenose, Arrhythmie oder Cholesterinembolus (nach koronarem Bypass oder Herzkatheter)

Warfarintherapie

Beidseitige oder einseitige episodische digitale Beschwerden, Blässe und Zyanose

Bilaterale schmerzlos Zyanose

Akrozyanose, Arzneimittel-induzierte Verfärbung (z. B. Minocyclin)

Beidseitige Ödeme

Renale, hepatische oder kardiale Dysfunktion

Medikamente (z. B. Kalziumkanalblocker)

Einseitiges Ödem

Lymphstau

Festes, nichteindrückbares Fuß- und Beinödem

Festes, nichteindrückbares knötchenartiges Ödem über den Knöcheln

Prätibiales Myxödem

Ödem mit Hämosiderinablagerung und bräunlicher Verfärbung

Rezidivierende oder zurückliegende Vaskulitis der kleinen Gefäße

Ödem der Füße und Zehen, Taubheitsgefühl und Schmerzen an Sprunggelenk und Ferse (Tarsaltunnelsyndrom)

Rezidivierende symmetrische seronegative Synovitis (selten)

Rot, dunkle Flecken auf dem Rücken mit schlaffen Bullae (nekrolytisches akrales Erythem)

Emboli

Isolierte Schwellung und Deformität mit Schmerzen im Zeh (Dakylitis, Wurstzeh)

Infektion

Schmerzhafte Füße mit Parästhesien

Periphere Neuropathie (lokal oder systemisch – z. B. diabetische Neuropathie)

Ischämie

Schmerzen oder Parästhesien in den Beinen und Füßen; Schmerzen im Fuß und Rücken bei gestecktem Bein und Nachlassen bei Beugung im Knie

Schmerzen im Zeh, Fuß oder Sprunggelenk mit Überwärmung und Rötung

Ermüdungsfraktur, so wie Fragilitätsbrüche assoziiert mit Osteoporose

Schwellung, Rötung und Erwärmung des Fußes mit geringen oder keinen Schmerzen

Neurogene Arthropathie (Charcot-Gelenke; in der Regel ohne Schmerzen)

Fersenschmerzen oberhalb des Schuhrandes beim Umhergehen

Schmerzhaftigkeit im Bereich des Sehnenansatzes (diagnostisch)

Exazerbation des Sehnenschmerzes durch passive Dorsalflexion des Sprunggelenks

Bei Diabetikern und Patienten mit peripheren Gefäßkrankheiten sollte eine sorgfältige Untersuchung der Füße mit Erhebung des vaskulären und neurologischen Status mindestens zweimal jährlich erfolgen. Menschen mit diesen Erkrankungen sollten ihre eigenen Füße mindestens einmal pro Tag untersuchen.

Wie man den Fuß untersucht
Wie man den Fuß untersucht
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Wie die Knöchel zu untersuchen sind
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Weiterhin sind die Füße eine häufige Lokalisation von cHühneraugen und Hornschwielenc, Pilzinfektionen ( Tinea pedis) sowie bakteriellen und viralen Infektionen ( Bakterielle Hautinfektionen) und ( Warzen).

Die Tabelle häufige Fuß- und Gelenkserkrankungen aus anatomischer Sicht listet die Krankheiten von Fuß und Sprunggelenk in Bezug zur anatomischen Lokalisation auf. Die Tabelle Krankheiten, die mit Fersenschmerzen entsprechend ihrer Lokalisation assoziiert sind stellt häufige Ursachen von Fersenschmerz entsprechend der Lokalisation dar.

Tabelle
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Erkrankungen von Fuß und Sprunggelenk entsprechend ihrer anatomischen Lokalisation

Sprunggelenk (anterolateral)

Meniskoider Gelenkkörper

Neuralgie des N. cutaneus intermedialis dorsalis

Peroneale Tenosynovitis

Sprunggelenk (medial)

Fußballen

Ferse (plantar)

Ferse (hinteren)

Ferse (Seiten)

Epiphysitis des Calcaneus (schwere Erkrankung)

Plantarbogen (Sohle)

Kuboides Subluxationssyndrom

Abriss der Plantarfaszie

Posteriore Ruptur der Tibiasehne mit Bogenkollaps

Zehen

Daktylitis (schmerzhafte, isoliert Zehe durch entzündliche Arthritis geschwollen)

Hallux rigidus

Tabelle
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Erkrankungen mit Fersenschmerzen entsprechend ihrer anatomischen Lokalisation

Schmerzlokalisation

Assoziierte Krankheit

Plantarfläche der Ferse

Plantarfasziosis (Plantarfasziitis, Fersenspornsyndrom)

Mediale und laterale Fersenkante

Bei Kindern Epiphysitis des Fersenbeins (Morbus Sever)

Retromalleolarraum vor der Achillessehne

Fraktur des talaren Tuberculum posterolaterale

Lakalisation posterior der Achillessehne

Tendon Knötchen

Ansatz am Fersenbein oder Hauptknochen der Achillessehne

Sehnenruptur (aufgrund von Trauma oder assoziiert mit Fluorchinolonanwendung, siehe Achillessehnenrisse)

Überlegungen zum Einsatz von Kortikosteroidinjektionen

Kortikosteroidinjektionen sollten umsichtig eingesetzt werden, um negative Auswirkungen zu vermeiden. Injizierbare Kortikosteroide sollten Entzündungen (wie Gicht und Krankheiten wie RA), die bei den meisten Fußerkrankungen nicht vorhanden sind, vorbehalten bleiben. Da Fußwurzel, Sprunggelenk, retrokalkanealer Raum und Zehenrücken wenig Bindegewebe zwischen der Haut und den darunter liegenden Knochen aufweisen, kann die Injektion von unlöslichen Kortikosteroiden in diese Strukturen Depigmentierung, Atrophie oder Ulzeration verursachen, vor allem bei älteren Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit.

Unlösliche Kortikosteroide lassen sich mit größerer Sicherheit tief (z. B. in die Ferse, den Tarsalkanal oder in die Zwischenräume des Mittelfußknochens) anstatt oberflächlich applizieren. Der Fuß sollte ein paar Tage immobilisiert werden, nachdem die Sehnenscheide injiziert wurde. Außergewöhnliche Resistenz gegen eine Injektion lässt eine Injektion in die Sehne vermuten. Die wiederholte Injektion in eine Sehne sollte vermieden werden, da die Sehne dadurch geschwächt wird (partieller Riss), was sie für eine anschließende Ruptur prädisponiert.

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