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Kurzinformationen

Risikofaktoren für Krebs

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2019| Inhalt zuletzt geändert Sep 2019
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Ein Risikofaktor erhöht die Wahrscheinlichkeit (Risiko) der Entwicklung einer bestimmten Erkrankung.

  • Wenn ein Risikofaktor bei einer Person vorliegt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Krebsentwicklung bei dieser Person größer als bei einem Durchschnittsmenschen.

  • Dennoch bedeutet das Vorhandensein eines Risikofaktors nicht, dass Krebs tatsächlich entsteht.

Risikofaktoren für Krebserkrankungen sind:

  • Bestimmte Gene (von den Eltern und Großeltern vererbte Merkmale)

  • Kontakt mit bestimmten Chemikalien bei der Arbeit oder in der Umwelt

  • Bestimmte durch Nahrung und Getränke aufgenommene Stoffe

  • Strahlenbelastung

  • Bestimmte Infektionen

Karzinogene sind Stoffe und Substanzen mit einer krebsauslösenden Wirkung. Das Krebsrisiko steigt bei einer zunehmenden oder lang andauernden Aussetzung gegenüber einem Karzinogen.

Was sind genetische Risikofaktoren für Krebserkrankungen?

Jede Körperzelle enthält Gene. Gene geben jeder Ihrer Zellen Anweisungen darüber, wie sie zu funktionieren haben. Gene sagen den Zellen, wann sie beginnen sollen zu wachsen, wann sie aufhören sollen zu wachsen und welche Substanzen sie bilden sollen. Beispielsweise fordern bestimmte Gene die Zellen im Magen auf, die Magensäure zu produzieren.

Gelegentlich treten Genstörungen auf, die eine Zelle krebsartig lassen werden. Genstörungen entwickeln sich, wenn:

  • das Gen durch etwas, womit man in Kontakt kam, beschädigt wurde (ein Umweltfaktor),

  • das Gen beim Zellwachstum nicht korrekt kopiert wurde.

Mit geringerer Wahrscheinlichkeit haben Sie ein Krebsgen eines ihrer Elternteile geerbt. Gelegentlich sind Mitglieder einer Familie für eine bestimmte Krebsart anfälliger. Ein krebsauslösendes Gen wird möglicherweise in dieser Familie weitergegeben. Ein krebserregendes Gen namens BRCA erhöht das Risiko für Brustkrebserkrankungen.

Was sind Umweltfaktoren für Krebserkrankungen?

Bestimmten Umwelteinflüssen ausgesetzt zu sein, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Krebsentwicklung, unter anderem:

  • Tabakkonsum: Krebs der Lunge, des Mundes, Rachens, der Speiseröhre, Nieren und Harnblase

  • Asbest (eine Mineralfaser, die in Dämmungen und anderen Baumaterialien verwendet wird): Lungenkrebs und Mesotheliom (Tumor in der Membran, die die Lunge umgibt)

  • Sonnenlicht: Hautkrebs

  • Röntgenstrahlungen: Leukämie und Krebs in Organen, die diesen Strahlungen ausgesetzt sind

  • Radon (radioaktives Gas, das im Erdboden vorkommt und sich in schädlichen Mengen in Kellerräumen ansammeln kann): Lungenkrebs

Manche Chemikalien aus dem Arbeitsumfeld (unter anderem Benzol, Chromate, Nickel, bestimmte Pestizide und Vinylchlorid) können krebserregend wirken.

Geographie (Wohnort) kann ebenfalls das Krebsrisiko beeinflussen. Ein Grund dafür ist, dass in verschiedenen Regionen Menschen unterschiedlichen Karzinogenmengen ausgesetzt sind. Andererseits weisen Menschen in verschiedenen Regionen unterschiedliche genetische Risikofaktoren auf.

Was sind weitere Risikofaktoren für Krebserkrankungen?

Ihr Alter:

  • Mehr als die Hälfte der Krebserkrankungen treten in der Altersgruppe über 65 Jahren auf, da ältere Personen über längere Zeit den Karzinogenen (krebserregenden Einflüssen) ausgesetzt sind

Ernährung:

Allein Übergewicht oder Adipositas steigern das Risiko für Brust-, Harnröhren-, Darm-, Nieren- und Speiseröhrenkrebs.

Bestimmte Medikamente:

  • Östrogen und Diethylstilbestrol (DES): Brustkrebs

  • Einige Krebsmedikamente erhöhen sogar das Risiko für weitere Krebserkrankungen, die zu einem späteren Zeitpunkt auftreten können.

Bestrahlung sowohl bei medizinischen Anwendungen als auch infolge versehentlicher Aussetzungen:

  • Von medizinischen Untersuchungen (Röntgen, Computertomographie) oder Bestrahlungstherapie

  • Unfallbedingte Aussetzung gegenüber radioaktiven Stoffen oder Nuklearstrahlungen infolge eines Atomkraftwerksunfalls

Infektionen mit bestimmten Viren und Bakterien:

Entzündungskrankheiten (langfristige Entzündung bestimmter Organe) erhöhen möglicherweise das Krebsrisiko:

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