Was ist Krebs?
Krebs ist ein unkontrolliertes Zellwachstum im Körper. Zellen sind die winzigen Bausteine des Körpers, die sich in ihrer Funktion unterscheiden. Darmzellen sind beispielsweise für Kontraktionen des Darms zuständig, Nervenzellen kontrollieren die Muskelzellen und andere Zellen die Nahrungsaufnahme. Im Darm und in anderen Körperregionen gibt es noch viele weitere Zelltypen.
Üblicherweise wachsen neue Zellen nur zu dem Zweck, abgestorbene oder alte Zellen zu ersetzen. Jede neue Zelle sieht wie ihre Elternzelle aus und übernimmt dieselben Funktionen. Bösartige (maligne) Zellen unterscheiden sich von normalen Zellen auf vielerlei Arten, da sie:
sich äußerst schnell teilen,
sich weiterhin vermehren, auch wenn das Organ, in dem sie sich befinden, keine Zellen mehr benötigt,
abnormal aussehen und in der Regel nicht richtig funktionieren,
nicht an ihrem Ursprungsort bleiben: Sie befallen naheliegende Organe bzw. breiten sich auf entfernte Körperregionen aus (metastasieren).
Einige Arten von Krebszellen vereinen sich zu einer soliden Masse, genannt Tumor. Jedoch sind nicht alle Tumoren bösartig. Nicht bösartige Tumoren werden als benigne (gutartig) bezeichnet.
Sprechen Ärzte über ein „Stadium“ des Krebses (Stadium 1, 2, 3 oder 4), dann beschreiben sie die Größe des Tumors sowie, ob und wohin er gestreut hat. Einige Krebsarten wachsen und streuen schneller als andere. Sie werden aggressiv genannt.
Warum ist Krebs lebensgefährlich?
Krebszellen können tödlich sein, wenn sie:
eine wichtige Körperfunktion blockieren,
Substanzen freisetzen, die zu Organstörungen führen
Zu den gefährlichen Regionen für das Krebswachstum zählen:
Lunge: Atemnot
Bauch: Blockade der Darmfunktion
Gehirn: Hochdruck im Inneren des Kopfes
Große Blutgefäße: Schwerwiegende oder tödliche Blutungen
Knochenmark (das Knocheninnere, wo die Blutzellbildung stattfindet): Gefährlich niedrige Blutzellzahl (Anämie), exzessive Blutungen, Störungen der Abwehrfunktion und brüchige Knochen
Die vom Tumor freigesetzten Substanzen können ebenfalls Probleme verursachen, auch wenn der Krebs nicht in einen gefährlichen Bereich hineinwächst. Manche Substanzen können Folgendes auslösen:
Verminderter Appetit: Starker Gewichtsverlust sowie Störung der Infektionsabwehr
Blutbildungsstörung: Niedrige Blutzellzahl (Anämie), exzessive Blutungen, Störung der Infektionsabwehr
Störung des chemischen Gleichgewichts im Körper: Störung der Herzfunktion, Koma
Die durch diese Substanzen verursachten Störungen werden paraneoplastische Syndrome genannt.
Wo im Körper kann Krebs entstehen?
Krebs kann sich aus beinahe allen Zellen, einschließlich denen im Blut, den Knochen und Organen, entwickeln. Jede Krebsart ist unterschiedlich und hängt von der Zellart ihres Ursprungs ab. Krebsbezeichnungen stammen von den Organen, in denen sie entstehen, Wie zum Beispiel der „Lungenkrebs“.
Was sind die häufigsten Krebsarten?
Krebs ist nicht eine Krankheit, sondern mehrere.
Zu den fünf häufigsten Krebsarten bei Männern, von den häufigsten bis zu weniger häufigen, gehören:
Zu den fünf häufigsten Krebsarten bei Frauen, von den häufigsten bis zu weniger häufigen, gehören:
Hautkrebs, der kein Melanom ist (Nicht-Melanom-Hautkrebs), ist insgesamt die häufigste Krebsart. Da jedoch genaue Zahlen für sämtliche Hautkrebsarten, die kein Melanom sind, nicht verfügbar sind, ist Nicht-Melanom-Hautkrebs in dieser Auflistung nicht aufgeführt.
