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Kurzinformationen

Infektiöse Endokarditis

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Nov 2018| Inhalt zuletzt geändert Nov 2018
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„Endo-“ bedeutet „im Inneren“, „kardial“ bezieht sich auf das Herz und „-itis“ bedeutet „Entzündung“. Eine Endokarditis ist also eine Entzündung des Herzinneren.

Was ist eine infektiöse Endokarditis?

Eine infektiöse Endokarditis ist

  • die Infektion des Herzinneren.

Die Infektion kann sich an der Membran befinden, die die Herzkammern umgibt, oder an den Herzklappen.

  • Eine infektiöse Endokarditis entsteht, wenn Bakterien in das Blut gelangen und zum Herzen wandern.

  • Sie tritt hauptsächlich in auffälligem Herzgewebe, das z. B. bei einer angeborenen Fehlbildung des Herzens oder geschädigten Herzklappen auftritt, oder bei einer künstlichen Herzklappe auf.

  • Eine Infektion kann die Herzklappen schädigen, sodass sie nicht richtig funktionieren, und zu einer Herzinsuffizienz führen.

  • Ärzte führen Bluttests und eine Echokardiographie durch, um festzustellen, ob eine infektiöse Endokarditis vorliegt.

  • Diese wird mit Antibiotika und manchmal mit einer Herzoperation behandelt.

  • Bei Patienten mit künstlicher Herzklappe oder einer angeborenen Fehlbildung des Herzens, ist es ggf. notwendig, vor der Operation oder einer Zahnbehandlung Antibiotika anzuwenden, um eine Endokarditis zu verhindern.

Was verursacht eine infektiöse Endokarditis?

Eine infektiöse Endokarditis wird durch Bakterien oder Pilze verursacht, die in das Blut gelangen und zum Herzen wandern. Bakterien können in folgenden Situationen in das Blut gelangen:

Es besteht ein höheres Risiko einer infektiösen Endokarditis, wenn:

  • man ein angeborenes Herzproblem hat,

  • die Herzklappe anormal oder beschädigt ist,

  • man sich Freizeitdrogen spritzt,

  • man ein geschwächtes Immunsystem hat,

  • man eine künstliche Herzklappe, einen Herzschrittmacher oder einen Defibrillator hat,

  • in der Vergangenheiten infektiöse Endokarditis vorliegt.

Was sind die Symptome einer infektiösen Endokarditis?

Eine infektiöse Endokarditis entwickelt sich in der Regel langsam. Manchmal entsteht sie jedoch auch schnell.

Eine subakute infektiöse Endokarditis entsteht, wenn sich die Herzinnenhautentzündung langsam über Wochen oder Monate hinweg entwickelt. Es kommt nach und nach zu Symptomen wie:

  • Müdigkeit

  • Niedrigem Fieber (37,2 bis 38,3 °C)

  • Gewichtsverlust

  • Schwitzen

Eine akute infektiöse Endokarditis beginnt plötzlich und man wird schnell sehr schwer krank. Eine der Herzklappen kann innerhalb von Tagen schwer beschädigt werden. Es stellen sich u. a. folgende Symptome ein:

  • Hohes Fieber (38,9 ° bis 40 °C)

  • Extreme Müdigkeit

  • Atembeschwerden

Bei beiden Formen der Endokarditis kann auch Folgendes auftreten:

  • Schüttelfrost

  • Gelenkschmerzen

  • Blasse Haut

  • Schmerzhafte Schwellungen unter der Haut

Manchmal breitet sich infiziertes Material des Herzens durch das Blut auf andere Teile des Körpers aus. Es kann zu einer Infektion der Lunge, des Gehirns, der Nieren oder anderer Organe kommen.

Woran erkennt der Arzt eine infektiöse Endokarditis?

Ärzte vermuten eine infektiöse Endokarditis anhand der Symptome. Um sicherzugehen, nimmt der Arzt Folgendes vor:

  • Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens)

  • Bluttests zur Feststellung von Bakterien

Wie wird eine infektiöse Endokarditis behandelt?

Eine infektiöse Endokarditis wird mit folgenden Methoden behandelt:

  • Antibiotika, die über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen bis zu 8 Wochen über eine Vene (i.v.) verabreicht werden.

  • Manchmal Herzoperation, um eine beschädigte Herzklappe zu reparieren oder zu ersetzen.

Wie kann man einer infektiösen Endokarditis vorbeugen?

Zur Vorbeugung einer infektiösen Endokarditis sollte Folgendes getan werden:

  • Sich keine Freizeitdrogen spritzen.

  • Infektionen schnell behandeln.

  • Gute Pflege von Zähnen und Zahnfleisch

Wenn ein hohes Risiko einer infektiösen Endokarditis besteht, muss dies besonders beachtet werden. Darüber hinaus müssen manche Hochrisikopatienten möglicherweise Folgendes tun:

  • Vor bestimmten Zahnbehandlungen oder operativen Eingriffen, durch die Bakterien in den Körper gelangen können, Antibiotika anwenden.

Patienten sollten Ihren Arzt fragen, ob für sie ein hohes Risiko besteht.

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