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Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln

Von

Margot L. Savoy

, MD, MPH, Lewis Katz School of Medicine at Temple University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Der Masern-, Mumps- und Rötelnimpfstoff (MMR) ist ein Kombinationsimpfstoff, der zum Schutz vor diesen drei Virusinfektionen beiträgt. Der Impfstoff enthält abgeschwächte (attenuierte) Masern-, Mumps- und Rötelnviren. Der Kombinationsimpfstoff wird verwendet, weil alle, die Schutz gegen eine dieser Infektionen benötigen, normalerweise auch Schutz gegen die zwei anderen benötigen. Die Impfstoffe stehen separat nicht zur Verfügung.

Diese Infektionen können gravierende Probleme verursachen:

  • Masern verursachen einen Ausschlag, Fieber und Husten. Sie betreffen hauptsächlich Kinder und können einen sehr schweren Verlauf nehmen. Die Erkrankung kann zu Hirnschäden, Lungenentzündung und manchmal sogar zum Tod führen.

  • Mumps verursacht eine schmerzhafte Schwellung der Speicheldrüsen. Mumps kann die Hoden, das Gehirn und die Bauchspeicheldrüse angreifen, besonders bei Erwachsenen. Bei Erwachsenen nimmt Mumps einen schwerwiegenderen Verlauf.

  • Röteln verursachen eine laufende Nase, geschwollene Lymphknoten und einen Ausschlag mit leichter Rötung der Haut, speziell im Gesicht. Bei Erwachsenen können Röteln Gelenkschmerzen verursachen. Bei schwangeren Frauen können Röteln zu einer Fehlgeburt führen, der Fetus kann sterben oder das Kind kann mit schweren Geburtsfehlern zur Welt kommen.

MMR-Impfstoff und Varizella-Impfstoff (Windpocken) stehen auch als Kombinationspräparat (MMRV-Impfstoff) zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie in den Angaben zum Impfstoff gegen MMR (Masern, Mumps und Röteln) von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC).

Verabreichung

Der MMR-Impfstoff wird als Injektion unter die Haut verabreicht.

Im Rahmen der Routineimpfungen während der Kindheit werden zwei Dosen verabreicht: im Alter von 12 bis 15 Monaten sowie typischerweise erneut im Alter von 4 bis 6 Jahren.

Alle Erwachsenen, die im Jahr 1957 oder später geboren wurden, sollten eine Dosis des Impfstoffes erhalten, sofern sie nicht eine Impfung mit einer oder mehreren Dosen von MMR nachweisen können oder Labortests ihre Immunität anzeigen.

Ein Geburtsdatum vor 1957 gilt in der Regel als ausreichender Nachweis einer Immunität gegen Masern, Mumps und Röteln, ausgenommen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen. Medizinische Fachkräfte werden geimpft oder Laboruntersuchungen unterzogen, um nach Hinweisen auf Immunität zu suchen.

Eine Röteln-Infektion während der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen für den Fötus haben, z. B. eine Fehlgeburt oder schwere Geburtsfehler. Daher sollten alle Frauen, die schwanger werden könnten, unabhängig von ihrem Geburtsjahr auf Immunität gegenüber Röteln getestet werden. Wenn die Immunität der Frauen nicht nachgewiesen werden kann, sollten diejenigen, die nicht schwanger sind, geimpft werden, und schwangere Frauen sollten nach Abschluss der Schwangerschaft ebenfalls sofort geimpft werden.

Erwachsene, die wahrscheinlich mit diesen Krankheiten in Kontakt kommen, sollten eine zweite Dosis des Impfstoffes erhalten. Dazu gehören die folgenden Personengruppen:

  • Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen

  • Hochschulstudenten (nach Abschluss der Sekundarschule oder des Gymnasiums)

  • Auslandsreisende

  • Menschen mit einer HIV-Infektion, sofern ihr Immunsystem nicht stark geschwächt ist

Eine zweite Dosis des MMR-Impfstoffs sollte auch Patienten verabreicht werden, die im gleichen Haus wie jemand mit einem stark geschwächten Immunsystem leben.

Schwangere Frauen und Personen, die schwere allergische Reaktionen gegen Gelatine oder bestimmte Antibiotika (vor allem gegen Neomycin) hatten, sollten nicht geimpft werden.

Bestimmte andere Erkrankungen können einen Einfluss darauf haben, ob und wann Betroffene geimpft werden (siehe auch CDC: Wer sollte mit diesen Impfstoffen NICHT geimpft werden?).

Wenn Menschen eine vorübergehende Erkrankung haben, warten Ärzte normalerweise mit der Impfung, bis die Erkrankung abgeklungen ist.

Nebenwirkungen

Manche Personen haben leichte Nebenwirkungen, wie etwa Fieber, ein allgemeines Krankheitsgefühl (Unwohlsein) und einen Ausschlag. Die Gelenke können vorübergehend steif und schmerzhaft werden; dies kommt normalerweise bei weiblichen Teenagern und Frauen vor.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass der MMR-Impfstoff Autismus hervorruft (siehe auch MMR-Impfstoff und Autismus sowie CDC: Imfpstoffe führen nicht zu Autismus).

Weitere Informationen

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