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Dehydratation

Von

James L. Lewis, III

, MD, Brookwood Baptist Health and Saint Vincent’s Ascension Health, Birmingham

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2019| Inhalt zuletzt geändert Jan 2019
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Quellen zum Thema

Dehydratation ist ein Wassermangel im Körper.

  • Erbrechen, Durchfall, übermäßiges Schwitzen, Verbrennungen, Niereninsuffizienz und die Einnahme von Diuretika können zu Dehydratation führen.

  • Man fühlt sich zuerst durstig, und bei Verschlimmerung der Dehydratation schwitzt man weniger und scheidet weniger Urin aus.

  • Bei starker Dehydratation kann sich Verwirrtheit oder Benommenheit einstellen.

  • Die Behandlung besteht darin, den Verlust an Wasser und Mineralsalzen (wie Natrium und Kalium), die im Blut gelöst sind (Elektrolyte), wieder auszugleichen, indem Flüssigkeit getrunken, manchmal jedoch auch intravenös zugeführt wird.

(Siehe auch Über Körperwasser.)

Zur Dehydratation kommt es, wenn der Körper mehr Wasser verliert als ihm zugeführt wird. Erbrechen, Durchfall, die Einnahme von Medikamenten, die die Urinausscheidung erhöhen (Diuretika), starkes Schwitzen (beispielsweise bei Hitzewellen, insbesondere bei intensiver Anstrengung) und verringerte Wasseraufnahme können zur Dehydratation führen.

Dehydratation ist besonders bei älteren Menschen häufig, da ihr Durstzentrum womöglich nicht mehr so gut arbeitet wie bei jüngeren Menschen. Deshalb bemerken manche älteren Menschen vielleicht nicht, dass sie austrocknen. Bestimmte Krankheiten wie Diabetes mellitus, Diabetes insipidus und die Addison-Krankheit können die Urinausscheidung verstärken und so zur Dehydratation führen.

Dehydratation bei Kleinkindern und Kindern kommt auch häufig vor, da die Flüssigkeitsmenge, die bei Durchfall oder Erbrechen verloren geht, einen größeren Anteil der Körperflüssigkeiten ausmachen kann als bei älteren Kindern und Erwachsenen.

Was sind die Symptome einer Dehydratation?

Zuerst stimuliert die Dehydratation das Durstzentrum des Gehirns, wo das Durstgefühl ausgelöst wird, also ein starkes Verlangen nach einer erhöhten Flüssigkeitsaufnahme. Wenn die Wasseraufnahme den Wasserverlust nicht ausgleicht, verschlimmert sich die Dehydratation. Man schwitzt weniger, und weniger Urin wird ausgeschieden. Wasser fließt aus den Zellen ins Blut, um die nötige Blutmenge (das Blutvolumen) und den nötigen Blutdruck aufrechtzuerhalten (siehe Wasser im Körper). Bei fortgesetzter Dehydratation beginnen die Körpergewebe auszutrocknen, und die Zellen fangen an zu schrumpfen und funktionieren nicht mehr richtig.

Zu den Symptomen einer leichten bis mittleren Dehydratation gehören

  • Durst

  • verringertes Schwitzen

  • verminderte Hautelastizität

  • verringerte Urinproduktion

  • Mundtrockenheit

Bei starker Dehydratation kann es zu einem reduzierten Durstgefühl und Abfall des Blutdrucks kommen. Es stellen sich Schwindel oder Ohnmacht ein, vor allem im Stehen (dieser Zustand wird als orthostatische Hypotonie bezeichnet). Bei fortgesetzter Dehydratation kommt es zum Schock und zu schweren Schäden der inneren Organe, z. B. der Nieren, der Leber und des Gehirns. Gehirnzellen reagieren besonders empfindlich auf stärkere Dehydratation. Deshalb ist Verwirrtheit eines der wichtigsten Anzeichen, dass die Dehydratation deutlich zugenommen hat. Eine besonders schwere Dehydratation kann zum Koma führen.

Der Alterungsprozess im Visier: Wasserhaushalt

Dehydratation (Flüssigkeitsmangel)

Ältere Menschen sind besonders anfällig für Dehydratation. Zu den häufigen Ursachen einer Dehydratation bei älteren Menschen gehören

  • Verwirrtheit

  • Krankheiten, die es erschweren, sich etwas zu trinken zu holen (normalerweise aufgrund einer eingeschränkten Mobilität, z. B. nach einem Schlaganfall)

Zusätzlich haben ältere Menschen seltener und weniger starken Durst als jüngere Menschen. Deshalb trinken diejenigen, denen es ansonsten gut geht, aus verschiedenen Gründen zu wenig, zum Beispiel, weil sie an Inkontinenz leiden oder Angst davor haben.

Ältere Menschen haben einen höheren Anteil an Körperfett. Da Fettgewebe weniger Wasser enthält als mageres Gewebe, nimmt die Wassergesamtmenge im Körper mit zunehmendem Alter tendenziell ab.

Hyperhydratation

Bei einer Hyperhydratation befindet sich im Körper zu viel Wasser. Bei älteren Menschen scheiden die Nieren Wasser weniger gut aus, weshalb diese leichter eine Hyperhydratation entwickeln als jüngere Menschen. Schwellungen können, müssen jedoch nicht auftreten.

Wie wird eine Dehydratation diagnostiziert?

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Mitunter Bluttests

Dehydratation kann oft anhand der Symptome und der Ergebnisse einer Untersuchung diagnostiziert werden. Manchmal führen Ärzte Blutuntersuchungen bei Personen durch, die sehr krank erscheinen, bestimmte Medikamente einnehmen oder an bestimmten Erkrankungen leiden.

Dehydratation führt in der Regel dazu, dass der Natriumspiegel im Blut ansteigt. Das liegt daran, dass die üblichen Ursachen einer Dehydratation (etwa starkes Schwitzen, Erbrechen und Durchfall) zwar zu einem Verlust von Elektrolyten (vor allem Natrium und Kalium), aber noch viel mehr zum Verlust von Wasser führen, sodass die Konzentration von Natrium im Blut ansteigt.

Wie wird eine Dehydratation verhindert?

Vorbeugung kommt vor Behandlung. Erwachsene sollten mindestens 6 Gläser Flüssigkeit am Tag trinken (einschließlich der Flüssigkeiten durch die Aufnahme von Nahrungsmitteln mit großem Wassergehalt, z. B. Früchten und Gemüse). Die Flüssigkeitsaufnahme sollte an heißen Tagen und während oder nach längerem Training erhöht werden.

Anstrengung, eine hohe Körpertemperatur und heißes Wetter erhöhen den Wasserbedarf des Körpers. Für den Ersatz von Elektrolyten während anstrengendem Sport sind aromatische Sportdrinks entwickelt worden. Diese Drinks können verwendet werden, um einer Dehydratation vorzubeugen. Vor und nach dem Sport sollte man Getränke mit Elektrolyten zu sich nehmen. Bevor Patienten mit Herz- und Nierenkrankheiten ein Sporttraining aufnehmen, sollten sie mit ihrem Arzt besprechen, wie sie Flüssigkeiten sicher ersetzen.

Wie wird eine Dehydratation behandelt?

  • Ersatz von Wasser und Elektrolyten

Eine leichte Dehydratation kann sich allein durch Trinken von viel Wasser beheben lassen. Bei mittlerer und starker Dehydratation müssen darüber hinaus die verlorenen Elektrolyte (insbesondere Natrium und Kalium) ersetzt werden.

Orale Rehydrierungslösungen, die eine entsprechende Elektrolytmenge enthalten, sind ohne Verschreibung erhältlich. Diese Lösungen funktionieren bei der Behandlung von Dehydratation gut, insbesondere, wenn sie durch Erbrechen oder Durchfall bei Kindern verursacht wurde. Sportdrinks enthalten nicht unbedingt genügend Elektrolyte, um diese Lösungen angemessen zu ersetzen. Bei Erbrechen reicht das Trinken von Flüssigkeit zur Behandlung der Dehydratation möglicherweise nicht aus.

Eine stärkere Dehydratation muss von Ärzten mit intravenösen Lösungen behandelt werden, die Natriumchlorid enthalten. Die intravenöse Lösung wird zuerst schnell verabreicht, und danach bei Besserung des körperlichen Zustandes langsamer.

Die Behandlung richtet sich auch nach der Ursache der Dehydratation. Wenn Personen beispielsweise an Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall leiden, können Medikamente erforderlich sein, um das Erbrechen bzw. den Durchfall zu kontrollieren oder zu beenden.

Fragen und Antworten zur Dehydratation

Was bedeutet Dehydratation?

Dehydratation (Flüssigkeitsmangel im Körper) bedeutet, dass der Körper zu wenig Wasser enthält.

Was sind die Anzeichen einer Dehydratation?

Bei leichter Dehydratation sind die Betroffenen durstig und ihr Mund ist trocken. Bei starker Dehydratation kommt es zu Benommenheit, Verwirrtheit und Schwindel beim Aufstehen. Ohne Behandlung fallen die Betroffenen schließlich ins Koma und sterben.

Kann Dehydratation Fieber verursachen?

Nein, Dehydratation verursacht kein Fieber, obwohl viele Erkrankungen, die Fieber verursachen, ebenfalls zu einer Dehydratation führen können.

Wie kommt es zur Dehydratation?

Dehydratation wird verursacht, wenn Menschen mehr Körperwasser verlieren als sie aufnehmen. Sie kann also durch Erkrankungen oder Probleme verursacht werden, die zu einer geringeren Flüssigkeitszufuhr führen, wie z. B. bei Gastroenteritis mit Erbrechen und Durchfall, starkem Schwitzen bei heißem Wetter und unkontrolliertem Diabetes. Eine Dehydratation kann auftreten, wenn Menschen nicht genügend Wasser trinken können, z. B. verirrte Reisende oder ältere Menschen mit Behinderungen, die allein leben.

Kann eine Dehydratation Durchfall verursachen?

Nein, genau das Gegenteil. Durchfall kann zu einer Dehydratation führen.

Was soll man bei einer Dehydratation tun?

Eine leichte Dehydratation lässt sich bereits durch das Trinken von viel Wasser beheben. Bei einer stärkeren Dehydratation sollte eine spezielle orale Rehydrationslösung mit der richtigen Konzentration von Mineralstoffen (Elektrolyten) und Zucker getrunken werden. Saft, Limonaden und Sportgetränke sind nicht so wirksam. Bei schwerer Dehydratation wird Flüssigkeit als Infusion verabreicht.

Kann eine Dehydratation eine Harnwegsinfektion (HWI) verursachen?

Nein, eine Dehydratation verursacht keine HWI.

Wie wird auf eine Dehydratation getestet?

Ärzte können eine Dehydratation oft ohne Tests diagnostizieren, aber manchmal messen sie die Konzentration von Natrium und anderen Elektrolyten im Blut und prüfen, wie konzentriert der Urin des Patienten ist.

Wie lange dauert es, bis man sich von einer Dehydratation erholt hat?

Wenn das Problem, das die Dehydratation verursacht hat, behoben wird und die Person die richtige Flüssigkeitsmenge zugeführt bekommt, kann eine leichte bis mittelschwere Dehydratation in weniger als einem Tag bereits behoben sein. Eine schwere Dehydratation oder eine lange Dehydratation, die bereits lange andauert, sollte von Ärzten im Krankenhaus behandelt werden und braucht bei richtiger Behandlung in der Regel 2 bis 3 Tage, bis sie abgeklungen ist.

Wie verhindert man eine Dehydratation?

Um einer Dehydratation vorzubeugen, sollten Menschen mehr Flüssigkeit trinken, wenn sie bei heißem Wetter arbeiten oder sich körperlich verausgaben. Die Betroffenen sollten sicherstellen, dass ältere Familienmitglieder ausreichend Wasser zur Verfügung haben, wenn sie sich allein in einem heißen Gebäude oder Platz aufhalten. Menschen, die keine anstrengenden Aktivitäten ausüben oder sich nicht in heißer Umgebung aufhalten, müssen nicht zwanghaft mehr Wasser trinken, wenn sie nicht durstig sind.

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