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Cor pulmonale

Von

Nowell M. Fine

, MD, SM, Libin Cardiovascular Institute, Cumming School of Medicine, University of Calgary

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Nov 2020| Inhalt zuletzt geändert Nov 2020
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Quellen zum Thema

Bei einer pulmonalen Hypertonie ist der Blutdruck in den Arterien der Lunge (Pulmonalarterien) ungewöhnlich hoch. Lungenerkrankungen können auf verschiedene Arten eine pulmonale Hypertonie auslösen.

Wenn der Sauerstoffspiegel über einen längeren Zeitraum niedrig ist, ziehen sich die Lungenarterien zusammen und die Wände verdicken sich. Durch diese Verengung und Verdickung steigt der Druck in den Lungenarterien. Lungenerkrankungen, die das Lungengewebe schädigen oder dessen Menge reduzieren (zum Beispiel ein Emphysem) reduzieren auch die Anzahl der Blutgefäße in der Lunge. Die verringerte Anzahl der Blutgefäße lässt den Druck in den restlichen Gefäßen ansteigen.

Die häufigste Ursache des Cor pulmonale ist

Andere weniger häufige Ursachen sind u. a.:

Sobald eine pulmonale Hypertonie entsteht, muss sich die rechte Herzseite stärker anstrengen, um das Blut durch die Lunge zu befördern. Durch die vermehrte Anstrengung wird der Herzmuskel größer und dicker. Besteht eine pulmonale Hypertonie lange genug, kann die rechte Herzseite dies nicht länger durch Vergrößerung und Verdickung kompensieren und es kommt zu einer Rechtsherzinsuffizienz Bei einer Herzinsuffizienz (einem Herzversagen) kann das Herz nicht mit den Anforderungen des Körpers mithalten. Das führt zu einem verringerten Blutfluss, einer Stauung des Blutes in den Venen... Erfahren Sie mehr .

Mit der Insuffizienz der rechten Herzkammer erhöht sich das Risiko einer Lungenembolie Lungenembolie (LE) Bei einer Lungenembolie wird eine Lungenarterie (Pulmonalarterie) durch eine mit dem Blutfluss eingeschwemmte Ansammlung von Feststoffen (Embolus) verschlossen – in der Regel handelt es sich... Erfahren Sie mehr , weil der Blutfluss ungewöhnlich niedrig ist, sodass sich Blut in den Beinen stauen kann. Wenn sich im gestauten Blut Gerinnsel bilden, können sie zur Lunge wandern und dort stecken bleiben, was äußerst gefährliche Folgen mit sich bringt.

Symptome des Cor pulmonale

Meistens zeigen sich nur wenige Symptome, bis das Cor pulmonale weit fortgeschritten ist. Wenn bei Betroffenen Symptome auftreten, sind diese

  • Kurzatmigkeit bei Belastung

  • Benommenheit (insbesondere bei körperlicher Anstrengung)

  • Erschöpfung

  • Schmerzen im Brustkorb

Diagnose des Cor pulmonale

  • Echokardiographie

Der Verdacht auf ein Cor pulmonale besteht meist schon nach der körperlichen Untersuchung, wobei Ärzten zur Diagnose etliche Tests zur Verfügung stehen. Im Stethoskop sind beispielsweise gewisse charakteristische Herzgeräusche zu hören, die entstehen, wenn die rechte Herzkammer überanstrengt wird. Auch die Beine schwellen an und die Halsvenen werden größer.

Auf Röntgenaufnahmen des Brustkorbs können die Vergrößerungen der Herzkammer und der Lungenarterien aufgezeigt werden.

Behandlung des Cor pulmonale

  • Behandlung der Erkrankung, die Cor pulmonale verursacht

  • Manchmal Antikoagulanzien und Medikamente zur Entspannung der Lungenarterien

Die Behandlung richtet sich in der Regel nach der zugrunde liegenden Lungenerkrankung. Da Patienten mit Cor pulmonale einem erhöhten Risiko für eine Lungenembolie ausgesetzt sind, kann zudem die langfristige Einnahme eines Gerinnungshemmers verschrieben werden.

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