Keuchatmung bei Babys und Kleinkindern

Vollständige Überprüfung: März 2026 VonRajeev Bhatia, MD, Phoenix Children's Hospital | Peer-Review durchAlicia R. Pekarsky, MD, State University of New York Upstate Medical University, Upstate Golisano Children's Hospital
Letzte Aktualisierung: März 2026
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Kurzinformationen

Beim Giemen (Keuchatmung) entsteht durch teilweise verschlossene oder verengte Atemwege ein relativ hohes, pfeifendes Atemgeräusch.

  • Die Keuchatmung wird durch eine Verengung der Atemwege verursacht.

  • Andere Symptome können Husten, Fieber und eine laufende Nase sein.

  • Die Diagnose der Ursache stützt sich auf Röntgenbilder des Brustkorbs und manchmal auf andere Tests.

  • Zur Behandlung können Bronchodilatatoren und Steroide eingesetzt werden.

(Siehe auch Keuchatmung bei Erwachsenen.)

In der Lunge und den Atemwegen

Die Keuchatmung wird durch eine Verengung oder Blockierung (Obstruktion) der Atemwege verursacht. Die Verengung kann durch 1 oder mehrere der folgenden Ursachen entstehen:

  • Schwellung des Gewebes in den Atemwegen

  • Verkrampfung der winzigen Muskeln in den Wänden der Atemwege (Bronchospasmus)

  • Ansammlung von Schleim in den Atemwegen

In den ersten Lebensjahren treten wiederkehrende Episoden von Keuchatmung relativ häufig auf. Bis vor Kurzem wurden diese Episoden als Asthma diagnostiziert, da die Keuchatmung wie beim Asthma durch Einatmen von Medikamenten zur Öffnung der Atemwege (Bronchodilatatoren) gelindert werden können und viele ältere Kinder und Erwachsenen mit Asthma die ersten Symptome in der Kindheit entwickeln. Heute ist jedoch bekannt, dass nur einige der Säuglinge und Kleinkinder mit solchen Episoden der Keuchatmung in der späteren Kindheit oder Jugend Asthma entwickeln. Bei anderen Kindern sind die Episoden der Keuchatmung vorübergehend und hören im Alter von 6 bis 10 Jahren auf. Ärzte diagnostizieren bei diesen Kindern kein Asthma und suchen nach anderen Ursachen für ihre wiederkehrenden Episoden von Keuchatmung.

Wussten Sie ...

  • Nicht jede Keuchatmung wird durch Asthma verursacht.

Bei Kindern mit mindestens 1 der folgenden Risikofaktoren ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie Asthma entwickeln:

  • Bestimmte Ausschläge (wie Ekzem)

  • Schwerere Episoden von Keuchatmung

  • Familienmitglieder mit Asthma

  • In der Familie liegende Neigung zur Entwicklung vieler Allergien

  • Keuchatmung mit viralen Erkrankungen (insbesondere, solche die durch das respiratorische Synzytial-Virus und humane Metapneumovirus ausgelöst werden)

Ursachen von Keuchatmung bei Babys und Kleinkindern

So verengen sich die Atemwege

Während eines Asthmaanfalls verkrampft sich die glatte Muskulatur und verengt den Atemweg. Die mittlere Schicht schwillt aufgrund einer Entzündungsreaktion an, und es wird übermäßig viel Schleim produziert. In manchen Abschnitten werden durch den eindickenden Schleim Pfropfen gebildet, die den Atemweg praktisch vollständig verschließen können.

Die häufigste Ursache für eine einzelne, plötzliche Episode von Keuchatmung bei Babys und Kleinkindern ist in der Regel eine:

  • Virale Atemwegsinfektion

Die Ursache der wiederkehrenden Keuchatmung bei Kleinkindern ist häufig unklar.

Die häufigen Ursachen von wiederkehrenden Episoden einer Keuchatmung sind:

  • Häufige virale Lungeninfektionen

  • Allergien

  • Asthma

Weniger häufige Ursachen für eine wiederkehrende Keuchatmung sind chronische Schluckbeschwerden, die zu wiederholtem Einatmen von Nahrungsmitteln oder Flüssigkeit in die Lunge führen, gastroösophagealer Reflux, ein Fremdkörper in der Lunge oder Herzinsuffizienz.

Unabhängig von der ursprünglichen Ursache der Keuchatmung werden die Symptome häufig durch Allergien oder eingeatmete Reizstoffe verschlechtert (wie Tabakrauch).

Symptome von Keuchatmung bei Babys und Kleinkindern

Die Keuchatmung geht oft mit wiederkehrendem, trockenem oder produktivem Husten (mit Schleim) einher. Andere Symptome hängen von der Ursache ab und können Fieber (infolge einer Lungenentzündung), eine (durch eine Erkältung oder Allergien verursachte) laufende Nase und Schwierigkeiten beim Füttern (aufgrund einer Herzinsuffizienz oder Schwierigkeiten beim Schlucken) umfassen.

Bei der Keuchatmung ist ein hoher pfeifender Ton zu hören, wenn das Kind ausatmet. Wenn die Verengung der Atemwege schwerwiegend ist, kann die Keuchatmung auch beim Einatmen hörbar sein. Sehr kranke Kinder können zudem schnell atmen, einen großen Teil ihrer Brustmuskulatur zum Atmen einsetzen und flatternde Nasenflügel sowie eine Blau- oder Graufärbung der Haut (Zyanose) aufweisen.

Diagnose von Keuchatmung bei Babys und Kleinkindern

  • Röntgenuntersuchungen des Brustkorbs

  • In seltenen Fällen Schluckuntersuchungen, Computertomographie oder Bronchoskopie

Bei einer ersten schweren Episode von Keuchatmung wird meist eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs erstellt, um nach Fremdkörpern in der Lunge, einer Lungenentzündung (Pneumonie) oder Herzinsuffizienz zu suchen. Mit einem Sensor am Finger oder Zeh (Pulsoximetrie) wird der Sauerstoffgehalt im Blut bestimmt.

Bei Kindern mit wiederkehrenden Episoden von Keuchatmung müssen neue Anfälle normalerweise nur dann untersucht werden, wenn schwere Atemprobleme auftreten. Kinder, die häufige oder schwere Anfälle haben oder Symptome, die durch Bronchodilatatoren oder andere Asthmamedikamente nicht gelindert werden können, benötigen möglicherweise andere Tests, wie eine Schluckuntersuchung, Computertomographie (CT-Scan) oder Bronchoskopie.

Behandlung von Keuchatmung bei Babys und Kleinkindern

  • Bei Schüben Bronchodilatatoren und bisweilen Steroide (manchmal als Glukokortikoide oder Kortikosteroide bezeichnet)

  • Bei einer schweren Form von Keuchatmung die tägliche Anwendung von Bronchodilatatoren und Entzündungshemmern, die bei Asthma zum Einsatz kommen

Wenn Säuglinge und Kleinkinder Schübe von Keuchatmung haben, erhalten sie Medikamente zum Einatmen (Inhalieren), die die Atemwege öffnen und als Bronchodilatatoren bezeichnet werden (wie Salbutamol), und bei schwerer Keuchatmung Steroide (wie Prednison), die über den Mund oder die Vene verabreicht werden.

Kinder, bei denen dauerhaftes Asthma unwahrscheinlich ist, z. B. wenn keine Anzeichen für Allergien oder keine Allergien oder Asthma in der Familiengeschichte vorliegen und bei denen die Episoden mit Keuchatmung relativ leicht und selten sind, benötigen normalerweise nur inhalative Bronchodilatatoren, die bei Bedarf zur Symptomkontrolle eingesetzt werden.

Den meisten kleinen Kindern mit häufigeren und/oder schweren Episoden von Keuchatmung hilft die bedarfsweise Anwendung von Bronchodilatatoren und die tägliche Verabreichung von Entzündungshemmern (Steroide zum Einatmen wie Beclometason), die bei Asthma zum Einsatz kommen (siehe Behandlung von chronischem Asthma). Auch wenn die tägliche Anwendung eines Leukotrien-Modifikators (wie Montelukast oder Zafirlukast) oder eines inhalativen Steroids die Schwere und Häufigkeit der Episoden einer Keuchatmung vermindert, können diese Medikamente die Keuchatmung nicht heilen.

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