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Intrauterinpessar (IUP)

Von

Frances E. Casey

, MD, MPH, Virginia Commonwealth University Medical Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Nov 2018| Inhalt zuletzt geändert Nov 2018
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Quellen zum Thema

Interuterinpessare (IUP) sind kleine, biegsame, T-förmige Kunststoffgebilde, die in die Gebärmutter eingelegt werden.

Je nach Typ kann ein IUP 3, 5 oder 10 Jahre in der Gebärmutter bleiben. Ein IUP darf nur vom Arzt gelegt oder entfernt werden. Das Einsetzen dauert nur wenige Minuten. Auch die Entfernung geht rasch und nahezu schmerzlos vor sich.

IUP verhindern eine Schwangerschaft, indem sie

  • Spermien abtöten oder unbeweglich machen

  • Verhindern, dass Spermien das Ei befruchten

  • Eine entzündliche Reaktion innerhalb der Gebärmutter verursachen

Umgang mit Intrauterinpessaren

Ein Intrauterinpessar (IUP) wird vom Arzt durch die Scheide in die Gebärmutter eingesetzt. Das IUP ist T-förmig und besteht aus Kunststoff. Bei einigen IUP-Arten wird ein Progestin freigesetzt, das sogenannte Levonorgestrel. Bei einer anderen Art ist ein Kupferdraht um das T gewickelt. Am IUP sind Kunststofffäden befestigt. Die Fäden dienen dazu, dass sich die Frau vergewissern kann, dass das IUP immer noch richtig liegt, und dass es vom Arzt leicht entfernt werden kann.

Umgang mit Intrauterinpessaren

In den USA verwenden ca. 10 Prozent der Frauen, die verhüten, ein IUP. Immer mehr Frauen verwenden es aufgrund seiner Vorteile gegenüber oralen Verhütungsmitteln:

  • IUP sind sehr wirksam.

  • IUP haben keine allgemeinen, körperweiten (systemischen) Auswirkungen.

  • Frauen müssen nur alle 3, 5 oder 10 Jahre eine Entscheidung bezüglich der Verhütung treffen.

In den USA gibt es derzeit fünf verschiedene IUP-Typen.

Vier von ihnen setzen ein Progestin (Levonorgestrel) frei. Eines dieser IUP ist 3 Jahre lang wirksam, die anderen sind 5 Jahre lang wirksam. Während dieser Zeit werden nur ungefähr 0,9 Prozent der Frauen mit dem 3-Jahres-IUP und ungefähr 0,7 bis 1,5 Prozent der Frauen mit den 5-Jahres-IUP schwanger.

Der fünfte Typ, der Kupfer enthält, ist 10 Jahre lang wirksam. Während dieser Zeit werden nur etwa 2 Prozent der Frauen schwanger.

Ein Jahr nach der Entfernung eines IUP sind 80 bis 90 Prozent der Frauen mit Kinderwunsch schwanger.

Die meisten Frauen, auch kinderlose sowie jugendliche Mädchen, können ein IUP anwenden. Das IUP sollte allerdings nicht verwendet werden, wenn eine der folgenden Situationen vorliegt:

Eine sexuell übertragbare Krankheit, eine Beckenentzündung oder eine ektope Schwangerschaft (außerhalb der Gebärmutter) in der Vergangenheit schließt die Anwendung eines IUP nicht aus.

Religiöse Ansichten, die eine Abtreibung verbieten, schließen die Verwendung von IUP nicht aus, da bei einem IUP als Verhütungsmittel kein befruchtetes Ei abgetrieben wird. Bei einer Verwendung als Notfallkontrazeption kann ein Kupfer-IUP allerdings verhindern, dass sich ein befruchtetes Ei in der Gebärmutter einnistet.

Ein IUP kann jederzeit während des Menstruationszyklus eingesetzt werden, wenn Frauen seit ihrer letzten Periode keinen ungeschützten Sex hatten. Wenn sie ungeschützten Sex hatten, muss ein Schwangerschaftstest vor dem Einsetzen eines IUP durchgeführt werden, und den Frauen wird geraten, eine andere Verhütungsmethode anzuwenden, bis der Test durchgeführt wurde. Eine Schwangerschaft muss ausgeschlossen werden, bevor ein IUP eingesetzt wird, es sei denn, dass Frauen ein IUP als Notfallkontrazeption nach ungeschütztem Sex einsetzen möchten. In solchen Fällen kann ein IUP eingesetzt werden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Wenn ein Kupfer-IUP innerhalb von 5 Tagen nach dem ungeschützten Sex eingesetzt wird, ist es als Notfallkontrazeption zu 100 Prozent wirksam. Es kann danach für lange Zeit als Verhütungsmittel eingesetzt bleiben, falls die Frau dies möchte. Ein Levonorgestrel freisetzendes IUP wird nicht als Notfallkontrazeption verwendet, und vor dem Einsetzen muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

Vor der Einführung des IUP empfehlen Ärzte je nach den Risikofaktoren der Frau möglicherweise Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten.

Ein IUP kann unmittelbar nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch eingesetzt werden, der während des 1. oder 2. Drittels der Schwangerschaft eintritt, und unmittelbar nach der Entfernung der Plazenta nach einem Kaiserschnitt eingesetzt werden.

Beim Einsetzen gelangen vorübergehend Bakterien in die Gebärmutter, doch führt dies nur selten zu einer Infektion. IUP schützen nicht vor Eindringen von Bakterien. Ein IUP erhöht nur während des ersten Monats der Anwendung das Risiko einer Beckeninfektion. Wenn eine Infektion eintritt, wird sie mit Antibiotika behandelt.

Mögliche Probleme

Etwa die Hälfte der Frauen, die ihr IUP vorzeitig entfernen lassen, geben als Grund dafür Blutungen und Schmerzen an. Mit dem Kupfer-IUP steigt die Menge der Menstruationsblutung und Krämpfe können entstehen. NSAR können gewöhnlich diese Krämpfe lindern. Die Levonorgestrel freisetzenden IUP verringern die Menge der Menstruationsblutung, und nach einem Jahr bleibt die Menstruationsblutung bei ca. 6 Prozent der Frauen mit einem 3-Jahres-IUP und bei 20 Prozent der Frauen mit einem 5-Jahres-IUP vollständig aus.

Etwa 2 bis 10 Prozent der IUP werden innerhalb des ersten Jahres nach dem Einsetzen ausgestoßen, meist in den ersten Wochen. Manchmal bemerkt eine Frau die Ausstoßung nicht. IUP sind mit Kunststofffäden versehen, mit deren Hilfe die Frau überprüfen kann, ob das IUP noch richtig sitzt. Eine Frau hat jedoch typischerweise Blutungen oder Schmerzen, wenn ein IUP ausgestoßen wird oder in der falschen Position liegt. Wenn nach einer Ausstoßung ein anderes IUP eingesetzt wird, bleibt es gewöhnlich in der richtigen Position.

In seltenen Fällen wird die Gebärmutter während des Einsetzens durchstoßen. Gewöhnlich verursacht die Perforation keine Symptome. Dies fällt erst auf, wenn die Frau die Kunststofffäden nicht findet und bei einer Ultraschall- oder Röntgenaufnahme festgestellt wird, dass das IUP außerhalb der Gebärmutter liegt. Wenn die Gebärmutter perforiert ist und das IUP in die Bauchhöhle gelangt, muss es in der Regel mithilfe einer Laparoskopie operativ entfernt werden, damit keine Verletzungen und Vernarbungen am Darm verursacht werden.

Wenn Frauen mit einem eingesetzten IUP schwanger werden, ist es wahrscheinlicher, dass sie eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (ektope Schwangerschaft) haben. Dennoch ist das Risiko einer solchen Schwangerschaft bei Frauen, die mit einem IUP verhüten, insgesamt deutlich niedriger als bei Frauen, die überhaupt nicht verhüten, weil ein IUP eine wirksame Verhütungsmethode darstellt.

Mögliche Vorteile

Neben ihrer Funktion als Verhütungsmittel können alle IUP das Risiko von Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) senken.

Das 5 Jahre wirksame Levonorgestrel freisetzende IUP eignet sich auch als wirksame Behandlung für Frauen mit schweren Menstruationszyklen.

Das Kupfer-IUP kann Frauen, die keine hormonellen Methoden anwenden können, eine wirksame Empfängnisverhütung bieten.

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