Überblick über eosinophile Lungenerkrankungen

VonJoyce Lee, MD, MAS, University of Colorado School of Medicine
Reviewed ByRichard K. Albert, MD, Department of Medicine, University of Colorado Denver - Anschutz Medical
Überprüft/überarbeitet Geändert Juni 2025
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Eosinophile Lungenerkrankungen sind eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, die durch eine Akkumulation von Eosinophilen in den Alveolen und/oder dem Interstitium gekennzeichnet sind. Periphere Bluteosinophilie (Eosinophilenzahl > 500 Zellen/Mikroliter [0,5 × 109/l]) ist ebenfalls häufig. Zu den bekannten Ursachen von eosinophilen Lungenerkrankungen gehören die folgenden:

Oft ist die Ursache unbekannt.

Die beiden primären eosinophilen Lungenerkrankungen unbekannter Ätiologie sind:

Das hypereosinophile Syndrom, eine systemische Erkrankung, die zahlreiche Organe betrifft, wird andernorts näher erläutert.

Das Löffler-Syndrom, ein Syndrom von flüchtigen Lungenbefunden und periphere Bluteosinophilie, ist eine weiterere eosinophile Lungenerkrankung.

Diagnose von eosinophilen Lungenerkrankungen

  • Röntgenthorax oder CT des Thorax

  • Demonstrieren Sie Eosinophilie im peripheren Blut, der Bronchiallavage-Flüssigkeit oder im Lungengewebe

Die Diagnose basiert auf dem Nachweis von Verschattungen in der Thorax-Bildgebung und dem Nachweis einer Eosinophilie (> 500 Eosinophile/mcL [0,5 × 109/L]) im peripheren Blut, BAL oder einer Lungenbiopsie. Eine Lungeneosinophilie kann jedoch ohne periphere Eosinophilie auftreten.

Eosinophile reagieren ausgesprochen empfindlich auf Glukokortikoide und verschwinden innerhalb von wenigen Stunden nach Glukokortikoidgabe komplett aus dem Blut. Dieses rasche Verschwinden aus dem Blut kann die Diagnose erschweren, wenn Patienten Glukokortikoide erhalten, bevor die diagnostische Beurteilung durchgeführt wird.

Eosinophile sind primär gewebeständige Zellen, und ihre Anzahl in Geweben ist 100-fach größer als im Blut. Demzufolge zeigen Bluteosinophilenzahlen nicht zwangsweise das Ausmaß der Eosinophilenbeteiligung in betroffenen Geweben an. Eosinophile kommen am zahlreichsten in Geweben vor, die eine epitheliale Mukosagrenzfläche mit der Umwelt haben, etwa Respirations-, Verdauungs- und unterer Urogenitaltrakt. Eosinophile treten nicht in der Lunge von Gesunden auf, sodass ihre Anwesenheit in Lungengewebe oder bronchoalveolärer Lavageflüssigkeit (> 10%) auf einen pathologischen Prozess hinweist (1). Pulmonale Verschattungen in der Thorax-Bildgebung in Verbindung mit Eosinophilie werden gelegentlich als PIE- (pulmonale Infiltrate mit Eosinophilie)-Syndrom bezeichnet.

Hinweis

  1. 1. Rosenberg CE, Khoury P. Approach to Eosinophilia Presenting With Pulmonary Symptoms. Chest 2021;159(2):507-516. doi:10.1016/j.chest.2020.09.247

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